Schlüchterner Jettuns
Schlüchtemer Kreisblatt - Gchlüchterner Tageblatt
Nr. 215
Verantwortlich für den gesamten Inhalt: H.-K Hohmetster, Schmchtern. Druck u. Berlüg der Fa C. Hohmeister in SchlüÄtern. Fernspr. Rr. 65. Telegr. Schlüchrerner Zig. Postscheck.: Frankfurt M.Nr. 11402.
Mittwoch, 14. September 1921
BernaSpretS: Vierteljährlich mSchlüchternM.11— ^^^S^^ 73 3«hrg
besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt.
~
Aus der HeiMat»
BorattSsichtl. Wittsrrrng. Am 15. 9. (Dopnerswg): Ziemlich trüb, windig, Negenfällen, ziemlich kühl.
—* Im Reg.-Bez. Cessel sind 7 erledigte, z. Zt. meist auf trag! weife verwaltete SchLlsteffeu neu zu besetzen, u. z. 1 Haupilehrer- und 6 Lehrerstellen.
—* Zunahme der Baulust. Im Monat August si«d nach den Veröffentlichungen in der „Bauwelt" (Berlin) über 3000 Wohnnngsne«- und -Umbauten sowie etwa 250 Fabrik- und ähnliche Bauten im Deutschen Reiche bekannt geworden. Danach hat gegeuüber den Vormonaten die Baulust erheblich zuqenommen. Im Juni wurden 2000 Wshuuugsueu- »vd -Umbauten sowie 200 Fabrikbauten festgellt.
—* (Abiundung beim Lohnabzug.) Nach den bisherigen Bestimmungen, die den Lohnabzug vorläufig regelten, war es gestattet, bei Wochen- und Monatslohn drn einzubehal- tendcn Steuerbetrag aus volle Mark nach unten abzurunden. Nachdem nunmehr durch die Lohnsteuer die Abzugsfrage endgültig geregelt ist und eist wesentliche Erleichterung der Steuerlast des Lohn- und Gehaltsempfängers eIngetoten ist, ist eine solche Abrundung nicht mehr angängig, da es sich hier um ganz bedeutende Summen handelt, die infolge der Adrundung dem R ich entgehen. Man wird allein mit einem Ausfall von rund 250 Millionen Mark infolge der bisherigen AbrundungsproxiL rechnen rnüsscn. Darum in nunmehr durch Erlaß des ReichsmirMers der Finanzen vom 8. August bestimmt worden, daß die Abrundung auch bei Wochen« und Mouatslohu auf 10 Psg. vorz «nehmen ist.
—* Zeitbilder. (Ewas vom Heröstlostüm.) Naht mit seinen kühlen Tagen — der September sich heran, — liegt dir täglich in den Ohren — deine holde Gattin dann, — denn es ist doch selbstverständlich. — daß in diesem Jahre auch — sie sich muß modern versorgen, — wu’d in j dem Jahre Brauch — Was die Schulze» im* die Metern — Jahr jür Jahr sich leisten sann — (dabei steht ihr Ehegatte — doch noch unter meisem Mann!) — muß sich auch die eigene Gattin — selbstverständlich leisten können, — oder soll man zum Spektakel — wieder mal im Herbst rumreuuen? — Und wenn du in solchem Falle — wirklich nicht an Einsicht krankst, — hast du wrai^^rÄ g-wühulich — vor der Frau die nötroe Angst, — um des lieben Friedens willen, — den das Hrrbstkostüm bedroh!, — hilfst du wieder mal der Gattin — aus der ewigen Kleidernot. — Eine Reise nach der Großstadt — machst du schließlich sicher gern — und die braucht man, um zu wissen, — was in diesem Jahr modern. — Mit dem ersten Morgenzuge — langst du tu der Großstadt an, — hin und her durch alle Straffen — schleppt dich deine Gattin bann, — stehen mußt du vor den Fenstern, - bis dir deine Kniee lahm, — jede Dame wird gemustert, — die gerad des Weges kam. — Dafür nachmittags um biete — ist die Gattin dann so weit, — daß sie endlich sich entschlossen — für die richtige Sorte Kleid. — Von dem Reste will ich schweigen, — aber eins steht sicher fest: — wenn sie in dem neuen Kleide — dann vor dir sich sehen läßt, — wird dir's ohne viele Mühe — quellend von den Lippen fließe», " m't dem Ausruf „Teuere Gattin" — sie in deinen Arm zu schließen.
