Schlüchterner Zeitung
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Kreisblatt
: Erscheint 3mal wöchentl. Drahtanschr.: Kreisblatt Schlüchtern. ; '.Drillt u. Verlag Fa. T. Hohmeister,Schlüchtern. Beramwortl. • iS^riftltit. H.-T Hohmeisier, Schlüchiern Geschäftsstelle Drei- : jbrübtrftr. 9. Im Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung pt. | «Strcmfpent erlischt jede Berpflichtung auf Schadeneisatz. *
Amtliches Organ für Stadt und Kreis Schlüchtern
Nr. 6!
Dienstag, 23. Mai 1922
74. Jahrgang
Der Direktor Scheller der Filiale Jchenhausen der >«ierische« Vereinsbank erschoß sich in Anwesenheit sei- sämtlichen Beamten im Büro und) einer langen Un- neduna urit dem Direktor der Münchener Zentrale, ftic Anfklürnna des Falles liegt bis jetzt noch nicht vor.
M Plane« sind 24 Schulkinder nach der Quäkerspei- mg erfrtntft Eine Untersuchung ist eingeleitet.
, Die Schießereien in Belfast begannen von neuem. M wurden vier Zivilisten getötet und mehrere oer= Mit&et Auch von der Polizei wurde ein Beamter ge- und einer verwundet.
Die feierliche Unterzeichnuua des Kirchenbundver- Ms wird am Himmelsahrtsmge in der Schloßkirche zu 'tteuberq stattfinden. Zur Feier dieses kirchengeschicht- h Aktes werderr zu dieser Zeit in sämtlichen cvange- Ken Kirchen die Glocken geläutet werden.
Der Profeffor am Pariser Institut Paste«r, Dr. La- M, ist gestorben. Er entdeckte im Jahre 1880 den Ba- W des Sumvffiebers.
Die Schlußsitzung in Genua.
Dr. Rathe««« faßte in seiner mit lebhaftem Beifall isgenommenen Rede das Ergebnis der Konferenz in ltt ausgesprochene Wahrheiten zusammen. Die ge- mte Verschuldung der Länder sei zu groß im Ver- Ms zu ihrer produktiven Kraft. Es bleibe nur der eg übrig, der von den einzelnen Wirtschaftsobjekten üs deschritteu werde, wenn ihre Verschuldung die pro- iMveu Kräfte übersteige, nämlich der Weg der Sanie- iiifl und des SÄuldermbbaues. Somit sollte jedes nib, das Zahlungen zu empfangen wünscht, den Schuldem solche Erleichterungen der Einfuhr gewähren, die es nett ermöglichen, den geschuldeten Betrag ohne willkür- be Erhöhung zu leisten. Die Wirtschaft könne erst wie- ToefteUt werden, wenn ein imponderabiler Wert wie- i gewonnen ist, nämlich das wechselseitige Vertrauen, as Vertrauen kann aber nur wiederkehren, wenn die 6t im wahren Frieden lebt. Der heutige Zustand r WeU fei nicht Frieden, sondern ein Zustand, der ei- m Kriege ähnlich ist Jedenfalls sei es kein vollkom-
tuet Friede. Nur durch das 3usammenwirken aller öc« okonomuchtu und WelLproblemer könne eine « Bewegung berbeigeführt werden. Das erste Opfer nzu wird in dem allgemeinen Abbau des Brrschnl- l-Mreises M suchen sein. Das weitere Opfer besteht bei gemeinsamen Aufbringung großer neuer Mitrel r den Wi^eraufbau. Dies sei auf dem Wege aUge- einer und wechselseitiger Kredite, es sei auch auf anten Wegen möglich, deren Erörterung zu weit führen tote. Daß die Konferenz zur Erörterung dieser Fra- «geführt habe, sei eine Tatsache, die in der Geschichte «opas unvergessen sein wird. Ein weiteres hrstort- tb Ergebnis der Konferenz erblickt die deutsche Dele- tio« m der Anuähernnq des großen, schwer ertränkten ißsche« Volkes an den Geist der westlichen Nationen, »ich manche Aussprache hat Deutschland stch bemüht, i<r Annäherung der beiderseitigen Gesichtspunkte ber- Neu. Deutschland hofft, durch Fortsetzung der ber- lieitigert Besprechungen das Werk des Friedens zwt-
« Ost und West zu fördern.
