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Schlüchterner Zeitung

Schlüchterner Kreisblatt

BezugSpreiS: Vierteljährlich Mk. 10,-. Anzetgcn-

SamstKg, 26 November 1921 Mark, sämtlich ohne besonderen Zuschlag $ 73 Jahrg

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Schtüchterner Zeitung.

Advent.

Vorweihnachtszeit, der heit gegeben, uns auf un

Das alte zkirchenjahr hat mit dem Totensonntag fei» tat Abschluß gefunden. An ihm haben wir nochnials taten Rückblick auf die Ereignisse und Geschehnisse ge­holfen, von denen im letzten Kirchenjahr sowohl der einzelne als auch die Gesamtheit der christlichen Ge­meinde berührt worden ist, und in stiller Einkehr all der Ken gedacht, die nicht mehr unter uns weilen, die ihr nswerk vollbracht haben und nicht mehr unter der schweren Erdenlast seufzen, die gerade jetzt wieder dem reutschen Volke beschieden ist. Die vielen, die in Frieden in die Ewigkeit gegangen sind, wissen nichts mehr von der Not und dem Elenb, das über das deutsche Volk ge­kommen ist. Aber nicht nur materielle Not, sondern wch religiöse, sittliche und ethische Not. Beide Nöte sind eng miteinander verbunden; sie stehen in Wechselwir­kung. Wollen wir aus der materiellen Not, aus dem Elend, das uns überall umlauert, heraus, dann müssen wir auch die geistige, die christliche Not überwinden. Wir müssen wieder menschlich und christlich denken lernen, müssen wieder zur tätigen Christenliebe znrückkehren, in unserem Mitmenschen den Bruder sehen und nicht ben Feind. Wir müssen wieder den Weg zu Gott finden, und Gottes Lehre muß uns die Richtschnur für unser Tun werdem Dann werden wir auch die Not der Gegenwart mit Leichtigkeit überwinden, und uns wird wieder der Morgen einer besseren Zukunft auf Erden leuchten. Und gerade jetzt, wo das neue Kirchenjahr beginnt, in der

- - Adventszeit, ist die beste Gelegen-

nsere christliche Pflicht vorzube- tetten, unsere Herzen zu läutern von den Schlacken des Alltags, sie empfänglich zu machen für die christliche Liebe und vor allem auch für die tätige Liebe, dre un­serem Volke so fremd geworden ist; denn es ist kein u^tstliLer Gedanke, mit der einen Hano das wieder zu nehmen, was man mit der ander--,^ gegeben-M. Von. diesem materialistischen Geiste müssen wir uns frei ma­chen und uns den großen Anfgaben einer idealen Le­bensauffassung zuwenden, denn in ihr liegt unsere Zn- at, die Zukunft unserer Kinder und unseres Vater» es. Und wie sich die Kinder in den Wochen vorri Weihnachten auf das Weihnachtssest, das schönste der christlichen Feste, das es für sie gibt, freuen und inte fix all das Schöne und Gute, die Liebe, das Edle, das Wahr­haftige in ihre kleinen Kinderherzen aufnehmen nnd es dort wie strahlende Lichter erglänzen lassen, so sollte es auch bei uns Erwachsenen fein. Unsere Kinder bereiten sich in ihrem kindlichen, reinen Glauben fo recht auf daS Weihnachtsfest, die Ankunft des Gottessohnes, vor, ihre kleinen Herzen werden nur erfüllt von dem Glauben an das Hehre und Große. Für sie ist das Meihnachtsfe» im wahrsten Sinne des Wortes etwas Eröabeues. für ge wird die graue, sorgenvolle Alltäglichkeit von den Eltern mit dem Mantel der Liebe zugedeckt. Sollte es uicht auch im Leben überall so fein, wenn wir die gleiche Zufrie­denheit und Glücklichkeit schaffen wollen wie bei unseren Kindern, wenn wir wieder ein einiges Volk werden und wenn wir erlernten wollen, daß es noch höhere Güter gibt, als nur dem eigenen Vorteil nachzujagen und dabei fein Gewissen mit der schweren Schuld zu beladen, daß unter dem in die krassesten Formen ausgearteten Ma­terialismus die Miturenschen die schwerjte Not leiben müssen? Darum möge uns die Adveniszeir für den gro­ßen christlichen Gedanken vorbereiten und ihn verwirkli­chen helfen, denn von ihm hängt unsere Zukunft und das Heil unseres Volkes ab. wk.

