SOtüchlernev Zeitung
Schlüchtemer Kreisblatt - Schlüchtemer Tageblatt
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Freitag, 30. September 1921
LezugSpreiS : Bierreijährlich mSchiüchlern 3^.11-
durch die Post M. 12,—.Anzeigenpreis: DieSlei,n> WQ OtAr;wÄ zetle M. 1,—, die Rekiamezeile 3,—, sämrlich ohne < v. 2)00*0. besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt.
Aus der HeiMat.
Bora«sfichtl. WittEng Am 1. 10, (Samstag: Mach heiter, trocken, Nacht sehr kühl, ReifLesahr, Tag «lemlidj mild.
—* (ErgävzuygsbcstimmuugeL zum Reichswehrdrenst.) Das ReichSwehrmivisteriLM hat in Abänderung der Heeres- „gänzvrigsbestimmunßen angeorbnei, daß Unteroffiziere und Myüschasten, die ihre Dienstpflicht von 12 Jahren abze- Itlfiei haben, im Falle ihrer dienstlichen Eignung olt; weitere Zeit verpflichtet werden können. Sie können jener, wenn sie während des laufendes Dievstjahres ihre Mästung aus dringenden wirtschaftlichen oder persönlichen Aründen erbitten, auch 'vor dem allgemeinen Entlassungs- termin entlassen werden, falls nicht truppendienstliche Gründe ihre Zurückhaltung bedinge».
i * Schlächtern. Herr Telegrafenbausühier Schulz Leim M-k Postamt bestand seine Prüfung als Obertelegrkfeu- Hanführer bezw. Oberpostsekretär.
* Schlächtern. Mit dem 30. September wohnt Frau Dr. Schulz 25 Jahre im Hause der Fg. C. Gähringer, iSchlüchürn.
I * Schlüchtern. Die erhöhten Postgebühren dürften, wie tan Berlin gemeldet wird, nicht vor dem 1. Januar in Kraft treten.
| * Schlüchtern. Der Kindesraub im Zirkus Buffalo. i(U.-T. Lichtspiele: heute, Samstag uad Sonntag abrnd) Samlon, ein Arbeiter in den großen Stühlwerken des Herrn Mchmd, ist der stärkste von allen und immer bereit, einem Munde zu helfen, einen Feind acee zu vernichten. Der Erzherzog von Spag hat ichoa ein Verbrechen auf dem Ge- Men und ist tm Begriff-, ein neues zu begehen, um ferne Henschaft für alle Zeiten zu sichern. Die kleine Maria ^arolina, Herzogin von Spatz, ist ihm im Wege und deshalb lß sie weit wea in der Hanptstadt einer verbündeten Macht Wer sicheren P rsoa Namens Pelleuera und teffur Helfern aineitraut; Pelleneea ist g wrhnt von der Arbeit anderer zu leben und nutzt die ihm aroertreute liesse Herzogin zu einen Zwecken aus, er läßt sie betteln und hungern. Die rtne Maria Karolina muß verschwundeu bleiben, es muß « auch verschwinden ihre Matt r. D^r LasaL führt omsou vnd die kle ne Blett erm zusammen. Die Kleine rd aas ihren Pointsern bis aaj's Bl.L grMlageü, um le Passanten um ein Almosen anzubttteln. Samson komvit zu, stürz; sich auf die Halunken, und es ist ihm ein Leichtes, it seinen stählernen Muskeln die Kleine zu beschützen. Richard, r Fabrikbesitzer, »cd seine Schwester Heartetts verewigen <h it Samson zu dem edlen Zweck, die arme kl-inr Bert- in, deren Her kauft sie zu erraten glauben, aus den lauen der verbrecherischeu Geselle» zu rette«. Pell-nera l heimtückische Halunke sieht aber sofort in Samson mn Feind, der seinen und des Erzherzogs Pläne« im W-ge !ht und den es auf alle Fälle gib, unschädlich zu machen. 6 rutwickelt sich ein Kampf: Samson und Pelleuera stehen h gegenüber, der Vertreter deS Gmen unb der Vertreter des chüchter. Dabei genügt eS Pelleuera nicht Samson nur Aädlich zu mache», nein er w ll ihn auch verwunde» in r Liebe für Hrmiette und lüßr sie deshalb von seinen elsein rande». Der'Kav pf wird immer entsitzlicher: Die "zelhesten feilen »ichr erzählt w.rden, um nicht die Span- ^S zu reimindern; im Zirkus, in den großen Schorn- Äeu der R.chard'chen Fabrik, in der Verbrecherkneipe, im tJiwjogli^en Schloß, überall Kämpfe voll H nterltfi un» ^felnsem Geichick. Am Schlosse aber bleibt Samson llzer, ein Fand, nach dem anbetn wird überwunden; eS lumphiert das Gute. Die kleine Maria Karelme wird «önt unb avch aas Samson selbst erfüllt sich sein LiedeS- aum.