Hierauf umckte Tschitschert« einige Anmerkungen zu c russischen Aenderung gegenüber dem Bericht der iWaftskommifsion.
Dann wurden die Beschlüsse der Wtrtschaftskvmnm- n, d. h. Punkt 2 der Tagesordnung, angenommen.
Der Prästsest der ersten Kommission SckaALer er-
Haltete sodann Bericht über die Befchliine öieier Kom- tnission bezüalich der Berweisuna der Verkfandlungen mit den Russen nach dem Haag.
Als erster Redner in der Diskussion über den Bericht der ersten Kommission ergriff der Vertreter Hollands das Wort.
Als erster Delegierter der verschiedenen Staaten, die für die Verhandlungen in Betracht kommen, erklärte Tfchitscherm namens der russischen Delegation, daß die russische Delegation unter Aufrechterbaltuna der bereits tn der Kommifsionssitzung geäußerten Reserven die fedh- Klauseln der Resolution annehme.
Es folgen die Annabmeerklarungen fämtlrche in Be tracht kommenden Länder, auch Frairkreiche und ilte giens.
Hierauf ergriff unter allgemeiner Spannullg der gesamten Delegationen Lloyd George das Wort zu einer großen Schlußrede, Er führte aus: Wir hatten hier nicht Kur gutes Wetter, wir hatten auch Unwetter und Sturm, aber kente endet alles uuter wolkenlosem Himmel. Alle Arten Wetter sind notwendig, wenn es eine gure Ernte geben soll und die Genueser Ernte ist gut. Schon allein die Arbeit der dritten Kommission bildet eine ausrei chende Rechtfertigung für die Konferenz. Ein jeder von uns muß bei seiner Heimkehr denen, die die Geschäfte ihres Landes leiten, davon Kenntnis geben und dadurch die wirtschaftliä)en Bedingungen in Europa zum Wiederaufbau herstellen. Das wirkliche, ich will nicht sagen Interesse, aber wirklich aufregende Moment der KPn- ferenz konzentrierte sich auf die andere Frage, die Be- ziehuuge« Rußlands zu der übrigen Welt. Zum ersten! Male hat Europa diesen Schwierigkeiren ins Auge gesehen und ist nicht zurückgewichen. Wir haben beschlo,-- fen, damit fortzufahren. Das ist die ermutigendste Ent- fcheidnna dieser Konferenz. Wir sind nicht so weit gekommen, wie die größten Optimisten erwarteten, aber wir sind weiter als die Zweifler hofften und ahnten. In diesem Zufammenhang möchte ick ein Wort über das russische Memorandum sagen. Ich will nicht ine Streitigkeiten verlängern, ich weiß nicht, welche Wirkungen das Memorandum tn Rußland hatte, aber ich wein, dan diese Wirkuna außerhalb Rußlands verhängnisvoll war. Es ruft eine Reaktion gegen den Wunsch meiner Regre- rung hervor und wenn es das letzte Wort der ruisuchen biegieruna sein sollte, so würde ich a^de» Ansuchnu^tzer, »aaaer Beratungen verzweifeln Wenn Runland »Titel erhalten will, darf es nicht die Gefühle oder, ane’ es andere nennen, die Vorurteile der Welt verlegen - We'ches sind die Vorurteile? Das ist erstens, daß wiri in Westeuropa für gelieferte Waren Bezahlung eryal-, ren, das zweite ist, daß wir erwarten, daß das geliehenef Geld zurückgegeden wird, daß wir jemand, dem wir be-f reits Geld geliehen haben und der um weiteres ®eh> Mler, fragen: Wollen Sie Ihre Schulden bezahlen?- Wenn er erwidert: Nein, es ist mein Grundsatz mdite zurückzuzahlen, so verbietet sich für die westliche Anschauung, diesem Jemand neues Geld zu leihen. Diese- Vorurteile sind ein altes Erbteil der Menschheit, das sich nicht auSrotten läßt. Wir haben den Frredenspakr unterzeichnet. Es ist zwar ein promsorrscher Pakt. Wnä er nur für Monate Geltung haben? Nein, ernt mehr als dies. Wir haben uns zu dem Friedenszustand unter^ den sich vergleichenden Nationen entschlossen. Wrr Qaben. auf dieser Konferenz durch den Pakt, den wir heute an-^ genommen haben, uns dem Zepter des Frieden», in Ebr-, furcht gebeugt und dem Frieden geMildigt.
