GWterner Zeitung
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Kreisblatt
s Erscheint 3mal wöcheutl. Drahtanschr.: Kreisblatt Schlächtern. | xVruck u. Verlag Ka. L. Hohmeister, Schlächtern. Verantwort! ; rSchristlett. H.»L. Hohmeister, Schlächtern. GeschSstsstelle »rei. £ Prüdersir. 9. — Im Falle höherer Gewalt, BetriebSstSrunß eb s ZItromtperee erlischt jede Verpflichtung auf Gchade „rsstz. |
«r. 112
Dienstag. 19 September 1922
74. Jahrgang
ALerlei ©ot Ts^e
Der evartgelische Kirchentag nahm einen Antrag Mumm auf Wiedlrherstellung der alten Verfassung des ^bertirchenrates in namentlicher Abstimmung mit 102' denen 87 Stimmen an.
Ein polnisch-deutsches Abkommen über die Ausfüh- ' riniß der Bestimmungen der Genfer Konvention betreffend die Sozialversicherung wurde in Kattowitz abge- ^^Die Rhemlandkoniminisn wies den deutschen Einspruch gegen die Amtsellthebung des Wiesbadener ü-e- gierungsprästdenten Dr. Monrm ohne Begründung zu- ^^Oberpräfident Hörsma der in einer mehrheitssozia- listischen Versammlung in Eisleben sprechen wollte, wurde von Kommunisten, die den Saal stürmten, am ; Sprechen verhindert.
Der erste Bürgermeister von Küstrin erklärte in 5er Stadtverordnetenversammlung, die wirtschaftliche ! Not der Stadtverwattnua fei so groß, daß die Stadt nahe vor der Zahlungsunfähigkeit stehe.
Die letzten Aviguongefangeneu sind, entgegen einer anderen MeldUM, bis setzt noch nicht in die Heimat zu- rückgekehrt. Zn Toulon werden zur Zeit noch immer •27 Deutsche gefangen gehalten.
Die Not der Presse. Der Berliner „Reichsbote" wird vom 1. Oktober ab nur noch einmal täglich als Abendausgabe erscheinen, der „Deutsche Volksfreund" ! (Berlin) stellt am 1. Oktober sein Erscheinen ganz ein. :
Die Tageszeitung „Das bayerische Vaterland" ist wegen einer Beleidigung des Reichskanzlers für drei Tage verboten worden.
Mit der Prägnng der neuen Drei-Mark-Stncke wird ; beim Münchener Haupt-Münzamt demnächst begonnen. ■ Die Präoxstempel find bereits eingetroffem,
Der Streik her amerikanische« Eisenbahnarbeiter ist infolge eines Abkommens zwischen Vertretern der Ge- fellschrsten und -er Delegierten der Arbeiterschaft bei- i gelegt worden. •
Portugal verzichtete auf das Recht, deutsches Privateigentum zu beschlagnahmen.
3n der Schwebe.
Aussetzung her Pariser Besprechungen.
»*Dte Pariser Besprechungen über oie deutsch-belgische Angelegenheit sind bis auf Weiteres ausgesetzt worden da alle Beteiligten auf das Ergebnis der Londoner Reise des Reichsbankpräfidente» warten. Der deutsche Gesuchte in Brüssel hat dem belgischen Minister des Aeu- vern einen Besuch abgestattet, um ihn davon in Kennt- niszu setzen, daß Deutschland die belgische Note erst be- aauvorte« könne, wenn die Berliner Regierung über den Ausgang der Londoner Bemühungen des Reichs- dankpräsideuten unterrichtet ist. Dem „Temps" zufolge M-ie belgische Regierung sofort die Botschafter. Frankreichs und Englands von dem Schritt des deutschen Gesuchten unterrichtet.