* Steinau. In bei irr gestriger Nummer d. Bl. gebrachten über das hiesige Jrgendw-liurne« wurde geschriede», ß eine Dmchsüyrimg deS G münsener ZugeS bis Sreinau «magt sei. W r ersah«n darüber soeben, daß dieser «trag genehmigt ist, sobaß eimm j den Turnfreund Gr- genheit geboten wird, den Veranstaltungen beizuwohue».
Siechjritz. Am 26. b. Mv. feteite der in weiten bekannte Octsdieuer Mack seine« 90. Geburtstag bei OJer Gefundheit und geistiger Frische. T-otz seines hohen uets verficht derselbe noch einen Teil seines Amtes in W GMetade.
. Kassel, (Karte ffellieferung an Bedürstige.) Auf Ein- eung der Laudw^tschastekammer fand am 17. September zwtschln Vorstandsmitgliedern der Lmdwirtschafts- mmet und zahlreichen Vertreter« beS Kurh ssischen Landes B«eä in Kassel eine Besprechung statt, um gimetusam die ^ zu nähern, ob es in diesem Jahre wieder möglich ' b^zilne Kreise mit ballen Kartoffel» zu beliefern. Die b brache bat leider ergeben, daß die Simsteten der Kar- ffekrntc für den B»z rk Kassel im laufenden Jahre als «jituliche anzusehea find. Zwar w rd in den besseren mit einer knappen Mitteln nie gerechnet. In «re» Gegenden aber, die besonders unter der Trockenheit , habkn, wird die E,n»e noch erheblich darunter bleibe». ' Nückstcht auf diese wenig günstigen Elsteausstchten , '!Lte man allgemein zu der Ueberzeugung, daß eine Be- mit verbilligten Kartoffel« bei weitem nicht auf ""te Kreise auSgedehvt werden könne, wie dies im Vor-
jähre der Fall war. Hö^lleus ein Teil der WohltätizkeitS- anstalte« «nd die Allervedürfttgste« der Verbraucher könnte« in diesem Jahre , mit verbilligter, Kartoffll« beliefert werben. Auch töunc kein Zweifel darüber bleiben, daß die große« Städte, des ^BrzirkeS auf den B-zug aus dem Osten ange» wiesen sein werde«. Ueber die näheren Ausführungen ter etwaigen Betteferung wird /rst ia einer Versammlung deS Kurheffische« Landbundes, welche für die nässte Woche in Aussicht genommen ist, endgültig beraten werden.
""Deutscher Reichstag.
Interpellation über Oppau.
Berlin, 28. September.
Im Reichstag kam heute nach Erledigung verschiedener Vorlagen die Interpellation Müller- Franken (Soz.f über das Explosionsunglück von Oppau zur Besprechung. Damit verbunden werden einige Anträge der Unabhängigen und Kommunisten zum gleichen Gegenstand.
