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Wüchtemer Zeitung

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r =tine>tprHS j' mm einspaltig 2. : VXh ^ r-ttf. -.-Mf*«tton

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Kreisblatt

^Erscheint 3mal wöchentl. Drahtanschr.: Kruzblatt Schlucht,-rn. ; S®m< e. 8titag 3a. E. Hohmcifttzr, Schlächtern. Berantworu. | »Säriftteh. H.»L. Hshmerfttr, Schlächtern. GeschSstsKell« Krri« ; «brüderstr. 3. - Im Falle höherer Gewalt, BeiriebSstörung »t » ZTtromfptrre erlischt jede Berpflichlung' aus Wchsdiwstatz. ;

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ALerlei VKM Ta^e.

Der Preußische Staatsrat ist zum 1''. 3uli zu einer Tagmra einberusen worden, um die Gtüdtsvrdmkug und bas Prvvinzialautonouliegesetz zu beraten.

General Lerond hat im Sonderzug Oherschlesien ver­lassen und ist in Mainz eingetroffen.

In Malta ist eine amerikanische Flottille einge- troffen.

Der polnische Sejm hat ein Mißtrauensvotum gegen das Kabinett Sliwinski angenommen.

Kapitänleutnant a. D. vou Killinger ist wieder aus der Haft entlassen worden.

Die Generalversammlnna der Berliner Buchdrucker beschloß, den Streik weiterzuführen.

Auf die Ergrerfmta -es Kausmanns Walter Anker- m«u». der mit dem lmtdwirtfchatlichen Beamten Herbert Keichardt das Atteutat auf Horden verübt hat. Ist eine Bewlmung von 10 000 Mark ausgeiÄt worden

Die Aufnahme einer Anleihe von lOtl Mittionen

Dollar in Amerika will die Stadt Hamüvrrr Versuchern ?

Die Vorlage wurde in der Stablvervrdnetenversainttr- luna twgeiwmmen.

DieRheinische Republik" des Souderbünölers Tmcets hat ihr Erscheinen einaeüolt

Wage an die venWe Dolfisporlel.

In der Fraktionssitzung der Sozialdemokratischrn Partei wurde folgende Entschließung gefaßt: Die sozial- beNokratische Reichslagsfraknon erklärt, daß die zum Schutze der Republik zu beschlietzendrn Gesetze nur von einer entschieden republikanisches Regierung durihge- Wrt werdeil können. Die Deutsche Bolkspartei hat bis in die letzte Zeit in ihrer Bekänurfung einer Reihe wich­tiger Regierungsvorlagen die notwendige Rücksicht auf die Interessen des Staates und auf die Bedürfnisse der breiten Massen nennt Seit lassen und hat erst nach der Ermordung Rathenaus die Vorlage über die Getreide- unilage abgelehni. Unter diesen Umständen würde die Einbeziehung der Deutschen Bolksparü't in die Regie- rungskoalition bei den breitesteu revnüütavisrhen Mas fen das Vertrauen für die Absicht der liegierung, das Wen zum Schutze der Republik energckche durchzufüb- ren, aufs tietne erschüttern, ^a- mc : uu.u><vu«.,.«.. Reichstagssraktion sammt daher die Mitarbeit an einer nacht rechts erweiterieu Regierung nicht in Frage.

w £ie EntiÄlietzunfl der Mehrhettssozialdemokrati- iche« Partei hat zwar zu fehler arundsäizttchen Klärung der Lage geführt, trotzdem ist man, wie dieT. U hört, in parlamentarischen Kreisen ziemlich allgemein der Anffassuna. das die ^rage der Regterungsumhildung durch die Entschlietzuna der Svzialdemvkrarerl aus dem akuten Stadium herausgetreten ist und daß vor den Parlamernsferien keine Regierungsumbildung mehr stattiinöen wird. Die Entfchlteßnrtn der Socialdemokra­ten spricht zwar nur von der Abtehnuna eines Eintritts der Deutstlien Bolkspartei, es ist aber bekannt, sah die Mehrheitssozialdemokraten alerchzeirig auch beschlossen haben, -e« Eintritt der Unabhängigen in die Regiernng nickt zu forcieren, wenn das Gesetz zum Schutze der Rt- vublif vom Reichstage vor den Parlamentslerien ange­nommen wird. Offiziell werden die Verhandlungen erst am Mittwoch zu Ende geben, wenn die bürgerlichen Koalilionsparteien zu den EntsKlietzutmen der Sozial- demokraten Stellung genommen haben.

