Wächtern er Zeitung
| BezugSprei» nmnmäch wo ■■ Mark, AnzcigLklpreK § _ . ^ • W j j i Erscheint 3mal wöchestl. Lr«htanschr.: KreiÄlatt Schlüchtern. i
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1 »realer Ban- -ch!aö)r-r!-. Fnnsprechrr Nr. 65. | LEtromsher« erlifch^jtdk Verpflichtung Ast «4»re- -rfa^J
65.
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Amtliches Organ für Stadt «nd Stets SchlAchtern
Nr. 140
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NNerlsi vom Tage«
Die Stadt Magdeburg nimmt in Amerika eine 300 MlUvnen-Anleihe auf.
Mit einem Streik des Berliner Hochbahrtpersonals muß wieder einmal gerechnet werden, da dieses beu Schiedsspruch des Reichsarveitsamtes über die Novem-, ber-Löhue ablehnte.
Der Präsident der Niederländischen Bank. Bissering, begab sich It „B. T." nach Paris, um gleich dem Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank, Dubais, einen Meinungsaustausch mit Poinearee über die Frage der Markstabilisierung zu haben.
Mussolini ist nach Lausanne abgereist.
» Amerika und der Marksturz.
Der Zusammenbruch der Mark hat Amerika endlich die Augen geöffnet, und man sieht den Gefahren, die das deutsche Debacle für die ganze Welt mit sich führen kann, plötzlich viel interessierter ins Auge. Vor kurzem konnte man noch glauben, daß es sich um ein ungeheures Börsenspiel handelte, bei dem Amerika mit dem Einsatz weniger Dollars Milliaröenprämien an Mark ein- streichen zu können glaubte. Aber die Warnrufe Mae Keunas und anderer ernster Fachmänner haben ge- wissermatzeu über Nacht dem amerikanischen Publikum die abgrundtiefe Gefahr gezeigt, fodaß mau plötzlich ein- sieht, daß hier auch um das Schicksal Amerikas selbst gespielt wird. Die angesehene Zeitschrift „The Natton behandelt diese Frage in einem sehr lesenswerten Ar- ^^»Ä ^iflar UbÄ diese' plötzliche deutsche Krise ihre Wirkung auf die Alliierten ausübt. Plötzlich haben die Drohungen aufgehört, sogar vonseiten Poincarees. Nachdem die alliierten Aerzte Deutschland nr die e akute Krankheit hineinyetrieben haben beeilen sie sich. Arz- ineien zu verschreiben. Sie sprechen davon, daß sie die ganze Verwaltung der deutschen Finanzen in dw -vmib nehmen wollten. In diesem Falle würden str sich eurer Verantwortung und Schwierigkeiten gegenüber benn- Sen, an denen ihnen nichts liegt. Dann mußten sie aum das ganze Reparationsprogramm, das sie reiost au^e- ^^^^^ W Nr. i^W|t Bewegung gekommen ist, und zwar so schnell, als ob e^ sich um einen Wettlauf mit der wilden Flucht vor der Mark handelte. Wenn der Frank weiter so schnell fallt, werden sich immer mehr Leute davon überzeugen, daß die Errettung Deutschlands vor dem Zusammenbaus kein Akt der Deutschfreundlichkeikt ist, sondern das m- italite egoistischste Interesse der Alliierten selbst. Der ^1,^;^ her World", S. S. Fontsine, bezeich- ket?s als 5^ daß Frankreichs Hand mit Deutschland dem Bankerott entgegen-
6^-" Amerika? Es ist klar, daß Amerika Europa
®Ö»ÄW Ä Ä « eins »«f^ÄÄMS zu kaufen und es zu vergraben, mn es an dem um ^ MWM^LLM rungen wahnswni« ma«^ da^r^lM^Ro«n l-r
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Völkerbund, sondern sofort mit ^„G
ÄÄe®? »«SC& «OTidufee d« M her Mark ist* • Sunos letzter Versuch.
neu ein Kabinett zusEEenzuvrmgen, , ^ Schwie- die Haltung der Sozraldemo^at'e vor o n Geling-n rigkeite« zu stehen, ^Ä^^ S MÄSÄÄvormittag im
WZchsMg^u ein^wmm zm^ Mr ^ay!e} w wie man Hort, bestenen. cv -v _ Keheimrat Cuno den iÜ. d^em B^üM der gleichfalls am
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Donnerstag, 23 November 1923
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Sicherheit darauf zu r«nren, baß die Fraktion die Beteiligung an der sogenannten überparteilichen R^gie- rung Eunos ablehnen und keinem Sozialdetnokraten die Teilnahme daran gestatten wird.
