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luchtevner Tiettung

Schlüchterner Kreisülatt

Berartwortlich für den gesamten Inhalt: H.°K.

Hohmeister- Schlächtern. Druck u. Berlaa der Ka L.

BezugSsrerS vierteljährlich Mk. 10,

». 250 H metster in ^Schll htern. Fernspr?Rr^.' T^legr. Domrerstag, 17. November 1921 Mark, sämtlich ' ohne besgn Schlüchterner Ztg. Postscheck!.: Frankfurt M. Nr. 11402.

Mk. 10,. Anzeigen- die Reklamezeile ä,5v WQ eren ZuMaq. Bei *O.

vesond.erett , Wiederholung Rabatt. Erscheint 3 mal wöchentlich

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Der fmCo$e Markwerk. I

K Die deutsche Mark ist aus den tiefsten je erreichten ,

M > ittkt gelangt. Gemessen am amerikanischen Dollar ist icßr mit weniger als dem 50. Teil des Friedenswer- W L mt Ausland bewertet. Das AönüLn der Stark,

Kw mit dem Ultimatum begann, haste schon bis Ende kÄULUst einen größeren Umfang anzenonunen. Die Ent- B n-ertung, die seitdem eingesetzt hat, übertrifft aber an B Schnelligkeit und Umfang die Bewegung der Vorwochen 1 ganz bedeutend. Im Frieden wurden für den Dollar U 4 20 Mark gezahlt. Während nun noch im Mai 1921 H im Durchschnitt der Dollar mit 62,30 Mark bewertet H wurde, sank er Mitte Oktober auf 185 Mark, hatte sich W also in einem halben Jahr um das Dreifache verteuert, f Damit war der Tiefstand noch nicht erreicht. Es kamen 11 xage, an denen der Dollar auf über 200 stieg. Am 4. I November zahlte man in Berlin sogar 280 Mark für ei- I iten Dollar und am gleichen Tage in Neuyork für die | Seutsche Mark weniger als einen halben Cent. Vor- I übergehend ist an einzelnen Börsen der Markwert so» | gar noch tiefer gesunken.Während die Abwärtsbewe- I gung der Stark in den Vormonaten wenigstens zum Teil noch durch wirtschaftliche Gründe erklärt werden 1 konnte, muß jetzt die Berufung auf wirtschaftliche Not- | wendigkeiten versagen. Damals standen wir vor einet I Erhöhung des innerdeutschen Preisniveaus infolge der

| Änpassuna Her Getreidepreise an die Weltmarktpreise, I Die Balutagestaltung mußte damals auf die Verschie-

I bung im Verhältnis zwischen dem inländischen und dem

i ausländischen Preisniveau Rücksicht nehmen. Fernerhin | verlangte die erwachende inländische Geschäftskvniunktnr I neue Versorgung mit ausländischen Rohstoffen, die nur | in Edelvaluta bezahlt werden konnten.

Die jetzige sprunghafte Entwertung der Mark kann k nur als Sperulationserfcheinung erklärt werden,- al­lerdings nicht nur tu dem Sinne der Spekulation, die I vrivatwirtschaftliche Kursdifferenzgewinne machen will. I Inland und Ausland haben gleich stark an der Mark- | katastrophe mitgewirkt. Veranlassung auf beiden Sei- | ten ist das Mißtrauen in die zukünftige wirtschaftliche I Lage des Deutschen Reiches. Die großen Markbeträae,

- Die im Auslande sich befinden, bedeuten letzten Endes eine kurzfristige Kreditaufnahme, die die deutsche Volks­wirtschaft dort vorgenommen hat. Daß die auslündi- ! ichen Gläubiger diesen kurzfristigen Kredit jetzt kündi- t gen, wo die deutsche Volkswirtschaft als Schuldner ihre - erste NcParatloust Lxpfti^htung Kirr TiTtt der größten An-

i strengimg hat erfüllen können, ist nicht verwunderlich.

