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Schluchterner Zeitung

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Amtliches Organ für Stadt and Kreis SchlüchterN

«r 108

Samstag, 9. September 1922

74. Jahrgang

«Serlei som S- jt

Der Berliner Maisuat ist über den Vorschlag der Äuar.zde-utation Hinausgegapge» und hat beschlossen, Ke oderverbesteuer für öas zweite Halbjahr 1922 zu ver- W$ct' 48. protestantische K»" trotz für innere Mission, Stt erste, der in München 6 . .aalten wird, wurde unter «eteiliguna zahlreicher Ve der aus ganz Deutschland auch einiger aus der» Ausland mit einem Begrii- ^^Di^^Köln-DWeldorser Dampfschiffahrtsgesellschaft bat die Fahrten nach dem Nicderrhel» eingestellt. Es verkehren nur noch Dampfer zwischen Uerdingen und ritsseldorf.

Der z« lebenslänglichem Zuchthaus verurteilte Map M wurde aus der Strafanstalt Münster, wo er in den Hungerstreik getreten uat, in das Breslauer Strafge- Wgnis iibergeführt.

Timofesem. einer der kürzlich in Riga zum Tode verurteilten Führer der Sosißlreumutionäre, hat sich im Gefängnis erhängt.

Der ehemalige türkische Bürgermeister von Smyrua imö sechs bekannte türkische Persönlichkeiten wurden un­ter der Anklage, die blutige Volkserhebung vorbereitet -u haben, festgenommen und nach Athen gebracht.

Der polnische Staatschef Pilfudski fährt am 12. d. M. nach Rumänien.

Das Ackerbandepartement der Bereinigten Staaten schützt den Schaden durch den Kornnmrm an den Baum- vollpflanzungen ini Jahre 1921 auf 627 000 Ballen und 610 Millionen Dollar.

Der Präsident von Argentinien, Dr. de Alvear, ist, von einer großen Menge stürmisch begrüßt, in BuenoS Ares eirraetrofsen.

Die üeullch-belgWen ßerfjomllungen.

»»Nachdem die belgischen Delegierten Delacroix und Beemelmans mit dem Bankier Philippson und dem bel- Men Gesandten Mittwoch porm'.ttag vorn Neichskanz- iu mrd uvlu RetchssinanzuMtUter enytfs-d morde« waren, fand nachmittags gleich nach Trsch die erste ma­terielle Beratnng statt. In großen Umrissen beschäftigte man sich mit den in Frage stehenden Problemen. Die Besprechung zog sich bis tich in den Nachmittag hinein. An amtlicher Stelle bewahrt man über den Inhalt strengstes Stillschweigen, nur soviel wird bekannt, daß man sich am Mittwoch mit Details ragen noch nicht befaßt habe, daß vielmehr die Einzelberatungen erst am Don­nerstag Scannten werden. Um 5 Uhr nachmittags fand eine Cyefbesprechuug statt, die sich mit den Borverhand- kmgen befaßte.

Die nächste Sitzung.

»»Der Termin für die deutsch-belgischen Verhandlun- ften, die am Donnerstag fortgesetzt werden, ist zwar noch nicht festgesetzt worden, doch rechnet man damit, daß be- stis vorntittags eine neue Besprechung im ReiklMi- Mzulintsterum stattfinden wird. In politischen Krer- en erwartet man, daß die Netchsregieruna am Don- lttstag ihre Vorschläge machen wird.

Die EutschäSignnqsfrage bleibt ungelöst.

