Schlüchlerner Zeitung
$ WWW 8 8 61 Hohmeister, Schriftleitung H-L. Hohmetfter,
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M. 19
Allerlei vom Xa^e»
Die Levensmittelzufuhr im Bezirk Essen ist als zufriedenstellend zu bezeichnen.
Wegen Grußverrveigerung wurden vier Bearute der Mirlheincer Schutzpolizei kriegsgerichtlich zu einer Woche Gefängnis und 100 600 Mark Geldstrafe verurteilt: 80 000 Mark müssen innerhalb 48 Stunden bezahlt werden, widrigenfalls 4 Wochen Gefängnis (!) hin zu kommen.
Infolge seelischer Aufregung gestorben ist in Bischofs- Heim der Oberbahrrmeister Buckerr, der von den Franzosen unter strengster militärischer Bewachung drei Tage lang in seiner Wohnung eingeschlossen worden war.
Dänische Sozialdemokraten werden in der nächsten Zeit tausend Kinder aus dem Ruhrgebiet auf vorläufig drei Monate in Pflege nehmen.
Zur Unterstützung des RuHrgebisies verunstalteten die deutschen Einwohner in Schanghai eine Sammlung, die vorläufig 70 000 Goldnmrk ergeben hat.
.Müll MWSMWU
mi Aus Paris wird gemeldet: Am Montag hat hier der belgische Arbeitsminister eine Besprechung mit seinem franziistschen Kollegen Le Troqueur gehabt. Die Beratungen haben zu dem Schluß geführt, den gesamten Niseudahnbetrieb im besetzten Gebiet durch Belgien und KrauLreich übernehmen zu lassen. Die französische und tue belgische Regierung werden durch Anschlag der Ruhr- bevörterung davon Kenntnis geben und den deutschen Eisenbahnern die Wahl lassen, entweder aus dem Dreust endgültig auszutrete« oder die Arbeit unter Kontrolle der Besatzungsbehörde wieder aufzunehmen. Die Lebensmittelversorgung des Rheinlandes und des Ruhr- gebiets wird von der Zahl der höheren sind untergeordneten Eisenbahner abhängen, die den Alliierten zur Wer, fügnug stehen werden. Dieses Personal muß ausdrück- iich um seine WiedereinsteUmtg einkommen.
Die AusfnWperre.
im Aus Bochum wird gemeldet: Die Mauzosen haben mit der DurchMhrunq der neuen Ausfuhrsperre für die industriellen Erzeugnisse des NUhrgebietes begonnen. U. a. wurden von ihnen 13 Waggons mit Halbsubnka- »eu beschlagnahmst Da die LMUPsM.chr, ihre wW- . Asche Sperre einen weiteren Bahnstech des .vanptbuhn- lwss Dortmund beanspruchen, ist mit der völligen Still- legung dieses Bahnhofes binnen kurzer Frist zu rechnen.
Bewachung der Zufahrtsstraßen nach Frankfurt.
im Aus Frankfurt am Mai« wird gemeldet: Seit Montag früh werden die. nach Frankfurt führenden Straßen von dem besetzten Gebiet durch französische Posten bewacht. Schlagbäume sind zum Teil errichtet, zum TeU werden sie gebanst Alle Fahrzeuge werden kontrolliert. Sie werden in das besetzte Gebiet hinem-, aber redvch nicht wieder herausgelassen.
Ei« neuer Berzweiflungspla«.
