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SchlüOlevnev Jettuns

I Gchlüchtemer Kreisblatt - Schlüchterner Tageblatt

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ir den gesamten Inhalt: H.-K. ' iern. Druck u. Verlag der Fa C. lchtern. Fernspr. Nr. 65. Telegr.

schlüchterner Zig. Postschcckk.:FrantfurtM.Nr. 11402.

Montag, 19. September 1921

BezugSpreis : Vierteljährlich inSchlüchieru M.t i

durch die Post M.12,- Auz-ikr«preis: DieKlei.n. WQ

geile M. 1,-, die Reklamezeile 3,-, sämtlich ohne » O CUDTÜ besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt.

»

Aus der Heimat.

Voraussicht!. Witterung Am 20. 9. (DirrZiag).

h^ter, trocken, Nacht sehr kühl, Tag <twas wärm-r^ F# /x-es Uibergtrol^t des weiblichen Geschlechts gegen Gliche vach dir Volkszählung vom 8 Oktober 1919.) ihm ständig mehr Knaben als Mädchen geboren L jft das Uebergewicht des weiblichen Geschlechts.gegen »äiivliche schon lange vor dem Kriege vorhanden gewesen, .m daturch zu «klären, daß die Srerblichkeit der Knoben ^ ^sten 10 Lebensjahren uvd namentlich im ersten M größer ist, als die der MädchiN und daß die Wniilsledevsdauer des weiblichen Geschlechts auch größer B d!« drs männlichen. Das geigt die Zählung von lS. Dabei wurden in ganz Preußen 47 Personen weiß w ^d nur 30 männlichen Geschlechts im Alter von 100 i Jahren gezahlt. Die beiden ältesten Leute waren II geboren, also 108 Jahre alt. Durch den Krieg ist s weibliche Uebergewicht naiürlich noch wesentlich größer Horden. So komm bei der Volkszählung am 1 Dezember 10 aus je 100 männliche 102,1 weibliche Personen, bei j Zahlung von 1919» aber 109,3. In den meisten Be- bu hat sich die Zahl der männlichen Personen gegen 1910 hindert, die der weiblichen aber überall stark vermehrt. i»ige Bezirke weisen auch eine Vermehrung der männlichen Motten auf. Diese Vermehrung dürfte aber durch die elung der Flüchtlinge aus den besetzten und abgetretenen irten zu erklären sein. Im Urbrigm bestätigt die Voikr- vrn 1919 wiederum die schon lange beobachtete scche, daß nach großen Kriegen die Knabengeburten ei­ch zunehmen. So kamen im Jahre 1910 auf je U0 dchen im Alter von unter einem Jahr 102,8 Knaben, im 1919 aber 105,4. Die natürliche Ertwikelung des schingeschl.chts sorgt eben dafür, daß die großen Wunden, e der Krieg geschlagen hat, wieder gcheilt werden und daß Laufs der gelten das richtige Verhältnis zwischen beiden Geschlechtern wieder hergestellt wird. In der ßehmben Uebersicht sind die Bezirke nach dem heutigen »sarge angegrb n, sowohl 1910, w e 1919, Der MimgSbezkk Gaffel hatte 1919:499643 .männliche 3154 im Jahre 1910) und 544252 weibliche (1910; 399) Einwohner. Der Regierungsbezirk Wiescase« ! 1919: 580541 männliche (1910: 591446/ und 9066 weibliche (1910: 621522) Elowohner.

* (Was sind uno was leisten die VeriorgungSbehörden?) dem Ausdruck Versorgungsbehörden bezeichnet man im gemeinen die Hauptversorgungsämter und die VslsorgangS-

. Sie sind zwar aus früheres militärisch u Einctch- zen Hervorgezanzen, sind aber völlig in bürgerliche Sir= ngebthörde-r umgrwandelt und unterstehen der Aufsicht RetchSatbeitsministers. Mit miiitärtschru Angelegenheiten en sie in keiner Weise b.faßt. Sie sia» keine Kriegs- illschaften, haben auch mit der Lebrusmittelv^sorguag S zu tun. Ihr Aufgabenkreis ist die Restsaversorguag Kriegsbeschädigten und der KriegSh ntelbitebensn. Für Beurteilung des von thue» zu bewälttgenven ArbeitS« mögen folgende Zahlen aus dem Reichshaushaltsplan 11921 dienen. ES find dort anSgeworfen für Rennen der altgen Angehörigen der Wehrmacht 2 519 181 000 UIZ. Renten der Hinterbliebenen 2 909 317 000

einmalige Abfindungen 175 410 000

st zusammen mehr als ö'/r Milliarde. Dazu kommen noch Heilbehandlung 576 000 000 Mk.

he als 6 Milliarden werden also durch die Vecwrganzs- i den ihrer Verwendung zugunsten der Teitnehmer des m Weltkrieges und threr Hinterbliebenen zugeführt. In haUSjahr 1922 ist mit einer nicht unerheblichen Sret- der voestehenden Beträge zu rechnen.