Allerlei vom Tage.

_Der angebliche Erzvergermörder, der sich in Dresden stellte, soll, wie von dort gemeldet wird, nicht mit dem gesuchten Tyllesen identisch sein.

Der braunschweigische Landtag nahm einen Antrag an, die Neuwahlen zur Landeversammlung am 22. Ia- «uar 1922 stattfinden zu lassen.

Der Präsident der Berliner H> v. Mendelssohn, wurde zum Präs

Der Präsident der Berliner Handelskammer, Franz £ Mendelssohn, wurde zum Präsidenten des deutschen Industrie- und Handelstages gewählt.

. . Das Weiße Haus erklärt die Nachricht, die Ver, Anraten Staaten beabsichtigten einen Botschafter beim Vatikan zu ernennen, für unbegründet

Ein Arbeitgebrrverband bayerischer Gemeinde» und Gemeindeverbände ist im Rahmen des Reichsckrb^itgever- verbandes deutscher Gemeinden und Kommunalver- bande in München gegründet worden, der zu einem bayerischen Landesarbeitgeberverband ausgebaut wer- oen soll. _

« .Die Räteregieru-- r firniß der ersten C Schlage benutzt, an Stel.^. ........

e zu zahlen. Dre polnische Regierung Sorschlag abgelehnt.

eung hat die Verzögerung bei der Entschädigung an Polen zu dem Bor- Stelle von Gold mit Brillanten aus

bak jedoch

_ Die Republik Peru errichtet in Bayern ein eigenes Konsulat, dessen Leitung dem Industriellen Antonio Hochköppler übertragen wurde.

. , Wege» verbotenen Waffentragens wurden von der belgischen Besatzungsbebörde Chargierte der katholischen' StudentenverbindungNhenanta"-Marbnra undZol- lern"-Münster verhaftet, die zn einer Beerdignngsseier nach Uerdingen gefummelt waren.

1 Die australische Regierung hat hec^lossen, die. be­

Wlagnahmten deutschen Ptanznngeu vent pormattgen Deutsch-Guinea zu verkaufen.

Das Kriegsgericht in Live hat mehrere deutsche Os- Mere und Soldaten in Abwesenheit zn Strafen bis Hu Ä Jahren Zuchthaus verurteilt.

Die Regierung der südafrikanische» Union plant eine legislative Maßnahme, infolge deren die in den Pro­tektoraten ansässigen Deutschen politische Rechte und das Bürgerrecht erwerben können.

Das Revolutionstribunal der Wladikawkas-Bahn im Kaukasus verurteilte 200 Eisenbahnm Her zum Tode und 39 weitere zu lebenslänglicher » gsarbeit, und zwar für Diebstähle und Bermrbnng i Eisenbahn­frachten.

Der Preußische Staatsrat wird am 13. Dezember wieder zusammentreten, um u. a. auch einen neuen Ent­wurf betr. Errichtung einer Grundkreditanstalt zn ve- raten. . . _

Die Arbeiter der elektrisch«.',! Ueberlandzentrale Hom­burg in der Pfalz sind wegen Lohnforderungen in den Ausstand getreten. Die ganze Westpfalz und die Saar­

Pfalz ist ohne Strom. . ,, . , .

Die Drohung her Karioffelgrotzhandelsverbatt-e. bei Fortführung der Beschlagnahme und der Einleitung von Strafverfahren gegen den legitimen Kartoffelgroßhandel bie Verladung von Kartoffeln einzustellen, ist fest zub Durchsührung gekommen. Seir einigen Tagen sind sah* in ganz Pommern keine Kartoffeln mehr verladen

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worden.