^DieTägliche Rundschau" meldet: Wie wir aus zu- 'ttlüssiger Quelle erfahren, rechnet man mit einer Mler der Verhandlungen bis Freitag oder Sonnabend, nr den Verhandlungen dürften außer dem bleichst!- «uLmtnister Hermes auch Staatssekretär Schröder so­

wie der vorr einer kurzen Retse nam vonoon zurucrge- kehrte Staatssekretär Bergmann teimehmen. Von be­sonders gut unterrichteter Seite sprich man sich u. a. fol­gendermaßen über die Lage aus: Die Entscheidung der Reparationskommission bedeutet keine Lösung der Frage. Die Lösung könne nur durch die große Konfe­renz erfolgen, in der die Neparativnsfrage in allen ih­ren Zusammenhängen beraten wird. Mit ihrem Zu­standekommen, und zwar imJiouember, scheint man in Kreisen, die der Gegenseite nahestehen, mit Sicherheit zu rechnen.

Der Zweck der Uebung.

»-»Der Berliner Korrespondent desDuplic Ledger Philadelphia" sendet seinem Blatte einen Bericht auf Grund von Insormativuen, die er aus den Kreisen der belgischen Delegierten erhallen habe. In dieser Lstel- dung wird darauf oinoemicten, daß die Entscheidung der Reparatiotlskomm non nur temporär wäre. Die Al­liierten wollten lediglich Zeit gewinucn, um genau das Problem der Reparationen zu studieren. Die belgische und die deutsche Regierung arbeitest auf der gleichen Basis, nämlich daß die Entscheidung der Reparatw'ns- kommission nur dazu bestimmt gewesen sei, Deutschland eine Atempause zu gewähren. Das Ziel, das beide Re­gierungen erstreben, besteht darin, brauchbare Garan­tien zu finden. Gold würde Belgien nur dann verlern gen, wenn Deutschland keine anderen Garantien geben könne. Belgien fei damit zufrieden, daß dieses Gold von der deutschen Regieruttg den T-Banken überwie- ien werde.

Das Stinnesabkommen im französischeu Lichte.

»-» Paris. lB. Ä) Der beratende Kammerausschutz erklärte sich in der Frage der Sachlieferungen für be­friedigt. Nach demIournee industrielle" entspann sich eine längere Erörterung namentlich über Artikel 4 des Stiunes-Bertrages, der die Kohlenlieterungen betrifft. Dabei rourde festgestellt, daß de Luberlac a Einver- stauduis mit der französischen Regierung handelt hat. de Lubersae hat selbst der Presse erklärt, .e sranzösische Regierung stimme dem Grundgedank . des Abkom­mens zu. Die Pariser MorgkuhläKe" nG-rn sich über das Abkomuren Lubersae-Stinnes in ^et Mehrzahl sehr günstig. DerPetit Parisien" r meist, wenn Ge­schäfts-, Handels- und Industrien .t die Bande der In­teressen der beiden Länder teil in .nd festgeknüpft hätten, dann könne die moralische Abrüsinna erfolgen. Die Ge- fchöftswelt schlage die erste Bracke in den Abgrund, den der Krieg zwischen beiden Völkern aufgetan habe.

Zustimmung der frauzösischen Regierung.

«-»Par»s. (L. A.) Nach übereinstimmenden Aeuße­rungen des Ministers Neibel und des Senators Luber- fac hat die französische ateoierung im Prinzip den Pri- vatlieferungsverirag mit Deutschland gebilligt.

Beemelmans über die Berliner Verhandlungen.

s-, Paris. (B. Z.) Beeuwlmans gab dem Berliner Berichterstatter der Agenee Havas eine Erklärung ab über den Verlauf des ersten Tages der Verhandlungen zwischen den belgischen Delegierten und der Reichs­regierung. Er sagte u. a.: Ich habe die Ueberzeugung, daß die deutsche Regierung uns ernsthafte und genügende Sicherheiten bieten kann, die uns davon entbinden wer­den, die Goldreserve der Reichsbank in Anspruch zu nehmen, ein Drittel, zu dem wir erst im äußersten Not- falle unsere Zuflucht nehmen würden. Wenn man dennoch die Goldreserve umgreifen müßte, so würde es ülb nur um einen äußerst geringen BeIqa üfmMu. -tu-

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bin daher opmmstlich und glaube, daß die Verhandlun­gen sehr rasch fortschretten werden. Ich rechne damit, daß nm am Sonnabend nachmittag wieder abreqen

können.