Schlüchieru. (F ßdallspoet.) Ergebniffe am gestrigen ountag:

^- Nauusch. 1910 gegen 2. Turngemeinde Fulda 0:2 ®«m. 1. Manusch. V.tiorta gegen 1. F-Kl. Bachrain 3:2

2.

,,

M

3. Bolujsta Fulda 1:2

Bltitendach, Bet oem am Sonntag, den 18. d M S.

«nftalteten PrelSschießen des Schützm-VeretiiS B«i>envach Pab folgende Herren Preisträger geworden:

1. Preis W.lhelm Pfe ffer, Schlucht«»

2.

3.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13.

Johanacs Leipol», Bcelteabach

SMolaus SiolI, M Fehl, EtNst Leiter, Pml Büchner, Johann U)l, Futz Lenhaidt, Wühnm Meipoib, N kolaus R uh, Hcinclch Joi,

GHlüqtern

Bleitenöach Sdßühhrn Bretlenbach

6) Rmge

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Martin Roth, l

G.or^.Ltipold, Dahihauseu a. Rhur 54

IV

W

Aas HelnPauser Keimatöuch.

Hundert Jchre besiehe» nunmehr unsere Kreise als Mündige politische und wirtschaftliche Tmhkiten, doch nur ^fhminbinb wenige von ihaea habe» es zu einer eigenen Darstellung ihrer Landeßuatur, ihrer Geschichte und ihres

VoUslnms gebracht. Zwar fehlt es nicht an Beschreibungea dieser Verwaltungsbezirke im Rahmen von sag.Heimats- kundcn" Hessens oder des Regierungsbezirks Caffel. Aber es mangelt bis jetzt an wirklichenHeimatbüchern* der Kcetse, d. h. an Büchern, die Landeskunde, Sage, Geschichte, OrtSknade und Volkskunde geschloffen darbieten und ein getreues und zuverlässiges, Verstand, Herz und Gemüt gleichmäßig ansprecheadeS Bild der in die Kreisgrenzen etngchegtru Heimatsgebiete entwerft». Nur der Kreis Geiu- Hausen gehört zu den wenigen Kreisen, die ein solches Heimatbuch" ihr eigen trennen dürfen. Sei»Heimat- buch" ließt nun im Drucke fertig vor und wird in aller Kürze im Verlage der Elwertschen UniversitätSbuchhandlung zu Marburg erscheinen. Bearbeitet wurde eS im Aufträge uvd uuter Förderung des Kceislehrervercins von einer An­zahl heimischer Schulmänner des KinziggebieteS, welche den Kreis und seine Geschichte gründlich kennen und ihn unter Benutzung der vorhandenen wiffenschaftlichen Hilfsmittel zur Darstellung zu bringen verstanden. In erster L nie soll das Bach allerdings im Dienste der Schule stehen und eine Grundlage für den heimatkuadlichen Unterricht bieten. Aber alsHeimatbuch" wendet eS sich eben auch an die erwachse­nen Kreisbewohner. Auch bei ihnen möchte es die Kenntnis der Hsimol erweitern und vertiefen und dadurch die Heimat- liebe lebhafter entfachen sowie die Heimattreue stärken und festigen. Als besonders willkommene Gabe wird es außer­dem auch von allen Tonrisienvereinen angesehen werden müssen, deren Waudergebiete den Kreis Gelnhausen mit umfassen, zeigen doch die meisten Wauderführer, sei es der von Röschen oder der von Orsterwitz oder der von Schober, gerade bezüglich Hess3 Gebiets wie überhaupt des ganzen Kiazigtales unverzeihliche Mangel und erschreckende Fehler. Wir weisen deshalb schon jetzt kurz auf dieses interessante, »»gemein inhaltsreiche Büchetchen, das jedem Heimaigenoffen auch außerhalb der Kreisgrenze» etwas bringen dürfte, hin, behalten uns aber eine eingehendere Besprechung für später vor. Wann ist endlich auf das so oft anzekündigte und bestimmt zugesagte Heimatbuch des Kreises Schlucht«» zu

rechuru?

M.

