Wuchterner Zeitung
^0»Ö»pifcW|mWK<h 8 Mark. freibleibend, , Wch ^cirn mS H^uS 1.00 Mark Trägerlobu. An ! «eiomyrei» tz ww /ulspuM,; 2. Mk., Reklamen J> Mk.
' nach ^«ns -- PoftichrckloiUo Frankst- t« M. i; 402.
P^ntonu: DrrSdmr Ban! Schlüchtern, Fernhir-cher Nr. 85-
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Amtliches Organ für Stad^t und Kre^is Schlüchtern
«7. 70
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Dienstag, 13. Juni 1922
Als der Dreibund entstand.
U»K dem dritten Band der Atteuverbffentlichung des Auswärtigen Amtes „Die große Polttil der europäische« Stabinette 1871 bt» 1914", der dem Vismarcksch«» Bündnissystem gewidmet ist, der- fenbel dieDeutsche Verlagsgejellschast für Politik und Geschichte in Berlin jetzt die Aushängebogen bet ersten drei Kapitel (1879 bis 1882).
KrieasauSbrnch war der Dretbundvertrag ein Mmtrvrlßte. daß er bestand, er beherrschte die Politik, aber man kannte ihn nicht genauer., «l« Italien gegen seine Dreibundpartner in den Krieg wurden einige Artikel des Vertrages veröftent- ^^and nach der Umwälzung brächte das Pribramsche über die österreichischen Geheimverträge den vollen ant Die neue Dokumentenverössentlickuna des Zuswärttgen Amtes bringt nun darüber hinaus eine von Einzelheiten, die erneut zeigen, mit welchen er&ten mm beim Zustandebrmgen des nisses im eigenen Säger zu kamplen hatte. Nur onnte sich Kaiser Wilhelm überwinden, einen schließen, dem die Spitze gegen den traditio- Men Freund Rußland nun einmal zu eigen war. Hell Mucktet wird die ganze Situation durch einen Brief Msmarcts aus Gastein an den Botschafter in Wren, Brinz Heinrich VII. Reutz vom 17. September 1879. we- «ige Tage vor der Wiener Zusammenkunft Bismarcks mit Andrassy.
Als Ergebnis meiner Anstrengungen kann ich we- Wiens konstatieren, daß nicht nur S. Konigl. Vvhe.lt Kronprinz, sondern auch das preußische Staatsmr- .„.erium, der Feldmarschall Graf Mottke und alle Per- önlichkeiten von Bedeutung, auf deren Rat der Kaiser cht legen könnte, mit meinen Bestrebungen rückhalt- ; los einverstanden sind. Ick hoffe danach, daß die Abner- S. M. des Kaisers gegen die zu fassende Entschlie-. . nachdem sie schon jetzt wesentlich modifiziert ist, Zietzlich vollständig schwinden wnt s. M, liebt es Werhallpt nicht, in politischen Fragen von solcher Trag- write bindende Entschlüsse zu fassen: namentlich aber ist LM Kaiser der Gedanke »loch immer nicht et tganglidb eine rein defensive Verabred-mr -rcht " aggres- . Spitze haben und da diese Spitze ausschließlich gegen gerichtet erscheint, so bleibt Seine w^eftät bis- «nter dem Eindruck, mit dem Abschluß einer derar- l Koalition" gegen Rußland eine „Perfidie" gegen Kaiser Alexander persönlich zu begehen. Nach Mei- er. Majestät müßte unser Abkommen io gefaßt ; bog es dem Kaiser Alexander amtlich mitgeterlt , sterben könne, ohne Hörüsidenselben zu verletzen oder ' «wß^nforberit; das sei aber nicht möglich, so lange AManö als der einzige Gegner genannt werde gegen ; »nt Casus fvederis cintreie, Herr von Zulow schreibt mir, daß Aussicht zur Erlangung der Genehmigung deß s Kaisers vorhanden erscheine, wenn das Defennvbuudms generell geschlossen würde, ohne darin Rußland zu neu- ■ »en. Ursprünglich war dies mein eigener Vorschlag, wie ich ihn dein Grafen Andrassy machte: letzterer taub aber Bedenken im Hinblick auf die Auslegung, daß kiesterreich-Urigarn und das Elsaß garantiere, ein Ge- dankc, der weder populär im Inlands sei, noch Englands Billigung aus Rücksicht auf die französische Freundschaft dabei? werde. Auf diese Weise kommen wir zu den Gr'mdzügen die ich Eurer Durchlauchi unter dem 12. y. Ms. Mitteilte. Sollte es möglich sein, das mehr gemüt- : Me als politische Widerstreben des Kaisers gegen die ^ennuna Rußlands zu überwinderu. so denke W. wirb |
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vörnenwegi
Roman vE E Dt - ksek.
