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Verantwortlich für den gesamten Inhalt: H.-K. 8meister, Schlüchteru. Druck u. Sexlug der Ja L. Meister in Schlüchtern. Fernspr. Nr. 65. Telegr. üchterner Ztg. Postscheck!.: Frankfurt M. Nr. 11402.
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Samstag, 29. Oktober 1921
Bezugspreis: Vierteljährlich Mk. 10,—. Anzeige«- prris: DieKleinzeile M. 1,Sl). oie Reklamezeile L,50 WQ Mark, sämtlich ohne besonderen Zuschlag Bei • O (xjUyly
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Von Rektor G- Maldfeld zu Steinau.
(Fortsetzung.)
III. Die Verhältnisse im Kreise zur Kurhesstschen Zeit bis zum Jahre 1866.
1. Die Zahl der Wohuftätde« «üb der Bewohner.
W = Wohnstät^en. B = Bewohner
Orte:
iT^ttote: | l, Schlüchteru | 2. Steinau : 3. Salmünster
4. Soden
d. Dörfer:
1. Ahl f 2. Ahlersbach ' 3. Aitengrvnau t 4. Belltngs t 5. Breitenbach i 6. Breunings ‘ 7. Eckardroth
8. Elm
9. Guudhelm
10, He:olz
11. Heubach
12. Hinkelhos
13. Hintersteint.n
14. Ha uzell
15. Hütten
16. Ioffa
17. Kerbersdorf i 18. Klesberg
19. Kiosterhöfe ^H^K^ss«»bach
21. Marborn
22. Marjoß
23. Mottgers
24. Reaergrouau
25. Reustall
26. Niederzell
27. Oberkaldach
28. Oberzell
29. Rab-ust-in
30, Ramholz
31. Rebsdorf
32. Reinhards
33. Romsthal
§4 . Sanaerz Sarrod SchwarzenfelS Setdemoth Storhfritz
35.
36.
37.
38.
39.
40.
41.
42.
43.
U-rzell Ulmbach Utirichshausen Vollmerz Wahiert
44. Wallroth
45. WsicherSbach
46. Weiperz
47. Züntersbach *)
1825
1830
1835
1840
1845
1850
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253
1855
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Abonnements auf die Sdjlödjterner Zeitung für die Monate Wovemver u. Dezember nehmen sämtl. Postauftalte« «. Briefbote«, sowie unsere Zeitnvgstrager entgegen.
Ein Bestellschein für Postbezieher befindet fich auf der letzten Seite dieses Blattes.
Schlüchterner Zeitung^
Menarsitzung derKandetskammer zuKanan
am 19, Oktober 1921.
Der Rechnungsabschluß für 1920/21 wurde genehmigt und ein Bericht über die diesjährigen Zuwendungen aus der Canthal-Stiftung zur Kenntnis genommen, ebenso ein kurzer Ueberblick über die vorläufige Entwicklung des diesjährigen Etats der Handelskammer. Den Beamten und Angestellten wurde gemäß dem Vorgehen der Handelskammer Frankfurt eine Teuerungszulage gewährt. Dem Messe-Verein zu Frank furt und ebenso der Zentralstelle für Interessenten der Leipziger Mustermessen beschloß die Handelskammer als Mitglied beizutreten Sie wird dafür Sorge tragen, daß eine größere Anzahl ’non Gewerbetreibenden zu ihrer Anmeldung zum Handelsregister veranlaßt wird, wozu mitzuwirken die Handelskammeru nach § 132 des Gesetzes über die freiwillige Gerichtsbarkeit berufen find. Die Ergänzungswahlen zur Handelskammer werden vor Weihnachten vorgenommen werden. Ueber die Vollversammlung der Vereinigten Handelskammern Frankfurt a. M. — Hanau, welche insbesondere eine Entschließung zu den neuen Reichssteueruvorlagen angenommen, einen Schiedsvertrag für Streitigkeiten zwischen deutschen und niederländischen Kaufleuten gebilligt und fich mit Mißständen im Ferusprechwesr« beschäftigt hat, wurde Bericht erstattet. Soda»! wurden Wahlen für dieses deutsch- niederländische Schiedsgericht vorsenommLi^ ferner. für des HandeMMstWen Beirat beim statistische» Reichsamt, für das Kuratorium der kaufmännischen Schulen zu Hanau
*) Erst von 1883 an gehörte das Dorf ganz zum Kreise.
Vergleicht mau die Zahlen der verschiedenen Jahre mit- einander, so ergibt sich, daß im Durchschnitte bis etwa zum Jahre 1850 fast in allen Orten ein Ansteigen der Bev-l- «ungsziffern zu beobachten ist, und daß zwischen 1840 und *855 die Orte meist eine Höchstzahl an Bewohnern erreichten.
Die Ursache dieses Anwachsens der Bevö kerung v. n verschiedenen Umständen zu suchen, namenil -L in solche» wirtschaftlicher Art. , ö .
