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Schlüchterner Zeitung

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Kreisblatt

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: Erscheint 3mal wöchmtl. Drahtanschr.: Kreisblatt Schlüchtern. ; L Druck u. Berlag Fa. T Hohmeister, Schlüchtern. Berantwortl. rZchristlcit. H.<L. Hohmeister, Schlüchtern. Geschäftsstelle Drei» : IbrübcrRr. 9. Im Falle HSdercr Gewalt, Betriebsstörung rb. 1 Stromsperre erlischt jede Berpflichtung auf Schadenersatz.

Amtliches Organ für Stadt und Kreis Schlüchtern

M 43

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Dienstag 11 April 1922

74 Jch^anft

«AevIÄ vom T«M»

Bankier Melchior hat sich lautB. T." auf Auffvr- derung der Reparationskommission nach Paris zu nuan- Men Bespreelmnaen mit der Reparationskommimon neben.

Das Lennamerk hat sich gezwungen gesehen, aus Mangel an Koks die StickstofferzeNgung um IGU Ton- Reinstickstoff, entsprechend 500 Tonnen ichweielsau- Jew Amoniak, pro Tag einzuschränken.

* Die stille Woche.

Die Tage der letzten Woche norm Osterfest sind von einem eigenartigen Ernst getragen. Mag auch der Zeit­geist an alten Ueberlieferungen nagen und nörgeln und ins hohle Schlagwort vom «modernen Geist" auch in tiefen Tagen aufs Schild zu heben versuchen, jenes par­kende Geschehen im gelobten Lande vor bald 2000 Jah­ren lebt doch auch in diesen Stunden erneut auf und erfüllt Millionen und Abermillionen Herzen mit tiefer Agriffenheit. Den Namenstille Woche" führen die Tage, in denen wir jetzt leben, seit der Zeit, als Kaiser Konstantin (306327) die Verordnung erließ, daß in der Karwoche alle Lustbarkeiten zu unterbleiben haben md alle Arbeit zu ruhen hat. Die Kirche des Mittel­alters Mrte für jeden Tag dieser Woche einen beson- heren Kultus ein, der im Laufe der Jahrhunderte lang­sam wieder verschwand. Nur der Gründonnerstag und per Karfreitag haben sich in der Kirche erhalten. Mochte 6er heilige Ernst dieser Tage die Launen im Volke auf- nrfeil, zu einem mannhaften Bekenntnis für den christ­lichen Geist unserer Väter, der sie gleichschwere Tage wie die unsrigen mit Würde erl-aaen und im Glücke auch den höheren Sinn des Leders nicht vergessen Lem

Ute Bot der Prelle im Kelchslag.

80k Sitzung.

Wetterberatung des Gesetzentwurfes über die Ver­sorgung der infolge der Annahme des Ultimatums der Entente eutlasseue« Soldaten des Reichsheeres. Das Gesetz wird nach kurzer Debatte angenommen, ebenso in

Der Gesetzentwurf Wer Aenderung der Reichsver- Wernugsordnung wird in zweiter und dritter Bera­tung ohne Debatte angenommen.

Es folgt der Antrag Loebe (Soz.), der von den ver­schiedensten Parteien unterstützt, die Regierung ersucht, mit möglichster Beschleunigung einen Gesetzentwurf vor- rulegen. durch den der Not der Zeitnrrgev auf wirtschaft­liche« Gebiete wirksam gesteuert wird. Der Reichstag erwartet den Gesetzentwurf so rechtzeitig, daß die Bera­tung unmittelbar nach seinem Wieöerzufammentritt bc- sonnen werden kann.

Die Bearünduna Loebes.

Abg. Loebe (Soz.): Während das Wirtschaftsleben M in einer Scheinblüte befindet, sind irr den letzten Nonaten 170 deutsche Zeitungen und Zeitschriften ein- gegangen. Zuerst sind es die kleinen und mittleren Pro- vinzbultter, lokale, bodenständige Blätter, die zum Teil auf eine lange Vergangenheit zurückblicken. Diese Opfer sind gefallen, während der Papierpreis von 20 Pfg. im Frieden auf 7,80 Mark ö. I. stieg, sich bis zum April aber in einem Sprunge bis aus 12,80 Mark erhöhte. Gibt es kein Mittel, die Katastrophe abzuwenden, und wenn «icht, was muß dann eintreten? Dann ist es nicht nur die Provinzpresse, die ihren Untergang findet. Die arvtzen deutschen Zeitunasunternebmen ohne Unten dueh

Der Liebe ewiges Licht.

Roman von Erich Friese«.

fc Nachdruck verbot««)

Hah, was sind das für seltsame Schatten, die von Aen Seite« auf sie eindringen. Was für grausige »ratzen, die sie anglotzen? Was für Stimmen, die 'ohl und schaurig, als kämen sie direkt «rs dem Grabe kraus, ihr «m die Ohren krächzen? . . .

