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Schlüchterner Zeitung

ezugSpreiS monatlich 300, Mark; Anzeigenpreis je mm nspalltg 40, Mt. Reklamen 100, Mark. Rabatt nach tarif. Sämtliche Bezugs- und Anzeigenpreise freibleibend, ostscheckkonto: Frankfurt a./M. 1140*2. Fernsprecher Nr. 65.

KreisvlM

Erscheint dreimal wöchentlich Druck und «erlag Firma E Hohmeister, Schriftleitung H,.E. Hohmeifter, Schlüchtern Im Falle höherer «ewalt, Betriebsstörung oder Stromsperre erlischt jede Verpflichtung auf Schadensersatz.

Amtlicher Anzeiger Mr den Kreis und die Stadt Schlüchtern

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Samstag, 20 Januar 1923

75. Jahrgang

Beftelluuge» auf di^ Tchlüchterver Zeitung für den Monat Kebruar nehmen fällst Poftauftalte«, die LauddrieftcSger, vaferr Zeitungsboten sowie die Geschäftsstelle im Schlüchtern schos jetzt e»t

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ASerter vom Xöäa

Mit Genehmig»«« des Reichvverkehrsministerinms wird am 20. und 21. Fanuar auf allen Bahnhöfen für die deutsche Bahnhofsmission gesammelt.

Auf eine Einig««« der deutschen Stndentenfchaft samt gerechnet werden.

Die freien Gewerkschaften haben dem Reichsernah- rungsminister eine Reche om, Forderungen bezüglich der Sicherstellung der Brotoer-orMiNg, der Einschrän­kung der Einfuhr von Luruswaren usw. überreicht.

Fm Reichstagsausschutz für Sozialpolitik wurde mitgeteilt, daß die Krankenkassen in größerem Umfange als bisher Geldleistungen an die Stelle der Sachleistun­gen treten lassen müßten.

Die Brotversorguug ist nach Erklärung des Reichs- ernührungsministers für die nächsten Atonate gesichert.

Die Verwaltuug der Huqo Stiuues-G. m. b. H. ist von Mülheim-Ruhr nach Harnburg verlegr worden.

Wegen Beleidigung des verstorbenen Ministers Dr. Naihenan wurde der Schriftleiter derBelgarder Zei- u»g. Dr. Esser, zu vier Monaten Gefängnis und 25 000 Mark Geldstrafe verurteilt.

Die Essener Handelskammer hat in eurer Entschlie- Liin dem Reiche Treue gelobt und gegen die feindliche

Fesr»n»g protestiert.

Der 8iechtsa»ssK«tz des Reichstages beendete nste Lesung des Fugendger:chtsgesetzes.

die

Der Norddeutsche Lloyd nimmt nuttmehr auch den Dienst auf seiner früheren Linie nach Philadelphia und

Bullimore wieder auf.

Der BildnngsanSschntz des Reichstages &at die den letzten Paragraphen des Neichsschulgesetzes beraten. Die EntscheUmri« über das Schulgesetz ist bis zum Er­laß des LandeSsteuergesetzes vertagr worden.

bei-

8 Wische« Deutschland und Spanien wurde ein bis ML Februar güMgeö provisorisches tmuoeiiwuiomHUii eeschloffen.

Italienische Berfvche, die Reichsregierung zu inosst- tzieRen Verharrdlutigen trotz der Ruhrbesetzung zu be­wegen, sind fehlgeschlagen.

Der auf der Bremer Vulta » Werft erbaute Damps ferHessen", der eine Tragfähigkeit von 11600 Tonnen hat und 12 Knote« fährt, ist von der Hamburg-Amerika- Linie twernommen worden um im Südamerikadrenst der e^fj^ft Verwes : » finde«.

