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Erscheint 3tnal wSchmtl. Drahtanschr.: KreiSblatt Schlüchtern. : Bruck a. Verlag Fa. L. Hohmeister. Schlüchtern. Beranlwortl. i Schriflleit. H.-L. Hohmeister, Schlüchtern. BeschSftSstelle Brei- ; ibrüderstr. 9. In, Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung I» | Strsvstperre erlischt lebe Vervflichtung auf Gchadeaertatz. |

Nr. 138

Amtlichcs Organ für Stadt und Kreis Schlüchtern

Samstag, 18 November 1922

74. Jahrgang

Wochenschau.

. . Wie naey den letzten Meldungen zu erwarten//war, ist die Regierungskrise doch eingetreten. Reichskanzler Dr. Wirth ist zurückgetreten. Ursache waren die Differenzen zwluhen der Deutschen Bolkspartei und der Sozialdemo- kratie, die wegen der Markstab ittsieruugsfrage nicht un= tereinen Hut zu bekommen waren. Nach der Resolution Muller-Franken war auzuneümen, daß vielleicht doch noch eine Verständigung der beiden feindlichen Parteien möglich fein würde. Jedenfalls war sie dehnbar und deutbar gehalten. Aber die direkte Aussprache, die diese Parteien am Dienstag im Beisein-des Kanzlers hatten, brächte statt der Einigung sogar eine noch größere Ent­zweiung. An dieser Besprechung hatten von rwlkspar- teilicher Seite die Herren Dr. Stresemann, Dr. Becker- Hessen und Dr. Zapf teilgenommen. Die Martstabfti- fierungsfrage bildete auch hier wieder das unübersteig- bare Hindernis und dann vor allem auch die Frage der Arbeitszeit und sogar Außenpolitik.

Die große StofilitDU, die in dieser. hoch! ritt schen Zeit die allein mögliche feite Basis bietet, um erfolgreiche äu­ßere und innere Politik zu treiben, ist also vorläufig zu einem Phantom geworden. Aber der Gedanke, der Plan marschiert trotz alledem und alledem mrdwird unter dem Zwange der Verhältnisse schließlich'doch noch einmal feste Gestalt annehmen müssen.

Herr Dr. Wirth hat seine ReicWkaNAlerschaft in die Hand des Reichspräsidenten zurückgegeben. Ob er aber­mals oder ob ein anderer Stanzer wird, diede Frage muß hier undiskutiert bleiben und ist iberhaupt nur eine zweiter Ordnung, Im Bordcrgrmtd steht die des neuen Kabinetts, das iedensasts aus der- Zürgerlichen Arbeiis- gemeinschaft gebildet werden ^wird: vielleicht abermals mit Herrn Dr. Wirth an der Spitze, denw-er hat in den letzten Wochen, was von staatsmännischerMinsicht zeugt, keine Meinung gründlich revidiert. Erlist teils durch eigene Erfahrung, teils durch tue Reeirrflnssung der bei­den anderen Koalitionsparteien zu derß Ueberzeugung gekommen, daß ohne aktive Teilnahme der Deutschen Volkspartei an der Regierung ein

PA s unmögluv Ä, Mine diese tnbufrrteste und hock- finanzielle Partei ist keine wiederanfbauende. Politik möglich. Das sieht auch das Ausland, vor allem die En­tente ein, und es ist nur bedauerlich, daß/zum Teil mit auf ihren Druck hin erst der Kuxs ein anderer werden soll.

Von dem neuen Kabinett, wird es einzig und allein abhängen, ob wir nach und nach endlich aus dem Sumpf herauskommen. Vor allem. a6er ist da auf die Besetzung der Ministerien des Auswärtigen, der Finanzen und der Wirtschaft strengstes Augenmerk zu richten und darauf zu sehen, daß nur die rechten Männer, nicht solche allein von Parteigunst getragene, aus diese Posten kommen. Daß iedenfalls auch eine Aenderung in dem Reichspost- minißerinm vorgehen wird, ist nach zuverlässiger Quel­lenmeldung so gut wie sicher. Es kann wirklich nicht mehr so weiter gehen, daß das wachsende Defizit nur rein mechanisch durch gleich wachsende Tariferhöhungen wett- zumachen versucht wird. Das ist doch ein etwas allzu einfaches und leichtes algebraisches Manöver. Wenn das so weiter geht, wird die Verkehrserdrosselung schließlich vor einem Vis-ä-vis de rien Haltmachen müssen. Dann aber ist es zu spät. Bekanntlich galt seit Stefans Zeiten als unumstößliches Axiom, daß niedrige Tarife nicht nur Verkehrserleichterung ermöglichen, sondern daß Vcr- lehrserletchterung auch die Kassen füllt.