^ Es bleibt beim Alken!

spunkten gegen-« _________ _____ allgemeine Dis- erkennen ließen, daß sie die if würdigten und verständen.

BriandS Lobgesang auf die Einigkeit.

M»«DemB. L. A." wird aus Washington gemeldet: In der Schlußsitzung am Mittwoch gab Briand eine knrze Schilderung der Stellung, die die französische Re-« giemng den verschiedenen Verhandlungspunkten gegen-« über einnimmt. Es folgte darauf eine allgemeine Dis- an, in der die Macht

>«g Frankreichs voll« Es wurde beschlosst nen, die sich mit oi______ Ersuchen Briands wird fi Kommission der r der Abrüstungsfrage

Haltung Frankreichs _________ ________ ________

Es wurde beschlossen, eine Unterkornmission zu ernen- diesem Gegenstand befassen soll. Auf 2 wird schon Donnerstag vormittag die Bevollmächtigten der fünf Mächte mit _ . cage befaßt werben. Man hofft, diese vor der Abreise des französischen Premier-

^VII iny^iu vun wie Sympathien hegt und nus günstigen Sinne iit können, daß die

Ministers tn allen ihren wesentlichen Punkten zu erle­digen. Ein Mitglied des Stabes, der Briand begleitet, ein Delegierter, dessen Namen nicht genannt wird, hat in einer Unterredung erklärt, daß es bei dem gegenwärtigen Zustande absolut unmöglich wäre, non Frankreich eine Abrüstung zu verlangen. Briand w ll Donnersrag früh Washtuötou.ve i affen. Einem, Zeitv rgskorrespondenten, der ihn über die Eindrücke tMiumcX.- - *" Amerika gewonnen hat, antwortete er:Meine Kollegen von mr französischen Abordnung,ebenso wie ich selbst, sind von der Art, in der meine Ansicht und Beobachtungen aus­genommen wurden, sehr ergriffen. Wir fühlen, daß die Konferenz für Frankreich große Sympathien hegt und daß sie die Lebensfrage in einem n»s günstigen Sinne betrachtet. Ich bin glücklich, sehen zn können, daß die Delegationen sich unserem Standpunkte anschließen. Die Dienstag-Sitznng wird zweifellos in Deutschland einen großen Eindruck gemacht haben. Sie wird diesem Landtz die enge Verbinünng gezeigt haben, die zwischen den alliierten und assoziierten Ländern besteht. Ich wünsche, daß dieß der Anfang der moralifchen Abrüstung des Reiches sein möchte."

einen

China.

; ** Die Kommission für den fernen Osten beschäftigte sich mit der territorialen und der politischen Unverletz- jichkeit Chinas. Sarrant bat die chinesischen Delegier­ten. ihre Forderungen im ganzen Umfange anzumelden und ebenso mitzuteilen, welche Garantien sie für die Opfer stellen können, die die Mächte beraten haben. Zur Prüfung der Finanzlage Chinas ist eine Sonderkommis- ision ernannt worden.

Weitere Ausschutzberatungem

Luftbombardements best

»»« Nach Meldungen aus Washington hat der Abrü­stungsausschuß, in dem nur die fünf Großmächte ver- treten sind, sich mit der Frage der Gasangriffe und der ~ .schäftigt. Der Neunerausschuß war zu einer Sitzung einberufen, um sich, wie verlautet- 'der Schantungfrage zu befassen.

* Abreise Briands.

»-»«Frankreich wird nach der Abreise Briands, die am Donnerstag erfolgt, in Washington durch die drei Haupt- delegierten Sarrant, Biviani nud Jnsferauö vertreten sein. Mit Briand kehren der Generalsekretär des Mi- Nisterinms des Aenßern Berthelot, der Finanzsachver­ständige Cheysson und der General Buat samt den mili­tärischen Sachverständigen zurück der beste Beweis dafür, daß die Landabrüstungsfrage nicht weiter unb Hie Schuldfrage und das Wteöergntmachungsprobl« Washington überhaupt nicht erörtert werden soll.