Die Aussicht aus eine Einigung.

w London. Nesiter meldet aus Berlin, daß die Zusam- n-enkunft am Mittwoch mit dem Reichskanzler und dem Neichsfinanzminister gezeigt ha:, daß der deutsche und der belgische Ausgangspunkt identisch l"i. Beide Seiten j hätten daher gute Hofsuung, aaß ein Uebercinkourmen erzielt werden könne.

Neues Treffen Lloyd Georges und Poincarees?

s^ Parts. (B. T.) DieChicago Tribune" meldet aus Genf: In französischen Steifen des Völkerbundes wird behauptet, daß, falls Lloyd George nach Genf Sehne, um über den Bnrgfriedeusvertrag zu sprechen, Poin- coree ebenfalls nach Genf kommen würde, um den Völkerbund über das Reparationsproblem zu unter­richten.

Cecil auf dem Wege der Bekehrung.

^ Genf. Die Rede Lord Robert Cecils fiel stellen­weise durch ihren Pefsimismus auf, bedeutet aber einen entschiedenen Fortschritt, weil der frühere etwas stärke Optimismus dieses Staatsmannes im Bölterbund te > neswms gesund war. Der Unterschied fiel namentlich bei den Bemerkungen über das 5aaraeb-ei auf, dessen Verwaltung Cecil im letzten Jahre noch schön und gut fand. Sehr wichtig ist auch, daß er den Mut fand, die französische These anzugreifen, wonach alle Ausfüh- rnngqprobleme des Versailler Vertrages, auch wenn sie zwischen den Parteien noch so strittig sind, der Einwir­kung des Völkerbundes enlzvgen find. Cecil bar in der ersten' Vötkerbundsversammluna noch ängstlich Biviaru. tfeidniieWlt, als dieser gegen die Befürwortung der Ausuahme Dentfchlauds m den Völkerbund durch den Ichivcizer Fiesta polterte. Jetzt tritt er selbst für die Ausnahme Deutschlands ein und sucht sie dadurch wün­schenswert zu maßen, daß er den Völkerbund zum Rich­ter auch für die Versailler Probleme machen will. Un- wandelbarer Optimist ist Cecil in seinem Glauben, daß der Völkerbund sogar bet Kemal Pascha härte etwas ausriM!^ könntzra .

Der Staatsgerichtshof.

»» Leipzig. (B. T.> Wie verlantet, ist als Termin für den Zstsamtnentritt des nunmehr endgültig gebildeten Staatsgerichtshofes der 19. September- in Aussicht ge­nommen. An diesem Tage wird in Leipzig die erste Sitzung stattfinden, in der die Konstituierung des Ge­richtshofes erfolgen wird. Die Vereidigung der Mitglie­der wird durch den Vorsitzenden Senatspräsidenten Dr. Sagen vorgerwnmlen werden. Mit dem Beginn der Verhandlungen in der Mordsache Rathen«« ist erst Ende dieses oder anfangs nächsten Monats zu rechnen. Die Anklageschrift ist jetzt von der Reichsanwaltschaft fertiggefieHt und dem Staatsgerichtshof zugelettet wor- 6cä Me umfaßt 50 Seite«.

Das Ergebnis her Präger Konferenz.

»-»Warschan. Aus dem jetzt erstatteten Bericht des polnische» Präger Gesandten Piltz über den Verlauf der Präger Konferenz zwischen Pole» und der kleinen Entente geht hervor, daß in der österreichischen Frage die ZustÄ^rung der Tschecho-Slowakei und Südslawiens erreicht wurde, keine Schritte ohne Verstösildigung mit Polen und Rumänien zu unternehme!! und daß alle vier Staaten darüber einig waren, daß ebensowenig wie der Anschluß an Deutschland eine Teilung Oesterreichs er« folgen dürfe.

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Dornenwege.

