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SchiüchLerner KreisbLatt
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Die Polen einmnrschhereil.
। ! « Wie das „Breslauer 8-Uhr-Abendblatt" berichtet.
1 sollen vom französische» Kommandostab bereits alle Maßnahme» z»r sofortigen Besetzniig der den Polen .. znaesprocheneit Gebiete Oberschlesiens getroffen morse» M ' sein. Die Besetzung wird erfolge», sobald die Berkriu- It tzjgimg der Entscheidung des Bölkerbundsrates bekannt tist. Der Vormarsch der polnischen Truppen wird so vor sj» gehen, daß Pilsudski an ihrer Spitze sowohl in Kaito- witz als auch in Königshütte, West und Rybuil ernzie-
»»< »he» wird. Nach seinem Einzüge in Kattölvitz wird er — eine bereits fertiggestellte KnuSgebung an das polnische yt Oberschlesien erlassen.
Beruhigungspi-te.
N m Zur. Beruhigung der Kattowitzer Bevölkerung c°Ww«röe dem Landrat offiziell mit ausdrücklicher Ermäch- ügurig zur Beröffeutlrchung von vestnuterrichteter zu- P ständiger englischer Seite in O) Entscheidung über das Schicksal FIm getroffen sei und alle bisher de
on vestnuterrichteter zu- ppeln mitgeteilt, daß die Oberschlesieus noch nicht F|m getroffen fei“ und alle bisher darüber verbreiteten Mel- __? taugen falsch wären. Ein Anlaß zur Beunruhigung
liege daher nicht vor.
Wenn ja auch jeder klare Meuschenverstand und je- ?Ses Rechtsgefühl unbedingt fordert, daß Oberschlesien, eine Kulturstätte deutscher Wissenschaft, Technik nnd deutschen Fleißes, ungeteilt und uneingeschränkt bei U Deutschland verbleiben muß, so dürfte die vorstehende Meldung doch weiter nichts sein als ein Versuch, die deutsche Bevölkerung Oberschlesiens zu beruhigen und 27k ifür kurze Zeit ein Pflaster auf die schwere Wunde, ore iihr in Genf geschlagen worden ist, zu legen. ES ist nur „ un eine augenblickliche Besänftigung des Schmerzes, der coiMi heute das ganze deutsche Volk erfüllt. Denn wenn s Wirklich die Entscheidung über das Schicksal Lberschlc-
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siens noch nicht gefallen wäre, dann hätte man vielleicht doch in London Gelegenheit gefunden, offiziell gegen die Meldungen über den Beschluß des Völkerbundsrates Verwahrung einzulegen und sie richtigzustellen. Dies ist aber nicht geschehen, und von französischer Seite wird eifrig versucht, die Welt über die Stellung Englands zum Genfer Beschluß aufzuklären. Zwar liegen von englischer Seite amtliche Meldungen über die Haltung der englischen Regierung auch nicht vor, aber trotzdem kann,
da sich London so verlegen in Schweigen hüllt, nachdem iclitc^it Lloyd- GLorge-DlnMchlg"L '-'''Gr-ichen U' c, ein „anständiges Spiel" zu treiben, kein Vwcnet m«M " darüber bestehen, daß sich England mit dem „Svrnch der Weisen" in Genf, die noch nie'Oberschlesien gesehen ha-, ben und sich vielleicht erst an Hand der Landkarte orien-
üeren mußten, wo es überhaupt liegt, einverstanden er- klären wird. Abgesehen von Frankreich und Polen, hat hie Presse fast durchweg in allen europäischen Ländern sich mehr oder minder abfällig über das „salomonische" Urteil des Völkerbundsrates ausgesprochen. Auch die
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englische Presse ist mit Ausnahme der ausgesprochen deutschfeindlichen Blätter mit der Entscheidung nicht einverstanden, weil sie vvraussieht, welche schweren wirtschaftlichen Folgen ein bankerottes Deutschland und Mitteleuropa für England haben muß.
V Ein Unglück für Europa.