Barthon, der nach Lloyd George das Wort ergriff,, führte aus: Wir babe« unsere Aufgabe, erfüllt, aber die-
gefaßten Veschlüste werden nichts als Worte fern, wenn die Regierungen nicht die Absicht haben, aus tien Worten Realitäten zu umchen. Ich bin in noch schwierigerer Lage als Llond Marge, Ich fand mich zu offiziösen ; langwierigen Beipreckirutzen mit der russischen Delegation bereit, um so durch einen Willensakt die Loyalitin der französischen Regierimg festzusteüe«. Später sind diese Besprechungen abgebrochen worden. Die Stunde ist noch nicht gekommen, die Verantwortung festzustellen. Wenn ein Redner gesagt hat, die Genueser Konferenz frebeate eilte Etappe, so ist damit gleichzeitig gesagt, daß wem für einige Angenblicke anders gesackt bat Es Kommt nur darcutf an, daß wir von dem Willen zum Norwärtskomtneu beseelt und. Der Außenminister der i deutschen Republik mag sich beruHigen. Ick überbringe ; iHm noch einmal das Wort Frautteichs und erkläre vor
be* 33 hier vereinigten Staaten, daß Frankreich, das bar Krieg nicht gewollt, glühend nutz leideuschaMich den Friede« will.
Im Verlaufe einer Reihe von Schlußworten der verschiedenen Delegationen bemerkte Tfchitscherm, man könne nicht verhehlen, daß die Konferenz nicht in allen, Punkten dem in der Eröffnnngssitzung verkündeten Grundsatz „Keine Sieger, keine Besiegten* entsprochen hätte, wie auch die praktischen Erfolge der Konferenz nicht ganz den großen Hoffnungen der sich nach Frieden sehnenden Völker entsprochen hätten. Zu den Aussüh- i rungen Lloyd Georges über die Kluft zrvifchen der west- I lichen und der russischen Aufß.nung über das Eigentum erklärte üfdiitnberin, diese Ausführungen würden das mfsische Volk ebensowenig bekehren, wie die weitzetl Truppen es vermocht hätten, die verschiedentlich in Rußland eingefallen seien. Trotzdem aber hält die russische Delegation an ihrem aufrichtigen Bersöhnungswillen fest
dtaÄöem noch Bratiauu für Rumänien gefprodien hatte, hielt de Facta eine, große zusammeufassende Schlußrede, die in die Worte ausklgug: Die geistigen und politischen Nachwirkungen der Konferenz oou Genua auf den Gang der Entwicklung des Lebens der Völker werden sich mehr und mehr bemerkbar madien. Der Geist der Universalität und der Befriedigung wird die europäische Politik von morgen beherrschen müssen. Mit dem BurfriedenSpakt, selbst wenn er nur provisorisch und zehnteilig ist, ist aus Genua eine Friedeus- tosikug gekommen, nie das 5. .«w der glühendsten Re- gmyMt unserer Herzen ist und die nicht untergeben sann, da sie von den europäischen Völkern gehört wor-. heu ist.
Die Abreise a«s Geuva.
>* Die deutsche Delegation reift Sonnabend vormittag um 10 Uhr aus Genua ab. Der Pressechef der Reichs-' Legierung, Oscar Müller, ist bereits Freitag abend abgefahren, wird also am Sonntag früh wieder in Berlin sein.