Kabinett der Airgerlichen Mitte?
«^Aus Berlin rvird weiter gemeldet: Noch im Laufe des Sonntag AbenLs traben sich die Führer der bnrger- lichen Parteien miteinander in Berbindnna geietzt. dmch Ergebnis, das diese Besprechungen gehabt haben, ist an- zunehmen, daß zwischen der Deutschen Bolkvpartel, ven Bayerischen Volkspartei, dem Zentrum und den Demo- Sraten ein Einverständnis darüber erzrelt worden ot, ein bürgerliches Mittelkabinett zu bilden. Lb es sich um ein überparteiliches oder um ein politisches Kabinett handeln wird, kann im Augenblick noch nicht qeiagt werden. Das eine steht mit Bestimmtheit fest, daß Gebeffn- rot Enno der Nnterstütznng dieser vier Parteien sicher sein kann. Zu parlamentarischen Kreisen wird behauptet. daß auch der Reichspräsident mit der B-ldung eines ivlcbe« Kabinetts einverstanden sein würde. Innerhalb der bsiraerlichen Parteien zeigte man sich Sonntag abend außerordentlich optimistisch. Man hofft, daß das neue Kabinett bis Montag abend ferttggestellt sein wird.
Deutschs Antwort an Poincares.
Der französische Ministerpräsident Poinearee hat in seiner letzten Kammerrede wieder die üblichen Anklagen gegen Deuffchland erhoben. Als Antwort darauf wird von deutscher Seite eme halbamtliche Erklärung mit genauen statistischen Angaben veröffentlicht.
Es heißt darin: p
Es kann nicht die Rede davon sein, daß die Be- amtengehälter nicht durch Steuern § ausgeglichen wurden und was die _ZahltMg der Steckern betrifft, so ge-
nügt es wohl,
cn betrifft, so gc= 1920 durchgeführten" Lohn- und WrhKltsabzuges zu rjerweisen. Daß die Statistik des deutschen AutzenhandkVs bei der gegenwärtigen Unstabilität der Währrmg nicht mehr die gleichen zuverlässigen Zahlen ergibt als stirer, ist.richtig, das ist aber etAe Tatsache, die anderen Ländern in ähnlichen Verhältnissen nicht unbekannt ist. Nach der letz- ten verbesserten Methode der Wertermittlung in Gold- mark hat in dem ersten Srevaratirmsfahr, d. h. in der Zeit vom 1. ycai 1021 ms so. ^w-s
des deutschen Außenhandels 1,865 Milliarden Goldmark betragen. Poinearee verweist ferner auf die deutsche Schleuder-Konkurrenz auf dem Weltmarkt und behauptet. Deutschland habe den Weltmarkt wieder erobert. Die deutsche Regierung hat durch die Aitsfuhr- preis-Koillrolle versucht, die Ausfuhrpreise den Weltmarktpreisen anzugleichen, doch haben diese Bemühungen infolge der außerordentlich raschen Entwertcrug der Mark in der letzren Zeit keinen vollen Erfolg haben können, und was die Eroberung des Weltmarktes an- langt, so beträgt die deutsche Ausfuhr heute knapp ein Drittel der Vorkriegsausfuhr. Es ist zwar richtig, daß die Arbeitslosigkeit in Deutschland verhältnismäßig gering ist. Der Hauptgrund dafür liegt darin, daß Deutschland jetzt viele Waren, die es früher im Ausland gekauft hat, im eigenen Lande erzeugen muß. Es kommt ferner in Betracht, daß von Deutschland wichtige Gebiete industrieller und landwirtschaftlicher Ueberschußproduk- tion abgetreunt worden sind. Trotzdem nimmt die Arbeitslosigkeit in Deutschland in letzter Zeit zu.