Walter-Walter.
—* Der Landesverband H.sseu Nassau des Deutschen RentnerbundeS (Sitz in Wiesbaden) hielt am 30. Jeli nachm. 2 Uhr im Rmtaerheim Karlshsf eine außerordeut liche VorstandSsttzung ab, zu der die zugehörigen Or sgruppm Vertreter entsendet hatten. Der 1. Vorsitzende, Herr Karl Kramer-Wiesbaden leitete die Versammlung, die eine größere Tagesordnung zu erledigen hatte. — Herr von Colomb- Kassel referierte ausführlich über die Bundesversammlung in Berlin, in welcher er — aus Zweckmäßigkeitsgründen — den Landesverband Hessen-Nassau a:s dessen 2. Vorsitzender vertreten hatte. Auch über die Tagung des am 11. Juni in Berlin neugegründeten Wohlfahrtsausschusses des D. R.-B , die am 23., 24. und 25. Juli in Gaffel sta tfaud, berichtet« Herr von Kolomb als dessen 1. Vorsitzender eingehend.— Auf dieser Tagung wurde u. a. beschlossen, daß neben dem Wohlfahrtsausschuß dem Bundesvorstand noch je ein Steuer« und Wirtschaftsausschuß angeglirdert werden soll, da Sr-lbsi- Hilfe-Aktionen der Rentnerschaft immer uotwmdig-r werden bei der von Tag zu Tag sich vergrößernden Notlage eines großen Teiles derselben. — Mit dem benachbarten Landesverband Freistaat Hessen teilt der Landesverband Hessen- Rassaa in ein engere» Ardeitsoerhälmis betreffs der wirtschaftlichen Fragen. Auf dem Lande sollen nach Möglichkeit kleinere Ortsabteilungen gegründet werden. — An den Proviuzlalverbavd der Mergle soll herangetreten werden, um im ganze» Bezirke eine ärztl che Behandlung zu ermäßigter Taxe zu erreichen. — Ja den eiuz tuen Ortsgrvpp.n soll in Bälde ein Opftrtag zwecks Errichtung uon Unterstützurgs- lassen für altersschwache oder gebrechliche Rentner adgehaltsu werden. — Die Bundesleitung wird ersucht, baldmöglichst eine Eingabe des Inhalts an den preußischen Landtag zu richten, baldmöglichst einen Uutersiützungssonds fü; noilet« dende Kieinretuer — wie ihn Bapern, Sachsen und Oide«. bürg schon besitzen — zu errichten. — Die Versammlung nahm den allerbesten Verlauf, und erfüllte die Zusammenkunft den dcabsichligten Zweck, alle Teilnehmer über den fetzigen Stand der ^kentnerbewegung genau aufgutlärcn —
darüber herrschte nur eine Stimme — durchaus. — W.e wir hören, brüehi die Lbsich-, auch in Schlüchtern eine Ortsgruppe des Deutschen RentnerbundeS <u gründen.