Und großer Gott, was ist das?*

Inmitten dieses wüsten Chaos von schemenhaften Gliedern und Fratzen und glühenden Augen streckt ^ch eine bleiche Totenhand aus

Und an dem Zeigefinger dieser Hand ftmkeli ein King mit dem Wappen der Helgelande--

Und dieser bleiche, steife Finger deutet aus sie, auf Karin---

Und er wächst und ivächst ins Ur^geheuerKche . . . er wmmt näher und näher----

Jetzt berührt er sie. Eiseskälte geht von ihm aas. Karin fühlt, wie ihr Blut erstarrt, wie ihr Herz stch msammenkrampft.

Sie schnellt empor. Noch niemals früher hat diese grau Furcht gekannt,' das Leben bedeutet für sie nichts weiter, wie ein Kartenspiel, in dem man suchen muß, möglichst viel Trümpfe in die Hand zu bekommen. In nesem Moment aber befällt sie eine wahnsinnige Angst r die Angst des gehetzten Wildes, die eine ganz aus per Seele des Verbrechers schwindet, selbst nicht in Momenten tollkühnster Zuversicht.

Sie preßt die Hände vor die Augen so fest, daß blaue und gelbe Ringe davor tanzen.

Bergeheus. Die Schreckensbilder weichen nicht, streckt der Wahnsinn seine Krallen nach ihr aus?

_ Sie reißt die Tür nach Dem Nebenzimmer auf, in dem Richtbleis schläft. Bei dem Kinde will sie Rettung suchen bei ihren', unschuldigen Kinde, für das sie zur Ber' vr^M-ih wurde.

per Partei sind davon bedroht, daß sie zusammenschruwp- fen, ihren kulturellen, politischen, geistigen, künstlerischen und literarischen Teil einschränken müssen, daß sie dem Schriftsteller und Journalisten sein Brot nehmen müssen. Die anderen Zeitungen, und das ist das Schlim­mere, werden zu Nebenbetrieben fremder Gewerbe er­niedrigt, sie werden von wirtschaftlichen Konzernen auf- gekauft. So werden diese Zeitungen nicht mehr Reprä­sentanten selbständiger politischer Gruppen sein, sondern als Anhängsel von Jnteressentengruppen auftreten. Dazu kommt das ständige Eindringen fremden auslän-! bischen Kapitals in das Zeitungsgewerbe. Parlament und Regierung müssen die ganze Tragweite dieser Ent­wicklung übersehen und ihr Einhalt tun. Wir dehnen die Entschließung aus auf die Zeitschriften und wollen die Regierung ermächtigen, bis zum Wiederzusammen- tritt des Hauses die bisher vorgeschlagenen Abhilfsmittel in die Form gesetzgeberischer Vorschläge zusammenzn-, fassen. Mancherlei ist vorgeschlagen: eine Auslands­sperre für deutsches Papier. Nach Polen und der: Tschecho-Slowakei gehen große Mengen Druckpapier. Die Papierindustrie behauptet, ohne die Ausfuhr nicht existieren zu können. Vielleicht lassen sich die hobei'. Auslandsgewinne für die deutschen Zeitungen nutzbar machen. Ferner ist öffentliche Bewirtschaftung vorge­schlagen. Aber auch kleinere Mittel sind vorgeschlaaea, an denen wir nicht vorübergehen dürfen, z. B. die Ver setzung des Papiers in eine niedrigere Tarifklane der Eisenbahn. Den wesentlichsten Teil der Gestelmag-?- kosten des Papiers bildet das Holz. Solange uns aros-e Waldungen des Ostens, in Polen und Rußland nicht er­schlossen sind, muß dafür gesorgt werden, daß i'ie e? svichttae Rohprodukt für das Papier der Fabrikation un­ser erträglichen Preisen zuseführt wird. SamA . m:: feige haben uns glaubhaft - erstchert, daß schon bämn allein zwei Mark pro Kilo eingespart werden fön neu. Dabei handelt es sich um Holz aus privaten und Sl-mtv Waldungen, und es ist begreiflich, daß die einzelnen Staaten, denen heute so viele @amih)mcqiteikm w. schlössen sind, nur sehr zaghaft Herangehen, eine m ? Einkommenquelle zu beschränken. Aber beiden . <h m laut gestiegenen Hol ,preisen müssen auch die em^'UieÄi Länder enbüd) überlegen, "h ^ mit ihrer Tritt" lischt Raubbau treiben an einem Gut, das Vielleicht Hu^utdcr- bringlict verloren gehen kann, wenn die Zeirrttrscn ein» gegangen sind. Diese Tatsache sollte die Vcrir tti -i^eu zu mgen, den Zeitungen in der Not beizustehen uus-Lür- ser und Reich, an die ich gleichzeitig appelliere, müssen jie dazu veranlassen. Die Zeitungen können sich über die schwere Zeit nicht durch Export am Leben erhalten. Sie werden auch leider nicht überall als unentbehrlich angesehen und können ihre Preise nicht gleich denen für | Rohstoffe erhöhen. Deshalb erheben wir unsere Stimme, i um Reichstag, Reichsregierung und Landesregierungen vor dem Untergang eines Stück Volkstums zu warnen und bitten sie, von der Versicherung allgemeiner Teil­nahme und Sympathie zu Handlungen überzugehen, um dieses wichtige Gut für eine spätere Zeit hinüberzuretten.

