Wüchtemer Zeitung
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Amtliches Organ für Stadt and Kreis Schlüchtern
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Nr 78
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Schlttchterner Zeitung
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Schtüchterner Zeitung.
Allerlei som Tsgs-
Der amtliche Leutsche Kurier Hsttz, der vier Jahre schuldlos m französischen Zuchthäusern schmachtete, ist endlich freigelassen worden.
Der gjeichsverband der Dentschen Industrie hat au das Neicksverkehrsnnnisterium ein Telegramm gerichtelj in dem er gegen hie zum 1 ^uli angekündWe neuer« AGe -^prozeutige Erhöhung des Gütertarifes Einspruch erhebt.
Die Mörser RatOenaas keflgMM.
»-^ Amtlich wird aus Berlin mitgeteilt: Nachdem die Abteilung 3 a des Berliner Polizeipräsidiums bereits am Dienstag den zur Ermordung des Ministers Ra-- lhenau benutzten Lrastmage« ermittelt und im Berliner Polizeipräsidium sichergestellt hatte, ist es ihr jetzt gelungen, die Mordtat i« vollem Umsa^m anfzAkläre« und die Täter sestMfielle«. Die Täter uö:
1. Ernst Werner Techow, 21 Jahre alt, in Berlin geboren und zuletzt in Berlin wohnhaft 1,78 m groß, dunkelblorr-, gescheiteltes Haar, voller Mund, bartlos, umheg Kinn, gesunde, frische, gebräunte Gesichtsfarbe, schlanke Gestalt. Kleidung: Grauer Jakettanzug, langes Beinkleid, weicher dunkler Filzhut.
2. Hermann Fischer, auch Vogel genannt, Spitz
name
ltsort Flöha in Sm
im, auch Ehemnitz, nicht älter als 25 ^Kre, 1,75 bis 1,78 m groß, hellblond, hohe Stirn, blaue Flügen, Hakennase, spitzer Mttnd, bartlos, blasses, schmales, aber gesundes Gesicht, schlanke Gestalt, sächsische Mundart. Kleidung: Blauer zweireihiger Sakkoanzug, gelbe Halbschuhe, heller Regenmantel, weicher Halbkragen, lMge Krawatte.
3. Kraner, auch Körner und Kern genannt, nicht Der als 25 Jcchre, 1,73 bis 1,75 m groß, hellblond, hohe Stirn, blaue Augen, Sattelnase, bartlos, spitzes Kinn, breites Gesicht, gebräunte, qesunöe Gesichtsfarbe, kräftige breitschulterige Gestalt, mecklenburgischer Dialekt. Kleidung: Blauer zweireihiger Sakkoanzug, schwarze Stiefel, welcher Stehkragen, kleine schwarze Krawatte.
Die drei Genannten gehören der Organisation E, an und waren Angehörige der Brigade Eyrhardt. Der BU 3 genannte Krauer war während des Kapp-Putsches bei der sogenannten Stabswache der damaligen Kapp- Ben Reichskanzlei tätig. Festgenommeu sind die drei Täter bisher noch nicht. Sie haben sich aus Berlin entfernt. Da sie nach den polizeilichen Feststellungen zur Zeit der Tat nicht über große Gerdmittel verfügten und auch keine Pässe besaßen, ist damit zu rechnen, daß die Täter sich im Jnlanöe aufhalten. Techow ist am Montag abend mit dem D-Zuge 8,35 Uhr nach Halle abge- labren. Die beiden anderen haben vermutlich Dienstaa
Dornenwege.
30 Noman von C. Dressel.
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»öottlob, so ist Tante Tina wenigstens gegen Dich gerecht.^ «Ja," sprach Marion wieder, .sorg' Dich nicht um mich, ich bin geborgen.*
Und noch nie hatte sie sich so bis in den Grund erschüttert, so zerfallen mit ihrer Welt gekühlt als in diesem Moment, wo tu ihrer Herze,lsunrast und Lebensunsicherheit noch der Harm um ihres Bruders Seelenbedrängnis sie quälte. Mochte diese Gewissenslast immerhin nur in seiner überreizten Einbildung bestehen, er hatte sie dennoch zu tragen, eine schwere Bürde, sie immer mit der eigenen Klage noch anhäusen durfte.