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** Die dänische Zeitung „Politiken" verurteilt scharf in einem Leitartikel die Entscheidung des Völkerbnnds- Kates in der oberschlesischen Frage. Sie schreibt u. a.: lian hat in der letzten Zeit öfters in ausländischen Zei- tnngen lesen können, daß der Völkerbundsrat in der oberschlesischen Frage ein „salomonisches" Urteil gefüllt habe. Gröber konnte der Nav?e des weisen Königs nicht «ußbraucht werden, denn das ie& gefüllte Urteil zerschneidet einen lebenden Körver und zertrümmert einen feinen Organismus. Der Völkerbundsrat weist Deutschland die ehrenvolle Ausgabe zu, in den nächsten 10 bis 15 Jahren die Polen zu unterweisen, wie sie aus diesem deutschen Lande etwas herauswirtschaften können, aus diesem Lande, das einmal im sagenhaften Mittelalter ein Teil Polens gewesen ist. Man ist versucht, zu sra- öen, ob in 15 Jahre» überhaupt noch ein Polen bestehen wird. — Bon den 14 Millionen Eü-wolmern der Achecho-Slowakei sind nur 8 Äiillione: Tschechen und Aowaken, 3% Millionen Deutsche. D' Deutschen machest also 37 Prozent der Bevölkeruu aus. Trotzdem bestimmte die Friedenskonferenz, & ganz Deutsch- Bvlnnen tfchecho-slvwakisch werden i .;. weil man es als ««möglich ansaS, daß das deutsche Industriegebiet Ms dem abzutretenden Gebiet herausgettenut werde. Toll den» eine Ausnahme gemacht werden, wenn es sich um ein Gebiet handelt, dessen Reichtum ausschließlich durch deutsche Technik und deutschen Fleiß geschaffen worden ist und dessen Verbleiben bei Deutschland für N Wieder»»fba» des Reiches «nd Somit für das WUtschaftslebe« Europas von fnndämentale, B- dc«- mng ist? Die Frage beantwortet sich selbst. Der Völkerbund hat einen Beschlnß gefaßt, der für ganz Europa ^ Unglück bedeutet.
TruppeUNerstärknngen für Overschlesien.
t* Wie aus Mainz gemeldet wird, erhielt das dortige nauzösische Armeekommando vom Generalflab in Paris ”« Befehl, eine durch Artillerie verstärkte Brigade ei, W in Mainz liegenden französischen Division zuni Mransport nach Oberschlesien, mit dem vielleicht in den Ochsten Tagen zu rechnen sei, berettzuste len und das Eisenbahnmaterial bei den deutschen Eisenbahnbehorden flnzufordern.
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Englisch-französische Pressestimme».
,._ Nach den Informationen, die her Londoner Kw u- Mdent des „Petit Parisien" an zuständiger Stelle ei- halten hat, hält es die britische Regiewng für unbedingt ^öerlicb, ein genaues Studium des Textes vorän- V«en, um festzustette«, daß er keine dem FriedenSver- & ffS'ÄÄÄÄS ÄS
Dienstag, 18 Oktober 1921
Antwort auf die französische Anregung emstwenen nom zurückgehalten.
„Echo de Paris" umß zugeben, daß die Grenzlinie für Polen besser ausgefallen sei, als es zuerst schien. Das Blatt glaubt zu wissen, daß der Oberste Rat Zunächst nur die Grenzlinien in Oberschlesien nach dem Genfer Vorschlag durch Machiwruch in Kraft setze, werde. Das gemeinsame wirtschaftliche Regime könne nicht diktiert werden: man müsse warten, ob die beiden Parteien es selber einzuführen wünschen. Das Blast scheint aber ein von Polen gewünschtes Diktat vorzu- bereiten.
Die Londoner „Times" berichten aus Paris: Der Spruch des Völkerbundes<fei im allgemeinen in Frankreich gut ausgenommen worden. Dem Durchschnitts- sranzosen ist der Umstand, daß Berlin über die Entscheidung des Völkerbundes in der oberschlesischen Frage bitter enttäuscht sei, an sich schon eine Empfehlung für die Weisheit der Vülkerbunösentscheiöung.
Dom Sauen and hÄmilchweräen.
