Schlüchterner Zeitung
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Kreisblatt
; Erschenrt 3mal wächestl. Drahtanschr.: KreiSblatt Schlüchtern. ; -Druck u. »«(eg Fa. S. Hohmeister,Schlüchtern. Berantwortl. • ischristleii. H.-T Hohmeister, Schlüchtern. Geschäftsstelle Drei- : rbrüderßc. ö. — Im Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung sd. : rVtrou'.sherre erlischt jede Verpflichtung auf Schadenersotz. •
M. 57
Amtliches Organ für Stadtrand Kreis Schlüchtern
Samsta«, 13 Mai 1922
W‘ÄW»»öl"
74. Jahrgang
«frevlet »©m Tage.
->« Warschauer Landtag wandte sich der Abgeord- ^te Spickermarm gegen die unerhörte Vergewaltigung 8 Deutschen in Polen.
«wische« dem Reichsverkehrsministerium und den MftöMtf(basten sollen demnächst Verhandlungen über ^ EMführung des Gedingeverfahrens bei der Eisen- beginnen.
Das polnische Bandenunwesen in Oberschlesien MU sich immer mehr aus.
Infolge kommunistischer Gewaltmaßnahmen be- dbloß die Daimler Motorengesellschaft in Stuttgart, rh- - M Bettieb auf 6 Wochen zu fchlietzen.
• Der österreichische Vnndesfinanzminister Gürtler to dem Bundeskanzler das Ersuchen um Entlassung M seinem Amte überreicht.
Auf einem Staatsbankett in Brüssel erwiderte der -mNische Könia auf einen Toast des belgischen Königs ^f seine Gäste, daß auch in Zukunft die Sumpathie ganz Englands mit Belgien sein würde.
iile nme an die iryanmorsflommW«
W
Die Reichsregierung hat unter dem 9. Mai an den Präsidenten der Reparationskommission die nachstehende Rote gerichtet, die in Paris überleben worden ist:
Nach den vorhergegangenen Besprechungen glaubt die deutsche Regierung aus der Note der Reparations- kommission vom 13. April entnehmen zu lernten, daß der Revarationskommission ebenso wie ihr selbst daran gelegen ist gewisse Mißverständnisse, 5' über die beiden vorher gewechselten Noten entstanden sind, zu beseitigen und durch vertiefte Besprechungen die Lage auch in sachlicher Hinsicht zu klären. Um diese Arbeit zu fördern, beehrt sich die deutsche Regierung folgendes mitzuieileu:
1. Es entspricht der Auffassung der deutschen Regie- tung, daß es grundsätzlich notwendig ist die gesamten in PMermark entstandenen Staatsausgaben durch Ein- Nmen aus Steuern und inneren Anleihen ohne Ver- mebrmtg der Geldinslation zu decken. Die deutsche Re- ÄietHtip erkennt auch an, daß es notne^ng ist, alsbald weitere Schritte für die Durchführung oreAS Grurw- -satzes zu tun. Andererseits wird es mit Rücksicht auf die Lage der deutschen Wirtschaft und auf die deutschen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dein Auslande unumgänglich notwendig sein, daß erhebliche, vom Reich in auswärtiger Währung zu leistende Zahlungen durch äußere Anleihen beschafft werden. Mit Rücksicht auf die erst in letzter Zeit beschlossene außerordentliche Erhöhung der Steuern ist es nicht möglich, dem Verlangen der Rc- parationskommission auf Einführung neuer Steuern rm Betrage von 60 Milliarden Mark vor dem 31. Mai 1922 zu entsprechen. Die deutsche Regierung ist aber bereit, vor diesem Tage derMeparationskonmussim'. einen ein- «ehenden Plan mitzuteilen, der das Ziel verfolgt, dem ^eingangs cmfgestellten Grundsatz Rechnung zu tragen.