ES weht jetzt in Deutschland ein ganz anderer Wty- alt bisher, scharfe Lenzluft. Mit der deutschen Geduld ist eS zu Ende. Alle Nachgiebigkeit und alle stille Hin- nähme niederträchtiger Demütigungen haben nichts ge­holfen. Die Franzosen sind durch den geradezu unend­lichen Bersöhltungswillev Deutschlands, der sich oft tu allzu großer Nachgiebigkeit zeigte, nur noch frecher und herausfordernder geworden. Damit soll nicht gesagt sein, daß dieser Bersöhmmgswille in der deutsche« Re- Sier«ug und dem deutschen Bolke nicht auch jetzt noch weiter bestes. Aber er läßt sich nicht mehr brutal mit Stiefeln treten, und der Deutsche hat sich jetzt endlich ausgerafft, hartnäckig bis zum letzten Atemzüge auf fei­nem Rechte zu bestehen, das französische Gewalt nicht zynisch gernei neu kann wie die Verträge, die es selber einst sanktioniert hat. Mit dem deutschen Optiurisums, der oft politische Beschränktheit oder Aengstlichkeit war, ist es jetzt vorbei. Nicht Gewalt will Deutschland fran­zösischer Gewalt entgegensetzen, denn das kann es nicht; aber nationales Selstbewuhtsei« und die Gegenwehr des

werden kann,

Verstandes.

Frankreich hat sich entschieden mit der Poincaree- schen Gewaltpolitik in eine Sackgasse begeben und wird bald einsehen, daß es mit Bajonetten und Maschinen- gewehren sich kein selbstgemachtes Recht erzwingen kann. Das erkennt es jetzt schon nach den ersten Tagen der Ruhrbesetzung. Alle Drohungen gegen die Zechenbe- fitzer haben nicht verfarrgen, und Thysseu und Genossen beharren fest bei ihrem passiven Widerstand. Und eben­so lasse» sich auch die Arbeiter auf den Zeche» mcht un- ter fransösische Kontrolle stellen und von fremden Macht­habern kommandieren. Eine taktische Notwehr war auch Me Verlegung des Kohlensyudikats von Essen nach Ham­burg, die verhüten sollte, daß den Franzesien das sou­veräne Schalten und Walten über den KohlentranSport leicht gemacht würde- Sie ferner bezwecken follte, daß das Deutsche Reich nach Meuschenmogtzchkett mit Koh- ten aus dem Ruhrgebiet weiter beliefert werden kann denn Mit englischen Kohlen kann sich die deutsche In­dustrie bei dem Tiefstand der Mark nicht versehen. Da­mit soll nicht gesagt sein, daß dieser Eoup die deutnue Kohlenbelieferung, weint auch nur in vermindertem Maße sichert, denn unt der Zeit wird es französische Ge­walt und französischer Rechtsbruch doch f^O das deutsche Wirtschaftsleben durch die Besitzung des Ruhrgebietes schwer zu schäbigem Ist doch bereits jetzt die Kohlenprodnktio« im Ruhrgebiet um 15 bis» 20 ^ro= zeit zurückgegangen. Die Ursache war vielleicht wsi da­rin zu suchen, daß die Bergarbeiter, die bisher frenv llw - ' 'chichten geleistet haben, dies unter dem neuen französischen Gewaltregime nicht mehr tun, da sie freie ^-ÄÄ 8SKÄ -"< SffÄ"Ä^ »&*"»? üi vielleicht für Deutschland, noch viel,schlimmer, wer­

Ueberfi

den als damals, denn er wird sas oeutuoe xcimwuTt» leben bis in seine tiefsten Wurzeln treffen. Das wis­sen wir, und dennoch werden wir diesmal fest aus un= erem Recht bestehen, selbst wenn wir zugrunde gehen sollten, denn für uns beißt es jetzt nur noch, unsere Ehre und unsere übrig gebliebene Selbständigkeit zu retten. Wir wissen ganz genau, daß Hunger und Ar­beitslosigkeit einziehen werden, sofern nicht plötzlich ir= zeno ein rettender Zufall uns zu Hilfe kommt.