Es hat sich fetzt in Regierungskreisen ein fühlbarer Ruck nach rechts bemerkbar gemacht. Manchen tücht gen Kräften, die bis setzt brach gelegen haben, wird hoffend sich in einem neuen Kabinett, mag es nun den Namen Wirth tragen oder den eines anderen/ Gelegenheit gebo­ten werden, mitwirkende und anhaltende Arbeit zu let= he«. Aber das neue KaLmett wird sicher nur eines des Keberganges sein, und schließlich über kurz oder, lang hoch einem der großen Koalition Platz machen, einem, das also alle Volksschichten zu ernster und gemeinschaft- sicher Arbeit vereint und verflicht. C. M-

Auf der Sanzlersuche.

e* DerL. A." berichtet: In der Unterredung mit den Kentrumsyertreter« stellte der Reichspräsident die Zwischenfrage, ob das Zentrum auch dann nicht ge= «eigt sei, den Kanzler zu präsentieren, wenn die Wahl auf einen Zentrumsmann fallen würde, der nicht dem Reichstag angehört. Die Vertreter des Zerftrums lies Ben durchblicken, daß anch ein derartiger Borschlag für sie nicht in Frage komme. Ferner wird von «nierrich- tcter Seite versichert, daß auch Dr. Mayer, der deutsche Botschafter in Paris, als Kandidat nicht mehr ernsthaft in Betracht komme. Der Reichspräsident wird am Don^ »erstag seine Bemühungen fortsetzen, einen Kanzler zu finde«. In politischen Kreisen hält man es für dnrch- <ms möglich, daß die Krise sich noch einige Tage hiu- nnsziehen kann.

Der «Vorwärts" über die Stellung der Sozialdemokratie. '>* unter der UeberschriftDie Krise vor der Lösung" schreibt derVorwärts": Der Reichspräsident hat noch keiner politischen Persönlichkeit das Reichskanzlerautt an« geboten. Ein solcher Antrag dürfte erst im Laufe des Donnerstag oder Freitag erteilt werden. Ob er arige- nommen wird und zur Durchführung gelangen wird, sieht noch dahin. Man dürfte nun ia hoffen, daß die Regie­rungskrise nach den normalen Siegeln des Parlamenta­rismus eine baldige Lösung fhWen werde. Im seinem Rettartifel betont derVorwärts": Eine reine Arbetter- xegterung wird erst möglich sein, wenn die Mehrheit der Bevölkerung für ein Programm der Arbetterregiernug umvmwL« sein wird. Bis dahin wird die Sozialdemo-

krätie'nicht den bürgerlichen Parteien die'Herrschaft über die arbeitenden Masten überlassen,.wird sie keine Dikta­tur des Kapitalismus dulden. Sie kann sich aus gewon­nenen MachkpoMionen nicht verdrängen lasten, denn sie hat die Absicht, solche aufs neue zu-bestürmen und wei­ter M erobern. Von den bürgerlichen Parteien wird es abhängen, ob diese Krise erst den Anfang der innerpoli­tischen Irrungen und Wirrungeu oder "ihr Ende bedeu­ten soll. ;

Das Urteil derMüucheuer Post".

Zum Rücktritt der Reichsregierung schreibt die so« zialdemokratifcheMünchener Post": In der Umbil­dung des Reichßkabinetts ist unerwartet eine bedauer­liche Wendung eingetreten, die aber als unmittelbare Wirkung, des Beschlusses der sozialdemokratischen-Steichs^ tagssraktion angesehen werden rmrtz. Zunächst Ist der Beschluß eine Jnkonsegue^ gegenüber den Beschlüssen der FraSion-in den letzten Tagen und SSocherr. Es muß die Stellung der Reichsregierung vor der Entente schädigen und ihre Autorität im Jnlanöe fchwüchen, wenn ihr in dem Zeichen Augenbück die Basis sür die Regierung mit den gleichen Kräften, die sich zur Stützung ihres Prmprmmnes bereit erklärt hatten, entzogen wird. Daher ist der BefWlutz der dozialdemokratrschen Fvak- Uorr zweifellos ein volittscher Fehler, der« einer Korrek- vrr,h4st«gend SSE t ... -

Die Stellung der Volkspartei.