m Paris. Poincaree hatte am Sonntag abend eine Besprechung mit General Degoutte über die Auwenouna der letzten Maßnahmen, die von der französischen uuo oelgiswen Regierung festgelegt worden sind. .Generat Degoutte reifte nach abends nach Düsseldorf weiter. Bel den Beratungen der belgischen und französischen Regie- rungen scheint die Frage eines einzigen Konimnndos im Ruhrgebiet nur eine vorläufige Lösung gefunden zu haben indem die Belgier auf die Einsetzung eures oeto ■ scheu Kommissars verzichteten. Das Oberkommando bleibt in ten Banden des t^enerals Degoutte. — Dem „Journal" zufolge dürften- sich die Verhandlungen der beiden verbündeten Negierungen, da der französtsche «Z- nanzminister de Lasteyrie daran teilnahm, auch auf o Frage der EruMhrung einer neuen Währung im in um gebiet bezogen haben. Die französische Regierung O mc dieses Projekt bisher hinausgeschoben, weil He der Jm= ficht sei, daß man einer derartigen Maßnahme die Tendenz, das rheinisch-westfälische Gebiet. dauernd von Deutschland zu trennen, unterlegen wurde. Sie scheine sich bis jetzt der belgischen Auffassung genähert zu haben, die für die Schaffung einer neuen Währung fei.
ErregANg in Essen.
M^n Essen herrscht Fieber-stimmung. Eine mmoWm Nervosität hat die Franzosen ergriffen. ^ae haben am Bahnhof und auf dem Bahnhof Maschinengewehre ausgestellt, bei denen die Posten schutzferug bereit siegen, während deutsche Schutzpolizeibeamte gegenüber den chiaschinengewehren Wache halten, damit vom Publikum sich u.emand in ihre Nähe wagt. Außerdem durchziehen starke französische Kommandos alle Straßen, teilweise sogar im Laufsän-itt und jagen das Publikum vrn und her. Ferner wird von französischer Seue mitgeteilt, daß Panzerautos in Essen erscheinen werden. Die inieram liierte Kommission, die rm Karferhof wohnt, hat, uatb' dem das deutsche Personal auf Grund der Anweisungen der Gewerkschaften die Arbeit niedergelegt hat, mit der sofortigen Ausweisung des Personals aus dem Hotel geantwortet. Die Zimmerruadcheu, das Kuchen- und anderes Personal, aas in diesem Hotel wohnt, muß bis Dienstag abend das Haus verlassen haben. Französische Bedienung soll sofort herbetgeholt werden.
Die Erbitterung der Bevölkerung.
In Essen nimmt, wie der Sonderberichterstatter des „B T." drahtet, die Haltung der Bevölkerung mehr aG bedrohliche Formen an. Der Beschluß des VerbauoeS der Einzelhäudler, von Montag ab kerne Waren mehr an Franzosen und Belgier abzugeben, hat sreberhafte Er- regiulg hervorgerufen. Meuschemnanen belagerten die Kaffees und Restaurants, stauten sich vor den Geschäfts- läden, in denen besonders die Franzv,en zu verkehren pflegten und es dauerte nicht lange, bis die ersten Sterne die Schaufenster entwarfen. Größere Trupps von fram züiliwer SokdatLN Ärgeu burfö die StKwen, um die Er-
Donnerstag, 15 Februar 1923 regnirg der Passanten zu dämpfen. A^r^gerave'uuv y?c= genreil wurde dadurch yervorgernfen. Einzelne Trupps wurden schon umzingelt und jeden Augeubliü drohten sie mit dem Gewehr gegen die Menge loszugehen. Sämtliche Posten hatten bereits ihre Waffen entsichert, da griff ein Polizeioffizier ein und erklärte den Franzosen, wenn das Militär nicht augenblicklich von der Straße verschwände, wird die Polizei sich zurückzielren und die Franzosen unter sich lassen. Das wirkte. Die Soldaten verschwauderr geräuschlos von den Straßen und allmählich zerstreute sich die aufgeregte Menschenmenge. Au sämtlichen Läden sind Schilder a -gebracht: ^Bo« Beute ab wird nichts mehr an Franzosen und Belgier abae- geben." Zur Zeit sind in den verschiedenen Hotels die Betriebsführer zusaimnengetreten, um sich dem Ber- kaufsverbot anzufchließen. Im allgemeinen geht die Meinung dahin, den Betrieb von Seiten der Angestellten einzustellen, um die solidarische Front mit den anderen Arbeitnehmern nicht zu durchbrechen. Ein endgültiger Beschluß liegt noch nicht vor. Die Frauzofen wollen dagegen vorgehen, die Läden schließen, Posten davor stellen und selbst Zwangsmaßnahmen ergreifen.