einiger Zeü durch gefärbte Liebesgläser sieht, während mit meinen klaren unbebrillten Auge» die fade Wirklich-
I^NschdrAE A-kV-ktN«)
„D« tust gerade, als ob ich eine Todeskandidati» setz m »h den« überhaupt was von Krankheit?" rief Bella iT«i»L „Bloß einen belebenden Wechsel brauche ich, weüer Gm gescheiter Gedanke von Tante Dina, mich ein-- | Maden. B»! rhr riesig dankbar, trotzdem ich eigentlich zu» ”*^i E Mckenbüßer figurierte. Anfänglich wollte sie Agnes, Mer« Aetteste, haben. Mit der ist mehr Staat zu machen, ist praR und rotbäckig und seelenzufrieden. Aber auch reine Hausunke. Gar nicht wegzukriegen von ihren blauen «rgen. Ja, blau wären die, behauptet sie, weil sie nämlich einiger Zeit durch gefärbte Liebesgläser steht, während mit meinen klaren unbebrillten Auge» die fade Wirklich- len nehme, wie fie ist."
Brlla lachte im harten Spott. „Na, einerlei, ich hoffe, E grauen Ungetüme sobald nicht wiederzusehen, denn nach ^m ersten Schreck über mein Mondscheingesichtz hat sich ^ante schnell wieder an mich gewöhnt. Sie fabelt etwas von z> ^greifender Regenerationskur, spricht geheimnisvoll von i° "tauffrischung und Herzberuhigung, putzt mich wie ein Aeffchen raus und amüsiert sich nebenher über meine Schnurren." P »Sie muß Besonderes mit Dir vorhabe«, sonst macht l sie sich nicht gerade viel aus Nichten.'
«Kommt braus an/ meinte Bella selbstgefällig. „Ich t rächt auf den Kops gefallen, beeinflusse dte Menschen 'lemnch l^cht und kann bann, wenn ich will, auch liebens« i'lS sein. Bisher lohnte sich's nur nicht, und da gefiel nur besser als beante de diable. UebrigenS ist ja TaMe : - m auch keine sanfte Taube und deshalb finden fich unsere -Zer auf dem Gebiete des Sarkasmus, den ich mit ihrem t Meulichen Talent kultiviere, immer noch am ehesten zusammen, ^ag mal," fragte sie daraus in ihrer sprunghaften Lebhaftigkeit, «^ci» Bruder Eberhard ist wohl bis über die Ohren verliebt?"
.In Dich?« neckte Marion.
.Unsinn, baun fragte ich nicht Also?"
.^avou weiß ich nichts, Bella. ~ was erMHIt mir *®e^»M eiM iloberhary-r ü us uuwi nenmant. eben
j Kreisblatt I
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es uns in Mien oom geirngen, emc Wendung zu sinken, welche dem Grafen Andrassy unannehmbar ist, und dem Kaiser weniger Widerstreben einflötzt. Käme gar n-.chts zustande, so würde es für mich nicht möglich sein. im Dienste zu bleiben: Graf Stolberg und Minister von Bülow würden in diesem Falle, wie sie ichon erklärt haben, gleicherweise zurücktreten. Man kann also dann gar nicht wissen, wie sich die ministerielle Zukunft in Deutschland gestaltet. Eine natürliche konstitutioneLe Entwicklung würde sein, daß Herr von Mauteuffel, der durch Herbeiführung von Alexandrowv tatsächlich meinen Rücktritt veranlaßt hätte, mein Nachfolger würde. Seine politische Stimmung charakterisiert sich durch die aus Warschau von ihm gemachte Meldung, daß Rußland setzt den Abschluß eines Bündnisses mit Deutschland zu wünschen scheine. So unpopulär meines Erachte rrs eine solche russische Wendung unserer Politik in Deutschland sein würde, so könnte sie doch in kurzer Zeit viel UrcheiÜ an richten. Ich muß daher suchen, etwas zustande zm bringen, was mir die Möglichkeit gibt, zu bleiben und üble Wendungen zu verhüten.