«Ob Tante midj verlassen würde, wenn ich käme, ihr amen zu sagen# meinte Eberhard jetzt. «Ich hab' an ihr gehangen. Jahre hindurch sah ich sie in dem Licht einer guten mrsorglichen Liüttertichkeü. Komisch, daß so nahe Beziehungen baun plötzlich vorbei sein können, als hatten sie nie bestanden.* ., "Es waren eben keine natürlichen Bande, die rechte Mutter sich getviß nicht in dieser Weise von Dir losgesagt. Und rhreu eigenen peinvoUen Zlveifetn nachgebeud," fügte Marion w Schwermut hinzu: .Herzenspflichten, sind sie bindend? r r!^u^ maß lie lösen.* Iah verstummte sie. Fast hätte pe sich weiter treiben lassen, als ihr und dem Bruder gut wär. «>a«u, auf seine Frage zurückkouintend, sagte sie bereitwillig: «^ ^^ ’s?“1 sehen. Eberhard. Hört sie, daß Du so weit Ettgehst, wird sie Dir taum ein Lebewohl verweigern.*
»Ist Bella noch bei ihr?*
, »Gewiß, und sie scheint es auf einen langen Besuch ab- »tzehen zu haben. Sie steht sich fabelhaft gut mit Tante.*
»Merkwürdig, daß ihr das magere häßliche Ding mit dem «rohen losen Mund so gefällt.*
»S3eHa amüsiert sie mit ihrem beißenden Witz.*
.Das ist’s. Eine stark satirische Ader hat Tante ja selber, «anede» aber auch manch nette Eigenschaft. Der Bella da« Mu gudi mitunter der leibhafte Satan aus den Augen.
was Bampyrartigrs bat sie an sich. Das war's, was ^ «meist von chr ad«iu>
Samstag, 1. Juli 1922# '
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, mittag Berlin verlassen und sich «ach Norse« sesede» Eine Anzahl weiterer Personen, die der Mittäterschaft Überfahrt sind, wurden von der Berliner politischen Polizei bereits festgenomme«.
*
v Der amtliche Bericht über die Feststellung der Mörder Rathenaus klingt so bestimmt, Saß er geeignet ist, jeden Zweifel an der Richtigkeit der SnnttielunaeH zu beseitigen. Die Feststellungen sind so bestimmt, Satz sie erfahrungsgemäß zu der Hoffnung berechtigen, daß die Polizei tatsächlich auf der richtigen Spur der Mörder ist. Trotzdem muß erst abgewartet werden, was die weiteren Feststellungen und besonders die Aussagen der drei genannten Personen ergeben werden, deren Festnahme hoffentlich recht bald gelingt. Nach den Feststellungen am Schlüsse des Berichts befinden sich die Täter noch in Deutschland. Danach muß man mit Sicherheit annehmen, daß sie sich bet dem eifrigen Er- mittelnngsSienst nicht lange ihrer Verhaftung werden entziehen können. Auffallend tft nur, daß sich die Täter Nicht mit genügend Geld und mit Auslandspässen versehen haben sollten, zumal doch angenommen werden muß mw wohl auch außer allem Zweifel steht, daß das scheußliche Verbrechen an Rathenau von langer Hand vorbereitet worden ist. Hier wird man sich wohl nicht ganz des Gefühls erwehren können, daß die Feststel- fnrngen der Polizei in dieser Hinsicht nicht lückenlos find. Es besteht doch die Möglichkeit, daß sich die Täter Auslandspässe auf andere Namen beschafft haben. Die Tatsache, daß bereits Personen verhaftet worden und, die der Mittäterschaft an dem ruchlosen Verbrechen über- führt worden sind, beweist aber, daß öre Polizer