Wer in den Sommermonaten eine weitere Reise machen durfte, dem Werden überall an den Bahnstrek- ken zahlreiche Neubauren aufgefallen sein. Es ist in diesem Jahre oftmals Richtefest gehalten worden in Deutschland. Endlich wird der Wohnungsnot produktiv entgegen gearbeitet. Noch aber herrscht in weiten Kreisen nicht das Verständnis dafür, wie heutzutage gebaut werden umß: billig, sehr klein, arm, aber in Gartenstadtart mit in sich geschlossenen Einzelsiedlungem Das klinZ 1— ------ ------
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Das klingt dem Staatsbürger selbstverständlich, wenn er seine Zeitung studiert oder in Versammlungen politisiert — dagegen pflegt er aber zu protestieren, wenn er solche winzigen neuen Häuschen steht oder gar an ihnen helfen soll. Dann erklärt er sie für „Puppenstuben" und — selbst im Besitze einer erträglichen Woh< nung — entmutigt er die Banlustigen mit wenn un8 aber. — In der Tat hat sich unter den vielen Versus chen im Städtebau der letzten Jahre als einzig möglicher, in den erforderlichen Massen durchführbarer Bast ein Hänschentypus herausgebildet, der nur eine Wohw küche, ein Nebengelatz als Sommerküche und im ersten Stock Schlafzimmer und 2iebeuräumcben enthält. Mehr kann einfach bei den Lasten der Banzuschüsse nicht ge< leistet werden. Ferner muß für diesen Hänschentypus die Selbsthilfe als wesentliches Verbilligungsmittel mit« -organisiert werden. So bauen sich z. B. im mitteldentz schen Braunkohlenrevier vielfach Bautrupps zu 7 Fcu ritilicn ini Stampfkauversahren (Schlacke — Beton —
und BausamverstandMn telfen Mit allen guten Kräfterr, Aber ein Hindernis stellt sich der ganzen — man möchte sagen Arm-Bauweise in den Weg: die öffentliche Meinung. —»Der Deutsche will durchaus nicht einMen, daß er arm, ist. Er will, wenigstens wenn er sich — öjfent-. lich unterhält, geräumig wohnen. Er hat Angst vor einem Arme-Leute-Häuschen. Lieber will er eine Sumpfs Etagenwohnung mit Hofdunst und Dauerschatten, abS» mit Rouleau, Lambreguins, Bit ragen und alle« Greuelns der „guten Stnbe", als ein winziges, aber sonnebeschienenes Eigenheim im Gartenland, mit bescheidensten Mitteln hergestellt. Der Deutsche hat noch nicht den Mut, arm zu sein. Er befingert mit Granen seine leere Brieftasche, er trägt schon 10 Jahre einen Anzug, er sieht sein Bankkonto entwertet, aber wenn er redet und schreibt und debattiert, wenn es sich um öffentliche Dinge handelt, dann verlangt er „Friedensware". Nicht zuletzt im Bauwesen, und so gibt es viele OrtS im'Reich, wo sich die Klein- und Arm-Bauweise nichr durchsetzen kann. Das ist ein großer Schaden, denn die soziale Hauptfrage ist die Wohnungsfrage am eigenen Leibe erfuhr, ahnt nicht, wu
ie. Wer es nicht
— v^v,^.. WWv vi i«vl/ »V1W .»Wv, ^.eviel Leid, aber auch wieviel moralischer Niedergang urw Lotterei allein
aus dem Wohnungselend kommt. Der Leser sitzt vielleicht seit einem Jahrzehnt in einer genügenden Woh- nuna — was ahnt er davon, wie es den alten Soldaten zu Mute war, als sie nach dem Rückmarsch aus der lie-
ben Heimaterde den verwitterten Tornister abwerfen, Atem holen und dann — sich ein Winkelchen ausbetteln mußten, zu wohnen, ihren kleinen Kram zu bergen, sich ein neues Tagewerk zu suchen. Wollte mau doch, anstatt unfruchtbare lokalpolitische Kämpfe auszufechten, lieber zusa " * * " "
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statt unfruchtbare lokalpolitische Kampfe auszufechten, lieber zusammen an diese Kardinalfrage herangehen und bauen. Und zwar ruhig, ganz klein bauen, aber auf Gartenland, winzig aber zu eigen bauen, arm bauen und — selber bauen. — Wir müssen vorausdenken und darum den fühlt zur Armut haben, weil unser Volk lieber arm leben soll, statt in Groll und Unzufriedenheit zu ersticken. Denn nur ein Geschlecht, das abends vom Tagewerk richtig heimkehren kann, wird auch die Heimkehr finden zu höheren Gedanken, zu tieferem Leben, für,alles was Kraft gibt zum Gang durch die Wüste.
Flammende Proteste.