Wie weit Deutfchland einerseits, die Welt anöerer- ieits eine katastrophale neue Entwertung der Mark vertragen kann, ist eine andere Frage. Die Rückwir­kung auf die innerdeutschen Wirtschaftsverhältnisse be­steht in einer starken Preissteigerung, die zunächst zwar befruchtend auf die geschäftliche Konjimkiur und damit auf die Erzeugung wirkt. Dahinter steht aber die Er­schwerung des weiteren Bezugs der notwendigen Roh­stoffe, sowie der soziale Umschichtungsprozetz in Ein­kommenshöhe unter Bermöaensbildung. der erfah­rungsgemäß nur unter Kämpfen und Verlnsten an der vroduktiven Tätigkeit sich durchsetzen kann. Balutakata- itrophe bedeutet somit eine gefährliche (§rWitterung der ohnedies geschwächen Wirtschaftskraft. Darum hat die Weltwirtschaft ein Interesse daran, die deutsche Lei­stungsfähigkeit uns Aufnahmefähigkeit nicht durch eine Balutakatastrophe zu gefährden. Infolgedessen löste die akute Markverschlechterung sofort im Ausland Bestre­bungen zu einer internationalen Währungs-Santerung aus. Solche Bestrebungen werden aber erschwert durch die geschichtliche Tatsache, daß eine Währung nie fd tonten wieder in die Höhe gebracht werden kann, wie sie abgesunken ist, und daß die wirtschaftlichen Verluste der Zwischenzeit erheblich sinH. Besonders die Fraae bei deutschen Valuta stößt immer wieder auf den Wider­stand der Reparationszahlung.

Eindämmung der MarkentWertnng.

*»Das Reichskabinett wird am Donnerstag Beratun­gen über die Eindämmung der Markentwertnng abhal­len und Richtlinien für die kommenden Beratungen mit Reparationsansschutz aufstellen.

Der Handel mit Devisen.

Der Gesetzentwurf über den Verkehr mit Devisen, fremden Geldsorten und Banknoten, der vorn Reichs- raomett angenommen worden ist, hat im wesentlichen folgenden Wortlaut:

to L Der Handel mit Devisen, fremden Geldsorten untz »anknoten soll von nun an die Banken gebunden sein; also nur durch die Vermittlung von Banken und Ban- T^rs können in Zukunft Devisen- uuö ähnliche Geschäft« abgeschlossen werden.

2. Die Banken stnö verpflichtet, von jedem, der mit Ionen ein Devisen- oder ähnliches Geschäft eingehen will, -me genügende Legitimation zu verlmlgen.

3. Die Banken sind verpflichtet, über jedes abgeschlos- g^ene Devisen- oder änliches Geschäft nach gewöhnlichem cs usw. einen Schlußschein auszustellen. Dieser lutzschetn muß von den Banken dem betreffenden Fi- E'ramt desjenigen, der ein Devisengeschäft eingegan- f?ft, überrviesen werden. Die Finalrzämter übrrneh- uer, dann ihrerseits die überwiesenen Schlußscheine zu «n Steuerakten. Der Gesetzentwurf wird binnen kur- dem Reichsrat und dem Reichstag zugehen.

Aus VSerfthlesieu^

Ein neuer Machtspruch.

^Halbamtlich wird aus Berlin gemeldet: Die inter gierte Kommission in Oppeln hat die Einreisegeneh­migung für den stellvertretenden Sentschen Bevottmüch- Wen für die deutsch-polnischen Verhandlungen über Oöcrschlesien, Staatssekretär Dr. Lewald, und für den Wtaatssekretttr Dr. Göppert, die sich Freitag abend zu Zvrbesprechung mit Vertretern der oberschlesischen Be- ^ölkerung nach Oberschlesien begeben wollten, verweh

Kongretzpolnischer Zuzug in Hindenburg.

»-«-Aus Sindenburg wird gemeldet: Obgleich die Ent­scheidung darüber, ob die Delbrückschächte bei Deutsch- land verbleiben oder an Polen fallen, noch aussteht, macht sich bereits jetzt ein Zuzug Arbeitsloser aus Kongreß- polen bemerkbar. Sie sind von dem Glauben Debilen, daß sie ohne weiteres in die Stellen der deutschen Ar­beiter einrücken sollen.

Pletz Sitz der polnischen Woiwodschaft.

X DerAredoknik Slaski" erfährt aus glaubwürdiger Quelle, daß Pletz zum Sitz der Woiwodschaft ausersehen arnd daß dort bereits diesbezügliche Vorbereitungen ge­troffen werden.

Lerchenfelds Besuch in Berlin.