alles getan hat, um das schwere Verbrechen, das die Bolks- leidenschast bis aufs höchste aufgepeitscht hat, aufzu- klären, und daß es ihr auch gelungen zu fern »chernt, in den drei namentlich angegebenen $erjunen die wirklichen Täter festzustellen. Nach den Angaben tm Bericht sind es junge Leute, denen noch jedes Verständnis für politische Notwendigkeiten abzusprechen tft, sonst wären sie nicht zum Verbrecher am ganzen Vmke geworden. Nur fanatischer Haß, hervor gerufen durch eme zügellose Hetze, kann sie zu ihrer unseligen verbrecherischen Tat bewogen haben, mit der sie aber — das mußte ihnen schon der qenmde Menschenverstand jagen - - weder dem Borke now irgeuoemer Parte, «cik» konnten. Im Gegenteil ist das ganze Volk ohne Unterschied der Partei hell empört über ihre Schandtat, me ein schwarzer- Fleck in der Geschichte unseres Volkes ist. Im politischen Kampf muß auch öre Periönlcchtert deo Geaners geachtet werden, sonst verliert er die Formen des politischen Kampfes und wird zum Verbrechen Und hoffentlich gelingt es, dieses Verbrechen mit aller Schärfe des Gesetzes zu sühnen, weil es die Ehre des deutschen Volkes, das mit politiichen Meuchelmördern Nichts gemein hat, verlangt. wk- ■ iiuidctRung einer Derfifirnörung.
** Berlin. <T. H.) Nach dem Verbreche» ist tu bei Fülle der Spuren die eine besonders ausgefallen, die aus Mitglieder der Organisation E hinwies. Die Verhaft tun« von Tillessen in Flensburg und die Festnahme des Kavitänleutnants Hoffmann in München waren die erste Maßnahme. Wie jetzt bekannt wird, ist auch Kapitän» ! leutnant Manfred von KUlinger im Ostseebad Prerow, : wo er sich mit seiner Familie zur Erholung befand, fest- I genommen worden. Killinger und Tillessen sind bereits ' nack? Berlin gebracht worden. Im weiteren Verlaut der Untersuchung wurde der Kreis bet; Leute, hm um ^» i»Bsw«/'’amB<»*«sw»»B«iBsnBB®!ewMWM™«»^www«i«’Ä^wsHB«»w(ff«ssssswiswwsw»e
„Sie ist ein eigeutünu-ches Atädchen, ich mag mich auch nicht recht mit ihr ansreunben. Ganz ukerkwürdige Augen kann sie machen*, gab Marion zu, und sie dachte mit argwöhnischem Unbehagen an die saszinierenden, za, beinahe aufdringlichen Blicke, mit denen Bella sich um Günters Beachtung gemühr.
Fridas Rückkehr tenkte daraus das Gespräch in andere Bahnen. Man redete über das Nächstliegende, die bevor- » ehende Vermählung, die Reisevorkehrungen und dies Planen » rächte wieder Leben und Wärme in Eberhards verdüstertes Gesicht, ur,d damit atmete auch Marion froher auf. So un« « merkt, wie sie die Villa verlassen, sollte sie nicht wieder heim« gelangen.
Schon im Vestibül fing Tante Dina sie ab mit dem kalten Befehl, ihr unverzüglich in das Schreibzimmer zu folgen.
Hier schauerte alsbald ein Hagel eifernder Vorwürft auf den Flüchtling nieder, den Marion wie eine unabwendbare Naturgewalt in stummer Ergebung über sich ergehen ließ.
.Nach dieser pietätlosen Mchtachtung meines aus guten Gründen erlassenen Verbots kannst Du auch von mir keine Rücksichten ferner erwarten,* schloß die entrüstete Dame sehr mit kalter Härte.