Slbg. Brey (Soz.) gedenkt der ungeheuren Zahl der Opfer, 414 Tote und 160 Vermißte, die aus Leben und Arbeit gerissen sind. Allein 40 Menschen haben ferner das Augenlicht verloren. Die Zahl der sonstigen zum Teil schwerverletzten kann überhaupt noch nicht genannt werden. Die Gebäude und Maschinen, die nun verwüstet sind, waren ^us bestem Material und schienen für die Ewigkeit gebaut
Es ist viel Material, das seinerzeit für Explosivgeschosse bestimmt war, bei Kriegende für wirtschaftliche Maßnahmen frei geworden, und gerade Ludwigshafen war während des Krieges der Hauptsitz der chemischen Industrie. Nun sind dort noch 2 solcher Silos mit gleichem Inhalt erstanden und die Bevölkerung lebt in ständiger Furcht vor einer neuen Katastrophe. ,
Wir verlangen Feststellung, ob hier noch eine neue Gefahr vorliegt und rücksichtslose Aufklärung des Geschehenen unter Heranziehung der Arbeitervertreter. Die Theorie hat hier versagt: die Praxis der Arbeiter kann vielleicht helfen, haben doch die Arbeiter schon festgestellt, daß die Masse, die mit dem Pickel zerkleinert wurde, nicht rein weiß war, sondern gelbe Flecken aitfmteS, was ihnen ausfiel.
Der Abtransport der hartgewordenen Masse war an eine fremde Firma in Akkord gegeben worden, die ein Interesse daran hatte, reckt schnell das Material fortzuschaffen. Akkord- und Prämiensystem dürfen in solchen Betrieben, wo es sich um das Leben von Hunderten handelt, nicht angewandt werden. Jedenfalls müssen die Sprengungen sofort unterbrochen werden und-die noch stehevVM Silo» 8Ptf_Wex Was--, fet gesetzt treten. Den Anträgen auf Errichtung eine», Untersuckungsausschnsses stimmen wir zu.
Neicksarbeitsmimfler Braun: Im Rahmen der Zuitän- diqleit des Reiches wurde das Arbeitsministerium mit der Aufklärung und der ersten Hilfeleistung beauftragt. Ich selbst habe mich dorthin begeben. Es ist aber bislang weder möglich gewesen, den Anlaß aufzullären, noch die Zahl der Opfer festzustellen. Mit 400 Toten muß aber gerechnet werden. Die Zahl der Verwundeten geht in die Hunderte, die meistens durch Glassplitter und Brandblasen gelitten haben. Die Gemeinde O p p a u ist nicht völlig zerstört worden. sie hat nur sehr stark gelitten: man ist aber schon beim Wiederaufbau. Der Redner dankt den Arbeitern, die mit großer Geistesgegenwart die Feuer unter den Kesseln gelöscht haben. Eplodiert ist das Ammonsulfat in einer Masse von 4500 Tonnen: es ist vorher eingehend auf Erplosionsmöglickkeiien untersucht worden. Wie dir Eploston erfolgt ist, wird sich dickt feststellen lassen, da alle Anwesenden tot sind. Die Untersuchung wird fortgesetzt werden und alle Anregungen bietet Debatte werden dabei beobachtet werden. Eine Spezialgesetz- • Hebung aber aus diesem Einzelfall herzuleiten, halte ick nicht für angebracht. Wir werden nickt? unterlassen, die Ursache des Unglücks festzustellen und den Opfern an helfen. (Beifall f
Das Haus tritt in die Besprechung ein.
Abgeordneter Hofmann- Ludwigsbafen sZtr.l gibt eine genaue Schilderung der grausigen Ereignisse in OppaU und zollt dem Heldenmut der Arbeiter alle Anerkennung, welcke, die Gefahr nickt achtend, die Opfer und die Derwun' beten aus den Trümmern au bergen bemüht waren. Dek Redner dankt d?" Hstssmannschasten aus der Umgebung, aus Mannheim und Frankfurt, für die geleistete Hilfe. Die Vrr- mutnngen in der ausländischen Treffe, daß es stch um einen neuen, geheim hergestellten Explosivstoff handelte, sind ®e< spenster. Die Erklärungen des Minister? haben uns 6e< friediat.
Abg. Temler lDeutsckn.f: Wir fühlen unS ein? allen Volksgenossen in der Trauer bei diesem Unglück: mir halten den Reichstag nicht für zuständig über die Sckuld. frage: diese kann heute noch von niemand entschieden werden; auch hon der Wissenschaft nickt.