: ** Eine Reise des bayerischen Ministerpräsidenten Grasen Lerchenfeld nach Berlin hat verschiedenen Zei­tungen Anlaß zu unbegründeten Behauptungen gegeben Von der einen Seite wird gesagt, daß Reichskanzler Dr. Wirth ihn zur Aufnahme der SoZialdeurokratie m die bayerische Regierung bestimmen wollte, während voll der rechten Seite behauptet wird, daß Lerchenfeld dem neuen Reichsjustizminister Radbruch, gegen den man in Bayern das allergrößte Mißtrauen hege, vor Reform- absichten warncn wolle. DieD. A. ZT bemerkt hierzu: Wir haben bereits gemeldet, daß die Reise des Grafen Lerchenfeld eine Aussprache über die allgemeine Lage mit den zuständigen Stellen des Reiches bezweckte. Da­bei darf die Ernährungsfrige, speziell Maßnahmen gegey den Lebensmittelwucher, eine große Rolle gespielt haben, da sich besonders der Kartoffel- und Getreidemangel auch in Bayern in der letzten Zeit sehr unangenehm ge- -zeigt habe. In öen Besprechungen zwischen dem Gra­sten Lerchenfeld und dem Reichskanzler sind, wie wir hören, irgendwelche Justizfragen nicht berührt worden. Die von demDeutschen Abend" in besonders sensatro« melier Weise aufgemachte Münchener Mitteilung, die den Eindruck erweckt, als ob ein Konflikt Mischen Bauern und dem Reich aus Maßnahmen des Reicksiustizmint- sters Radbruch ausgebrochen sei, entbehrt oer Begründ onng. Graf Lerchenfeld wird voraussichtlich am Sonn­abend über Darmstaöt nach München zurückkehren.

Hardings Programm für Washington.

Der Sonderberichterstatter der Agentur Havas mel­det aus Washington, die Politik Hardings, wie sie in

1. Ein engeres internationales Zusammenarbeiten , durch den Völkerbund zu vertreten, dessen Werk jedoch, da es sich aus Europa beschränkt, nicht erschwert werden soll. Das Mittel, an engeren internationalen Beziehn gen mitzuarbeiten, würde die politische Versammln 6er jetzigen Konferenz sein.

2. Harding erkennt die Unabhängigkeit der Politik und die territoriale Unverletzlichkeit Chinas an, hält es jedoch für nötig, innerhalb einer bestimmten Grenze die Forderungen Japans zwecks einer gewissen Ausdehnung seiner Grenzen zuzniassen. Die Schwierigkeiten werden darin liegen, festzustellen, wie weit diefe Ausdehnung geben würde.

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i 3. Der Unatzhängigkeit Englands gegenüber der üb- .rigen Welt m Bezug auf Rohstoffe und Levensmittel soll Rechnung getragen werden.

! 4. Die Lage Frankreichs muß beritäfiäjilgt werden.

.Es muß etwas geschehen, um die Befürchtungen Frank­reichs zu zerstreuen. Der Dreibund darf unter keiner Form neu ausleben. Amerika werde Frankreich zur ge­gebenen Zeit stifteten, indem es einen moralischen Druck auf Deutschland ausübe.

5. Selbst wenn die Konferenz ihr Ziel nicht errei­chen sollte, werde sie dazu zu dienen haben, die Hinder­nisse für den allgemeinen Frieden zu beseitigen, und sie werde auch diejenigen erkennen lassen, die dafür ver­antwortlich seien.

Die Ansichten des Präsidenten Harding sollen angeb­lich in zwei wichtigen Punkten von den Gedanken ab­weichen, die man Staatssekretär Hughes zuschreibt: Hn- thes habe gegenüber England das ausgesprochene Ziel, Die Kündigung des englisch-japanischen Vertrags durch- zusetzen.

Der Nslruf der Städte.