Marion zuckte zusammen. In dem mitleidlosen, rachsüchtigen alten Gesicht las sie, daß auch sie nicht mehr auf die Erfüllung einer ehemaligen Zusage zu hoffen habe. Das Herz schien ihr still zu stehen. Ihr Blick wurde leer. Wesenlos starrte sie an der Unbarmherzige» vorüber in das Malengrün des Tiergartens, dessen Frühlingspraugeu sie doch ebensowenig sah, wie die im roten Avendsche»n langsam dahinschiendernden Spaziergänger.
So stand sie ein paar Atemzüge lang wie entgeistert. Dann kam das Leben zurück in ihr schneebleiäres Gesicht. Aber um den wie im Schmerz versteinerten Mund zuckte jetzi die stolze Verachtung, welche sich dem Triumph6 des grausamen Gegners iiidjt beugt.
Den abgeleierten Blick auch jetzt nicht zuriräwendend, sagte Marunr mit eisiger Ruhe: „Das heißt, Du willst mich von Günter trennen?-
„Weccigstens biete ich nicht uuchr die Haud, einer Undank- bareu das Leben zu ebnen. Ob Westerot nun Lust haben wird, sein knappes Brot mit Dir zu teilen, lasse ich dahin gestellt Mn. Ich möcht'» »Lerdlnn» betmrüel«. 6t tft ein au
74. JabrgüNg .............................
vcrorcmen in Berornduna stehen, großer und schlteyttch ist es gelungen, eme Gruppe von Verschwörer« seftzu- «ehme«, die das Attentat auf den Minister Rathenau bis m-tL genaueste vorbereitet haben. Dieser Verschwörer- baude gehören die von der politischen Polizei festgestellten Techow, Wucher und Krauer an. Die anderen Verschwörer. die bereits früher festgenommen wurden, hatten sich, wie sich bei der Vernehmung ergab, für den Tag des Mordes und für den Tag vorher ein Stirbt genau zu- rechtaelegt und miteinander abgemacht, was bei einer tt'L^^uellen Aufdeckuna der Berschwörmra gesagt werden -sollte Techow ist Sonntag aus Berlin geflohen. Er ist rnit dem D-Zug 835 von Berlin nach Halle gefahren und hat dort bei etngeweihte« Freunden Unrerkunft gefunden. Am Montaa abend fuhr er von Halle nach Frankfurt Dort haben ihn die Beamten der volitischen Polize- des berliner Polizeipräsidiums aufgefnürt die erfahren hatte, daß er sich bei einem Onkel auf eineck Rittergut in der Nähe von Frankfurt an der Oder cmfntelt Das Gut wurde am Mittwoch von Beamten umst-llt um eine Flucht zu verhindern. Als man zur Verdasiung schritt, verguckte Techow Gegenwehr zu leisten, ergab sich aber bald, als er sich der polizeilichen Ue» erwacht gegenüber-, tah Techow leugnete zunächst jede Beteiligung an dem Mord. Seine Vernehmung wurde forer1 begonnen. Auch die Gegenüberstellung mit den Zeugen wird noch am Donnerstag erfolgen.
»Hetlitt, lB. T.) Die der Teilnahme an -er @ts morbnug des Ministers Rathenau überführten Persv- «e«. Sie von der Abteilung 1 a des Berliner Polizei- prafMums ermittelt und festgenomme» wurde«, find
1. Aausmauv Richard Schütt, 2. Kankmana Franz Die- fiel in Berti«, die Befitzer -er Antoqaraqe, in -er -er rk Mordtat benutzte Kraftwage« nuterge-racht wurde, der Gymnasiast Gerd Techow in Berlin, 4. -er Student Walter Günther in Berltu, 5. der Gymnasiast Heinz Gtnbeurauch iu Berlin. Der z« drei Genannte tft der Bruder des iuzwifche« verhafteten Ernst Werner Te- chow. Gerd Techow, Günther und Ttubenranch wäre« die Mitwisser bezw. Urheber -es Mordplanes. Schütt «u» Rieftet waten Mitwisser bezw. Begünstiger des Mordes. Die Festnahme weiter« Teilnehmer an der Mordtat steht «och zu erwarten.