Ganz besonders sympathisch ist der Kaiser von den Analogien berührt gewesen, die das erstrebte Abkommen mit dem alten Bundesverhältnis zwischen Preußen mtb Oesterreich haben würde: auch dieses gewährte die defensive Allianz beider, ohne Rußland zu bedrohen. Wenn wir uns gegenseitig Beistand versprächen, bei jedem Angriff resp, jeder Bedrohung des alten Bundesgebietes von 1815, so würde das unseren Zweck schon ziemlich decken und könnte niemand kränken: eine Verteidigung des Elsaß würde Oesterreich damit nicht notwendig über- ne" m. und der Einwand unseres Kaisers würde damit fallen, daß meinem Vorschläge die Basis der Gegenseitigkeit fehle, indem wir mehr von Frankreich, Oesterreich mehr von Rußland bedroht sei, wir also gegen unseren wahrscheinlicheren Feind nicht gedeckt würden, wir uns auch mit Rußland auf anderem Wege, durch Unterstützung seiner asiatischen Politik, le-cht absinden könnten
Ich teile diese allerhöchste Auffassung nicht, aber Eure Durchlaucht kennen die Schwierigkeiten, allerhöchste Meinungen im Wege der Diskussion zu überwinden, wohl aus eigener Erfahrung. Fände Oesterreich bei der Beschränkung der BtmdNsöeckuna aus ^ ÄHM deß. alten Deutschen Bundes seine galiztsch-ungarische Grenze zu sehr exponiert, so ließe sich auch dagegen eine inoffen- sive Remedur finden, wenn beide Teile sich ihre polnischen Provinzen wiederholt garantierten. Falls Graf Andrassy es »orzöge. könnte man diese Deckung der galt« zischen Grenze auch so fassen, daß man sagte: „die alten deutschen Bundeslande Oesterreichs und die mit denselben gegenwärtig in näherer staatlicher Verbindung stehenden „eisleithanischen Kronländer". Das Einfachste bliebe aber immer, wenn Oesterreich-Ungarn nnd das Deutsche Reich einander purement et simplement Bei- stand gegen jeden Angreifer vorsprechen, unbeschadet ihrer Berechtigung, auf eigene Hand und ohne Anspruch auf Beistand des anderen auch Angriffskriege gegen Dritte zu führen, wenn ihre Interessen es erfordern.
Scheiter» der Anleihe.
Ebenso wie die Pariser Weltwirtschaftskonferenz ist auch die Pariser Bankierkonferenz wie das Hornberger Schießen ausgegangen, ^tt einer Sitzung am Sonnabend soll der endgültige Beschluß gefaßt werden. Vovz läufig ist den unter dem Marterinstrument von Verfall- les leidenden Völkern der Welt und vor allem Eurooas
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üßte trimmst 4Ju daran,
„Weil er gegen «ich bis zur Möglichkeü ungezogen war. Tante schickte uns »ämlich heute morgen in die große Akademische. Ich «ach« mir nicht viel aus Bilder», tat ihr aber den Gefallen, mit Eberhard loszugondeln. Na, und gelangweilt habe ick mich in seiner werten Gesellschaft, beinahe wie vor unseren stummen Bergriesen. Ein ledernerer Leutnant i hat noch nicht im bunten Rocke gesteckt."
„Sonderbar. Eberhard ist doch sonst ei» so munterer, ftbr.eibiaer Mensch "
„Habe nichts davon gemerkt. Einfach angeödet hat er mich. Fachsimpelte da wie ein Mufeumsdirektor, dabei liegt ihm die Kunstsch«>Srv»erei gar nicht, na, und mich kann man erst recht damit jagen. Dabei hat er mich 'runteraeputzt.
unglaublich, sage ich Dir. Mein Himmel, es ist mir herzlich egal, wie d« MalvAker heißen und worin sie exzellieren, und er warf mir Namen und Schlagwörter, wie: Freüichterei, Jmvresstonismu», Präraffaeliten, Sezessionisten usw. nur so an den Kopf, daß mir ganz verdreht wurde."