Jm großen Sitzungssaal des Reichstages trat Frei- tag vormittag der deutsche Städtetag und der Reichs- städtebund zu einer gemeinsamen Kundgebung an die Reichsregierung, den Reichsrat und Reichstag zusam­men. Zu der Tagung waren die Reichs- und preußische Regierung, die Parlamente und die städtischen Körper- uhaften von Berlin eingeladeu. Neben den Regierungs- Vertretern bemerkte man zahlreiche Parlamentarier u. a. den Reichstagsprästdenten Loebe, den früheren Reichs- wirrschaftsminister Scholz, den Landtagsprüsthenlen Lei- nern Mittzlieder des Reichswirtschaftsrates und des Berliner Stadtparlaments, ferner Geheimrat Stierer win Hansabund. Um 10i- Uhr eröffnete Oberbürgermei­ster Bötz-BerW mit einer Begrützungsansprache die Ta­gung, in der folgende Entschließung etnnimmiß ange­nommen wurde:

»Die deutschen Städte sind völlig außer Stande, mit ihren gegenwärtigen finanziellen MöqLicbkeite» die Mehrlasten aufzubringen, die ihnen durch die Erhöhung der Beamten- und Angestelltenbesoldung und der Ar- beiterlohne aufgelegt werden. Es fehlen ihnen sogar die Barmittel für die ersten unaufschiebbaren Auszahlungen, Zur Ermöglichung der erforderlichen Zahlungen fordern die Städte die sofortige allgemeine und laufende Ueber- weisung von Vorschüssen zur Deckung der Mehraufwen­dungen unter Ablehnung jeder Abstufung nach der Be­dürftigkeit. Vor allem erwarten die deutschen Städte von der Reichsregierung, dem Retchsrar und dem Reichstag die vvrbeba'tlose Bewilligung der endgültigen Deuung für die neuen Ausgaben. Damit verbinden sie im J.r- teresse der Stärkung ihrer Selbstverwaltung das Ve - lanaeu, daß nun endlich..ihnen die erforderliche Man-

Stelle Grundlage zur Erfüllung tyrer ormgenonen Aus­gaben geschaffen werde. Sie erblicken die einzig mög­liche Lösung darin, daß ihnen ihre noch vorhandenen Einkünfte völlig gesichert und durch planvolle Auftei­lung aller öffentlichen Einnahmequellen zwischen Reich, Länder und Gemeinden ergänzt werden."

Ein Protest, daß die Regelung der Beamtenbesol^ dung ohne Mitwirkung der Gemeinden zustande gekom­men sei, wurde ebensalls angenommen. In seinem Schlußwort führt Oberbürgermeister Dr. Bötz aus: Un­sere Tagung hat der Reichsregierung unz- eideutig vor Augen geführt, wie in allen Städten die Not aufs Höchst:, gestiegen ist

SefolliMgsgeletz unä lsurungsäsSattL

141. Sitzung des Deutschen Reichstages.

Das Haus ist schwach besetzt, die Regierungsbanj leer. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen. Das Gefetz über Notstandsmaßnahmen zur UMerslÄ- zung der Jnvalidenrentenempfänger geht ohne Aus­sprache an den sozialvolittschen Ausschutz. Es folgt die zweite Lesung der Sritten Ergänzung zum Besoldnugs- gesetz. Ein Regierungsvertreter verspricht die Vorlage eines Gesetzentwurfes, durch den Wartegeldemp- sänget gezwungen werden sollen, eine ihrer Fähigkeit entsprechende Tätigkeit im Reichsdienst wieder zu über­nehmen. Unter Ablehnung sämtlicher Llbanderungsa-rr träge wird die Regierungsvorlage gegen die Stimmers der Unabhängigen und Kommunisten angenommen In der sofort vorgenommenen dritten Lesung bringest die Abgg. Alpers (Deutschhann.), Frau Zietz (U. S.) und Plettuer (Komm.» nochmals ihre Bedenken gegen die Vorlage zum Ausdruck. In der Schlnßabstimrmng wird das Gesetz gegen die Stimmen der Unabhängigen und Kommunisten angenommen, z

Es folgen die Interpellationen der Deutschnasio- nalen wegen Aufhebung der Zwaugswircsßmft für land- wirtschaftliche Produkte und betreffend Ge^cideverschie- buugen sowie Interpellationen der Mehrheitssozialtste 1 über Wucherpreife und der Unabhängigen auf Erhöhung der täglichen Mehlration und Regelung des Getreide­verkehrs und einem sozialdemokraftschen Antrag über den gleichen Gegenstand.