2. Die deutsche Regierung nimmt gern Kenntnis davon, daß die Reparationskommission die Souveränität Deutschlands bei Feststellung seiner öffentlichen Ausga- vm sowie in Fragen der Besteuerung und in der allge- Äeinen Finanzpolitik guerkennt Sie nimmt ferner Kenntnis davon, daß die Kommissioy den Wunsch hat, sie deutsche Regierung bei der Ordnung der Reichsfinan- »en zu unterstützen. Sie wird zu diesem Zwecke der Re- rarasionskontmission alle Möglichkeiten für gewünschte Auskünfte eröffnen. Sie wird deshalb auch für die Dauer der Regelung ihrer Zahlungsverpflichtungen, wie dies die Entscheidung der Reparationskommission vom A. März vorsieht, mit der Reparationskommission über die von ihr geplanten gesetzgeberischen Schritte auf dem vorher bezeichneten Gebiete der Zünanzgebarung sich ins benehmen fetzen.
„ „3. Die deutsche Regierung wird sich im übrigen nach «Wien bemühen, den von der Reparationskommission M ihrem Briese vom 21. März ausgesprochenen Bedin- Mam zu entsprechen. Sie hält indessen an der Aufsas- M fest, daß einige dieser Forderungen unerfüllbar imd. I« diesem Zusammenhang bezieht sie sich auf das Z Schreiben vom 13. April gemachte Angebot der Kom- »niswn, „jeden praktischen Vorschlag zu prüfen, welcher von der deutschen Regierung zur Behebung der Schwie- ngmten, in denen sie sich befindet, gemacht werde".
Da durch die Konferenz von Genua mehrere Mit- v >eder der Reichsregierung geramne Zeit von Deutsch- E» Feingehalten wurden, ist es der deutschen Regierung L Mein Bedauern nicht möglich gewesen, verschiedene «r im Briefe vom 81. März gestellten Fristen einzuhal- ren. Sie ersucht die Reparationskommissivu, sich mit ei- angetnessenen Verlängerung dieser Fristen einver- 'mnden zu erklären. I. B. gez. Bauer.
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Die Mitteilung französisckter Zeitungen. daß Staats- 'ftretar Fischer die deutsche Antwort überreicht habe, ist Der Brief ist durch einen Beauftragten in das Mel „Astoria" gesandt worden. Es wird in Baris an- "kanilt, daß die Note ruhig und sachlich gehalten ist.
Die Auffassung der französische« SeuaLskommission. »-»Wie aus Paris gemeldet wird, ist m der Sitzung der ^ütatskommission für auswärtige Angelegenheiten zum Ausdruck gebracht worden, daß die deutsche Antwort alle Komplikationen, die man zum Verfalltage am 81. Mai vorausgesehen hatte, vermindert habe.
Die Reise Hermes' nach Paris.
£*« Pariser zuständiger Stelle wird erklärt, daß mit Ankunft des Finanzministers Dr. Hermes in Paris mibe der Woche oder spätestens am Montag gerechnet Dr. Hermes wird in der deutschen Botschaft Wohnung nehmen. Seine Verhandlungen mit der Revara- iMSkommission werden voraussichtlich mehrere Tage ^Auu. Nr btihtM sich ttiine.it hltiUkb noch bei {einer
sarmite im Haag und nicht in Paris wie vermmoene französische Blätter gemeldet haben.
Der Anleihevorschlag.
„Chicago Tribinre" schreibt: Nach dem Plane, der von der RepatätioirskomMission gülistig aufgeuonnnen worden ist erhalte Deutschland möglicherweise eine Anleihe von fünf MirliarSen Goldinark, die ihm die Möglichkeit gebe, sich seiner am 31. Mai und in den nächsten Jahren fälligen Be^/Sichtungen zu entledigen. Der Plan sehe vor, daß die Reparationskommission unb alle Länder, die an der Anleihe beteiligt werden, Ovligütio- Ke« auf 10 bis 26 Iah e ausgeben, die Deiltschiarrd garantiere. Deutschland werde den Zinsendienst für SiS Obligationen mit Hilfe verstärkter Jndustrietätigkeir uno der neuen Steuern gewährleisten. Man nehme an, daß die französische Regiernng mit dem Plane einver« starrden sei.