BUttiger Zusammerrstoß w Geffeukircheu.
Aus Gelsenkirchen wird gemeldet: Die Stimmung wird von Tag zu Tag bedrohlicher. Die Erbitterung der Bevölkerung wächst. Alle Augenblicke sammt es in den verschiedenen Städten und Orten zu Zwischen- fällen mit den Franzosen, wobei sich solche blutiger Natur immer mehr häufen. Im Dunkeln fauste ein Auto ohne Beleuchtung durch die Straßen Gelfenkirchens und wurde von einem Schutzpolizisten vorschriftsmäßig an- gehallen. Der Chauffeur stoppte und verwies den Polizisten an die Insassen. Als der Schutzpolizist den Wagenschlag öffnete, sah er sich zwei französischen Offizieren gegenüber. Kaum hatte er die ersten Worte an sie gerichtet, als einer dieser Offizieren seinen Revolver zog und einen Schutz auf ihn abgab, der ihn am Halse schwer verletzte. Trotzdem hatte der Polizist noch Zeit und Kraft genug, um Hilfe herbeizuholem Das Auto setzte, den tödlich verletzten Schutzpolizisten am Wege liegen lassend, seine Fahrt in rasendem Tempo fort: aber die yerveigeyouen Schutzpolizeibeamten ließen sich nicht abhalten und feuerten himer dem fliehenden Auto her. Dabei wurden die beiden französische« Offiziere getroste«. Der eine er meld .einen Bauchschuß Die näherem Umstände werden noch zu ermitteln sein. Die Schutzpolizei in Gelsenkirchen ist verstärkt worden, Patrouillen durchziehen die Straßen. Eine Untersuchung ist im Gange, die wahrscheinlich schon in den nächsten Tagen genaue Siufflärung über den merkwürdigen Vorfall bringe« wird. Der verwundete Schutzpolizist soll irrzwischen seinen Verletzungen erlegen sein.
England verlangt Klarheit.
Die .Times" führt offiziös aus, daß es hohe Zeit fei, daß die französische Regierung die Ziele der Nuhr- nktton klar und ausdrücklich au gebe, schon, um den Verdacht zu zerstreuen, sie erstrebe die Ablösung des Ruhr- gebietes, die Entfesselung einer neuen Revolution und die Zerschlagung Deutschlands in unabhängige Staaten. Die ganze Lage beunruhige England tiefstens, aber für eine Jnterveutiou fehlten «och nötige Daten, da England weder wisse, was Frankreich wolle noch was Deutschland vorschlage. Die „Limes" erklärt weiter, England sei direkt an dem Ergebnis des Kampfes im Ruhrgebiet interessiert. Wenn der Kampf weitergehe mit dem Ergebnis, daß Frankreich geschwächt werde und Deutschland in den wirtschaftlichen Abgrund stürzt, in dem Rußland und ein beträchtticher Teil Mitteleuropas bereits liegen, so müsse der Untergärig Europas «i-vermeidkich auch auf die Wirtschaft Englands znrückwrrken. Frankreich habe sich entschlossen, in dieser Frage allein zu Yau- deln, während England jede Rücksicht auf die Bedürfnisse Frankreichs ausübe, kann es nicht die Tatsache außer acht lassen, daß es selbst feine Revarationsforderung habe, und es könne nicht leichtsinnig beiseite stehen, wenn Frankreich die Hoffnung auf den europäischen Frieden gefährde. Engand habe den Krieg nicht vergessen und es beabsichtige auch nicht, Deutschland von feinen Repa- rationsverpfli chtungen zu befreien. Der Plan, der von der britischen Regierung in Paris unterbreitet worden sei, hätte in Einzelheiten abgeändert werden können. Im wesentlichen sei es jedoch ein Plan gewesen, der Deutschland in den Stand setzen sollte, größere Beträge zu bezahlen und gleichzeitig die Bezahlung zu erzwingen. Alle Aussichten für diesen Plan feien jetzt durch die Ergebnisse der französischen Aktion gefährdet. Im gegenwärtigen Augeicblick sei keine Grund sage für eine Intervention in diesem Kampfe vorhanden. Man wisse nicht, was die Franzosen wollten und was die Deutschen vor- sch lügen. Die Fragen verursachten aber ernstliche Besorgnisse.