Ueber die Stellung der Fratzion der DeutschesVolks- partei teilt dieZeit" mit, daß Dei der Fraktiotß vorwie­gend die Anschauung vertretest werde, daß ein Kabinett der Arbeitsgemeinschaft wohl die iglücklichsie LötzMDöer Regierungskrise sei, da es die Möglichkeit- biete, alle Kräfte einheitlich zusammenzufMen und einsusetzen.- Diese Notwendigkeit liege vor ast<n Dingen hei der ;Be- setzung des Autzenwinisteriums, des Wirischasts- nnd-Fi- nanzmlNisteriuuK Unter den Mnstünden hatte man aber auch größere Bedenken gegcm eine etwaige Zurück- berufmtg des bisherigen Reichsroatschaftsmmisters auf seinen Posten. Die Leitung die-es Mrnistcrtnnvs muß ebenso wie die des , r:d>*x-"u.iv des Postm-uksteriunts in faufmämtifhe Hände gelegt werde«. Wie das-Blatt weiter schreibt, scheine bei-der zunächst ibeabsichtigten Bil­dung eines Kabinetts von Persöntichkotten geplant zu sein, die in der Reparationsnote der Reichsregtzerung niedergelegten Leitsätzei als progrMnnmftsche Grundsätze festzulegen.

DieKreuzzeitung"-stellt für den MEöer Btzdung eines Kabinetts ohne/öle Sozialdemokraiw die Mitar­beit der DentschnatioNaeln Voltspartej insAussicht.

Keine Regierungskrise in Preußby.

** Von einem Gewährsmann wird demL.-A." mtzge­teilt: Die Landtagsfraktion der Deutschem Bolkspartei habe gegenwärtig gar keine Veranlassung zür Frage der Regierungsumbilhung s inc Reiche Stellung; zu nehmen. Umsowemger, als man ja gar nicht wisse, welche Koali­tion zustande komment werde. Von einem'Beschluß, in Preußen aus der Koalition auszuicheideu, körnte gar nicht die Rede sein. / . j

Das MarkftÄbilksierrtngsproMMmm.'

Von zuständiger Weite in Berlin rhirst erklärt, der Rücktritt der Reichsregierung berühre in keiner Weise das in der Note oom/14. November 1922 an die'.Entschn- digungskommission Iiiedergelegte Stabilksier«mgspro- gramm der ReichsreftierunK- Die Regieruug hat die Note erst überreichen lassen., nachdem Ke mit,den Füh­rern der bisherigen stKoaliöionsparteien, der? Deutschen Volkspartei und denWayenischen BoliWpvrtel svrgehend erörtert worden war.' Jede kourmende tReqievitNg wird daher hinter dem Programm steheM^miUen.

' * 9 ;

t-* Die EntschädigtMgskommifsion! hat am fMittwoch weder über die KohLen- und Holzltzefernngen moch über die Note der deutschen Regierung /beraten. Der Äkück- iritt des Kabinetts Wirth hatzdie Lllommissivn' veranlaßte ihre Beratungen,auf FreftagHzu vertagen. Der ermlifche Delegierte Sir John Bradockry ist nach London aMe- reift, um sich mit seiner/ Regierung zu besprechen.

Uebergabe der Novequber-Schatzwechsel.i ?