•es-Berlin. (T. IL) Wie die „T U* soeben von amtlicher Seite erfährt, ist der 21jährige Student Ernst Werner Techow, der erste der drei Mörder Rathenaus, Donnerstag vormittag in der Nähe von Frankfurt a. O verhaftet worden. Techow hat das Auto, von dem aus das Attentat verübt worden ist, gesteuert. Die Gerüchte, daß auch die beiden anderen Mörder verhaftet worden seien, bestätigen sich nicht.
»-»Berti«. (T. IL) Die Abteilung 1 a des Berliner PolkzeiprSfidiums hat, wie die „T. L." hört, den Leutnant der Reserve und Kandidaten der Jura Walter Günther verhaftet, dem nicht nnr d^- «»i*«««-**^« sondern Sie Beihilfe zum Morde an R Rathe««« bereits »achgewiese« war war sowohl bei den Vorbesprechungen Plan des Mordes drehte« und in ein ort stattfande« anwesend, als auch St Weise behilflich. Er hat für den Märt rage ausfindig gemacht, in der da kommende Anto, das bei Ser Mordb «Riergeftellt werde« sonnte. In die tpjitoiätt Tat war ex Leaas * hüten
vernünftiger Mann, um das s^euarMle Ö- schastücheu Budget stark mitreebneu zu la: Bruder gefällt sich als reiner Tor- just er, den man bis dahin als luxuriösen Weltling kannte. Da stehst Du, wie die Männer uns immer von neuem überraschen. Ob aber Dein teurer Eberhard auch die dünne Brotsuppe, die er sich eingebrockt hat, artig auslöffeln wird? Es bleibt abzuwarte».* Sie lachte herausforderud.
.Tante, ich bin froh, daß Papa diese Stunde nicht erlebte*, entgegnete Marion mit Hoheit.
«Rein, schade ist'S", rief jene m brutalem Hohn, .denn auch er war ein unkluger Gefühlsmensch. Schade daher, daß el*s nicht sieht, wie seine morsche Brücke jetzt unter feinen Nachkommen zusauunenbricht, nicht sieht, wie sie versinken im hochwallenderc Ueberstuß von Gefühlen, deren Quellen sie auf ihn zurückleiten können."
»Ich glaubte, Du hättest Papa wie Eberhard lieb gehabt*, sagte Marion leise.
.Jawohl, gehabt*, spottete die andere. Eine verrückte unbegründete Siebe, der man sich eines Tages bitter schämt wie einer unsinnigen Vergeudung, und dann endlich sein Herz fest hält und — den Geldbeutel auch. Ich will mit Euch Undankbaren nichts mehr gemein haben, hörst Du, gar nichts mehr. Jetzt sorge ich lediglich für meine Ramensvetterschaft, Das Hemd ist einem wahrlich näher als der Rock.*
„Halte das doch, wie Du willst, Tante, und wie ei recht ist. Eberhard geht nun überhaupt weit fort, — nach Amerika. Er möchte Dir gern Lebewohl sagen —*
„Glaub's. Brauckr roohl einen Zehrgroschen auf die lang« Reise *
.Tante.'* rief Marion empört, „er hat Dir wahrlich gezeigt, wie gering er Dein Geld schätzt.*
,9hm, und wenn der Tor mein Geld und meinen Willen nicht achtet braucht ihm auch an einem Abschiedswort nicht» gelegen sein, deun einen Segen auf den Weg hat er nicht M erwarten, btein, ich will ihn nicht sehen, ohdrti weh? W» Euch*
„Ich werbe Dir uichl läng« zur Hefe |a&m. foedefll mich nach irgend einer Srelluna «mkttx*
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