Eine ttnterrednng mit dem Reichskanzler.
w Ein Mitarbeiter der „V. Z." hatte Gelegenheit, mit dem Reichskanzler Dr. Wirth vor fktuer Abreise aus Genua zu sprechen. Aus die Frage ho Pressevertreters an den Reichskanzler: „Wie ist Ihre Ansicht über die Hanger Konferenz?" antwortete Dr. Wirth: „Wir find offiziell nicht daran beteiligt. Wir können aber im Interesse Europas nur wünistfeu, daß eine Einigung rasch zustande kommt, die es Rußland ermöglichen würde, wieder auszuleben. Deutschlands Rolle bleibt dieselbe Wie wir es in Genua getan haben, werden wir es auch in ;intimst tun. Wir werden woem, der unsern Rat benötigt diesen neben. Wir haben es in Genua bewieiem
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Sich " aus dem Baun wehmutsvoller Erinnerungen $<*, wacidte sich Oberst Nardeck jetzt der Tochter gehobenen ton« zu -Ich bringe Dir gute Nachricht, Kind. Jawohl, $ habe nun doch etwas für Dich tun können und nichts “ * Er richtete sich höher auf, als er mit starkem mbHein weiter sprach: .Ich habe auch heute noch 'ertoolle BeWehungen, hochstehende Freunde. Kurz und gut, ' konnte basu beitragen. Deinem Günter den Oberbüraer- asterposten tn R. zu sichern.
Marions Augen bitten in stolzer Freude. .Du lieber ^ter Papa. Günter hat ihn so sehr gewünscht.*
»Unb wLd ihn prächtig ausfüllen, er ist ein tüchtiger
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und ehrgeizig, rote er sein soll. Der erst ret Heirat rückt also damit ziemlich nahe, bäte den Hochzeüstag bestimme« können, vor- reigich, daß Tante Dina nun ausführt, was sie . ^^ ,m Kinn« hatte, sobald Westerot zu Amt und Brot
Marions Stirn faltete sich. .Muß es fein, Papa? Ich "°chte so ungern ihr etwas zu danken hab««.*
.Närrchen, da hielt ich Dich für gescheiter. Glaubst Du N Westerot wird in einer exponierten Stellung ohne die "Egen Mittel ein Haus machen sönnen und wollen? Ich, s M*g t weiß, welch ein unnachsichtiger Oger die Reprä- . Nation ist, kenne auch die Opfer, die sie fordert. Man 1,11 ""geht ihnen um so weniger,
man ist.
mnite Marion auf.
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,.. «Die Siebe steht ihm höher, ,-uiunt xianuu auj. M haben uns lieb, das darfst Du nicht vergessen. Wir °tnken mehr an unser Herzensglück als---
Erschrocken hielt sie inne. Da hatte die Erregung sie einer Unbesonnenheit fortgerissen. Der Vater vertrug nie eine Widerrede, ©am bereit, ihren Fehler gut zu ^cn i«t> sie ihn schüchtern an.
Al-ce nkiati cen, läclrike er sogar: „Das
M »M krtjuM ^m etu muun MC U*U# »er MhM in dem
Ehebunde die ziveile SleUc anzuweisen. Aber Hand in Hand mit der Vorsicht sollte sie gehen. Richt nur an uns, an das Glück der Gegenwart sollen wir denken, sondern auch an die, welche nach uns kommen.* Er seufzte leise und blühe der Tochter mit einem kleinen verlegenen Lächeln in das erwartungsvolle Gesicht. »Ich selber habe da vielleicht manches versehen, um so mehr schätze ich die Uebertegung an Westerot.*
,5)u bist mein guter Papa, aber Du mußt nicht sagei^ Günter sei vornehmlich Berstandesniensch.*
,®o stark drücke ich mich auch gar nicht aus. Dem widerspräche schon seine Werbung uni ein von Haus aus mittelloses Mädchen. Er würde sich hingegen nie zu einer Unbesonnenheit hinreißen lasten, und diese Kaltblütigkeit imponiert mir gerade an ihm. Sie leitet viel sicherer, als toB» köpsige Leidenschaft. Der Führung dieses klugen umsichtigen Mannes durste ich Deine unerfahrene Jugend getrost anver- trauen.*
.Dein Vaterhaus mag Dir jeden Tag genommen werden bei meiner unsicheren Gesundheit, und deshalb habe ich nun alles getan, Eure Verbindung zu beschleunigen. Will nun Tante Dina ein übriges tu«, laß Dir's gerne gefallen, kleine Marron. Wer stände ihr denn auch näher, als Eberhard und Du?*
.Sie hat doch noch andere Venvandke, Papa.*
Er zuckte die Achseln. .Seitenlinie, d«e selber begütert ist. Sie macht sich auch gar nichts aus den andern."