Um nun nicht als dummes Provinzmädel neben ihm zu stehen, nahm ich denn auch mal den Mund voll und be. wunderte aufS Geratewohl dies oder jenes Bild der zweitausend ausgestellten. Und was hatte er darauf? Ern wahres Hohngelächter. Da wurde ich erst recht rabiat und fand alles schön, was er scheußlich nannte und umgekehrt. Ein Heller Streit brach aus, aber da amüsierte ich nuch schon besser bei, das brächte wenigstens etwas Leben unter uns.
Ueber alle erlaubte Vetterschast grob wurde er jedoch, als ick ein Bild, von dem er gar nicht los konnte eurfeylich fad
nun
nannte.
„Was war'- denn?"
„Ein Kindergesicht in einem riesigen weißen HM und dazu gegen einen Hermelimnull gedrückt. Schneeflocke hieß das Bud. Ein Wunder, daß sie nicht unter Eberhards Flammen» blicken zerstoß, die diese „köstliche Symphonie in weiß", wie er sich ausdrückte, förullich anfengten."
„Ach, Du meinst den entzückenden Pastellkopf von Frida Urban."
„Entzückend? Na ich danke. Gerade iv langstielig wie unsere einjärmiue endlose Schneelaudschast kam er mir vor.
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Erscheint 3mal wöchenti. Drahtanschr.: KreiSdlatt Schlächtern ! Druck «, »erlag Ja. L. Hohmeister, Schlächtern. Berantworti 8 Lchristlnt. H.-L. Hohmeister, Schlächtern. Beschäftsstellc $r-i.
•eUierßr. 9. — Im Falle höherer Gewalt, BetriebSstöru, g ab Promis-rre erlischt jede BrrvstichNma auf Schal
74. Jahrgang
»am oer taywadx Trost aetafiett. oaß die Bankters nach einer Karenzzeit von drei Monaten wieder zusavlMeu- treten wollen, um dann von neuen zu versuchen, ob die Ausgabe einer internationalen Anleihe für Deutschland möglich fet Daß aber nach drei Monaten sich die poli- tische Lage so geändert haben dürfte, daß eine Verwirk- lichung des Anleiheplanes möglich sein würde, ist zwei- rellos eine Illusion, von der auch die Bankiers überzeugt gewesen sein dürften, als sie diesen Beschluß gefaßt ha- ben. Wir haben bereits gestern darauf hingewiesen, daß der Beschluß der Reparationskommission, dem Anleiheausschuß die Befugnis zu geben, eine Herabsetzung der
Tumme, die Deutschland auferlegt worden . - . zunächst keine praktische Bedeutung hat, solange Frankreich unentwegt an den ihm sakrosankten, Deutschland mit Gewalt aufgezwungenen Verpflichtungen festhält. Von Bedeutung dagegen ist allerdings die Tatsache, daß sich zum ersten Mal eine Mehrheit im Re- Parationsausschutz für den Gedanken ergeben hat, daß die Reparationslasten Deutschlands unerträglich und unerfüllbar sind. Dies ist das einzige Ergebnis der Bankierzusammenkunft in Paris.
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ist, zu
Wenn man die Gründe berücksichtigt, die die Bankiers bewogen haben, ibre Mission als gescheitert zu betrachten, so haben sie sich dabei von dem Gedanken leiten lassen, daß bei dem Widerstände Frankreichs gegen eine Herabsetzung der Entschädigungssumme in Deutschlaiid die Garantien für eine internationale Anleihe nicht gegeben sind und daß daher die Ausgabe einer solchen Anleihe von vornherein zum Scheuern verurteil- sei. Solange das Ziel der französischen Politik auf die Anwendung weiterer Gewaltmatznatzmen gegen Deutschland gerichtet ist, solange Frankreich damit droht, bet sich bietender Gelegenheit weitere deutsche Gebietsteile zu besetzen, kann das Vertrauen der Welt, daß es den euro- vätscheu Mächten und besonders Frankreich wirklich Ernst mit der Aufgabe ist, von den Methoden der bisherigen Gewaltpolitik zu einem wirklichen Frieden zurück- zukehren und mit allem Ernst an den Wiederaufbau der mnninfdien Wirtschaft und der Schaffung geordneter WWrungsverhältnisse heranzugehen, nicht wiederkehren. Auch Verhandlungen der Alliierten untereinander wer- oeu w^rschemlich zu einem -Erg? - >rs nicht M-E.