Donnerstasl, 13 Juli 1922

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Die Aedergabefeier i Oppeln.

Bei leuchtendem Sonnenschein fand am Rionlaa die j Wiederbesetzung des letzten Stückes der wieder an Deutschland fallenden oberschlemchen Erde durch oeui- sches Militär ihren Abschluß. Mit der Begrüßung der ! Reichswehr in Oppeln war der feierlicise Akt der for- I mchen Uebergabe der Regierunqsgewalt. die von der ! interalliierten Commission dem deutschen Gesandten von Eckardt übergeben worden war, an die Reichs- und Staatsbehörden verbunden. Der Festakt wurde einge-

leitet durch einen Gottesdienst in der alten Pfarrkirche. Als Vertreter des Reichspräsidenten und des Reichs­kanzlers war Reichsarbeitsminister Braun erschienen. Das Reichsministerium des Innern hatte Ministerial- rat Geheimrat Dr. Schmidt, das Auswärtige Amt ü(e= giernngsrat von giere entsandt, die preußische Staats­regierung den preussischen Minister des Innern Seve- ring. Den Ring, auf dem der feierliche Akt vor sich ging, um säumten zahlreiche Vereine, Körperschaften und stu- dentifcbe Korporationen mit ihren Fahne«. Gegen 11-;> Uhr erreichte der Jubel seinen Höhepunkt, «ls der Stab der Reichswehr mit Generalmajor v. Ledebour an der Spitze in den Ring eintrat itub vor der Rednertribüne Halt machte. Nach einem vom Oppelner Musikverein zum Bortrag gebrachten Liede übergab Gesandter Dr. Eckardt mit kurzen Worten die Regiernngsgewal! dem Obervrändenten Bitta. Bitta erwiderte daraus mit ei­ner Ansprache, in der er u. a. sagte: Freude und Schmerz beweaen heute unser Gemüt, die Freude, das: ume Oberschleuen nach 2Kfahriger Besetzunn von dem Drück des Feindbundes befreit ist, aber auch der Schmerz. daf so viele oberschlestsche Brüder von uns getrennt und ei nem anderen Lande zugeteilt sind, zu dem sie innerlich nw gehört haben. Wir wollen es yenna sein lassen de-, Haders, der- Zone tracht und der Verleumdung, die un­serer Heimat so schwere und tiefe Wunden geschlagen haben. Die attaemetne Sehnsucht nach Ruhe und Frie den gibt mir die Gernähr dafür. Satz jeder Oberfchtesier und jeder wahre Freund Oberschlesiens durch unbc dingte Ruhe und Ordnung, durch Arbeitsamkeit und Be- tätigung christlichen Ouferünr Z an dem Frieden unserer engeren Heimat und damit auch an dem unseres aro sten Vaterlandes nach Kräften meLer arbeiten wird M-> Meiern Geutm überneoim ich ----- t^^-^^-^^ die Verwaltung des wieder vereinten OberichWens und bearüße herzlichst die hier anwesenden Vertreter bei Reichs- und preußischen Slaatsregierung. Nach einem dreifachen Hock auf unser geliebtes SrntlSres Vaterland stimmte die MengeDeutschland, Deutschland über alles" an. Daraus wurden noch zwei Begrüüu na siele - gramme, die vom Reichspräsidenten und vom Reichsmi nistet des Innern Dr. Küster eingegangen waren. ver- lefeu?