Abg. Hemeter (Dn.) begründet die beiden deutsch- nationalen Interpellationen. Es ist tatsächlich der v-ach- weis ALracca. HaL^au-e 3üe4 ^ s»;.^^'^ - ' ^Weftarenze verichave«- wvr-Seufknin--«iTL fragen me Reaierung, was an diesen Gerüchten Wahres ist ur-ü was sie zur Kontrolle des Versands getan hat. Wir verfangen für die Schieber schwerste Zuchthausstrasen. Die Landwirtschaft hat ein Recht, zu fordern, daß, was sie produziert, auch allein der Heinrat zugifte kommt. (Bravo!)

Abg. Krätzig begründet die mehrheitssoztalistischs Interpellation über den Preiswucher. Wir sind bereft, den Reichskanzler im Kampfe gegen Sen Wucher kräftig zu unterstützen.

; Abg. Frau Wurm (tL S.) begründet die Anträge ihrer Partei auf Erhöhung der Mehlratwn und der Ge- treidenmlage von 2% auf 3% Millionen Tonnen. Wenn die Mitglieder der deutschnationalen Partei Kartoffeln zum Preise von 25 Mark erhalten können, ist doch der Normalsatz von 75 Mark, den andere Sterbliche zahlen, müssen, unerhörter Wucher. o ~ _ ..

Ernährungsminister Dr. Hermes: Je langer die

fett. Da durfte die

demoralisierenden Wirkungen ihrer Vorschriften gel­tend, und selbst die Strafen übten nur eine vorüber­gehende Wirkung aus. Jeder Versuch, die Zwangs­wirtschaft aufrecht zu erhalten, erbrachte mir den Be­weis von dem ständigen Rückgang ihrer Leistungsfähig­keit. Da durfte die Regierung nicht ruhig zusehen,- sie mußte die Zwangswirtschaft beseitigen, um die Pro­duktion zu vermehren. Was in dieser Hinsicht Weiter geplant ist, werde ich bei der Etatberatung sagen. Der Wunsch auf völlige Aufhebung der Zwangstvirtschaft kann aber nicht erfüllt, das Umlageverfahren nicht ent behrt werden. Von einer neuen Zwangswirtschaft der Landwirtschaft oder der» Kartelle könne keine Rede sein, höchstens von einer Zwangswirtschaft der Valuta. Die Senkung der Preise für Margarine bis zum April dieses Jahres entspricht ganz den Erwartungen, die wir vorn freien Handel hatten. Die neue Steigerung beträgt 171 Prozent, Her Sturz der Mark 180 Prozent in der glei­chen Zeit. Mit dem freien Getreide ist es nicht anders. Verschiebungen von Getreide ins Ausland haben sich überhaupt nicht feststellen lassen, denn alle Anzeigen waren lediglich in gutem Glauben erfolgt Jm übrigen wird hier energisch vorgegaugen, und es soll eventuell Zuchthausstrafe eintreten. Nur über das Getreide, das im Einklang mit den Sanktionen in das besetzte Gebiet gelangt, fehlt uns die Kontrolle. Bei den Kartoffeln er ­scheint ein Preis von 50 Mark nicht zu hoch. Wenn die Preise stellenweise gestiegen sind, so liegt das an dem plötzlichen großen Bedarf des Westens, in dem die Ernte schlecht geblieben ist und in dem Ansturm der Auskäuwr in Mecklenburg und Pommern. Von einem Zurnckhanen der Kartoffeln durch die Landwirtschaft kann keine Rede- sein. Ich habe die Preisprüfungsstellen angewie^n. energisch gegen die hohen Preise vorzugehen, eventuell mit Zuchthausstrafen. Einheitliche Richtpreise mr^das ganze Reich lassen sich aber nicht festsetzen. Die Fest­setzung von Höchstpreisen allein ohne Erfanung der Vor­räte hat feilten Zweck. Die Zwangskartoffelumlag, nar keinen Zweck. Wir haben 27 Millionen Tonnen ge- erntet; davon sind allein zwei Millionen Ton neu nur der Bahn transportiert worden, zu denen im November noch eine Million Tonnen hinzukornmen. Dazu rounnt noch eine halbe Million, die im Stückgutverkehr oetor-- dert worden sind. Es ist somit bereits eine für die Er­nährung notwendige Menge befördert worden. Da die Anrechnung dieser Mengen auf die Umlage zu großen

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