l Lebhafter Beifall.) i

Die Erklärung der Regiernug.

Staatssekretär Hirsch gibt namens der Reichsregie- rung die Erklärung ab, daß diese das Bernssschicksal der deutschen Presse mit besonders lebhaftem Interesse ver-; folge. Sie sei sich der schweren Gefahr bewußt, die die j geuefte Papierpreissteigerung für die ganze politische und kulturelle Entwicklung des deutschen Volkes neben-1 tet. Noch vor Ei Omen her jetzigen Preissteigerung seien im ersten w / xr^br-e« ,'""'" etwa 150 heut«

Olaf schläft. Das kleine Gesicht lächelt im Schlum­mer. Die roten Lippen sind ein wenig geöffnet.

Die verzweffette Mutter beugt sich über paß Best, chen. Sie will es küssen, das süße Kindergesicht-- Da schaudert sie zurück.

Zwischen sie and Klein-Olaf schiebt sich eine bleiche Totenhand mit einem funkelnden Ring. Und «tue - hohle Grabesstimme summt in ihr Ohr:

^tatu! Kain! Hebe dich hinweg a»S der Nähe | deines unschuldigen Kindes, Brudermörderin!*

Und die Stimme wird lauter und lauter; sie dröhnt wie Drommetenklang die furchtbar anklagende Stimme des GewffsenS--

Mit einem Schrei sinkt Kartn M Boden. Das Be­wußtsein hat sie verlasien.

AlS die Tür sich hinter Karin geschloffen, verläßt Ebba für einen Moment ihre Selbstbeherrschung. Ihr ist, als wanke ihr der Boden unter den Füßen. Müh­sam schleppt sie sich hin zu der am Boden liegenden Gestalt.

Noch wagt sie nicht, den verhüllenden Mantel fort- zuziehen. Wenn die geliebten Augen sich .nzwischen für immer geschloffen hätten? Barmherzigkeit!

5 Endlich hebt sie mit bebenden Fingern den Mantel.

i llud ihr ist, als öffne sich vor ihr der Himmel mit all seinen Paradieswonnen.

Die geisterhafte Bläffe ist aus Gunnars Zügen ge-

wichen. Sein Atem geht tief und ruhig

iEr lebt!!"

Nicht der ToöeMch mai As, den sie ihm vorhin auf die Lippen gedrückt, nein - der Kuß frischpulsierenden Lebens.

Er lebt! Er lebt! Jetzt mag kommen, was da ' wolle!!!

Liebe ist die Krone des Lebens. Ohrn: Liebe ist das Leben nicht lebenSwert.

Nicht immer muß es die heiße Liebe »wischen Mann

lwe «ermngrn e^wcaa-^eu. Das sei in drei Mouaten tin Fünfundzwanz^fte! der deutschen Tageszeitungen tberhaupt. Die Bekürchiuna Ki nicht von der Hcncd zu vetsen, daß bei Anhalten -rr Preissteigerung dieser Zu- ämmenbruch ht verickariJm und beschleunigtem Maße vor sich gehen werde. Wohl sei die Preissteigerung im wesentlichen durch die allgemeine Teuerung bedingt, und lewitz würden Verleger und Leser sich an eine ander- veltige Bea:e?suna des Bezugspreises der Zeitungen ge- vöhnen müßen. Dieser Uebergang sei aber für die dcut- che Presse besonders schwierig. Die Regierung sei der leberzeugung, daß eine vielgestaltete, überall weitver­breitete Presse eine kulturelle Notwendigkeit für die deut« che Entwicklung sei. Die jetzige Preiswelle berge die ^efabr, daß ähnlich wie in anderen Staaten eine Uni- ormierung der öffentlichen Meinung durch wenige große Internehmungen eintreten könne, daß also die öffentliche Dtcinung damit in die Gefahr kommen könnte, einseiti­gen Interessen dieser Unternehmungen dienstbar gemacht tu werden. Die Regierung halte es für dringend not- vendia. diesem Prozeß entgegenzuwirken, soweit es im Rahmen der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung mögNch et Das gilt namentlich auch für die besetzten Gebieie, vo nicht nur die Teuerung noch schneller vor sich gehe, öndern vor allem die Presse ganz besonders große na= ionale Interessen zu wahren hat, die bisher von der iberwältigenden Mehrheit der Treffe in den besetzten Gebieten nicht immer ohne Gefahr in vorbildlicher Weise vertreten werben sind. Die kommenden Sommermonate