Anftcmf ber Gewerkschafts-Futetuatisuale

E» Das Büro des Internatio>mleu Gewerkschkfisvnn- des veröffentlicht einen Aufruf an alle dem Bunde au gehörenden Organisationen, in dem es u. a. heißt: Mir Genugtuung hat das Büro des Internationalen Ge merkschastsbunöes von dem allgemeinen Aktionsplan der deutschen Arbeiterschaft Kenntnis aemnnmen. Der Intenationale Gewerkschaftsbund erklärt sich rückhalt­los bereit, diesen Aktionsplan mit allen Kräften zu uu terstützen. Der Internationale Gewerkschaftsbund weiß daß die Niederlage der Arbeiter und der Demokratie ii, Deutschla die Mederlaae der internationalen Demo

sratte wäre, oag Sieg der Monarchisten und RationaN- den der Trumpf der Reaktton in allen Länder« wäre, ^.ae deutsche Proletariat fühlt sich umgeben von der Sympathien der Arbeiterschaft aller Länder. Das deut­sche Proletariat hat das Recht, die Hilfe der Intern«- tionale zu beanspruchen. Ebenw wie das internario- nale Proletariat berechtigt ist, von ihm zu verlangen, daß es ferne Schwäche zeigt in dem Kampf zwischen den Akachten des Forschrittes und denen der Knechtung, in dem Kamine zwischen der Vergangenheit und der Zu­kunft. llnterftüfet durch die Softbartiät der Iatteuu«- tronale, werden die Proletarier Hesex.

* Kopenhagen. In Stockholm findet in den Tagen vom 10. bis 11. Juni die 14. mnchtfche interparlamen-. arische Vertreterkonfereuz Hatt. Auf der Tagesordnung heben folgende Purckte: Die wirtschaftliche Wiederum richtung und die Valutafrage, das tnternationate 9h- bettsbüro, ferne maktische Tätigkeit und feine Ergeb- «We, die Stellung der nattoMOkn Mmöe-cheilen.

** Aus dem Haag ward gemelder: Lw uoum»»Wo« Wr die Kreotte bar am Montag eine Si^aua «bgehattem Auch die russische DeteganE war anwesend. Der Prä­sident Avazano überreichte der rEübe« Detegaliou ei­nen Fragebogen über die Verwenmn»« der verlang«» DrausportLredtte. Die Runen haben tzch iodauu für eine halbe Stunde in einen Nebeutaal sarßitae^e«, um über die Antwort zu beraten. Als die Sitzung wieder eröffnet wurde, setzte Krassin auseinandex, -atz die ruf- NMK' Sowsetregiernrca nicht beabsichtige, sofort mit der Wieoerherstelluna aller Eiseuoahue« audufauflen son­dern ss handle um vorläufig nur um die wichLigfteu t^ nien. die zusammen ungefähr die Hälfte des Güterver­kehrs von vor dem Krieg transportieren könnte«, zu- nächst im ganzen um 15 000 Werft. Zu diesem ZwSck verlange die russische Regierung Ltckomoilven, Gleise. Brücken, Signale, Telegraphen- und Telephonmatertat, Maschinen für die Ersenvabnwerlftätten usw . weiter große Quantitären Ma-erial. msbesoudere Stahl Für

ErMfu» sie

rnfiiW Regierung, eilten W&nwtfTRm«w

im Pentium der großen Städte etitairricdten unter Ver- walktua der Eiienbahudirektionen, um dadurch >en Ei- feubahntranduort in erster Linie von russischem Getreide und Holz entlasten zu türmen. Für den Verkehr zur See möchte die rnnifche Regierung gern ausländifches Material heran ziehen. Sie ist aber noch nicht in der Lage, in dieser Hinsicht einen Plan mihüieüem Es seien trundfänttme Konzessionen möglich, und die ruffffche Regierung sei auch bereit, ein Miniem dafür in allen Einzelheiten anszuarbetten und vorzulegen Die Mir- reilungen Krasüns wurden mit großen. Interene em- gegengenommen und haben allgemein e'nen guten Ein­druck emadit.

Neue interalliierte FinauzmiMsterdeuferenz.