Me Entspannung in Genua.
t-t>Wie die „T. U* erfährt, wird an Berliner zuständiger Stelle die augenblickliche Lage in Genua mit einem gewissen Optimisnms beurteilt. Man glaubt, als sicher annehmen zu können, daß die Russen die gröbsten Steine des Anstoßes aus ihrer Note ausmerzen werden, sodaß der Weg für weitere Verhandlungen geebnet ist, die alsdann einen günstigeren Verlauf nehmen dürften.
Veriuittlnugsvorschlag in der Eigentumsfrage.
»-#> Der italienische Außenminister Schanzer erklärte in einer Unterredung mit Pressevertretern bezüglich des Arttkel 7 des Memorandums der Mächte, bei der Rückgabe des private« Eigentums handele es sich für Rußland um eine Prinzipienfrage, während es sich bei der ablehnenden Haltung Belgiens um ein rein wirtschaftliches Problem himdele. Man könnte sich auf diese Weise v. ,, -ndige«. Daß die Besitzungen in den Hände« des russischen StaaLs verbleiben, saß jedoch den früheren Auslandsvesitzer« ei« langjährige N«tznießnng gewährt i***** Die russische Antwort.
Die russische Antwort besteht aus 20 mit Schreibmaschine eng beschriebeuen Seiten. Sie ist von einem Bries begleitet in dem Tschrtscherir ^'-klärt, die Antwort basiere auf den Prinzipien von Cannes. Es werben dann die 13 Artikel des Memorandums einzeln geprüft. Bej 8 1 wird bemerkt, daß die Bestimmungen betreffend bis politische Propaganda und die Richtinteresfierung bei Sowjetrepublik an der Orientfrage nicht angenormneu werden können. Auf den zweiten bis vierten Arttkel, die sich auf die alten Borkriegsschulde« RuUands beziehen, stellt die Antwort das Prinzip der Anerkennung auf, aber es wird dabei bemerkt. daß diese Schulden folangc nicht bezahlt werden können, als die Sowjetregierung die nötigen Kredite nicht erhält. Auf den fünften Artikel wird geantwortet, die russische Regierung betrachte die Rückzahlung ihrer Schulden an den Kleingläubiger als Ehrensache, könne aber so lange nicht bezahlen, als sie keinen Kredit erhalten habe. Auf den 7. Artikel beltef= | send der Rückerstattung des Privatvesiftes führt die Antwort zuerst die Geschichte der S -zialisierung dieser Besitzungen an und bemerkt, daß während der französischen Revolution das Privateigenttkm ebenfalls konfisziert und nie zurückerstattet wurde. Aum die Entschädigun- aen wurden damals nicht bezahlt. Die russische Delegation schlägt daher vor, diese Frage einem Sachverständig genausschuß zu übertragen und inzwischen an die Erör, ■ terungen der übrigen Punkte zu gehen.
Tschitscherin über die geforderten Kredite.
^ Tschitscherin erklärte gegenüber dem Korrespondenten des „Neuyork Herald" daß die von Rußland ver- : langten Kredite ausschließlich für den Wiederanfba« der > Industrie, des Transportwesens nnb der Landwirt- । schaft verwendet werden sollen. Zur entsprechenden Ausbeutung der brachliegenden russischen Kulturschätze I sei vor allem amerikanisches Kapital imstande. Die Re- - gelung der amerikanischen Interessen in Rußland und die Anerkennung der Konzessionen sollte jedoch Gegenstand besonderer Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten werden. Der Bestand der Roten Armee ist von Tschitscherin auf 1% Million Mann angegeben worden Wenn die anderen Mächte abrüsten, werde auch Ruß- । land seine Armee reduzieren.