tttt» ohnehin für die Zeitungen die wlrtschaftNch schwier x itAfie Periode. Die Reichsregierung ist deshalb bereit, m tun, was angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage der Finanzlage Irgendwie vertretbar ist. Sie ist tus- »esondere bereit, aus den Boden des heute vorliegenden^ lrurags der Parteien zu treten und die Möglichkeit und! Wirksamkeit der versengten gesetzlichen Maßnahmen in! engster Fühlung mit den beteiligten gesetzgebenden Kör-

perschaftcn zu prüfer und schnellstens zu fördern. In­zwischen ist die Reichsregterung aber darüber hinaus be­reit, an die verwaltungsmäßigen Maßnahmen, über die in den Ausschutzberatungen eine gewisse Einigkeit er- ziell wurde, insbesondere auf dem Gebiet der Tarifpoli­tik und hinsichtlich her Heranrtebuna von Ausfuhrgewin- aea zur BerbtUtgurtg tm innern schon vor Ernunngnng' der in dem Antrag geforderten Maßnahmen heranzu- gehen.

Antrag Loebe wird sodann einstimmig angenommen.

Es folgt die Weiterberatung des

Etats des Reichsamts des Innern bet der GruppePolizei und Technische Rothilfe". Es ist ein Antrag der Linksparteien eingegangen, der Sachsen die Zuschüsse für die Schutzpolizei vorenthalten will, bevor dort nicht das Kommissarwelen beseitigt ist Ein anderer Antrag der Linksparteien will Bayern die Zuschüsse streichen, solange Bayern nicht aufhört, die Mörderzentrale zu sein.

Nach mehrstündiger Debatte vor fast leerem Hause werden die Anträge der Kommunisten auf Streichung der Ausgaben für Polizei und Technische Nothilfe abge­lehnt

Ctatansoröerungen für die GruppeKriegsgräber- fürkorge" werden ohne Debatte bewilligt.

Der Rest des Etats des Innern wird erledigt, eben­so das Diäteugesetz für die Reichsiagsabacordueten. durch das die Diäten auf monatlich 5000 Marl festgesetzt werden.

Auf die TageSordmrng der nächsten Sitzung soll eine

und Weib sein. Die Liebe des Menfchenzu Gott, de? Eltern -« dem Kinde, des Kameraden zum Kamera« den, des Schülers zum Lehrer, des Dieners zu seineq Herrn . . . oder auch die Liebe für einen abstrakte» Gegenstand: Die Liebe des Künstlers für seine Kunst, des Wahrheitsforschers für die Wiffenschaft, des Phu lanthropen für die gute Sache, des Patrioten fürß Vaterland eine einzige solche große Liebe ist iun stände, ein ganzes Leben bis zum Rande auszufülleq und all seine Energie und Tatkraft zu erwecken. Abe) ach, wie wenig Menschen sind einer solchen großen allumfassenden Liebe fähig! Die wahre Liebe ist ein Genius; sie vermag es, aus dem Menschen einen Hel> de« zu machen oder einen Märtyrer, einen Führe» der Menschheit oder eine Leuchie der Wiffenschaft: Jedermann birgt den Grundton dieses Genius in sichj aber nur wenigen ist es gegeben, zu diesem verborges nen Ton den richtigen Akkord zu finden, daß er in voller Harmonie erklingt und Glück und Segen sich her verbreitet.

Ebbas Natur besitzt den Genius Liebe in reichste» Maße. Seit Jahren war eS ihr Fluch, daß der votz ihrer Person ausstrahlende undefinierbare ZaubS Liebe bei den Männern erweckte.

Sie selbst jedoch ging unberührt durch diese sie um; lohenden heißen Flammen auch in ihrer allzh frühen, kurzen und ach, so unglücklichen Ehe und is ' ' lüls umgebenden Kreise frivole«

Sen, kurzen .

ganzen, sie damüls umg^ . .

lüsterner Männer- Erst, als sie Guunar von Helge» land wiedersah, nach Jahren stillen Leids da wußt« sie, was wahre Liebe ist: Dies wundersame Gefühl der Ausruhens in einem andern, dieses grenzenlose Ver­trauen, diese völlige seelische Gemeinschaft, die nichts hat voll wahnwitziger Leidenschaft oder dem Aufruhl der Sinne, die nur das Wohl und das Glück des Ge­liebten will. Und ihr Herz jubelte bei der Erkenn tu is< daß des Weibes höchstes Ziel auch ihr noch beschiedeu fei (Fvrt'.Tung folgt}