Der dipiomatisüw Berichterstatter des »Taity Tele­graph meidet die baldige Zusammenkunft der alliiern teil Ftuanzminisler und der Reyaratiousiachverftänüt- gen und hält diese für unerläßlich. Hierbei würden mit Rücksicht darauf, daß durch den Sturz der deutschen Mark anck die Länder in Südost und Westeuropa in Acitlei- üeuülmft gezogen sind, auch eintae andere üRäthte m? dea

Dornenwege.

16 Koma» von L ®reffet

(Ä«*t*n«f »er6»fen.>

»Ich ahne, daß eS Günter ist* Marion verncvch« «I Wi Kelaften zu sagen.

^Günters Bella zog die Hellen Braue« hoch.

»Verzeihe, rs entfuhr mir so.* j

»Nun ia, Dg nanntest ihn einmal so. Aber das ist ; lange her. Drei Monace, guter Gott, ein Säkutum Heu-zu- - ta^e, in dem sich tausend Ereignisse Drängen. Demnach gehl 5U$ Westerot seit ewigen Zeiten ncchtS mehr an."

»Gar njchtsZ

»Gönnst ihn mir?"

»Dir oder jeder andern, eS ist gleich.'

»Einen Unterschied tönnieft Du am Ende machen.*

»Ich sehe in Tür ietn verwandreS GüeL unserer ^amille." satter BeraMung begegnete Nlario« dem lauernden grew- laAe« Blick der Coechwe. Daru» sagte sie in müder Ruhe: .Z»ische>i uns ianu teme Liebe verloren fein, das weißt ** Dem gestohlews Glück aber, « wird Dir aus der v*®b rinnen wie stiebende« Wasser.'

»Du drückst Dich seltsam aus, doch wil ich nicht mit richten in meinem Mücke. Und dar kann mir ntdji ein« stauen, denn, um bei deinem Gleichnis zu bleiben, ich Wvpftt es mit goldenem Gesäß."

Marion lächelte eigen. »Auch daS gibt keine Gewähr. "ichtS Willkürlicheres und Flüchtigeres alS das Glück."

»Und nicht Z:viugriidereS aU das Gold. Es bannt und blendet uns alle."

»Du dauerst mich Ich möcht« mir nicht den Alaun erlaufen.*

Da schoß heiße Glut in Bellas blutloses Gesicht. In tym hatten Augen branut« die Leidenschaft, als sie jorn« aetub rief: »Nein, ich liebe ihn, Hebe ihn tausendmal hei her & Du mit Deiner fühlen votuehmen Reserve es je getan. Aber Siebe allein konnte mir nie diesen Mann erringen, ich braucht« als Berbünvete jene andere stärkere Macht Es ! Macht mix »i«M, h», ich ihr sw enbaaltmen Sieg oer-

Lauke. Und so viel ist gewiß, ihre Fesseln rverdeu ihn nimmer wunbreiben, wie es das härene Kleid der Arnlut getan hätte."

»Jede Fester ist Druck. Sieb T ich vor, äay Du nicht eines Tages den Haß T eines geliebten Sklave,i erntest."

»Ich werde feine goldenen Kelten mit den Purpurrosen der Liebe uniwinden. Er soll nur diese feben/ sagte Bella pathetisch.

Dazu gehört Großmut du hast ihn nicht, dachte Marion, du bist vielmehr eine kalt berechnende, eigenaasige Natur. Es ist selbst ein niederer Trieb zur Grausamkeit in dir, der auch den Gegeustaud deiner augendlicktichieu Seiden« schaft nicht verschone« werd.

Aber ft« sprach diesen Borwurf naht aus. Es lag ihr nichts daran, Bella derartige Wahrheiten zu fegen, noch weniger aber, mit ihr über Westerol zu bivhuierew. Das Gecvräch fallen lassend, fvrach sie je^t:Sei so gut, um ein Zlmmer anzuweise«. Ich hatte eure lange Fahrt und Imh sehr müde.*

Bierd's mit der Jnugstr überlegen. Bleib' nur einst» weilen da. Am Ende läßt sich hier noch leichter ausräumen, als in den anderen Logierzimmern. Die find bis an die Decke vollgepfropft. Taute ist riesig generös."