Der Kekßßpriifldent in Karlsruhe.
Mahrumg zur Einigkeit.
Vor den Führern der politischen Parteien, der Wirtschafts- und Bernfsvervünde, der Gewerkschaften, der Industrie und den Vertretern des geistigen und kulturellen Lebens Badens hielt der Reichspräsident in Karlsruhe eine Ansprache, in der er darauf hinwieS, daß die Gegner unter dem Deckmantel der Ausführung des Friedensvertrages und trotz unseres durch die Tat bekundeten guten Willens die Jahre feit dem Waffenstillstand zu einem qualvolle« Leidensweg gemacht haben. Was Frankreich und Belgien aber jetzt unternommen haben, fei beispiellose schnöde Gewalrtat, die den Frie- densvertrag offen verletze, die Rechte der Völker wie der Menschen mit Füßen trete und mit allen Ptitteln militärischer Gewalt Krieg gegen wehrlose Männer, Frauen und Kinder. Der Reichspräsident erinnerte daran. daß das Ruhrgebiet wegen einiger Prozente von KiMkiMetLNttiMiN t»k,setzt worden, fei ttLd üüMÜ8s..<Äe-
75. Jahrgang
vier mit der seltsamen Begründung, Leuffchians yaoe zwei internationale Lurnszüqe eingestellt Könne man sich einen schärferen Hohn auf das Völkerrecht denken als diese Begründung? Gegen die französischen und - belgischen Gewaltakte im Ruhrgebiet und in Baden erhebe er an dieser Stelle erneut vor dem deutschen Volke und vor der ganzen Welt feierlichen Protesr und lege Verwahrung ein gegen die BUntaten, Äe körperliche und geistige Bedrückung und BedrcmgyuA einer friedlichen, arbeitsamen und hart duldende» Bevölkerung. Er rufe die Welt zum Zeugen dessen an, was tagtäg- sich an Handlungen der Brutalität, an Akten nnureVsch- licher Willkür im besetzten Gebiet geschehe. Und Deutschen aber sei es heilige Pflicht, mit den unterdrücke« Brüdern und Schwestern zufauunenzustehen.
Niit tiefer Dankbarkeit gedachte der Reichsprüsideut der Beamten, der Arbeiter und der -Unternehmet, die in aufopfernder Treue Freiheit und Existenz eingesetzt haben und täglich neu ein fegen, um die gegnerischen Anschläge zu vereiteln. In diesen Tagen, fuhr der Reichspräsident fort, muß alles zuruckstebe«, was.uns an Welt- Strfchauung und politischen Ansichten trennt. Persönliche Gefühle und Interessen müssen wir dem Großen und Ganzen, dem deutsche« Schicksal unterordne«. Der Reichspräsident sprach das Vertrauen aus, daß auch das badische Volk in gleicher besonnener Ruhe und zielbet wußter Festigkeit wie die Brüder au Rhein und Ruhr dem Unwetter Trotz bieten werde, und wies darauf hin, daß der gegen Baden geführte Schlag sich gegen oas Höchste, was wir aus Krieg und Zusammenbruch gerettet haben, gegen die Einheit des Reiches, richte. Aber Heute seien die Zeiten, wo man Nord und Süd in Deutschland habe trennen können, vorbei. Unerschütterlich sei in allen Deutschen das Bewußtsein, Söhne eines Volkes und Glieder eines Reiches zu sein. Jeder Deutsche wisse, daß es jetzt um die Zukunft des Reiches und um den Bq» stand der deutschen Republik gehe. Wemr wir in diesen Schicksalstagerr alle Kräfte -zusammenschließen, so wür« den wir auch dieser Anschläge auf unser nationales Seiten Herr werden. In entschlossener, zäher Abwehr erhofften und erwarteten wir trotz allem eine bessere Zukunft unseres schwergeprüften Volkes im Bewußtsein unserer Einigkeit und unseres Rechts im Kampfe um untere. Freiheit.