sprechende Meldungen über die Reise Havensteins. k^Dtc in Paris erngelaufenen Berliner Meldungen »wer das Ergebnis der Entschädigungsverhanolungen ^weisen, daß wieder einmal durchaus «ttzuttzeffende Genichte verbreitet waren, wie z. B- von einem angeblichen neuen Bermittlmlgsvsrschtm Brqdburvs. Diese und die von privater Seite aus erfolgte-'Urzeit'ge Bekanntgabe der Reise des Reichsbgnkprafitenten nach London haben eine Situation geschaffen, die in Paris au auaenblicklüüen Mittelpunkt der i& itt i cb a m n i tu n^no.r-
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Handlungen als unerhört und besonders von englischer Seite als wohl dazu geeignet bezeichnet wird, den lebten Versuch vollständig als antzsichtslos zu stempeln. Erschwerend kommt hinzu, daß die in Berlin allgemein verbreitete Information, es handle sich um eine Beiei- hung der deutschen Schatzwechsel durch die Bank von England, falsch sei. Vielmehr drehen sich die Verhandlungen um etwas ganz anderes.
*
»»Dem „Petit Parisien" wird aus London gemeldet, daß auch der britische Delegierte Bradbury 4« London Seiet wird, wo er eine Besprechung mit Havensism r wird. Man glaubt in London, daß Lloyd George
>bury und Havenstein Montag früh empfangen wird. Der Präsident der Reichsbank wird nicht nur mit den Vertretern der Bank von England, sondern auch tnit anderen hervorragenden Finanzleuten in London verhandeln.
Die Ausgabe Havensteirts in London.
Die Verhandlungen des Reichsbankpräs' caten in London werden, wie die „Dena" zu wissen g.aubt, auf. der Basis geführt, daß sich Deutschland Belgien gegenüber verpflichten will, die Schatzwechsel innerhalb sechs Monaten einzulösen, wenn das englische Bankenkonfor- tium dafür die Bürgschaft übernimmt, also im Falle deutscher Zahlungsunfähigkeit selbst eintritt. Diesem englischen Finanzkonsortium gegenüber will sich Deutsch
., . n Fmanzkonsortinm sei and verpflichten, 270 Million
en Goldmark im Laufe
wn 18 Monaten zu zahlen nach dem Zahlungsplan, den
ms Reich der Reichsbank vorgelegt hatte und den biete ür möglich erklärt hatte. Die Beratungen v. Hayen teins sind demnach eigentlich private Verhandlungen
Mischen der Reichsbank und dein englischen Konsor- tum, die der Reichsbank die Rücknerncherung geben
ollen. Die deutsche Delegation in Paris hat in erster Suite die Aufgabe, festzustellen, ob die Reparationskom Mission sich mit einer solchen Lösung der Frage einverstanden erklären, also zulassen wird, daß die deutschen Schatzwechsel zunächst nicht von Deutschland, sondern von dritter Seite eingelöst werden.
kemals AriLdeNSbedLUMMLN.
Ninstafa Kemal Pascha sagte zu einem Berichrersta!- fer der „Daily Matt" in Smorun: Wir perlauge« Klein asten, Thrazien bis zur Marista und Konstantinopel Wir sind bereit, jede Sicherheit für die freie Durchfahrt durch die Dardanellen zu geben, die wir nicht befestigen würden. Die Türken müssen ihre Hauptstadt wieder haben. Im Falle einer Weigerung der Alliierten wäre ich gezwungen, auf Konstantinopel zu marschieren. Außerdem verlangte Mustafa Kemal Pascha Abschaffung der Kapitulationen, Auslieferung der griechischen Fistle und Vezahlnng von Reparationen durch die Kriechen für die während ihres Rückzuges angerichteten Zerüö rungen. Er sei bereit, an einer Friedenskonferenz au' türkischem Boden teilzunehmen. Die Türken mußten immer ihren Kalifen in Konstantinopel haben. Der augenblickliche Sultan Mehemed V. würde jedoch durch die Nationalversammlung aller Wahrscheinlichkeit naä durch einen anderen ersetzt werden. Zum Schluß sprach sich Kemal Pascha für die Wiederauknüpfung der Handels- und Freundschaftsbeziehungen mit England aus.