Die Wahlen in Oberschlesien.
MAUS Gleiwitz wird gemeldet: Die Wahlen, Sie am Sonntag in OSerfchlesien zum Reichs- und Landtag und Provinziallandtag stattgefunden haben, sind, soweit bisher bekannt, überall ruhig verlaufen. Die Wahlbeteiligung war verhältnismäßig groß. Man rechnet mit ungefähr 75 bis 80 Prozent. Bis 9 Uhr abends lagen <stesamtresultate außer von Kofel-Stadt noch nicht vor. i^n Koset-Stabc erhielten für den Reichstag die Deuffch- natimlalen 449 Stimmen, Deutsche Bolkspartei 674, das Zentrum 936, die Denwkraten 109, Deutsch-Soziale Partei 64, Sozialdemokraten 614, Polen 3, Kommunisten 9 Stimruell.
In Gleiwitz-Stadt ergaben die Wahlen in 38 von den vorhandenen 80 Bezirken für die Deutsch-Rationalen 2914. Deutsche Bolkspartei 2482, Zentrum 7854, Die Deutsch-Soziale Partei 1227, Sozialdenwkraten 20ol, Kommunisten !395, Demokraten 1296, Polen 252 Stim-
^ ^ Nach den bisherigen Teilergebnissen aus anderen Bezirken steht äst überall das Zentrum an der Spitze.
Teuerung-Krawalle.
In Dresden verunstaltete eine Boksmonge, unter der sich viele Erwerbslose befanden, Straßenknudgebnn- gen gegen die Teuerung. In einigen Stadtteilen wur- öen Lebensmittel- und Konfektionsgeschäfte geplündert. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor.
In Vrannschrveig versammelten sich mehrere hundert Personen vor dem Ministerium und vor der Markthalle zu einer Teuernngs-emousiration. Da sich das gtaatamiimterUtm gegenüber zur Durchführung der geforderten Abhilfe außerstande erklärte, sind vom Er- nährnngsminifter für die nächsten Tage Verhandlungen mit den Gewerkschaftsführern zugesagt worden. In den Betrieben soll die Arbeiterschaft zu einer allgemeinen Teuerungskundgebung aufgefordert werben. Die De- ' putation verließ das Ministerium mit der bestimmten Erklärung, daß sie die Verantwortung für die kvmuu-n- beu Ereignisse in Braunschmeig ablehnen müßte, wenn nicht umgehend gründliche Abhilfe geschaffen werde.
74. Jahrgang
Verbot der nationulfozralistffcheu ^ artet
Der amtliche preußifche Preßdienst des preußischen Ministeriums des Innern veröffentlicht: Anf Grurrö des § 14 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutz der Republik wird die nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei in Preußen verboten. Ihre in Preußen bestehenden Zweigvereine einschließlich der nationalsoziaien Ber- einigung werden für aufgelöst erklärt.
Deutscher Reichstag.
270. Sitzung.
Auf der Tagesordnung steht zunächst ein Antrag aller Parteien, wonach dem § 18 der Reichsgewerbemd- nung folgender neue Absatz zugefügt werden seit: Bei Messen dürfen Beiträge für die im Fntercije der Beteiligten geleistete Werbe- und Verwaltungstätigkeit gefordert werben. Die Art und Höhe der Beiträge und ihre Einziehung bestimmt mit Genehmigung der Landesregierung die öffentlich-rechtliche Person, die Trägerin der Messe ist Dieses Gesey tritt mit Wirkung vom 1. Januar 1923 ab in Kraft. Der Gesetzentwurf wurde in zweiter und dritter Lesuna angenommen.
Ein Gesetzentwurf zur Aenderung des Brauutwei«- Monopolgesetzes, der von allen Parteien eingebracht ist und die Mittel erhöhen will, die aus den Erträgnissen des Branntweinmonopols für Wissenschafts- und Wohl- fahrtszwecke bereitgestellt sind, wird einem Ausschuß ü verwiesen.