Aber woher? Durch die Vernunft und das Ein­sehen des Potneareescheii Frankreich vorläufig aus kei­nen Fall. Und vom Ausland? Da haben wir keine Hilfe zu erhoffen. Das haben wir endlich von zerschla­gener Konferenz zu zerschlagener Konferenz emsehen gelernt. Unser allzu rosiger Optimismus ist in grauen Rebeln zerflossen. England hat »ch zwar dem Raub- zug nicht angeichlosseri, aber es wird sich entgegen der Hoffnung unbelehrbarer deutscher, Optimisten tatenloy beiseite halten Und Italien laviert. Es ist mit mr- ritärifchen Vorgehen seines Bundesgenossen im Ruhr, gebiet nicht einverstanden, aber legt auch fein entschn»- »es Veto dagegen ein. Amerika aber hat rv mit dem europäischen Dolkerhader satt und wird nicht einen Dol- to zu unsrer Hilfe flüssig machen, denn es wird erst bonn nur mit feiner goldenen Macht rettend ein greisen, wenn es sieht, daß das ganze Europa nicht nur friedens- jehnfüchtig, sondern vor allem auch ernstlich friedens- deutsche Elend schreitet mit französischer Ge­walt stetig weiter. Die Mark sinkt bis zur sichtbaren Katastrophe herab. Aber mit dem deutschen Elend wub auch das europäische wachsen, und es wird eine Zeu kommen, wo Frankreich, das ebenfalls vor ßrofiet wu - jämftlicher Katastrophe steht, Nicht mehr auf feine Bajo­nette und Maschinengewehre hoffen kann, und wo es Sun vielleicht zu spät an die Hilfe und Ret ung der ^rnunft appelliert. ---------

Zwang.

gebiet kann der Verträge nicht

Beschlagnahme der Bergwerke und ^nbohmvagen.

^Aus Esse« wird gemeldet: Französischerseits wird «itgeteilt, daß als zweiteSanktion" die Beschlagnahme täer KMlenmas^n sowie der Schleyvkräne aus dem

Mein und im Rheiu-Herne-KMK erfm«e» werde. M verlautet, daß die Beschlagnahme aller Bergwerke «uv Sie Einführnug der Kontrolle über sie pattfinde« werde.

Obwohl Frankreich unter Vertragsbruch in das Ruhrgebiet eingefallen ist, sind die Französin bemüh» den Andruck ihres gewaltsamen nulrtarischeu Vorge­hens zu verwischen, indem sie auch weiter von ,,.^ank- »onen, d. h.Heiligen Rechten" sprechen. Der Emg^N j« das Privateigentum, wie er tu der vorstehenden Mel- dung a»gekündigt wird, ist eine brutale Vergewaltigung, wie sie nur von kriegführenden Mächten angeivendet wird. Aber auch auf das staatliche Eigentum mr Ruhr- ~ anzose unter Bruch der bestehende» ie Hand legen. Was also hier mit dem schönen WorteSanktion" bemäntelt wird, ist nichts als ein Gewaltakt gegen eine friedliche Bevolke- cnng. Sollten diese Zwangsmaßnahmen.durchgefühil werben, so wird zweifellos dadurch die größte Erbitte­rung in die Bevölkerung hineingetragen werden Frank- xeich wird dadurch geradezu das Gegenteil von dem er- reichen, was es beabsichtigt. Aber auch die Enngkeit Mid der geschwffene Abwehrwille des grämte« Volkes kann durch derartige Maßnahmen nur gefördert werden. Das gleiche würbe auch durch eme Verhaftung der Fn? dustriellen, wie sie angedroht worden ist, geschehen Die Fnürrstriellen würden dadurch M Mürtnrern des Rechts. Daß man diesen Plan immer noch Nicht aufgegeven hat, aus nachstehender Meldung hervor:

DieLibertee" meldet aus Düfsildorf, daß Genera! Simons zur Verhaftung der deutschen Jnduitrielleri ftbreiten würde, wenn die Entschätugungskohleu tatsach- üch nicht geliefert werden.

kann duv

1

Das DsrBot der Rofjlenfißferangen.