Mral de Bons und die Martnesachverständigen bleiben in Washington.

tedergntmachungsprvblem in

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Slrejömann 06er die polililtffe Gage,

»-»In einer Versammlung der Deutschen Volkspartei in Offenbach sprach der Abgeordnete Dr. Stresemann über die politische Lage und führte u. a. aus: Wir stehen auf

Offenbach sprach der Abgeordnete Dr. Stresemann über die politische Lage und führte u. a. aus: Wir stehen auf dem Gebiete der Außen- und Innenpolitik vor unendlich schweren Entscheidungen. Gewalt bis zum äußersten wird das Ergebnis von Washington sein. Die uns auf-, erlegten Bedingungen auf dem Gebiete der Kriegseut, schädigung müssen abgeändert werden. Es muß deß feindlichen Parteien eine Einheitsfront eutgegengestelli werden. Nur wenn Dentschlarrd in der Lage ist, einet! Teil der Entschädigung zu zahlen, wird sich Frankreich vor dem Zusammenbruch retten. In Frankreich regiert nicht die Wirtschaft, sondern die Politik. Darum ist Frankreich das Hemmnis für alle VerstäudlguugZuraß-' nahm««. InHieses VerSäLnis platzte mm das . Kredit-,

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ungevot ver Inounrie hinein, und zu dieser euH«.^ kommt noch die Reise Stinnes' nach London und die Entstaatlichuua der Eisenbahn. Dadurch, daß man die Nachricht, daß Stinnes nach London gehe, gebracht hat; hat man die ganze französische Presse rebellisch gewacht und sich nicht gefragt, ob man dadurch den Zweck bei ganzen Reife verhindere. Eine offene Quelle tit Deutschland ist der Wiederaufbau Rußlands. Darübe^ Hat Stinnes auch mit Krassin, dem Abgeordneten Lenins, gesprochen. Daß er mit Lloyd George und Krassin dar­über gesprochen hat, beweist, daß Stinnes eine große Achtung überall besitzt. Zu der Entstaatlichung der Eck senbahn, die von dem Verbände der Industrie verlangt wird, hat die Deutsche Volkspartei noch keine Stellung genommen. An die Spitze der Eisenbahn gehört kein Parteiminister, sondern anch ein fachmä»uisch gebildeter Generaldirektor, der eine Tantieme erhält. In Bezug auf die Erfüllung stehen auch wir auf dem Standpunkt, daß es nicht angängig sei, zahlen zu wollen, was wis nicht zahlen können. Das Kreditangebot wird uns 5011 Millionen Goldmark bringen. Dann müßten wir uns verständigen über eine andere Regelung der Zahlungen, Ich halte es für völlig perfekt, daß die Erfassung bei Goldwerte in diese Situation hineingebracht wird. Das ist erst diskutabel, wenn wir die Fvag- der Kreditent» schädigung gelöst haben. Zum Schluß trat Dr. Strese, mann nochmals für eine deutsche Einheitsfront ein und pertetfrigte die Tatsache, daß die Deutsche Bolt partei i« die neue preußische Regierung eingetreten ist.

Siegerwald 06er DartMlands f ImA

^Am Mittwoch hat der frühere preußische Ptwister?

Sient Stegerwald in Amsterdam die B ze Deutsch- auseinandergesetzt. Stegerwald bete. Imperia­lismus und Reformen hät en die besten 5 uschen am dem Lande getrieben. Dadurch, daß Mühe und Sorge die Deutschen nach allen Seiten vertrieb konnte nutz mußte Friedrich der Große den preußischen Ordnungs­staat schaffen. Die Sozialöemokra.en d Katholiken, lange Zeit von Bismarck unterdrückt, w. en dem Staat feindlich gesinnt, und als bann der Umsturz kam, habesi das Zentrum und die Sozialdemokraten die Führung h die Hand genommen. Was die Lage noch verschlechieri Hat, war Me Tatsache, daß der Klassengeist viel ausge­prägter war als in anderen Ländern. Aber heute ist die Lage schon viel besser geworden. Arbeitgeber uns Arbeitnehmer, Industrielle nud Intellektuelle müssen einander die Hände reichen. In Preußen ist die groß« ftoalitto« bereits Tatsache geworden Avck bet igolüb* wismus ist weniger gefährlich geworden. Inwieweit in Deutschland der Bolschewismus unterdrückt werbv. kann, hängt von der Verforgnng mit Lebensmitteln so»