—* („Freibleibend".) Einer der meistgebranchten und daher kaum noch als sonderlich wichtig angesehenen Ausdrücke der Geschäftssprache ist das Wort „fcsibieidrad." Es findet sich oft bereit? gedruckt auf den Fakturen oder Briefdogeu der Firmen und führt dort ein bescheidenes, kaum beachtetes Dasein, — bis es plötzlich eine hohe Bedeutung gewinnt und dann oft Anlaß zu Meinungsverschiedenheiten, häufig sogar Prozessen gibt. Zu Nutz und Frommen solcher Geschäftsleute, die heute leichtfertig mit diesem inhaltsreich!'» Wort umgehen oder sogar aus ihm Goudervortcile herouS- znziehcu hoffen, sei hier auf ein' am 3. Juni b. Js. verkündetes Urteil des Reichsgerichts Hingewtesen. In diesem würben ausdrücklich die Rechtsgrundsätze zur Klausel „freibleibend" niedergelegt und die Mahnung an jeden Geschäftsmann gerichtet, falls er in feinen Angeboten Vorbchaite zu machen beabstchtigr, diese klar und deutlich zum Ausdruck zu bringtn, widrigenfalls er gewärtigen müsse, daß diejenige Auslegung gilt, die nach der allgemeinen Verkehrsauffassung die gewöhnliche ist. Aus den Entschetdnagsgrüuden des Reichsgerichts tu büfer Sache seien hier folgende, die Allgemeinheit besonders angehende Ausführungen wiebergegeben: Vor dem Weltkriege wurde die Klausel „freibleibend" üblich-rweise nur bei Vertragsangeöoteu angewenbet und vom Verkehr allgemein dahin oerftanber, daß der Erklärende damit zum Ausdruck bringe, er lehne eine Binduug seinerseits bis zum Eintreffen der Antwort aö. Kam aber der Vertrag zustar.de, dann hatte sich die rechtliche Bedeutung der Klausel erschöpft. Die durch den Krieg und die Revo ution herber- Keführteu unglücklichen WirtschaftLverhältnisse haben es wünschenswert erscheium lassen, die Klausel „freibleibend" auch zu einem Bestandteil des Vertrages selbst zu machen. In festem Fall aber erfordern es Treu und Glauben, daß der Verkäufer, der in fernem Angebote mit der Klausel „freibleibend" einen von ihrer oben eröterten regelmäßigen Bedeutung abweichenden außergewöhnlichen Sinn verbinden und hinsichtlich seiner Lieferpflicht gewiss« Vorbehalte machen will, feine Äbfichteu in klarer Weise zu ^kmne^ gibt. Der im Geschäftslebkn allerdinzs nmoreeinzelt sich zrigeudea Neigung durch die Wahl unklarer Worte unklare Verhältnisse zu schaffen, um je nach der E-itwickelung der Dinge die dem Erllärendm günstigere Ausiegaug sich zu eigen zu machen, muß auf das Entschiedenste eutgegeagetceten werden. Ein solches Verhalten ist mit den Gepflogeuhüten eines redlichen Handelsverkchrs nicht vereinbar. Wer ohne zwingenden Anlaß sich einer unklaren Aussrucksweise bedient, muß bie» jeuige Auslegung gegen sich gelten lassen, welche nach der Ve. kehrSansfaffuug die gewöhnliche uns regelmäßige ist. Völlig unechevlich ist dabei der außerhalb des Brieftextes stehende Vermerk „Stets fretbleibenb". In seiner U»bestimm heit und Attgemeinhei» ist er rechtlich bedeutungslos und macht nur beim Abnehmer böses Blut.
* Schlüchrern. Die Felddiebstähle nehmen in Schlüchtern dauernd zu. So wurden in der Nacht von Sonntag auf Montag auf dem Acker der Frau Margr. Heusler Kar- ttffeln ausgemacht. Hoffentlich gelingt es unseren Feldhütern, den Sieben recht bald das Handwerk zu legen.
» Mn 11 WWW.
Bei den am Sonntag stattgefundeucn Wahlen z«m Landtag von Grosithüringe« erhielten in runden Ziffern Stimmen:
DentDe Volkspartei ........ 51SW Deutschnationale VoMpartei . ... 5 29000 Demokraten.........13000 Mehrheitssozialikten ........ 36 000 Unabhängige...........31000
Kommnnisten........... 29 000
Danach hat Sie Deutsche Bolkspartei wesentlichen Zuwachs erhalten. Die MehrheitSsozialisten haben sich gut be- >hauptet. Die U. S. P. haben an die K. P. D. Stimmen abgegeben. Der neue Landtag weist eine sozialistische Mehrheit auf.
Die Krise in Bayern.
Das bayerische Gefamtministerinm hat in seiner gestrigen Sitznng die Lage erörtert. Danach ist das Gefamtministerinm zurlickgctretcn. Nach § 66 der Versaflnna rührt daS Mini- Itcriunt bis znr Bildnng eines nenen Ministeriums die Geschäfte weiter.