* Bet den Ruhrzechen ist eine schriftliche Bestätigung des ReichskoNenkommissars etnaegangen, wonach mit Rücksicht auf den französisch-belgischen Einmarsch in daL Ruhrgebiet Liefermrge« von Kohle und Koks an Frank» reich und Belgien verboten sind mich in dem Fall, daß eine Bevmschussmrg oder Bezahlung hierfür erfolgt. Der ReichSkohlenkouwKffar weist zum Schluß darauf hin, daß Zuwiberhandlungen gegen diese Anordnung mit Gefärunris bis zu einem Jahre bestraft werden.

Auf den Befehl Mr Wiederaufnahme der Entschä- -igungskohleulieferungen gaben die einzelnen Zechen ver- treter eine längere Erklärung ab, in der sie unter Dar­legung der Rechtsgründe und unter Hinweis darauf, laß der Retchskohlenkommissar unter Androhung von Gefängnisstrafe die Lieferung an Frankreich und Bel­gien untersagt hat, wiederholen, daß sie den ihnen von Frankreich erteilten Befehl nicht nachkommen könnten.

Mit dieser Haltung befände« sie sich vollkommen im Einklang mit den Bestimmnnge« des Waffen stillstandö- abkomviens, des Friedensvertrages, des Rheinlandab­kommens sowie der Haager Landkriegsordnung und den Regeln des Völkerrechts und auch mit dem französischen Landesrecht.

Der Befehl der zuständige» deutschen Behörde schaffe für die Zechenvertreter einen Fall von boberer Gewalt. Außerdem würde bei der jetzigen Sachlage eine Liesirung von Brennstoff an Frankreich und Bel­gien die Aktion fördern, welche Frankreich und Bel­gien im Gegensatz zur deutschen Regierung gewaltsam durchzuführen versuchen. Es werde also von den Ze- chenvertretern verlangt, daß sie eine gegen ihre eigene Regierung qerichtete Maßnahme tätlich unterstützen und

Ww«»» sönne goznmugv« werden, gegen fern ««* terland z« handeln und eine ehrlose Handlung zn be­gehen, und hierzu ließen sich auch die Zechenvertreter nicht zwingen. , M

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Drohung mit Waffengebrani'.

Infolge der blutigen Vorgänge in ^ n m ist die Erregung der Bevölkerung des Ruhrge- .»es außer­ordentlich gestiegen, die sich in Kundgebungen Lust machte. Der stanzösische Kommandeur erließ jetzt eine Anordnung von unerhörter Schärfe: Ansammlungen auf der Straße werden nicht geduldet. Herausforderun­gen ditrd) Singen irgendwelcher Lieder sind nicht gestat­tet. Wird nicht sofort beiHalt" stillgestanden, dann erfolgt Gebrmrch der Schußwaffe.

Beunruhigung in England.

Aus London wirb gemeldet: Die Ruhrlage be­unruhigt die Regternug nunmehr aknter, so daß die Frage bereits anftanckt, wie lange England Znschaner bleibe» kan». Die Regierung dürfte mit Urantiugs Absicht sympathisiere«, die ganze Situation vor dem BAkerbundsrat zur Sprache z» bringe«.

Stimmen aus England.

Unter dem TitelWarum nicht wieder zusammen­kommen?" veröffentlicht das Londoner Organ der fran­zösischen Regierung, dieDaily Mail", einen Lertarti- kel, worin die englische Regierung ausgefordert wird, ihre Haltung Frankreich gegenüber zu ändern mit der Drohung, daß andernfalls eine deutsch-srauzomche Ver­ständigung über Kohle und Eisen zustandekommen würde, welche ein fataler Schlag für die britische Judu- strie wäre.