Juterventtonsptäne der Alliierten.
m- Aus London wird gemeldet: In der Sitzung des Kabinetts, die über 2% Stunden dauerte, wurden du Ost fragen eingehend beraten. Ueber die Frage der Auf. LLMkerbaltnua der «entrale« Zone befand ü ^ ms Ka
vmetr in völligem Ginriang mir ver franzowchen und tlcliemfäen Regierung. Es sollen gemeinsame Schritte bei Mustafa Kemal Pascha in diesem Sinne nmernom men werden. Die Alliierten wollen Berstärkunaen in die Zone entsenden, falls ein Angriff der Kemaliften drolu. Der alliierten Flotte wurde die Anweisung qe- geben, daß keine türkischen Truppen nach Europa ner- überkommen und auch Transportschiffe zu diesem Zweck nicht zusammengezogen werden dürfen. Angesichts der Spannung, mit der Rumänien und Serbien die Aus
ficht auf eine Rückkehr der Türken nach Thrazien beobachten, war das Kabinett der Meinung, daß bald eine Konferenz snr Besprechung der Friedonsbedingungen abgehalten werden sollte, zu der nicht allein die alliier ten Hauptmächte und die Kriegführenden, sondern auch Rumänien und Südslawien erscheinen müßten, ange sichts des direkten Interesses, daß diese Staaten an jc- der Regelung der Meerengenfrage und den Europa be
e Staaten an fe-
treffenden Teil der Verhandlungen mit der Türkei haben.
Da unzutreffende Berichte in der Presse erschienerz find über den kürzlichen Londoner Besuch des Abgesaud ten von Anaora, Fethy Bei und auf Grund Lieseb Nachrichten der Versuch gemacht wurde, die Verantwortung für das türkische Vorgehen der britischen Regierung zu- zuschieben, werden folgende Tatsachen bekanntgemachi Während Fethy Bei, der nicht Außemninister von An gora ist, in London war, stellte er nicht die Forderung. Satz der britische Premierminister ihn empfangen müßt' auch lohnte die Regierung nicht ab, ihn zu empfangen. Im Gegenteil, Lord Curzon ließ ihn auffordern, zürn Nutzenamt zu gehe«, wo er bereits einmal empfangen war, «n- dort Curzon gegenüber eine vollstän- ; «ge Darlegung seiner Sacke L« gebe», fettig Bei gab ! Sie Erklär«»« dem Staatssekretär und ! deut Assistenten der Abteilnus. Da er ! nichts weiter als den einer nationalen Paktes vorsufragen hatte, hielt man et Nr unnötig, die Sache i zu verfolgen, besonders da zu der Zeit die Regierung ' eine gemeinsame Konferenz der Oberkomm iifare mit ' rürkischen und griechischen Vertretern vorbereitet und ' Son-erberatungen zwischen einzelnen Mächten mit Kemal immer als unvereinbar mit der alliierten Solidarität betrachtet.
- — -russisches KermtMn«gsa«gevor.
Reuter zufolge ist in London eine russische Rote aus Moskau eingegangen, die ach mit der türkischen Frage beschäftigt. Die Note ist an die Alliierten gerichtet. Der russische Volkskvuimissar für Aeirtzeres erklärt darin, Rußland werde sich durch reine Entscheidung, die von den Alliierten getroffen werden sollte, als gebunden erachten. Die Note gibt eine Uebersicht der durch den türkischen Sieg geschaffenen Lage, spricht von dem heroischen Kampf des türkischen Volkes und fügt hinzu, die 3»iu: pattzie des gingen russischen Volkes sei auf Seiten der Türken. Schließlich enthält die Note das Angebot der Sowietregierung, zwischen der Türkei und ihren Feinden su vermitteln.
Die Kreditnot in Deutschland.