Abg. M o l d e n b a u e r sD. Vpt.f drückt den Betroffenen das tiefe Mitgefühl seiner Partei aus. Hinsichtlich der Vorkehrungen, die eine Wiederholung solcher Katastrophen verhindern sollen, sind mir für restlose Aufklärung und stimmen
®S<
mit aber
anck bem Untersucknngsansschuß zu.
Abg. S ck w a r - Baden (1t. SJ bringt den Opfenl ebenfalls tiefes Mik-efühl entgegen. Leider seien sie ich Dienste des Kapitalismus, nickt im Dienste der Allaemesnheii umgekommen. Wenn den Opfern und ihren Hinterbliebene« aber wirklich geholfen werden soll, bedürfe eS allerdings eines .SpeUalgesetzes. . J
Abg. Dietrich- Baden ^em.l: Angesichts der ®efam ren, die nach den Darlegungen des Abg. Brey bie Lagernni weiterer Ammonsulpbatvorräte in Ludwigsbafen bedeuten sollen, stelle ich gemäß Mitteisungen des Professor? Haber, bei Erfinders dieses Verfahrens, fest, daß der Produktionsprozeß selbst völlig harmlos ist und mit dieser Erpkosion nichts zr tun hat. Unterbnaven darf die Stickstoffproduktion nick! werden. Sie ist ''ne Lebensnotwendigkeit für die Lasst-« virtickaL
Abg. Schwarzer Wayr Volksp.) spricht den Hinter- chlrebenen namens seiner Partei seine Sympathie aus uni fmilbert, was der bayrische Landtag zu seiner raschen Hilfeleistung getan habe. Nachdem der bayrische Landtag bereits einen parlamentarischen Untersuchungsausschuß gebildet habe, halte er einen Ausschutz de« Reichstags nicht mehr für erforderlich, zumal ein eventuelles Gegeneinanderarbeiten zu befürchten stehe.
Abg. R e m m e l e (Komm.) betont, angesichts der Gräber der Opfer von Oppau hätte man die Pflicht, nach den Schuldigen zu fragen. Das System trage die Schuld, das nur den Profit im Auge habe, nicht das Allgemeinwohl. Bauern und Arbeiter haben die Verunglückten ausgenommen. Die Nutznießer der Profitgier, die Anilinkönige, haben in ihren Villen oder Palästen niemand Einlaß gewährt.
Der Antrag auf gesetzgeberische Matznahmen zur Hilfeleistung bei solchen elementaren Ereignissen geht an den sozialpolitischen Ausschutz.
■ Freitag mittag 12 Uhr: Kleinere Vorlagen. FriedenSver- trag mit Amerika, Interpellation wegen der Durchkreuzung der Anordnungen des Reichspräsidenten durch Offiziere und .Beamte, Anträge wegen der Schutze» der Republik und andere. — Schluß %8 Uhr. •
Großfev"- . ’
Ha«a«, 29.
Gester« abend nur %8 ’e- brach i« dem ehemalige« Pekleidungsamt Feuer aus, das an Minute zu Minute eine immer größere Ausdehnung gewann. Für alle in bey Nähe des Brandherdes befindliche« Gebäude bestand die «rötzte Gefahr. Die Feuerwehr war rechtzeitig zur Stelle, We Haupttätigkeit mußte sie auf die Verhinderung deS wem rieten Umsichgreifens des BrandeS beschränken. DaS eh«g malige Bekleidungsamt ist zum größten Teil ein Raub bei Flamme« geworden. . W
Bot Der BuMnno her UKWMim
$>ie Radia-Agent«r verbreitet eine Meldnng, wonach die Rheinzollgrenze in der Nacht vom Freitag znm Samsta, anfgehobe« werden soll. DaS „Echo de Paris" bemerk! dazu, daß lebhafte Verhandlungen darüber im Gange feien, nm Frankreich vor Aufhebung der Sanktionen die notwendigen Garantien zn verschaffen, die der Oberste Rat ver. sprachen habe. Wen« sich diese Nachricht bestätige, so sönne sie als Beweis dafür angesehe« werden, daß Frankreich mbezug auf die Rechte der Kontrollkommission Ge-Agtu««. erhalten hgb^ See der ^m*« wK»fotatt^^ bemerkt, gckaubt man a« zuständigen Stelle« anuehme« z« könne«, daß die Anfhed««« der wirtschaftlichen Sanktionen bevorsteht. Die Kontrollkommission werde allerdings ei«, gesetzt werden, doch soll auf die deutschen Einwände über die Tätigkeit der Kommission inbezng aus Handelssplouage nfw. möglichst Rücksicht genommen werde«.
