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Schlüchlerner Zeitung

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_____AmMcher Anzeiger für den Kreis und die Sladl Schlüchlern

Nr 25

Donnerstag, 1 März 1923

75. Jahrgang

Allerlei vom Tage.

Anf der 93. Hauptver'avrvrlung der Deutschen La«d- wirlschaftsgesellschaft eriuahnte der Vorsitzende Aanimer- Herr Graf zu Rantzau-Breitendurg die Landwirtschaft, die mutigen Brüder an Ruhr und Rhein durch Spenden von Lebensmittel fortlaufend zu unterstützen. bis der Feind wieder aus dem RuhrMbtec herausgedrängt fei. In einer Versamminnq der Sssigteemokralisch^n Partei in Stettin erklärte der preußische Innenminister Severing, daß unser ytcdjt unsere Waffe sei und daß der Geist über die Bajonettspitze gehe. Poincaree müsse jetzt eillsehen, daß die Arannen des Generals Foch nichts ausrichten könnten.

In Hamdurg-Attona sind die Fischereiarbeiter in den Streik getreten.

In Oberhansett sind Abends drei Deutsche, darunter zwei Schupobeamte, von Franzosen augeschosien worden.

Bei der Stichwahl in einem Pariser Stadtviertel ist der Radikal-Sozialist Moriette gegen den Kandidaten des nationalen Blocks gewählt worden.

Gegen die Besetzung v«« Königswinter und 8im= bürg wird die Reichsregierung Protest erheben.

Das französische Milttärgericht in Mainz hat eine Anzahl Personen zu schweren Freiheitsstrafen verurteilt, die bei der Auszahlung der Löhne an Eisenbahner mit­gewirkt haben.

Während aus Dänemark namhafte Spenden znr Rnhrhilfe kamen und jetzt wieder <20 Kinder aus dem Ruhrgebiet dort eine Heimstätte finden, verbot die zu­ständige tschechische Behörde die von derEgerer Zei­tung" eingeleitete Hilfsaktion.

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> England lehnt Ein griffe in seine Besatzungszone ab.

Ein dringender Wunsch Poincarees.

Die Franzosen habe» auch im englisch besetzten Ge­biet deutsche Beamten verharret, die es ablehnten, sich den BefMeu der Ueberstülsmächte zu unterstellen. Nach der folgenden Meldung aus London hat nun die englische Regierung es der französischen Regierung nahe gelegt, von dieser Gewaltmethode im englisch besetzten Gebiet abzusehem Es wird darüber gemeldet:

Bonar Law erklärte in Beantwortung einer An­frage des Abgeordnete» Sir Klugsley Woov. die britrfche Zlegiernns habe der franzöfirche« Regierung «ahegelegt, i« der britischen Rheinzone keine weiteren Verhaftungen Deutscher mehr vorSnttetzme», ohne daß vorher die bri­tische Regierung zu Rate gezogen worden sei.

Nach einer weiteren Meldung aus London will sieg Poincaree mit dem englischen Zugeständnis der Ueder- gabe des im englisch defekten Gebiet liegenden Ab­schnitts der Steutz-Dürener Eisenbahn nicht begnügen. Wie der diplomatische Berichterstatter desDaily Tele- gUtph" mitteilt, habe nämlich Poincaree in einer sehr bringenden Mitteilung nach London um weitere Zuge­ständnisse an die französischen Militärbehörden im Köl­ner Gebiet ersucht. Man fordere Abtretung einer wei­teren Schmalspurbahn durch die britische Zone an einer Weiter nördlich gelegene» Stelle des Reuß-Dürener Ab­schnitts. Der Berichterstatter sagt, diese Forderung werde eine weitere territoriale Abtretung seitens Großbritan­niens bedeuten «nS könne deswegen nicht erwogen werden.

Wesentlich weiter geht noch eine Meldung des Pariser Sonderberrchterstatiers derWestminster Gazette", der schreibt, er bade besonderen Grund, anzu- nechmen, daß in Paris die Verschiebung der britischen

- Truppen nach einer am 31 dein stromabwärts gelegenen Stellung erwogen werde. Durch eine Räumung Kölns würden die englischen Truppen nicht mehr Gefahr lau­fen, in einen Konflikt mit den Franzosen verwickelt an werben. Dieser Gedanke ist ein Wunsch der Pariser Machthaber, um dadurch die Schwierigkeiten zu lösen, die ebnen England wegen der Benutzung der Eisenbahnen in der englischen Besatzungszone bereitet. Es ist aber ganz aussichtslos, daß England diesem Wunsche nachge­ben wird. Bonar Law hat deutlich erklärt, daß er nicht gewillt sei, England in das Ruhrabenteuer hineinziehen zu lassen. Durch eine derartige Verschiebung der eng­lischen Besatzungszone würde aber England den Plänen Frankreichs Vorschub leisten. In England ist man übrigens sehr besorgt über die wirtschaftlichen Fol­gen, die der Einfall in das Ruhrgebiet haben wird Die­ses Mißfallen ist in den letzten Tagen noch verstärkt wor­den durch die frmrzösischc Andeutung, die Rhein- und . Sie Ruhrbahnen unter dauernde Kontrolle Frankreichs zu stellen und Deutschland einen neuen Vertrag unab- Hängia von England aufzuzrvingen. Hierdurch würde sich Frankreich in direkten Widerspruch zu der gegebenen Zusicherung, es erstrebe keine Annertonen, setzen. Nach demDaily Telegraph" hat das französische Vorgehen in den Londoner amtlichen Kreisen den übelsten Eindruck gemacht. Die Ruhrfrage beunruhige die Regierung au­genblicklich tiefer als je, zumal die Franzosen nun offen­bar Sie englische Stellung in Köln unhaltbar zu machen suchte».