Am Anschluß an das Referat vom Geh. Ober-Re- gierungsrat Huber sprach Baukdirektor Nrbig-Berlm über Kreditnot, Diskontpolitik der Reichsbank, die Folgen der Kavitatnoi für die Industrie, um mit nüchterner Untersuchmia des Revarationsproblems zu schließen: Bei voller wirtsämftltcber Integrität kann Dentsch- Mnü Üöcksteus je 1,25 Mrltiarde^r in 36 Fahren zahiep.
Dornenwege.
Railtau von C. Dressel.
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daß Mr. vordem."
Daif, überlegte
-^»Sie können. Ich bin aber serr ungnädig, Westread zaudert. Ich würde lieben zu spazieren
»Könnten Sie das nicht in meiner Begleitung, gnädiges Fräulein. Er sagte es in dringlichster Hast, der lebhafte Wunsch, allein mit ihr zu gehen, stand ihn: lesbar im Gesicht. Daisy überlegte einen Augenblick. Dann schüttelte sie mit Hrem Zauberlächeln den blonden Kopf. „Thanks, ich denke, hätten besser zu warten auf Ihre Bruder. Vietteicht, er kommt sogleich." Hierauf nahm sie den Kleinen an die Hand, wdem sie meinte: „Sie müssen gehen ein sofort, Eberhard, «untie wartet schon. Sie hat noch ein andere Knabe ßu M<uen.»
Der Kleine machte sich seltsamer Weise nicht viel aus ihr. Msmhte seine Hand zu befreien und spottete: „Du bist lcho« so groß und sannst nicht mal ordentlich sprechen."
»Dummer Junge, das verstehst Du nicht," fuhr sein Vater an
^ Doch Daisy meinte großmütig: „Laß chm, er ist recht, vch schäme mich meine Deutsch."
Diese natürlich völlig unbewußt gebrauchte trauliche Anrede klang ihm so süß, daß er feurig versicherte: „Gnädiges Eauleiu, Sie machen nur entzückende Heine Fehler. Liegt A^weit aber daran, ein wirklich korrektes Deutsch zu sprechen, müssen Sie eben recht lange bei uns bleiben, am besten immer/
»Immer?" rief sie mit entsetzten west geöffneten Augen. Ui /^"' mein Herr, besser ich spreche Ihre Muttersprache Ichlecht als ich nehme eine neue Vaterland. Ich liebe Deutsch- urnd viel, aber only for a time" (nur für eine Weile).
Er kam nicht niehr dazu, diese feinen Wünschen nicht jerabe entgegenkomniende Meinung zu bestürmen, denn Daisy führte den Kleinen nun schnell in das Atelier.
Frida stand malend vor einer Staffelei. Ohne sich zu unterbrechen begrüßte sie Westerot und nickte dem Kleinen neuiibtüb au, der sich ohne weueres aurecbliebte. Er launte
; feine Pose recht gut, hatte er doch seit den letzten Wochen ; ein paar Morgenstunden auf dem Siebe Hieran gesessen mit ! jener schlaffen Geduld, der ein körperlich gesuni es Kind schwer» j lid) fähig gewesen wäre. AbM Frida lobte ihn. Das ist brav, Eberhard. Wenn Du nur heut und vielleicht morgen uoä; so ruhig still hältst, baun ist Dein Bild fertig und Du kannst im schönen Tiergarten spazieren gehen, so viel Du magst."
„Das tue ich schon heut. Tante Gcheinirut sammt auch hin, sie hat es mir versprochen." Es ging ein Leuchten über das kleine blasse Gesicht und die matten Augen hingen sehnsüchtig an dem Stück Himmelblau, ivelches' durch die oberen Scheiben des breiten Fensters hereingläuzte.
„Sobald roerben Sie das Bild, vollendet haben, gnädige Frau? Ihnen müssen Heinzelmännchen zur Verfügung stehen." Westerot sprach es in-lächelnder Verwunderung und doch nicht ohne einen leisen Klang des Bedauerns. Fiel doch mit dem fertigen Bild die öftere Gelegenheit einer zwanglosen Plaud erstünde mit Miß Daisy fort um deretwillen er allein auf die Idee verfallen war, > fein häßliches Leidenskind;makn kzu lassen.