Nach Kahrs Sturz.
ES soll, wohl nur anstandshalber versucht werden, Herrn »- Kahr zu halten, der jedoch wie Herr Notb. aus seinem Rücktritt beharrt. Mit der Bertretnng deS Ministerpräsidenten ist der KnltuSminister Dr. Matt beantragt, der ein sehr energischer Beamter ist und mit der Linken schon die schärfsten Zusammenstöfte gehabt bat. der ihr zum mindesten ebenso verhallt ist wie Herr v- IMt eS war. Ebenso wie Geheimrat Held, der Führer der bäuerischen Boslöpartei, war auch Herr v. Kahr in der DamStag Recht mit seinen Nerven nystständsg zusammengebrochen. Auch er bat gemeint «nd erklärt, lieber sterben in mosten, als nnn dem »on ibm für rech» erkannten Wea der Eh>e n«d PM^i ^''"' weichen. — An m<th in den hentigen Wirre« der deutschen Politik An Mann f^tawt, d« sein Polittroe ist und Herr
«. Kahr so nid einer gewesen und hat nie einer werden -esten. DaS Amt eines Rcaierungsvräsidente« von Ebers ba-wr«, das Herr v. Kahr bis sn seiner Ernennung aum Ministerpräsidenten innehatte, ist unbesetzt geblieben. Herr u. Kahr hat seine Amtsräume im Regiernnasyräffdinm auch "lährend seiner MinisiSrnrasidentschäft beibehalten. Man bat daraus immer geschloNen, daß er sich seine Rückkehr am diesen Posten aus alle Fälle Vorbehalt.
Lohneinigunft im Bergbau.
Die znr Beschlutzfasiung für die zentrale Lohnregel^ng im Bergbau einbernsens Reichskonferenz war von 242 Ber- tretern aus allen deutsche« Berabanrevieren besucht. Den Berhandlungen wohnten Abg. Husemann und Rcick'Swirt- schaftsmivister Schmidt bei, während Reichsarbeitsminister Dr. Braun sein Fernbleiben entschuldigt hatte. Abg. H«e machte in der Besprechung, an der sich auch der RsichSuürt- schastsministers beteiligte. Miteilnn->en über die Lage der Bergarbeiter in anderen Ländern. Mit 152 gegen 71 Stimmen wurde eine Evtkchlietznng anstenommen, bett trotz er- wblicher Bedenken die Annahme der getrokfene« Lohnver- einbarungeu erklärt wird. Die OrganisationSleitunge« lösten die PreisentwiSlnug aus dem Lebensmittelmarkt weiter verfolgen und z«r rechte« Zeit mit neuen Lohnforderungen an die Unternehmer herantreten.
In einer weiteren Entschlrefinng wendet stch die Reichs- konferenz an die ansländischen Bergarbeiter mit der Bitte, ihren wF™ Einflull aus die Regierungen ihrer Länder a«S- üben im Sinne einer besseren Bsrstäsdianng der Entente- llaotslciter mit der deutschen Regierung über die Abwälzung der Reparat-anSvs^vfUchtnnaen. Als unbedingt not» wendig wird die schleunige Aufhebnng der Sanktionen im Rheinland und die Znerkennnng EbersibfefienS an Deutschland fternä^ Volksabstimmung bezeichnet.
Eine anherordentliche Hauptversammlung deS Gewerk vereins chrilllicher Bergarbeiter in Effen fällt nach einem Vortrag des Abg. Imbusch .sowie nach lebhafter Erörterung eine Entschließung, in der sie ihrer BesriediMng Ausdruck gibt, dgß es im Stein- und Braunkohlenbergbau zu zentralen ^ohnverbandlungen gekommen ist und in der sie dem RcichsarbsitSmimster Dr. Braun boft, daß er zentrale Lohuverbandlungen herbeigeführt hat. Das Ergebnis der Lohnverhandlsugen wirb als sachlich nicht ganz befriedigend bezeichnet und Einspruch dagegen erhoben, daß die erhöhten Löhne erst am 1. September statt vom 1. August ab gewährt werden., Sie, ist aber mil der ^lnu .hnre der ZFereinbarungen. einverstanden, um eine Störung ds wirtschaftlichen LebenS zu verhindern und erwartet, daß auch für die in diesen Lohn Verhandlungen nicht einbegrifftnen Revieren ein Beschluß erfolgt. Ferner^ fordert sie, >daß bei weiterem Steigen der Tenernngsweste rechtzeitig eine weitere ErhSH"va der Löhne durchgesellt und auch Ersatz für die ausgefallene! Lohnerhöhung für den Monat August gewährt wird.