>*' In Oppeln fand eine von 26 Bürgermeistern ober- schlesischer Städte besuchte Bersammluug statt. Es wurde beschlossen, an den Obersten Rat in Parts, Lloyd George in London, an Briand in Parts, an Bonomt in Rom Telegramme zu senden, in denen es heißt: Eine Entscheidung, wie sie anscheinend getroffen werden soll, kann die Versammlung nicht als gerecht ansehen und wird vom overschlestsche« Volke nie und nimmer anerkannt werden.
Der Geiverkschastsrlng in Kattowitz richtete an den Generalsekretär des Völkerbundes in Genf folgendes Telegramm: Rtit großer E«tr«stu»g vernehmen die vberschlesischen Arbeiter, Angestellten und die Beamtru- schaft, daß die Möglichkeit besteht, der Völkerbnudsrat könne eine Teilung des oberschlesischen Jndnstriege- btetS beschließen. Es gibt i« Oberschlesien keinen 'Arbeiter, Angestellte» oder Beamten, der eine Teiln»g Oberschlesiens »ninschc. Wir erwarten eine Eritschei- dung, die der völkischen und wirifebaftnehen Eigenart des Landes gerecht wird. Unsägliches Elend würde durch eine Teilung des Industriegebietes über die hiesige Arbeiter-, Slngestellten- und Beamtenschaft hereinbrechen. Tausende würden dnrch eine T chlesieus von ihrer Arbeitsstätte abaeschuitte«.
BeMAÄpreiS: Bierteljährlich Mk. 30,-. Anzelaeu-
prrls: Die Klein zeile M. 1M, die Retlamezeile 1,60 W£> a>.x„sl Mark, sämtlich ohne besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt. Erscheint s mal wöchentlich.
Erscheint $ mal wöchentlich.
A«swaNsernns gezw-rngen. Der Gewerkschaftsrmg deutscher Arberter-, Angestellten- und Beamtenverb^nde verlangt ein ungeteiltes Oberschlesien und eine Entscheidung, die dem Ergebnis der Abstimmung und dem Friedensvertrag entspricht. Wir richten an den Bölker- Lundsrat das Ersuchen, Oberschlesien ungeteilt bei Deutschland zn belassen nud eine Kommission von Sachverständigen nach Oberschlesien z« entsenden. um die Verhältnisse an Ort und Stelle zu prüfen.
In der Stadtverordnetenversammlung in Breslau lag ein Dringlichkeitsantrag von Dr. Wohlan (Dem.) betr. Oberschlesien vor, dem sich alle Parteien anschlossen. Er legte in letzter Stunde schärfste und nachdrückliche Verwahrung gegen die beabsichtigte Teilung Oberscd le- siens ein, die den Friedeusverira« verletzte, das l';5s stimmnngsergebuis mißachte, Treu und Glauben Sohn spreche und Breslans wirtschaftliches Gedeihen an der Wurzel treffe. Nachdem Oberbürgermeister Dr. Wagner in zündender Ansprache namens des Magistrats seine Zustimmung zu dem Antrag ausgesprochen hatte, traten ihm die Vertreter sämtlicher Parteien bei. Der Vertreter der Kommunisten, Gruschwitz, hatte vorher den Saal verlassen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Protestkundgebungen im Reiche.
Der Vorsitzende des preußischen Staatsrates Adenauer sagte am Schluß der Sitzuuq am Freitag, bis zu unserem nächsten Zusammen'r^fen'wird sich das Schicksal Oberschlesiens erfüllt haben. Wir erblicken in der Zerreißung und Zerstückelung Oberschlesien, wie es anscheinend geplant ist, einen Bruch des Friedensvertrages (Lebhafte Zustimmung) und als ein weiteres dem deu - schen Volke und den Oberichlesiern zugefügtes Unrecht, das wir nicht vergessen können. Was auch kommen möge, wir werden unsern oberschlesischen Brüdern die Treue halten. (Lebhafter Beifall.)
Der zu weiteren Beratungen wieder zusammengetretene braunschweigische Landtag stimmte nach einer Ansprache seines Präsidenten Wcfsel, in der dem tiessten Schmerz über die geplante Zerstückelung Oberschlesiens Ausdruck gegeben wurde, einer Erklärung zu, in der es heißt: Die Loslösung deutscher Gebietsteile mit allem, was deutsche Tatkraft und deutscher Geist geschaffen haben, bedeutet eine Vergewaltigung des deutschen Vol kes. Als Vertreter der braunschweigischen Bevölkerung protestieren wir gegen ein solches Unrecht und bitten die Reichsregierung, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln gegen die Entscheidung des Völkerbundes Stellung zu nehmen.