> Französische Hoffnungen.
r-c-Am Mittwoch nachmittag fand, wie aus Paris ge. meldet wird,, eine Sitzung der Senatskommission für auswärtige Angelegenheiten statt. Der Präsident der Kommission berichtete über die Unterredung, die er vormittags mit Poinearee über die Lage gehabt hatte. Ueber die verschiedenen Fragen der Konferenz von Genua hat die Kommission keine Beschlüsse gefaßt, da die Sitzung den Charakter einer einfachen Unterredung trug. Die Stimmung war aber eine weit günstigere als bei der letzten Versammlung vor acht Tagen, und zwar infolge der besseren Beziehungen zwischen England nnb Frankreich und der Aussicht, die man nach den letzten Beriü)-- ten in Bezug auf einen Erfolg der Konferenz von Geu«a haben darf.
RnhLgebiet — Mas»re«.
Das „Weißruthenische Preßbureau" in Kowno meldet laut „Grenzlanö-Korresp." aus Warschau: An die Spitze der chauvinistischen Hetzpropaganda gegen den deutsch-russtschecr Vertrag hat sich nunmehr auch der polnische Generalsiabschef Sikorski gestellt. In einer Brandrede beschuldigte er Deuttch'land und Rußland kriegerischer Ltbsichten gegen Polen, der Vertrag bedrohe 'die UnabHäugigkeit und die Existenz des polnischen Volkes. Von Abrüstung könne keine Rede sein. Die heutige polnische Armee sei schon zu schwach, um einen Druck von Sorben, Westen und Osten anszuhWen. Nur die rücksichtslose Durchführung des Berfailler Vertrages sönne Polen Erlösung schaffen. Dabei müsse Polen das Reckt haben. Einerseits Sanktionen militärischer N«kr*
gegen PrenOu r) anzuwenoen. Noch deutlicher wuror diese Forderung Sikorskis auf dem Parteitage der vol- niscken Volkspartei, an deren Spitze Vitos steht, formuliert. auf dem eine Entschließung angenommen wurde, worin im Falle einer Besetzung des Ruhrgebie- tes durch Frankreich „eine parallele Aktion durch Polen^ gefordert wird. Der französische Vormarsch ins Ruhrgebiet müsse automatisch den volnischeu Vormarsch nach tNasuren auslösen.
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Beratung des kisenSagnAals.
206. Sitzung des Reichstages.
Präsident Löbe eröffnete die Sitzung mit einem Nachruf für den verstorbenen Abg. Hui (Soz,), der von den Abgeordneten stehend angehört wird. Zur Juter- vellatton der Volkspartei tiber die bevorstehende Neu- tralisierung der Rheinlande wird die Regierung innerhalb der gefchäftsordnungsmäßigen Frist Antwort erteilen.
Zur zweiten Beratung kommt hierauf der Hanshalt des Reichsverkehrsmini stermm s. Der Ausschuß hat die Einnahmen aus dem Gifterverkehr mit vier Milliarden Mark höher angesetzt als die Regierungsvorlage, nämlich auf rund 87 Milliarden Mark, bei den höheren Beamtenstellen dagegen viele Streichungen vorgenom men. Andererseits beantragt der Ausschuß bei den Kinderzulagen und den Ausgaben für Vermehrung der Wohngelegenheiten für Bahnbedienstete wesentliche Erhöhungen. Der Ausfthutz ersucht die Regierung in mehreren Entschließungen, in den Industriegebieten für den Arbeiterverkehr einen Bororttarif einzuführen und den Vororttarif auch im Interesse der Siedlungen auszu- behnen und den Betrieb der Schlafwagen und der Reisebüros wieder selbst zu übernehmen. Der Ausschutz iüL Bildungsweseu beantragt außerdem Fahrpreisermätzi« gung für den Besuch von Religionsunterricht, für Veranstaltungen der Jugendpflege, für gemeinnützige BtL- dungsanstalten und für Lehrlinge. Ein Regierungs- vertreter warnt vor diesen Anstrengungen, ehe die finanziellen Wirkungen feststehen.
Abg. Vrnnner (Soz.) verlangt von der Verwaltung größeren Geschäftssinn. Er kritisiert die im An chlutz an den Eisenbahnerstreik vorgenommenen Beamtendis-
wollen.