Man bemerkt in London mit kaum verhohlener Ge­nugtuung, wie schnell Poi«carees Jllnsion verflog, i« Mussolini einen znverlässtge« Helfershelfer gefunden zu haben, und nimmt Kenntnis von dem Ersir, mit dem sich beide nun in Versicherungen unwandelbarer Erge­benheit England gegenüber überbieten. Der italienische Botschafter machte jedenfalls Poincaree fein Hehl dar­aus, daß Nkusiolini die Weisheit der Besetzung irgend,- eines Stückes der Rnhr immer bezweifelt habe, und da« er ihre Ausdehnung mit zunehmender Mrtzbullguna sehen würde. Es scheint, daß die letzten Tage eine An-

Linlscho« Loützo« »yd Rom brachten, und tw» Mussolini entdeckt hat, daß wnar iwr Plau ^^^ eignen Ansichten doch viel näher kaur als der Pou -

Gegenüber der französischen Drohung, Frankreich werde das Ruhrgebiet einfach konfiszieren, wenn es nicht freiwillig liefere, meint der Sonderberichterstatter derTimes" in Essen, Frankreich werde »en M-fahr- lichen Schritt einer Konfisziernng privaten Eigentums nicht leicht tun, zumal wenn es bedenkt, in welchem Um­fange illternationales Kapital im Ruhrgebiet angelegt sei.

Die Benzoüieferun-sn an Italien.

»-»Die Krieaslastenkommissiou ist aufgefordert worden, Bur SUumg der EntschädigungskEnnssion Vertreter zu entsenden, die wegen der italienische« Benzoll,eferu«' gen auf Eutschädigungskouto verhandeln soll. Staats­sekretär Fischer als Vorsitzender der Krlegslaitenkom- Sichtet würde. Die Sitzung der Entschädrgmigskvumiis- siou wurde daraufhin auf Freitag vertagt. Es soll m dieser Sitzung endgültig über die Benzollieseruiigen an Italien beschlossen werden. Fn der Sitzung wird sich die Entschädigungskommisiiott auch mit der Antwort d^r

Reichsregierung befasseu.

Verbot der Vergnügungen.

M Aus Berlin wird gemeldet: Das Reichskabineti trat «och spät abeiids zu einer Sinung zitsammen, in der die BoL Ruhrgebiet und die sich daraus erge­benden Rückwirkungen beraten wurden. Unter » 3 - Febnua des preußischen Kabinetts wurde gleich darauf eine zweite Sitzung abgehalten, in der die «rrage eme» Verbotes aller Vergnügungen, Balle und Lustbarkeiten erörtert wurde. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht aesaßt daß die Beratungen noch fortgesetzt werden sol­len. Es ist aber bestimmt damit zu rechnen, daß ein derartiges Verbot nach vorheriger Fühlungnahme mit den Ländern schon in den nächsten Tagen heranskom- men wird. Auf Anraten der preußischen Regierung hat der Berlirier Polizeipräsident die Polizeistunde auf 11 Hör herabgesetzt und alle öffentlichen Schanklustbarkei- feu verboten.

DoMische Ratyrtchteu.

Gegen Attoholmiböranch und Schlemmerei. In An­betracht der schwierigen außenpolitischen Lage hat das Neichskabinett das Dchankstattengesetz beschleunigt be­raten. Es wendet sich gegen Alkoholmißbrauch und Schlemmerei und knüpft die Erteilung von Konzemo- nen an erheblich schärfere Bedingungetl als das bis­herige Gesetz. Künftig wird nicht nur die Vedlirsnis- frage für die Korizessiotrserteilung maßgebend'fei«, son­dern auch in allen Füllen, in denen zu befürchten ist, daß ein Lokal der Schlemmerei dienen könnte, die Kvn- Lefsion grundsätzlich verweigert werden.

Keine höheren Rut,e«ehalier. Der ReichstagsaiiS- schuß für Beamteilangelegenhetien beriet einen Antrag Worath lD. Bpt.j betreffend Aenderung des.PensionS- ergänzmigsgesetzes, der den Beamten und Offizieren ein höheres Ruhegehalt erwiesen wollte. Der Antrag wurde von dem ReaierungSMtreter bekämpft, auch schon wegen 8er katastrophalen Finanzlage des Reiches Utio trotz auerkauirter mancherlei guter Gründe, die für den Antrag sprachen, von dem AuskLuir abaelebnt.