Er trat vor das Bild und fühlte sich dann doch so hingerissen, ergriffen von der großen Kunst, die sich in ihm offenbarte, daß er in ehrlicher Bewunderung rief: „Es ist zwiefach vollendet. Sie haben nach dem künunertichen Vorbild ein Meisterwerk geschaffen, Frau Viarbect."
Frida gehörte freilich nicht zu jenen, die nur die Natur abzuschreibeu verstehen, sondern ließ immer ihre eigene schöpferische Seele mitwirken und gab so ein von individueller Kraft getragenes Leben. So war auch dieses Bild kein photo- graphischer Abktatsch, sondern eine geniale Künstschöpsung, in welcher der Geist über der Materie schwebte. Man sah das tiefe liebevolle Erfassen und höhere Gestalten einer Aufgabe, die gerade keine sonderlich dankbare gewesen und doch mit dem großen Können des echten Künstlers auf das glücklichste gelöst war.
Aus'diesem abgezehrten durchsichtigen Kindergesicht sprach herzbewegend eine engelhafte Leidensgeduld, die feine Häßlichkeit geradezu verklärte.
„Ein liebes Bild!" sagte Wenecot nochmal», wie in leiser ; Rühr
i .vu tniueu etu wenig Freude »uran wWeu,'* numu in
j ad) und tuL.g weiter, »weil mich luimuü ein ...äuei ! Au (trag drängt, den ich nicht gut ablehnen konnte, ob schon ich es gerne getan, denn bei dieser so früh fommenben Sommer- wärme läßt sich nicht leicht arbeiten. Große Hitze vertrag» ich überh. upt nicht sonderlich und müßte fegt eigentlich mit meiner Daisy an die See oder ins Gebirge. Da ist aber i nichts zu machen. Wir scheinbar so freien Künstler sind mit- j unter die wahren Sklaven."
Sie wies auf ein angefaiigenes Knadeuporträt in voller Figur. „Der Schlingel dort gibt mich nicht los. Der Sohn eines mir befreundeten Herrn aus der amerikauis.beu Ge- । sandtschaft, der nächstens zurückgeht. Daher die dringende Elle." Westerot betrachtete interessiert das bereits in breiten ! flotten Zügen skizzierte Bildnis. Der Junge nwchte dem seinen gleichaltrig sein, aber ein krasserer Gegensatz dieser beiden Knabengestalten war kaum denkbar. Welche Frische und Urfprünglichkeit, welche überquellende Lebenskraft in dem gesunden, kernigen Amerikaner, dessen kecke Jungeuaugen ihn mit verblüffendem Unternehmungsgeist entgegenbii^ten.
Westcrol unterdrückte nur schwer einen S«tszer, als ex jetzt anerkennend sagte: „Ein prächtiger kleiner Kerl, der müßte Sie freilid) fesseln."
„Nun ja, es ist ein frischer munterer Junge. Natürlich auch ein schrecklicher Unband. Von bar wilden Ausgelassenheit der amerikanischen männlichen Jugend kann sich der gesittete Europäer schwer einen Begriff machen. Man läßt sie aufwachsen wie die Fohlen. Mit dieser Schattenseite der amerikanischen freien Erziehung habe ich mich nie befreunden können. Der da, fuß wie er ausfieht, gibt mir weidlich zu schaffen, das können Sie glauben, und ich ging jetzt wirklich lieber aufs Land. Auch Sir werd«: vermutlich dem jetzt keineswegs angenehmen heißen Berlin bald den Rücken wende«, Herr Oberbürgermeister?"
„Mt großem Bedauern, gnädige Frau," nickte er. Ich liebe die schöne interessante Stadt und habe nainentUch mtiwfl diejenigen Aufenthalt sehr genossen."
(Surfet ung