^ Roman von E. Drefsel.

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Unb tun mußte er sehen, wie der Fremde, der geb nuten nannte, mit einer Selbstverständlichkeit neben der Renen Frau Platz nahm, als wäre sie eigens ihm zar yreude auf die Wett gekommen.

. J«, die stolze Genugtuung, mit der er zuweilen in ihre Achtenden blauen Augen sah, denen weder Schwermut noch ^Er-egendeit anhastete, nur eine gesunde erhöhte Lebensfreude, entschied«, schon etwas von Besitzsicherheit an sich.

, ~a erging es Westerot, wie den meisten der Preis, dem ein anderer die Hand ausstreckt, hat doppelten Reiz, ^re Gründt seiner Verzichts in San Remo, sie bestanden noch heut, nur schlug die plötzlich erwachte Eifersucht st« geringer. Und wenn er sich über sein ferneres Vorgehen 5m wr Augenblick noch nicht klar war, das wußte er, mit Wichtbesuch hatte es nicht sein Bewenden. Marions ' Iurückhaltung schreckte ihn keineswegs zurück, ©ü hatte M natürlich den französischen Abschied in San Remo oer- M,.?ber «roll ist schlußlich zu versöhnen, nur Gleich- E"^E^ ^ ein hoffnungsloser Fall

»»ist y^ wollte er ihm nur schwer gelingen, ihre Auf- Lits^!^t i® fesseln, während ihre lkichiflüssige Unterhaltung r>«üi .L .^ auf sehr sreundschaftliche Beziehungen mit diesem j^'Wn ließ. Mehr als einmal hatte er die fatale Empfindung, atm?.» rählige Dritte zu fein, so daß er förmlich erleichtert auf» ein« « fEtzt die Salontür aufging und in ihrem Rahmen SäLi e111*^ junge Dame stand, die mit vielsagendem

freudigster Ueberraschung zu ihm hinübersah.

kb «srr bonnenblick war Balsam für seine verletzte Eitel- Lk:" r,^ ?hute ja nicht, daß die entzückende Ausländerin ihn bj,^® ®» willkommenen Zuwachs ihres zur Zeit ein wenig labS11 L°fstaats begrüßte, und sie wahrscheinlich einen btn a^r ^""""^örers ebenso sreundbch angelächelt hätte als Bruder ihres dear old inend.

mul.fe ^ ^d1, eine gewisse persönliche Wirkung übte feine

* ^- Esschchp^g, die üe m höbe»» Grade ^ü»m«Mie

fand, trotzbein aus sweet T.ais.;. Und da er ein korrektes Schulenglisch reden sonnte, worüber sie sich freilich totlachen wollte, sie dagegen ihre drolligen deutschen Brocken auskramte, : die ihn natürlich entzückten, so waren sie bald in munterstem Gespräch.

Unter den lockenden, lachenden Augen dieser berückenden kleinen Sirene, die ihn derartig in Atem hielt, daß er kaum mehr nach der Unterhaltung der andern, denen sich nun auch Fräulein Hagen zugesellt, hinhören konnte, erlosch plötzlich sei» eifersüchtiger Groll. Diese bezaubernde Amerikalterin verlangte j völlige Selbstvergessenheit ihres neuen Sklaven, der ihr immer mehr aefieL

Natürlich kam Daisy dann auch zu dem erhofften Bummer. Das heißt, sie verstanden sich alle dazu. Man entführte Frida aus ihrem Atelier, und dann gab's ein himmlisches Trödeltrip, wie Daisy den Vergnügungsjug durch die Kaiserstadt nannte.