» Wl« to AMÄMrWW

Am Schluß der gestrigen Sitzung des Ständigen Land- kagsausschusses gab Staatssekretär Schweyer im Namen der bayerischen Regierung außerhalb der Tagesordnung eine Er­klärung ab, in der es u. a. heißt:

Ich bemerke daß gerade die Polizetdirektion in Münchess stets sich im besten Einvernehmen mit Herrn Weißmann ge­halten hat und weise deshalb jene Behauptung als ganz

»«gehörig und ««wahr

zurück. Ich finde es auch ungehörig, daß dieser aus dem Jahre 1920 stammende Bericht des preußischen Staatskom- missars der bayerischen Regierung nicht vorher zur Kenntnis gekommen ist. Dazu habe ich zu den Vorwürfen folgendes zu erklären: Justizminister Roth hat für seine Person be­reits zu den gegen ihn erhobenen Beschuldigungen Stellung genommen. Er hat festgestellt, daß diese aus durchsichtiges Gründen gegen ihn aufgestellten Behauptungen glatt erfand den seien. Was weiterhin der angebliche Verkehr des Poli­zeipräsidenten Poehner mit dem Kapitän Ehrhardt betrifft, so ist folgendes festzustellen:

Als nach dem Kapp-Putsch im März 1920 die Marine­brigade Ehrbardt, die damals in Dööeritz stand, aufgelöst wurde, kam Ehrhardt allerdings einige Male nach München zum Polizeipräsidenten und auch zu anderen bayerischen Stellen, um wegen der Unterbringung einzelner Gruppen feinerLeuke vorstellig zu werden. Es handelt sich ausschließ­lich um bie Beschaffung entsprechender Arbeitsgelegenheiten. Um dieselbe Zeit

ging aber auch Kai'Uän Ehrhardt im Reichswehrministerinm «»beanstandet ein unö aus.

ES war hier noch keineswegs bekannt, daß Haftbefehl gegen Ehrhardt vorliegt. Der Haftbefehl gegen Ehrhardt vom 15. Mai 1920 sei lediglich im preußischen Fahndungsblatt veröffentlicht worden. Auf eine an den Minister des Innern gerichtete Mitteilung des Reichskommissars für öffentlich: Ordnung vom 3. März 1921, daß Ehrhardt sich nicht unter ben Amnestierten befinde und der Haftbefehl fortbesteht, wurde die Polizeidirektion München noch speziell zum sofor- figen Vorgehen angewiesen. Am 24. August 1921 erging in bie Staatskommissare von München und Oberbayern so­wie an bie beteifiaten Berirksbehörden ein nwr Auftrag zur jfestnabme der sich angeblich in Bayern noch aushaltenden' Kappisten Dauer, Ehrbardt und Papst.

Es ist begreiflich, daß in gewissen Kreisen Nervosität ßtab, greift; es sind das jene greife; bie der Ponzeidirekt'wn jN'""^n "ud ben bayerischen Behörden überhaupt nicht j trauen. Seit dem Bekanntwerden des Haftbefehls ist der i pnridnräfibent Poehner nicht mebr mit Ebrbardt in De-

von daben soll, nichts bekannt sei. Auch Polizeipräsident §" ^"r balt es für unwahrscheinlich daß die schon frühere x.......-' Konferenz stattgefunden hat. Auch hat weder daS" Ministerium noch das Polizeipräsidium Kenntnis davon, daß kbrbardtvsich in diesem Sommer in München aufgehalten job? Es ist ferner nichts davon bekannt, daß in dem all- xussischen Kongreß in Reichenhall Bauer und Pabst teilgr- tommen haben. Er halte dies für ausgeschlossen.

Die Erklärung des Statssekretars wurde von dem AuS- ffhuß zur Kenntnis genommen.

Der Landlagstmsschutz fordert Aufklärung.

- In der gestrigen Sist«pg des Ständigen Landtagsans- ichusies machte der demokratische Ada- Dr. Dirr außerhalb kr Tagesordnung« den Vorschlag, der Ständige Landtags- ruskchuß solle unverzügliist Anstalten treffen, damit über die im Ueberwachungsansschutz des Reichstages anfgestellteu Behauptungen über Bayern ossiziell von der Regierung Aus- klärnng gegeben werde.Fch halte es nicht für genügend", sagte Dr. Dirr, daß diese Feststellungen, die dort gemacht vorden sind, durch ein paar Zeitnnaserklärungen abgetan »erden sollen. Dem Vorschlag Dr. Dirrs, daß die Behauv- * iungen im Ueberwachungsausschnt! aufgeklärt werden müß-; len nud daß dies durch den Ständigen Landtagsausschuß ge-: ichehen solle, stimmte der Ausschuß einstimmig bei. Die Regierung werde ersucht, sobald als möglich Antwort zu leben. Darauf trat der Ausschuß in die Tagesordnung, inf der Interpellationen über Ernähr«ngsfragen standen.

Verschärfung zwischen München und Berlin.