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Die Deutsche T inilT^iäre*?^ OKul<U Line Kundgebung, in der es beißt: Wir müssen in ver Entscheidung des Völkerbundsrntes eine Willkür ! Handlung erblicken, die mit der feierlichen Zn age eines fairplav im Widerspruch steht, den MätzrUchen Kenn neuer Wirren in sich trägt und Sie Erfüllung der dem deutschen Volke auferlegten ivirtschaftlichen und finanziellen Verpflichtungen zur Unmöglichkeit macht.
Der E«tschädig»»gspla» hinfällig.
Dem „Bert. Tageöl." zufolge gewinnt man in parlamentarischen Kreisen den Eindruck, daß die Produktionskraft des Reiches durch den Genfer Borschlag und eine entsprechende Entscheidung so stark in Mr ieidcn- schast gezogen wird, Saß sich der bisher befolgte Repara- tionspla» «icht mehr aufrechterhalten lasse. Es würde eine weitgehende Entlastung des deutschen Wirrichmts- lebens, besonders mit Rücksicht auf die geschmälerte .Kost- leu- uud Kraftversorgung uotwcndig werden. Man ist in Parlamentskreisen der Ansicht, daß keinerlei polnische Entscheidung möglich sein werde, ehe nicht vbU:a< Klarheit über den Umfang der von Deutschland gefo.
Berten Opfer eingetreten ist.
Katastrophale Wirtschaftssolgen.
Aus Berlin wird berichtet: Wenn sich die NaSrilluen über die Teilung Oberschlesiens Bestätigen, gehen so Prozent der oberschlesischen beziv. 82,5 der gesamten deutschen Koblenvorrüte bis in tausend Meter Ziepe verloren. 64 Prozent der oberschlesischen ^-einkvüie'.i- förderung kommen an Polen, was nach den ^ Ede- rungszifsern von 1913 einen Jahresausrall von . > flau- Honen Tonnen Steinkohlen für Deutschland bedeute'. Es kommt hinzu, daß die deutschbleibenden Koblemverie größtenteils stark abgebant sind. Von der gennuten deutschen Zinkprodnktivii gehen mehr als bb Prozent an Polen verloren: ebenso kommen lamdicbe öenra en Zinkbütten Oberschlesiens in polnische Hand. Von der deutschen Bleierzsördernng sowie den darin eMhaltenen Silbererzen geht der Hanptteil verloren, da <<^ vr - zent der oberschlesischen Bleierzvorkommen in dem av- aetrennten Gebiet liegen. Für die Ettenmdustr-e lw^n sich noch keine genauen Zahlen mitterlen, dock nt amb hier mit einem Verlust von mehr als 63 Prozent Rr oberschlesischen Eisenindustrie zu rechnen.
Drohung mit Generalstreik in Köniasbiitte.
** Ans Köniashütte wird gemeldet: Der Deuckäp. Metallarbeiterverband hat die Führung aller Orgain. sationen übernommen. Man arbeitet auf den c-utciai- streik hin. Der Kreiskontrollenr hat für Kmri' -utL Trnppeuverstärkungeu erhalten die M« Teil aus Polen in französischer Uniform bestehe«.
Der Konflikt miHn Eiseubadnern in ^a«e.
»* Die Verhandlungen. Sie zur MdliMnug pru aaV fereuzen mit den EifeuBaimern ht E^ umtev Bete li- gung von Vertretern des 3teid)BvcrHpu-)ii^ geführt wurden, brachten in den HaupwuEen kerm Verständigung, da der Standpinlkt der A^eiter nicht anerkannt wurde, daß die achtstündige scklicht m allvii FMeu die Norm sein müßte.
Verbot öentfdjcr Knüdgebunge«.
^ Die nach dem SchützenbanK in Benthen ein Berufene Versammlung der vereinigten deutschen Parte.en mu des GdwerkiKastskarreNs wurde vom Krci-st tpreueut verboten. Aus; BetriebSoersamnUungen in den ernzet nen Betrieben durften nicht iattirnden.