. ^m1^“ P*^ eine weitere Meldung im» Paris vSr, öke k'ne Bestätigung der Nachricht von der Aufhebung der wirtschaftlichen Sanktionen darstellt. ES wird berichtet:
. ,^m dentschen Botschafter Dr. Mayer wurde feiten* be3 Vorsitzenden des Obersten RateS, des Minifterpräfiben- ^t"i.^"»r^stern eine Rote überreicht, in der mitgeteilt wird, ban die wirtschaftlichen Sanktion« mit Wirk««« w» *d September ab aufgehoben werben.
’ Me der „Oft VM'ÄMd, '
Ueber die Entstehungsgeschichte der dritte« B-mSeS Lk» ^Gedanken und Erinnerungen" BismarckS gibt Dr. Windeu band in den „Hamburger Nachrichten" auf ®runö fein« archivalischen Studien in Friedrichsruh Auskunft. Dana« ist der dritte Band ein Fragment, oder, wie BiSmarck sti« selbst ausgedrückt hat, ein Torse. Mitten in dem Kapitel über den Handelsvertrag bricht er ab. Der Zufall wrll ei allerdings, daß gerade die letzten Sätze über die Ausgav« sich zu eindrucksvollster Monumentalität erheben, aber 1t« sollten keineswegs einen Abschluß darstellen. Man muß die Entstehungsgeschichte des Werkes ins Gedächtnis zurückrusen: um die Gründe zu verstehen, die den Kanzler an der Bollen- dung gehindert haben. . .
Der äußere Vorgang seit 1891 ist meistens der gewesem baß beim Frühstück der Versuch gemacht wurde, durch .r-age« den Kanzler zum Erzählen zu bringen. Bücher stenograpbiert habet mit, nicht etwa heimlich, wie seinerzeit Busch, sondern mit Wissen und Billigung Bismarcks. Bücher hat auch du fhm erreichbaren Briefschaften ausgewählt und beim dritten Band aus der behandelten Zeit stammende Niederschriften vorgelegt, die das Gedächtnis Bismarcks unterstützen und zur Kontrolle der Zeitangabe dienen sollten. Aus den Erzählungen sind gute regelrechte Diktate von stundenlauger Dauer geworden. Das Stenogramm hat Bücher dann 6e« wöbnlich an Erysander umbikttert.
Diese dem Fürsten bequeme Arbeitsweise fand dann iyr oorzeitiaes Ende durch den Tod BucherS im Herbst 1893. Nis dahin waren Sie beiden ersten Bände im Konzept fertig- gestellt. Der dritte war noch unvollendet, und da für Birmer ein vollwertiger Ersatz nicht zu beschaffen war, ist e?। «< dem Fragment geblieben Die schwere Erkrankung deS Fürsten im Jahre 1893 hat ihm den Anstoß gegeben, Sa? Srus- bereit Vollendete dem Hause Gotta zu überliefern, weil er nach seinem eigenen Ausdruck „nicht umsonst gearbeitet haben wollte. Aber als die Kräfte sich wieder einstellten, m wachte Sas Gefühl, noch nicht genug getan zu haben. Das Serf wurde abermals hervorgeholt und vom Akuter W dtS 1897 mehrfacher Durchsicht unterzogen. In fachlicher und Lifistiscker Be-iehung bat BiSmarck immer wieder daran ge^ Feist. Das Manuskript liefert mit Veränderungen und Etreiebungen, die charakteristischer Weise meist Sie Avstckt rei Nilderung haben, den Beweis dafür. Jedoch zur r nrcks ib mug des Unvollendeten ist es nicht gekommen. Nur noch zur Neberprüfung SeS bereits Geleisteten, nicht mehr >w neitern Schaffen konnte er stch unter den veränSerten Berbaitmffen »ub bei zunehmender Schwäche entfalteten Der drift Band blieb Fra«W«t