Die zweite Lesung der Geschättöorduuua des Reiws- tages wird fortgesetzt und zwar bei dem Abschnitt, der die Vorlagen und ihre Behandlung betrifft. Geseiren - würfe, Haushaltsvorlagen und Staarsverlrüge sollen nach wie vor in drei Beratungen, alle anderen Borlagen von nun an aber nur noch in einer Beratung erledigt werden. Nach dem Schluß der ersten Berat nnq t" ne diese Vorlage einem Ausschuß überwiesen werde». Ein konnnuntsttscher Antrag, wonach die Sitzungen der Aus- schüffe öffentlich sein sollen, wird abgelebn-
Präsident Loebe beräumt die nächste Sitzung, da sich eine große Mehrheit des beschlußunfähigen Saufes für eine Sitzung am Montag ausgefprochen hat, die nächste Sitzung auf Montag nachmittag an.
ditue ^eute iitbiKeueta»
Wie bereits au anderer Stelle gemeldet, hat der Reichsrat die Novelle zum Landessteuergesetz, die eine Art Finanzausgleichgesetz darstellt, verabschiedet. In dieser Novelle werden den Gemeinden und Ländern zunächst neue Einnahmen eröffnet. Die Länder sind bei fugt zum Zwecke der Wegebauerhaltung eine Fahrzeug- steuer zu erheben. Die Gemeinden dürfen eine Ge- tränkesteuer und eine Schenkverkchrssteuer erheben. Ferner wer den ihnen die Ertrage einer Viehsteuer überwiesen. Andererseits soll die Beteiligung der Länder und damit auch der Gemeinden und Gemeindeverbände an den Reichssteuern erhöht werden. Der Anteil der Länder an der Einkommen- und Körperschastssteuer wird von % auf % erhöht. Ferner wird der bisherige Anteil eines Landes an der Grunderwerbssteuer in der Weise modifiziert, daß das Reich auf das ganze Aufkommen verzichtet und an Ländern und Gemeinden (Ge- rneinöeverbünde) je 50 Prozent des Aufkommens, abzüglich 4 Prozent für das Reich als Enffchädigung für Verwaltungskosten, überwiesen werden. Die Umsatzsteuer soll von 2 auf 2^ Prozent erhöbt werden. Der Anteil der GemeindLu an der Umsatzsteuer soll von o falls 25 Prozent erhöht werden. Das Reich soll den Langem oder Gemeinden (©emeinbeverbänden) neue Aufgaben nur suroetfen dürfen, wenn es gleichzeitig für die Bereitstellung der erforderlichen Drittel Sorge tragt. Weitere Erleichterungen erhalten die Gemeinden hm- »schtlich der Besoldungslasten. Bezüglich der Rückerstattung von Ausgaben der Gemeinden und Gemerndever- Hände für Kriegswohlfahrtszwecke hat sich die Regierung in den Ausschüssen bereit erklärt, den Gemeinden unb GemeinSeverbänden, deren ForSerungen leftgifteHt sind, entsprechenden Summen, soweit sie noch nicht getilgt & bar zurückzuerstatten. Fy einzelnen i eine Uebereinstimmung zwischen Reich licht erzielen lassen. Strittig bleibt u. a. in § 5, der die Frage regelt, unter wel- ßnngen Gemeinde!! Steuerordmmgen er- and diese für gewisse Fälle von einer^ cch die Reichsregierung abhängig macht.
sind, auf Ant; Posten hat stet und Ländern i eine Vorschrift wen Voraus,e lassen können nehmigung du
Volkswirtschaslliches.
^e Woche vom ilü bis ^ dt ^ ^^eu 44 Großhan- Befprechtlna SeS Fnd^ zugrun^ " 1913
Mark, am
S^'blÄoßtibel^retfe Reffen, nur noch em
R i^S“ sÄb-md-»«--"- Sie te it(be »UTwmrtwe«^« m ^.-g-^^^sgrad von nur 37% Uozent^hiMer der Devisensteigenlna von 6V Mo^nk ^SÄÄeÄ LZr-
BZ^r ausländischen ZEm^
^^en Woche ist demnach bei einigen Waren eru ™ SSS^Ä^e Mit AuSwirkuna gekommen. 6v ka-, E^em^dit Erhöhung des Goldzollzuschlags am tö. LMr um 31,6 Prozent, die seit dem 16 November MN^etretene Kohlenv-reiserhohung um durch,6>nAtz ^affiKaM^y -