Mebrforderrmaen der ©rttbenarl»*^**
In einer in Bochum abgehaltenen Versammlung der kaufmännischen Grubenbeamten in Rheinland und W-'stmFn, kn der sämtliche Bezirksvereine vertreten waren, wurde e n Akmmia eine Entschließung angenommen, worin eine prozentige Gehaltserhöhung als ungenügend kezm-d« - u;-- der Neher^enung Ausdruck gegeben wird ba"' die .'^n ohne Gesährdimg höhere Zuschläge Zahlen kZ"n- „ ^?e BervandSleitnna wird beauftragt, mit allen Mitteln, e-«-' den Zeitverhältniffen Rechnnna tragende Besoldung der. kaufmännischen Angestellten zu bewirken.
Streift in Berlin.
Die Reichsbanptflaöt ist n -ch einer Rnhepanse wieder einmal ohne Strom. Der Straßsnbgbnverkedr ist ’ ’f’- qslegt, der Fernsprechverkehr znm größten Teil. Gestern morgen und die städtischen Angestellten im Gebiets deS früheren Berlin z«m Teil gegen den Willen ihrer Organisationen in den Streik getreten. Zur Stunde finden im prcnßische« Sand rsministerinm EinignngSoerbandlnugen Zwischen den Parteien statt, von denen eine baldige Seen* dkgvng des tief in das Wirtschaftsleben eingreifende« Streikes erhofft wirb.
Wird England Work Hallen?
Die „StmcS* lenken die Aufmerksamkeit auf den Bor. Mag Lord CurzonS auf der letzten Konferenz deS Oberste» Notes, die Sankti«:en aufzuheben und weisen auf seine Er» tKirUng bin, daß w auf der nächsten Konferenz des Rate» die Aufhebung der SwirfftonetT amtlich beantragen werde, meu» Briaub es nid^ fe»y tue. — Laut Times" kehrt Domner am Sou«taa mied« «ach PartS zurück
Ludwig von Baitenberg t.
Marquis gf Milford Haven, früher Ludwig von Battcn- Berg, ist, wie die Morgenblätter melden, gestern plötzlich in London gestorben.
Dieser Prinz von Battenberg, bet 1854 in Graz geboren wurde lVater: Prinz Alexander von Heffen, Mutter: Gräfin Hauke, die den Titel einer Prinzessin von Battenberg erhielt), war mit einer Tochter des Großherzogs Ludwig IV verheiratet. Er war erster englischer Seelord und im An fang des Krieges Ehef des englischen Admiralstabs, bis ihn »er Deutschenhaß zum Rücktritt zwang. Der jüngere Bruder des Verstorbenen war Fürst Alexander von Bulgarien, der alS Graf von Hartenau lchon im Jahre 1893 gestor- ^ene^crbaftuni! in Sachen der Ermordung Er^eraorZ.
Bargen bei Engern, 12. September.
In dem an der Schtveizer Grenze gelegenen Orte Bargen wurden zwei Personen verhaftet, auf bie die Beschreibung der mutmaßlichen Mörder Erzberger» passen soll. D:e Leuk sollen beim 114" ' reiten der Grenze von der Schweizer Grenzkontrolle festgenommen worden sei, weil sie ohne Paff, waren. Sie hatten eine große Summe Selbe« bei sich und sollen in der Elberfelder Gegend wohnhaft sein. Bei bet Festnahme soll be< eine b« Beamten mit bw MasUkI geboxt habe».