^^ Wie aus Paris gemeldet/ wird, bat die Äiftsctzstöi- gungskommission eine amtlictzr Mitteilung verliIenMicht, nach der ein L^ertreter der iKriegÄnstenkomnnssion in Paris für die fälligen Zahlnftgen zu Gunsten,Belgiens Schatzwechsel in Höhe von/ 58» Millionen Golinnark, auf Grund des Beschlusses der.' Entschädigungskommis non vorn 31. August 1922 überreicht hat. Die Wechsel sind in Brüssel zahlbar und/verfalle« am 15. Mai 192St Die am 15. November fällig gewesene Barzahlung beträgt an und für sich 60 MtMonen ; Goldmark. Die Differenz zwischen dieser Summe -rmö Äem erwähnten Betrage von 55 Millionen ist,zum Teil durch gewisse an die Konpans- sion beveits abgesührte Summen gedeckt. Für den tRest wird die KriegLlastenk'oMustftion am 17. dieses Monats einen weiteren. SchatzwechseL überreichen. <

MakkstabrrisieruM urrdPreissteigerung«

In der gemein^haftzichrn Sitzung des Wtrtschtafts- und des Finanzpomischen tzlusschnöes des vorlänfigen Rcichöwirtschaftsra^s gaben die Mitglieder der Aus­schüsse ihrer Genugtuung Ausdruck, daß der Inhalt der neuen Note a« die-Elttschädtztnugskommission im wesent­lichen mit den Vorschlägen, des Reichswirtschaftsrates Übereinstimme. Es wurden; zivet Borschläge gemacht, erstens in der Zwistlienzeit,Mr Stützung der Wahrimg kleinere Mittel banktechnischer Natur auzuwenden, die wenn sie nickt durchgreifend, helfen, so doch den weiteren Sturz der Mark anfüahen/föitneu, zweitens die Preis­steigerung im Fnlanide' fti/ack Möglichkeit auszuhalten, um die Analeiwmm.deQtKaufkraft der Mark. inftIu-

«ante an ihre Kgufkrafl tm ^tustanoe in oer ywiia)erL= seit zu veryindern, weil dadurch die Höhe des Stablli- sierungskurses wefentlich mitbestimmt wird. Es wurde ^E-^^be'chiosien, den erstgenannten Borfchlag dem Arbectsausichun nrr die Währungsfrage zur Ausarbe.- tung zu Überwerfen. In der Beratung über die Hint- anhaltuug der Preissteigerung im Inlands wurde von cinem Arbeitgeberver:reter des Kohlenhandels mitg?= teilt, das eine Erhöhung der Kohlenpreise um etwa 33/9 Prozertt, die auf eine Erhöhung der Löhne um 55 Pro­zent zurückzuführen ist, und der Gütertarife bei der Nerchseisenbahn beabsichtigt ist. Es wurde vorgeschla­gen, einen Aufschub der Gütertariferhöhung bis etwa zum 15. Dezember 1922 zu verlangen, weil die Güter­tarife der inneren Entwertung der Mark angepaßt sind. In der Erörterung wurde ferner die Ernährungslage gestreift. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, das auch in dieser Hinsicht die Markstabilisierung das beA Mittel gegen eine Hungersnot sei, da sie ermögliche, die notwendigen Nahrungsmittel aus dem Auslande her- etnzunehmen. Angesichts der guten Kartoffelernte feien auch Besorgnisse wegen der Ernährung nicht gerecht- / fertigt.

Die Wähle» in Ssgland.

>-*- Nach dem bisher vorliegenden Ergebnis der eng­lischen Parlamentswahlen sind gewählt 74 Konservative, 6 Liberale, (Lloyd-George-Partei) 12 Unabhängig-Libe­rale, 22 Vertreter der Arbeiterpartei und ein Unabhän­giger. Die Ziffern ergeben einen Gewinn von zwei Sitzen für die Konservativen, von drei für die Unab« Hängig-Liberaten und einen Gewinn von 6 Sitzen für die Arbeiterpartei. Unter den bisher gewählten Abge- ordneten findet man den früheren englischen Schatzkairz- -ler Sir Robert Hörne, den fritberen Sekretär Llood Georges, Sir Edward Grigg, und den bekannten Schrift­steller Bernhard Shaw als Vertreter der Arbeiterpar­tei. Das Ergebuis ta Wasgow ist noch nicht bekannt, wo ein Arbeitervertteter mrd si« mmShüngig-liberaler KsLdidgl ei^ui heitz-v. p-'Mvf ^y B^"- Lew führten.