Ihr zu Gesaileu bevorzugte man heut die leichteren - Schusse und sparte sich du gehaltreicheren für eine andere Gelegenheit auf. Derm .mein armes Kops ist so voll deutschen Gelehrsamkeit, daß es wird sogleich brechen tapvc,' i« sagte sie in ernstlicher Besorgnrs, während sie mit einer drolligen Ganrinbewegung in die goldige Haarpracht griff, die dies arge Weltkind sehr zu unrecht wie eine Aureole umflog,

Sv fing meist denn mit dem Panoptikum an, schaute ins Völkermuseuni, trödelte an den eleganten Magazine« der bunt- belebten Leipzigerstraße vorüber, schlenderte durch die interessante Friedrichstraße über die Linden zum Schloß, dinierte bei spület, trank den Kaffee bei Kranzier, strhr darnach zum Zoologische» und hörte am Abend bei Kroll die Fledermaus. Das rpax alles ganz nach Daisys Geschmack. Der Tag wurde auf luftigste Manier totgeschlagen, man kam gar nicht aus dem Lachen und Scherzen heraus. Selbst die ernste Luise war kein Spielverderber und machte den Unfinn tapfer mit. Daisy aber schäumte über vor Mrttwillen. Sie trieb tausend liebens­würdige, mitunter selbst ein bißchen tolle Possen, und sie gingen meist darauf hinaus, ihrem speziellen Kavalier das würdige Vberbürgermeisierhaupt zu betören.

Das Vergnügen wäre ja nicht voll für sie gewesen ohne die Würze eines lebhaften kleinen Flirts. ' '' 8 E

^ am wate» Ävsvö erreichte waineu üä MM MI* 1

Es war nett, ja! aber die Tiergartenfahrt damals im Mai, die war's doch nicht," dächte sie.

Und dann faß sie noch eine Weile in der lauen Sommer­nacht zwischen ihren Rosen.

Wie stark und süß sie dufteten in dieser Nachtstunde, und wie seltsam still es nun hier draußen war. Berlin schlief. Es ivar kein ruhiger, fester Schlaf. Aber seine fiebernden Atemzüge, die auch im Schweigen der Nacht nie ganz ver­stummten, bis hierher drangen sie nicht.

Nur des FrelindeS warnte Stimme vermeinte Marion jetzt aus dem Rosengarten flüstern zu hören. Ein geister­haftes Echo, das ihr traulich zu sprach. Sie gab sich gang dem Eindruck ihrer erregten Sinneswahrnehmung hin.

Wie kalt hatte es sie dagegen gelassen, als Günter Westerot den Tag hindnrch nur Aug' und Ohr für Daisy gehabt. Erst auf dem Heimwege hatte er sie einmal elegisch angesehen und leise gefragt: »Darf ich Ihnen morgen Eber­hard bringen? er freut sich unendlich auf seine gute Fee.»

Nun, das arme Kind dauerte sie von Herzen. Es mochte kommen, so oft es wollte. Sie würde ihm nach Kräften FreundNches erweisen. Sonst aber, nein, um seine- Vaters willen tat sie es nm:t---nie mehr.

Verloren hingen ihre Klugen am sternbesäten Himrrel. Da schoß eschdlitzender Funke in leuchtender Bahn zur Erve nieder.

Herherti" sprach Marien laut in die Nachtstille hinein.

Ein -sehnsüchtiger, jauchzender Ruf hevulicher Wunsch und IübZ.dec Eftülluns mglei&

MrOKestread saß Kleinern komfortable« KaiserhofloM vor deudestandreichen englissen Frühstück. Er hielt es für ebenso vernünftig als bekv.nmlich, den Tag mit einer «beut- lichen, länger vorhailoure» Mahlzeit zu beginnen, anstatt sich nach deutscher Art mit Kaffee und Buttersentmel zu begnügt« und sich, naß wenigen Stunden von neuem Zeit zu nehmen, den ausgehungerten Magen auf ein Weilchen mit einem zweiten ebenso ungenügenden Imbiß zu besänftigen und ihre derart tagsüber mit fünf kleinen Mahlzeiten zu ernäbeeei. wo zwei dir drei konsrsren^rr bei pra'uscher ZetteuUeuaNg ttoAiämm«« ausr«üben.

.W»rts«-ung folgte