Die Bedingnugeu der Bankiers.
versend
•* LorrSsn Laut „Daily Erpreß" haben die Bankiers im wesentlichen für eine Anleihe folgende Bedingungen voraeschlagen: 1. Herabsetz««g der deutsche« Ge- samiLUtschüdignngssümme« «m dte Hälfte, L Die Unterzeichner der Anleihe erhalten Borzngsrechte über alle anderen Gläubiger in Bezug a«f Zölle oder andere verfügbaren deutschen Sicherheiten, 8. Deutschland erhält die Halste der Anleihe, 4. Deutschland ist nicht pstichtet, irgend einen Teil der Reparationen wäh_____ eines Zeitraumes von 3 Jahren zu zahlen und darf seine eigenen Finanzangeiegenheite» einschließlich der Etenerfrage selbst ko«trolliere«. Drei Mitglieder deS Bankierausschusses seien entgültig für diesen Plan gewesen. Das belgische Mitglied hat ihn jedoch mit einem
' ’ " da Belgien fürchte, daß, . t Frankreich stelle, Frank- könue, indem es Belgien , ________ ____________________Z der Vorzugsrechte in Bezug auf die Bezahlung der Reparationen, die Belgien an-enblicklich besitzt, beraube. Frankreich fordere als Preis für seine Zustimmung zu diesen Vorschlägen der Bankiers: 1. die Ltreichnug sämtlicher Kriegsickrilden, die Frankreich den Vereinigten Staaten und Grotz- britannini schuldet. 2. Streicküna aller weiteren Förde-
belgische Mitglied hat ihn jedoch mit einem gewissen Zögern unterstützt, da Belgien furchte, daß, wenn es sich endgültig gegen Frankreich stelle, Frank' reich Vergeltung üben könne, indem es Belgien des neuen Zahlungsplanes, der Vorzugsrechte in Bezug auf die Bezahlung der Reparationen, die Belgien at!< eukliülich besitzt, beraube. Frankreich fordere als Preis für seine Zustimmung zu diesen Vorschlägen der
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uU^au,.: Kinder; ich mache mir nun mal nichts auf oreie» unfertige» und dabei höchst anspruchsvolle» Klemheiten. Ein helles Licht ging mir trotzdem auf vor dem Bild«. Der» Stoiber muß die Malerin persönlich kennen."
„Freilich, langt schon. Frida Urban ist nicht nur ein großes Talent, sondern auch meine beste Freundin."
„So vermutete ich richtig. Er liebt sie oder besser, sie lieben sich," spöttelte Bella.
„Nein, das glaube ich nicht. Frida hat nichts im Kopf als ihre Malerei."
„Deshalb kann ihr doch der hübsche Eberhard im Herze» sitzen"
„Ein kleiner Apoll ist er, baS muß man ihm lassen. Ng, meinetwegen. Ein Runftferwärmet ist doch nicht mein Genre, Ich bin bloß neugierig, was Tante Dina zu seiner Geschmacksverirrung sagen wird."
„Ich verstehe Dich wirklich nicht, Bella. Erstens Hab- ich nie ein Einverständnis zwischen jenen beiden bemerk^ und was Tante Dina damit zu schassen hatte, ist mir vollends unklar." _ ,
„Marion, spielst Du, oder bist Du im Ernst die Naive?* hohnlächeln die schlaue Landcousine. „Nun, denn, warf 8 a^ die Zeit wird Dich bald genug auf Hären. Mich selber intet* effiert die Weiterentwickelung des Dramas nunmehr in das Weise, wie der unbeteiligte Zuschauer ein Schauspiel betrachtet A propos, Du selber hast einen nobleren Geschmack. Welch ehe stattlicher Mann ist Dein Verlobter, und welche angesehen« Stellung er Dir zu bieten hat."
„Er ist auch mein Stolz, mein Glück." Mario» sagte es mit jener lodernden Ueberschwen-lichleitz welche immer bis erste Liebe kennzeichnet.
„Ihr heiratet bald?"
„Wir hoffen es."
Bella blickte nachdenklich vor sich nieder,
.Taute Dina hat vermutlich auch eine Hand an Etireü- Schicksalsrüde," sagte sie dann.
„Eine gnädige," bestätigte hier Westerot heiter, der, gerade in den Saum zmückkehrend, noch Bellas Frage vernommen»
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