^iktEE^ Kdd^^s^

267. Sitzuug.

< Präsident Loebe eröffnet die Sitzung mn der Mit- Leilung, daß der Vertreter Chiles dem Reichstage sei­nen Dank für die Teilnahmekundgebung zu der Erd- beberrkatastrophe ausgesprochen habe.

Der Initiativantrag der großen Parteien, der das Eutschädigttngsverfahre« für die verdrängten Kolonial- lunö Ausländsdeutschen verbessert, wird in allen drei Lesungen angenommen.

, Alsdann begründet Abg. Dr. Schreiber (Ztr.) die Jüterpellation seiner Partei, die Abhilfe für die Not der -e,itfche« Wissenschaft verlangt. Große Forschungsin- ftitiXte müßten aus Geldmangel ihre Arbeit einstellen und > die -.Anschaffung wissenschaftlicher Werke aus dem Auswllde^weröen immer schwieriger. Führende wissent- fhafhV<üei3eitftriften müßten eingehen. Auch die Not­lage der \ geistigen Arbeiter fordere dringend Abhilfe, wenn nicht die ideellen und technischen Grundlagen un­serer KüUtnr^noch mehr erschüttert werden sollen.

Stciatsseücetär Schulz: Die ersten Ursachen der Not­lage der deutschen Wissenschaft reichen in die Kriegs- zeit oxrücf. > Nach dem Kriege war die deutsche Regie- rung -aern bereit, die Notgemeinschaft der deutschen Wissen schaft tmit der damals beträchtlichen Summe von 100 80V Mark zu finanzieren. Die ungeheure Geldent- werhmge ließ aber alle damals ausgeworfenen Beträge nicht -entfernt mehr zur Erfüllung ihres Zweckes aus- reickerrr. /Inrmerhin ist es dem Einwirken der Reichs- behörseni gelungen, den Zusammenbruch der deutschen Wrsserrschüft auszuhalten. Das ist auch von der Wissen­schaft anerkannt worden. Die in den Etat für 1923 an« gesetztere Summen sind durch die letzte starke Gelöent- wertmnr wieder überholt und wir rechnen mit ihrer Er-, Höbilna durck den Reichstag und Reichsrat. (Beifall.) Auf tArttrag des Abg. Dr. Pfeiffer (Ztr.) wird die yefprcdnmg der Interpellation geschlossen. Sie wird auf Donnerstag vertagt.

, ^ Für ei»e X«ene Erhöhung der Gütertarife hat sich der Mündige ^lußschuß des Reichseisenbahnrates in sol- gen^r Entschließung ausgesprochen: Die seit dem 1. lltovember einsetretene Steigerung der Löhne und Ma- terial?en (insbesondere der Brennstoffe) läßt eine aber= maltge' Erhöhung der Frachttarife für notwendig erschei­nen. Er erwartet, daß diese Erhöhung sich in den eng­sten, durch die Verteuerung der Ausgaben gebotenen Grenzen hakten wird. Durch Mehrheitsbeschluß wurde ein Zusatz zu dieser Entschließung angenommen, der die Erwartung ausdrückt, daß die Verschiebungen, die durch die Steigerung der Frachtsätze für die einzelnen Güter eingetreten sind, durch neue Eintarifizierung ausgegli­chen werden.

Der Kampf gegen den Wucher. Wie dieSozial- demokratische Korrespondenz" zu der Berufung des Ab­geordnete» Grzesinski zuni Leiter des preußischen Lan- despolizeiamtes mittetit, soll sich das Landespolizeiamt mit allen Kräften an der energischen Wuckerbekämpsung in Preußen beteiligen. Das Landespolizeiamt werde mit aller Schärfe gegen den die Bevölkerung aussau- aenden Wucher vorgehen. Es hoffe dabei auf die Un=

mit aller Schärfe gegen den die Bevolterung uu»|UU> genden Wucher Vorgehen. Es hoffe dabei auf die Un­terstützung breitester Volksschichten. Weitere Maßnah­men zum Zwecke der Wuckerbekämpsung erfolgen vom preußischen Ministerium des Innern und dem Landes- polizeiamt in Kürze.

Die neue Wahlkreiseiuteil«»«. Dem Reicksrat ist der.tLutwurf eines zweiten Gesetzes syr. Aenderung des.