Abg. Höfte (Ztr.): Der gegenwärtige staatsbüro- kratische Betrieb der Eisenbahn kann nicht die Betriebs- form der Zukunft fein. Andererfeft lehnen wir eine Privatisierung der Eisenbahn entschieden ab.
Abg. Reichert (d.-n.) warnt vor der unerträglichen Belastung der IndusMe durch unsere Gütertarifpolittk. Diese Politik müsse von Grund auf geänSert werden. Jedenfalls habe die neue Reichseisenbahnverwaltung das noch nicht zu leisten vermocht, was der alte Staat dank der in ihm Lerrichellden Autorität zu leisten vermochte.
DonumRag: Weiterberatung, außerdem Arbeits- heitgesetz für den Kohlenberabau. <
Bom Dotschafterr«.
L-K Die Pariser Bottchafterkonferenz, die am Mittwoch ügte und an der auch Marschall Foch und Gerwrak Wey- tand teilnahmen, besästiftigte sich mit den Berichten der mteralliierten Kontrollkommission über die Vorgänge in kberschlesien, vor allem über die kürzlich entdeckten neuen Vaffenlager. Die Berichte werden am Donnerstag an sie interalliierte Kontrollkommission in Berlin zur Kenntnisnahme weitergegeben werden. Außerdem setzte her Botschafterrat die E«tschädign«gssnmme fest, die den Vereinigten Staaten infolge der Zerstörung der Zeppe- itne, die die deutsche Regierung an Amerika hatte aus-, iiefem müssen, zugewiesen werden soll.
ireuhchtailÄ (wßMhanSWMuailj.
Als im Dezember vorigen Jahres sich die bisherige Passivität der deutschen Handelsbilanz vorübergehend in ein aktives Stadium verwandelte, glaubten Optimisten aus diesem bescheidenen Aktivum, das noch während der nächsten beiden Dlonate anhielt. Schlüsse auf die beginnende Gesundung der deutschen Volkswirtschaft ziehen zu dürfen. Wer Einblick in den Ablauf der wirtschaftlichen Geschehnisse hatte, wie sie sich unter dem Zwang der deutschen Reparationsverpflichtungen gestaltet haben, konnte diesen Optimismus nicht teilen. Die Tatsachen gaben dieser Auffasstitlg Recht. Unsere Handelsbilanz, die vom Dezember bis zum Februar aktiv war, ist im März wieder passiv geworden, und alle Anzeichen deuten darauf hin, daß dieser Prozeß in Zukunft Fortschritte machen wird.
Wer diese für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft außerordentlich wichtigen Vorgänge richtig verste- ben will, wird guttun einen Rückblick auf die Ergebnisse des deutschen Außenhandels während der letzten Monate zu werfen. Jnr August vorigen Jahres übertraf der Wert der Einfuhr den der Ausfuhr um 2,7 Milliarden, im September um 3,1, im Oktober um 4,1 Milliarden Mark. Dann aber trat ein Umschwung ein. Im November belief sich der ©infuhrüberfchuü nur noch auf 366 Millionen Stars, und im Dezember wurde aus der passiven eine aktive Handelsbilanz: der Wert der Ausfuhr überroog den der Einfuhr um 766,2, im Januar 1922 um
1761 Millionen Mark, im Februar nur mehr als Millionen Mark.
So erfreulich an sich die Ergedtttsie dieser drei nate ivaren, so begründet die Genugtuung über die übergebende Stabilisierung des Markkurses war
2500
Mo- vor- (der dock Bor
Dollar verharrte am 190—200), so sehr minderte die Erkennwis der wirklichen Ursachen alle an diese _ gange geknüpften Hofftmnqen auf ein Minimum herab. Denn Sie Aktivität jener drei Monate konnte nur mit
einer außerordentlich starken Einschränkung Einfuhr von Rohstoffen und Lebensmitteln er
g unserer kauft wer-
den, einer Einschränkung, die einer gefährlichen Erschöp- Oma unterer RohstoffyprrNe Ub Ekiekt aleickkam «»b