Dr. Stresemann über die Ruhrbesetznng.
___Hit Diner Veranstaltung des Wghlkreisverb«lSes Leipzig der Deutsche»! VolkSsärici HM DrZSrressMan« eine Rede, in der er sich über die ersten vier Wochen der Ruhrbesetzung aussprach. Er bezeichnete es als eine Enttäuschung der Franzosen, daß sie bei ihrem Einmarsch in das Ruhrgebiet eine ganz andere deutsche Regierung, ein ganz anderes deutsches Volk vorgefunden habe«, als sie erwartet hatten. In Paris herrsche große Nervosität, in Deutschland sei mit dem Kabinett Curw endlich ein Kabinett der Aktivität aus Ruder getommen. 3totwendig sei aber, daß diese Regierung am Ruder bleibe und das sie von einheitlichem Volkswillen, auch von der Sozial« demofratie gestützt wird. Der Staat sei nicht dazu da, dem einzelnen Volksgenossen sein Begnügen M garantiere«, sondern der einzelne sei dazu da, den Staat zu stützen und ihm Ovfer bringen, denn wir leben gegenwärtig im Kriege. NafiongAewußtfei» uud die Idee der Volksaemeinschaft seien aeaenwärtia die stärksten Kraft« cuellen für die Fortdauer des Widerstandes des -«E- scherr Volkes. Beide Ideen zu pflegen sei die Aufgist« einer sieibewuhten Politik der Mitte. Die Ausführungen Strefemanns wurden wiederholt von stürmischem Beifall unterbrochen.
Kiedsrrheinifchss Land.
Das nachstehende Gedicht, das im Augenblick der Ruhrbesetzung besondere Bedeutung erhalten hat, wurde dem Band 3 der „Saaleck Bücher", „Der Niederrhein in der Lichtung", entnommen. Es ist auch in dem als Band 4 und 5 erschienenen „Das Lied am Rhein" der? salben Sammlung des Saareck-Berlags enthobest.
Fragt den Schiffer am Strom: Wie heißt dieses Land?
Arbeit wird es genannt
Fäuste um Ballen wie Zangen gekrallt, K - mengerassel, Kettengeklirr, Keiteugestampf und Sirenengeschwirr,
Leiber an Steuer uns Segel geschnallt —- Arbeit, Arbeit heißt dieses Land.
Fragt berußte Gesichter in Hallen, Mo Hämmer auf glühende Eisen fallen, Wo Menschen mit Erzen und Erden ringen, Wo Pressen rasen und Pendel schwingen — Fragt: Wie heißt dieses Land?
Arbeit wird es genannt.
Fragt die Toten: Wie heißt dieses Land?
Alle, die wir in Reihen ruhn,
Hatten zu sorgen, hatten zu tun. Saßen in Kreise und Zahlen gebückt.
Viele Hat Arbeit in Arbeit erschlagen.
Viele wurden aus Schächten getragen, Zerbrochen die Brust und der Schädel zerdrückt,
Jeder, ob reichen, ob armen Gewands, War Knecht der Erde, Knappe des Lands.
Fragt die Toten: Wie heißt dieses Land? Arbeit. Arbeit wird es genannt.
Johann Heinrich Brauch
Las Nskgssetz vorm Reichstag.
292. Sitzung.
Dc r Reichstag beschäftigte sich mit dem Notgesetz, das vom Reichsrat bereits angenomms« ist. Reichswirt- iUianomiiiiüer Dr. Lecker enutiabt die Liorlaae sur