Deutschland der einzige Sta ck ist der Schul - am w- hat. Das deutsche Volk will oll die Berpflichurugeu, 4 es auf sich gerwmmen hat, erfüllen. \ v s ck aver, . die Vernunft einmal anstelle des Versailler Vertrages treten wird. Es sind eine Währungseinheit auf inter­nationaler Grundlage und ein Morawrium für einige Jahre für die deutschen Zahlungen notwendig. Der deutsche Reichstag ist bereit, die drakonischste Steuerpo­litik durchzuführen. Auch die KredUaktiv» der Indu­strie ist eine notweudige Bedingung für den Wiedcranf- ban Deutschlands. Es öl klar, daß Deutschland in den nächsten Jahren von allen Völkern der Welt am meisten wird arbeiten müssen. Nur eins wünscht man in Deutschland: einen festen Grund, auf dem man bauen kann, und einen freien Blick in die Zukunft.

Hergt über die Koalition der Zuknufi.

wSn einer Versammlung der Dentschnatw aalen Volkspartei in Offenbach sprach der Partei vor sitzende Herat. Eine Mitschuld der Reichsregieruag an dem Schicksal Oberschlesiens sei gegeben: 1) du >re Passi­vität, 2) durch ihre völlige Inaktivität, 3) urch ihren falschen Illusionismus in Bezug auf England, 4) in dem Verschulden an dem Nichizustandekommen e er einheitlichen deutschen Abwehrfront, öl in bc u- nung der Proteste. Die Politik der Zukunft bie Koalition der großen Rechte sein, b: alle Nattonalge- sinnten bis zu den Mehrheitssozial umfaßt

tkunft H die alle Nationalge-

Mehr VesotrneMmL!

Ei» Rtahnrnf an die Käufer.

Auf dem deutschen Warenmarkt zeigen sich seit kur­zem Erscheinungen, die schwerste Gefahren für b.e Volksgesamtheit wie für den einzelnen in sich schließen. Eine Kauflust hat sich des Publikums bemächtigt, wie wir sie selbst in den schlimmsten Hamsterzeiten der Kriegsjahre nickt erlebt haben. Die Warenlager sind gelichtet. Ein Gang durch die Kaufhäuser und Spezial­geschäfte zeigte leere Regale. In den meisten Sfrtteln macht sich bereits ein empfindlicher Mangel bemerkbar. Zu gleicher Zeit wächst rapide die Teuerung.

Stile diese Erscheinungen, die jedem unter der «am- melbezeichnungAusverkauf" geläufig müü hat man bis vor kurzem lediglich durch den Balutastand zu er­klären versucht. Man war geneigt, die Ursachen tu ver Hauptsache auf die die Kauflust der Ausländer zurück- zuführen. In den Grenzgebieten ist tatsächlich der ü^- verkauf an Ausländer die Grundursame des r-t.«-:.». Es hat sich aber in den letzten Wochen herEsgesteut, da^ soweit die Hauptgebiete Deutschlands in.Fratze fommen, die Mitzstände zu einem erheblichen Teil auf den deuc- schen Käufer selbst zurückgeführt werden müßen.

Welckes finb die Gründe der Teuerung'? Die einen rufen Wucher, die anderen machen den Stand der Va­luta verantwortlich. Beide Gründe treffen zu. ES un­terliegt keinem Zweifel, daß gewisse Kreise die trauri­gen Umstände ansnutzen, um unverhältnismaa g hohe Gewinne zu erzielen. Um so erfreulicher ist das gecave in letzter Zeit anstretende Bestrebungen des reellen -v.-.u- dels, diesen Lstachenschaften Einhalt zu gebieten und die unverantwortlichen Elemente.imrerüald seiner Reiben.