Die bayerischeVolksparteikorrespondenz" fdrd&t: Wenn die Reichsregierung die bayerische Formulierung, die daS äußerste Zugeständnis Bayerns bedeutet, ablehoen würde, dann treffe die Schuld für einen Konflikt die Reichsregie- rung. Das zu verhüten, habe wohl die preußische Regierung beschlossen, die Annahme der bayerischen Wünsche der Reichs-- rcgierung zn empsehle». Unter dem Schufte von Ruhe und Ordnung, deren Errichtung und Anirechterhaltuna das un­sterbliche Verdienst des Ministerpräsidenten v. Sahr bleiben, werde, hatte sich Preußen breit gemacht, die mit dem bayeri-l schen Wesen und den bayerischen Wünschen nichts gemein, hätten. Das muß einmal deutlich ausgesprochen werden. Wir brauchen in Bayern keine Missionare, die von außen kommen, um uns unseren Kampf für Bayerns Recht und^ 8ige«an uvn ihnen verw-,'4 ren zu-lasse» --

ßMiMSlWlW m WM

Wie aus Rom gemeldet wird, haben die Alliierten eine Neue Note an Ungarn gerichtet, worin mit Sanktionen ge- broht wurde. wenn Ungarn nicht sofort mit der Räumung West««gar»s beginne. Als Sanktionen werden der Abbruch des Verkehrs und die wirtschaftliche Blockade in Aussicht ge­nommen. Die englische Regierung nntcrüüüt die Auffassung, haß die Frage eines Korridors von der Tschecho-Slowakei nach Südslawieu nicht mehr aufgeworfen werden dürfe.

siibruna

gekommen. Ich habe den Eindruck, daß

preußische Staatskommissar in seinem Bericht

der

höchst leichtfertig »orgegange» ist

nur bedauern, daß der Reichskanzler sich diesen

inb kann

Kerichj zu eigen gemacht hat, ohne sich zu vergewissern.

Auf verschiedene sozialistische Anfragen erklärte der

kioatssekretär weiterhin, daß der Staatsregierung von eins Ronfereng in Rosenheim. an der gpch SbrbaihL teilaenoM'

Der mittelamerlkanische Vund.

Bekanntlich ist keiner der ^mittelamerikanischen Staaten im Völkerbund vertreten und "zurzeit in Genf anwesend., Argentinien kann auch faktisch als ausgeschieden betrachtet" werden, da es auf dem vom Präsidenten Irigoyen eingenom­menen Standpunkt beharrt, daß jeder Staat bedingungs­los Aufnahme finden soll. Infolgedessen befinden sich nur noch Brasiilen, Chile und Bolivien von den südamerikani- sehen Staaten im Völkerbund. Für Mittelamerika ist das. Fernbleiben Nordamerikas in.erster Linie maßgebend. Sollte ts als Ergebnis der Washingtoner Konferenz zu einer neuen Bölkerliga kommen, so wird der Mittelamerikanische Bund kaum abseits stehen können, wenn er auch immer gegenüber ben Ausdehnungsgelüsten Nordamerikas zu einem engeren Zusammenschluß mit Lateinamerika neigen wird, auf dessen Interessen die Hardingsche Verwaltung übrigens immer mehr Rücksicht zu nehmen bestrebt scheint.

Einige ethnographische und bevölkerungsstatistische An­gaben seien noch angeschloffen. Der neue Bund wird den großen Vorzug haben, an zwei Weltmeere im Westen und Osten zu grenzen, ähnlich wie Mexiko, die Vereinigten Staa­ten und Kanada. Mit Ausnahme von San Salvador ge­nossen die Staaten auch in der Trennung die hieraus fließen­den Vorteile. Nur hatte Guatemala eine sehr kurze Ostküste mit der Amatique-Bai und eine Häfenarme Westküste, um­gekehrt Honduras eine wenig gegliederte Nordküste und im Süden nur die Fonseca-Bucht. Hier wird der Zusammen­schluß frei von Zollschranken einen Ausgleich bringen.

Nimmt man Costa Rica hinzu, so umfaßt.das Gebiet beS Bundes 446 000 Quadratkilometer mit 5 275 000 Einwoh­nern. Für europäische Begriffe ist die Bevölkerungsdichte mithin sehr gering nämlich elf Menschen auf einen Qudrat- kilometer gegen 120 in Deutschland. Die Vereinheitlichung in der Verwaltung und den Finanzen wird cd dieser dünnen Besiedelungdem Gedeihen des jungen StaatSwesens nur ^tberlidS Mit

Argenkiuffche Spende für Rußland.

Die argentinische Kammer bewi« ^ Millionen Pesoä für die Hunger leidenden in Rußland. Die Gelder iollen zum Einkauf von Lebensmitteln verwende^wttdev«. wo«,i

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