„Na, ich weiß nicht, Papa. Bella zum Beispiel ist oft zu Besuch bei ihr.*
.Es scheint Dir wichrhastig Freude zu machen, an Deinen guten Aussichten zu zweifeln,7 versetzte der Oberst, sich erregend. ,ßum Kuckuck, und wenn diese Bella das lange Jahr durch bei der Tante hauste, in ihrem Herzen ist Eberhard absoluter Alleinherrscher. Sie hat ja an dem Jungen völlig ihren Narren gefressen, so zu sagen, und ich habe mit eigenen Ohren gehört, daß er ihr Erbe sein würde. Seinetwillen wird sie auch Dich berücksichtigen. Also Glück auf, Frau Ober- bürgermeifterin," schloß er in heiterer Zuversicht.
Clarion drückte dankbar sein» «ungehaltene Hand. Dabei aber zog ein versonnenes Lächeln über ihr junges Gesicht. Was der Patht von Günst^ gesagt, mochte richtig sein und isbuübai. tu aber liebu äup«vw an wrem «was: Wu warmen
Klang seiner Stimme, seine leuchtenden, zärllicheu Auge«, die ritterliche Liebenswürdigkeit seines Wesens. Kenntmsie, ehr» geiziges Streben nach einem hoben Ziel, geziem« sicher dem Mann, dennoch hatte sich ihr die Frage: was kann, was ist Günter, kaum aufgeworfen. Sie liebte ihn wie das So«ne«- licht, dem die entfallende Knospe sich naturgemäß juroeubet, wie eine Lebensnotwendigkeit, die ungeahnte Kräfte in ihr zeigte.
Während sie noch dem Glück dieser inftinlliv«« junge« Liebe nachträumt«, das ihr viel mehr galt als die künftige Lebensposicion, stürmte der junge Leutnant Eberhard iu8 Zimmer.
.Pardon, da störe ich wohl eine Gerichtsverhandlung; hast Du auch mal was angeftvtet, Du weise Törin?* De« Pater mit tusrig pvinkernden Augen zunickend, richtete er Pianons Köpfchen am Kinn empor und sah ihr bann betroffen in das verktärle Gesicht. Ja, ivie siehst Dn den» aus, war etwa das Glück bei Tir? Was hat's denn gebracht's*
.Papa wird s Dir sagen, und baun bitte ich mir eine ehrfurchtsvollere Behandlung aus, Du Schling«!.*
„Freilich, Denier Schwester Hochgest steht »« der Tür und damit wird sie, als Frau Oberbürgermersteri«, AehrettS- person,* sagte der Oberst launig.
.Wirklich? Haben sich Eure Aussichten s» schnei teflitt Wer doch auch schon so weit iväre.*
Marion lachte^ .Sei erst ein Mann, wie #tata.‘
.Wenigstens Oberleutnant*, meinte Oberst Nardeck sich erbebend. Dem schlank ansgeschoffenen Sohne die Hemd auf die Schultern legend, fügte er hinzu:
.Haft wirklich noch feine Eile, ich selber habe erst ahl Rittmeister gefreit *
.Weiß ich von Sante Dina, des Bttzpiels halber »rMM sie's aber nicht glaub' ich "
(Fvrsiepnng folgt.)
Denkspruch.
UerliAt im Uertrauen i|t Allerdings netwendig, aber noch n* «xiiMgcr Uerjxbi im mißtrauen.