Mit dieser schadenfrohen Bemerkung, die ne ntn die Welt nicht Halle unterdrücken sonnen, rauschte sie hinaus. Gleich darauf kam sie mit einem Brief wieder herein, den sie Marion in den Schoß warf mit den Worten:Dieser Amerikaner kam fiii^iii* für Dich. Der Postbote ließ ihn versehentlich hier, na, und ich habe j«ht den Kopf so voll, da unterblieb eben die sofortige Weiterbeförderung. Warum gabst Du Deinem Bruder auch nicht Deine neue Ädreksc? Ist ja Unsinn, dies L^mlichtun. Einmal muß er's ja doch etjabren, bat Deine Verlobung gelöst wurde und Du inner Dienstboten gegangen bist par elepit. Zudem regt sich Tante immer auf, wenn sie diese Amerikadriese sieht, "Du mußt sie htzt entschieden an T eilie direkte Adreste gehen lassen."

Es wird Euch feiner mehr ins Haus fallen. Eberhard ist nun von meiner Schicksalswendung unterrichtet. Bald geb' ich selber zu ihn», und dann soll Euch nichts mehr an uu? Aardeck erinnern."

Im Eru-l?" Bella gab sich gar keine Mühe, eine gc»

wisse Freude zu verbergen. Wnd wirkttch ßööenSwürdig fügt« sie hinzu:Wo sonst gehörtest Du auch hin, als zu Seinem einzigen Bruder, zumal Tu mu ihm und Deiner Schwägerin so gut harmonierst. Lies ieyl Deinen Brief in Stube ich sorge mittlerweile, daß Tu was zu essen kriegst, stehst ja zum Umfallen aus. Ein Glas Wein schicke .ich Dir gleich erst herein."

Mit einem müden Läsbeln quittierte Marion diese un­gewohnte Gefälligkeit.Eru meine gänzliche Entfernung aus Europa scheint Bella den erschlichenen Besitz zu sichern," muß^ sie deuten

Er« Mädchen bracht« Portwein und englische Takes. Und da Marion nicht nur ermattet, sondern fehl auch hungrig war, denn sie hatte seit den frühen Morgenstunden nicht» gonafie«, so nahm sie die Erfrischung gern an, wenn auch die Begier»« ihren Pries zu lesen, sie zunächst nur ein paar Schluck Wem trinken ließ.

Dies Schreiben war eigentlich vroorammwib-ig. Man hatte abgemacht, emanier zweimal im Monat Aaa: * zu gebe», »Mb Frida welche hauptsächlich die amerrkanüüe Kor ce» spondenj führte, da Eberhard, nur die meisten junger Männer, ein saumseliger Beusichererer war und sich am i-rb^eu «ut einer Montane von Zest ju Zeit absänd hart-- diese Frist bis dahin konsequent mne gehalten. Jbr letzter Brrek war nun vor einigen Tagen eingetragen und lomtte bietet ich« so un­gewöhnlich schnell sotgwbe nur enttn außerge. oößvl'ch«« Ü! nlaß haben.

ErwarttwgsvsU löste fie den Ümschtag, aber ihre freudige Spannung ivandelte sich in jähes Entstchen, üs st« las:

Kleine Marion, den Dir vor k«rzrm erst gogel-enen so frohen Nachricht«« muß heute eine aetpMeite iMueetunbe folgen. Unser herzliches Glück wurde ,äh zerfchmenerl, ein hoffnungsvolle» vliiheltdetz Menschenirbe« graum« »etnuiiieL Marion, sannst Du es bog teilen, unser geliebter Eberxw ist uns geHOMunen. Faßungslor stehe ich ain Grabe metu«» teuren Mannes. Warum, o mein Gott, warum mußte dieses kraftvolle junge Sehen so vorzeitig dem finsteren Tos« verfalle«. In bezweifelndem Jammer hebe id) meint Augen gen Hrmmik. Daß Nenfdmtleben. es ist wie Spreu vor dem IVube, ein Haoch sann ei oenoeueu. L»o.^pn.ch N<