Nachdem die Wunden, welche die Napoleomschen Kriegs auch unserer Heimat geschlagen hatten, vernarbt und die Folgen des HungerjahreS 1817 überwunden waren, trat eme '«uze Reih« guter und mittelguter Ernten ein, wodmch ct“e große Wohlfeilhett aller wichtigen Lebensmittel herbei- »esührt und die Lebenshaltung bedeutend erleichtert wurde. Dazu kam, daß man in dem sich immer mehr ausbr-itenden Anbau der Kartoffel ein Mittel gefunden hatte, die Bevöl- '««ng auch bet geringerem Grundbesitze ausschließlich durch Landwirtschaftsbetrieb ansreicheud zu ernähren. Die Grünen« eines eigenen Haushaltes und die Unterhaltung einer Fomilie war viel leichter geworden als früher, zumal auch s>och andere Beschränkungen, die einer selbständigen Nieder- Raffung entgegen standen, fielen. Die Folge davon war, ^ auch die ländliche Bevölkerung sich überall ras«, ver- Mehrte und bis zur zweiten Hälfte der vierziger Jahre fortwährend wuchs.
und für die Vorschlagsliste zur Ernennung der Handelsrichter. Die Handelskammer beschloß fich für die Allgemein- verbindlichkeitserklärung des am 20. September vereinbarten Tarifvertrages für kaufmännische und technische Angestellte» auszuspreche». Hinsichtlich der Sonntagsruhe tritt sie einer Anregung bei wegen Aenderr > zu Gunsten von Orten mit erheblicher Landkundschaft und beschloß, auch für Hanau die Beseitigung der Beschränkungen der Beleuchtung von Schaufenstern und Ladengeschäften zu beantragen. Sie beschloß ferner eine Beschwerde aus Birstein wegen Be- messung der Gebäude-, Grün'' und Gewerbesteuer zu unterstützen und dem Reichsverband der deutschen Industrie Material für die Beurteilung der durch diese Realsteuern herbeigeführten Belastungen zu beschaffen. Eingaben wegen der kürzlich-» Erhöhung der Wagenstaudgeldsätze, wegen der bahuamtlichen Verwiegungeu und wegen der Zurücknahme von Verfall- und Beschlagnahmeerklärungen durch die Kontrollstellen wurden zustimmend zur Kenntnis genommen, ebenso ein Bericht des deutschen Industrie- und Handelstags über die Koukurrenzklausel für technische Angestellte und ein Bericht der Handelskammer mit reichhaltigem Material zu der von der niederländischen Regierung neuerdings angelegten Regelung des internationalen PrivatrechtS und Rechts- verkchis. An einer Tagung der VereinigunZ südwest-. deutscher Handelskammern am 7. November, auf welcher unter Mitwirkung der deutschen Handelskammer für die Schweiz namentlich auch Fragen des deursch-schweizerische» Handelsverkehrs besprochen werden sollen, wird die Handelskammer sich beteiligen. In vertraulicher Sitzung wurde Kenntnis gegeben von Vorlage«, welche sich mit der Organisation der Vergebung von Wiederaufbauaufträgen. mit d-r Erfassung der Sachwerte und mit der Kredithilfe der deutschen Gewerbe beschäftigen.
_____ durch den Schmarotzerpilz Phytophthora infestans erregte Kartoffel- krankheit epidemisch auftrat und in nahezu gltichdleiberdrr Heftigkeit bis 185ß dauerte und auch hierzulande den Kar- toffrlbau zu veruichien drohte, da geriet sofort wieder die Existenz aller derer in Gefahr — und es war dies bei uns die überwiegende Zahl der heimischen Bevölkerung — die sich mit ihrer Ernährung hauptsächlich auf die Kartoffel angewiesen sahen. Das bleiche Gespenst des HnugcrS schritt wieder durch unsere Täler und Berge, und das Notjahr 1847 ist noch in vieler Erinnerung. Ungünstige Körner- ernten im Anfänge der fünfziger Jahre steigerten das Uebel noch mehr. Viele, denen die Heimat nunmehr teilte ausreichende ErnähiuugSmöglichkeit mehr bot, griffen deshalb zum Wände,flabe und suchten sich anderwärts, vorwiegend in Amerika, eine bessere Existenz zu gründen. Weiter trat infolge des Nahrungsmangels eine Verringerung der Gebuyen und eine Vermehrung der Sterbefälle ein, sodaß in verhält nismäßig kurzer Zeit eine merkliche Abnahme der BeoSiker- ungszahl aller Orte zu verzeichnen war, wie dies deut- I ...
l,ch aus unserer Statistik hervorgeht. Erst in der zwc ien Gefesselte ist dieser Tag .. öälfte der HhWr Jahre begann die Bevölkerung wieder Wettcrtag - man denke an das schon vor mehr als hundert lanaium zu steig-», ohne jedoch in manchen Orten, wie z. Jahren in Schillers Tell geschriebene Wort des Fift erS: B. in Steinau, die frühere Höhe je wieder zu erreichen. ^' "^ -'^' Ä“"‘ m ^*"""' "*^ ^^ — ^ ^^ (Fortsetzung folgt.)
Als aber in dem nassen Sommer
1845 die
Aas der Heimat.
Borsusfichtl. Witt-LxNUg, Äm 29. 10. (Sonnabend): Abwechselnd heiteres und wolkiges, mildes W-uer; kein oder wenig Regen. Stellenweise Morgennebel. x
Am 30. 10. (Sonntag:) Meist wolkig bis trüb, teilweise wolkig, zeitweise Regen, mild, später windig.
Am 31.* 10. (Montag): Abwechselnd Heiter nsd wolkig, mit etwas RKderschlägen, windig und etwas kälter.
—♦ (Simon und Judä.) Der 28. Oktober ist der Tag Simon und Judä. Er soll nach altem Laudma-msglaudk» unwiderruflichen Schluß mit den letzten Resten sommerlicher Auskläuge in der Natur machen. „W un Simon und Judä vorbei — so rückt der Winter schnell herbei"'. Für Fischer, Seeleute und sonstige in ihrem Beruft an das Reife Element Gefesselte ist dieser Tag von jeher gefürchtet als Sturm- und
„Es geht nicht! Heut ist Simon und Judäa — da rast der See und will sein Opfer haben*. — Nach einer alten, wohl