Weitere Besetzungen.

Wie dieFrkft. Ztg." berichtet, besetzten die Finn- zvsen Caub, Bacharach, Lorch und das ganze Gemet zwi- feben den rechtsrheinischen Brückenköpfen Marnz und Koblenz. Die Besetzung erstreckt sich bis Kirberg süd­östlich Limburg.

Die Parkfer Apachen in Bochum.

^ Wie mehrere Matter and Bochum melden, habe« die Franzosen seit Montag morgen die ganze innere Stadt vollkommen avgesperrt Der Berkehr »st so gut wie lahmgelegt. Die Geschäfte und Wirtschaften lind geschlossen. Auch in verschiedenen WeMtatten ruht der Betrieb. Ueber die Beranlassnng z« oiesem Borgchen -er Franzosen sind die oerschie-enste« Gerüchte imtlm- Uwi SAt eilten netaaen, daß -re Franzoien etuart

hätten, wenn die Gewerkschaften am Sonnabend den Ge- ' neralstreik verkündeten, so wollten sie schon jetzt dafür sorgen, daß die Arbeit ruhe. Ein anderes Gerücht be­sagt, daß die Franzosen die Geschäfte zwingen wollten, den Boykott gegen die Besatzung aufzuhebe».

Schwere Gewalttäter; in Oberstein.

In den Straßen Obersteius ist es zu schweren Aus- schrertnugeu der Besatzuugstruppen gekommen. Sol­daten mit aufgePftarr-ueul Seitengewehr gingen gegen die wehrlose Menge vor und schlugen blindlings auf sie ein. Eine Zivilperson wurde durch Bajonettstiche er­heblich verletzt. Andere Personen wurden mit dem Ge­wehrkolben niedergeschlagen. Die Erregung der Bevist- lernng ist ungeheuer. In der Nähe der Stadt wurde ei« junges Mädchen Überfällen und in verbrecherischer Weise mißhandelt.

Montag mittag wurden der Bürgermeister Berge und der Stadtsyndttus Schwarz ausgewiesen, weil sie aiv- geblich nicht genügend Dafür gesorgt hatten, diese Vor­gänge in den Straßen zu unterbinden. Eine riesige SteiL scheu menge umsäumte die Straßen am Bahnhof unt l-rachte dem scheidenden Bürgermeister Ovationen dar Die städtischen Beamten sind zum Zeichen des Protestes in einen Zuständigen Streik eilige treten. Zwischen Ober­stein und Jdar ist eine militärische Kontrollstelle einge richtet worden. Die vorbeifahrenden Autos und Stra-

ßenbahnen werden augeOalien und durchsucht. Den Passanten werden größere Geldbeträge abgevoi

DieJdarer Zeitung" ist von der Besotzungsoelmröc auf drei Tage verboten worden. Ein Grund ist nicht an­gegeben worden.

Der Vöttiezug in Friutrop.

Bei der Besetzung des großen BerschiebebahnhofeS Frintrop durch die Franzosen wurden neben dem Raul zshlretcheu rollenden Materials Die ganzen Büroeiurich- iungen zerschlage«. Die Beamten wurScu drei Stunden sesjgehalten, die Arbeiter durften sich nicht umziehen uns mußten in Arbeitskleidung nach Hause gehen Einzelne festgenommene Arbeiter, die wieder auszubrechen ver- suchien, wurden eingefangen und mußten zur Straft drei Stunden lang mit erhobenen Armen an der Warft stetze«. Auch wurde alles Handwerkszeug und sonstig« Geräte aus den Arbeiterschränken herausgeholt und ölt Schränke zerschlagen. Die Beamten und Arbeiter mutz-

ten -Auer! lasse«.

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Gefchlossener Abwehrkamuf.

®tn außerordentlicher Bezirksparteitag der Berlinei Sozial-emokratie Nahm eine Entschließung an, in der -ü RotwenSigkeit des geschlossenen Avnrehrkampfes erneu- bewM und die Regierung aufgefordert wird, alles zv

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Systematischer Terror.

Die Regierung fordert GeuMtAUttg.

Der deutsche Geschäftsträger in Paris ist angevne- sen worden, der französischen Regierung folgende Not« nebst Anlagen M überreichen:

Die Gewalttättgketteu der fvanzöstschen un- Selgi. schen Truppen gegen Sie Bevölkerung des Ruhrgehieft häufen sich in der erschreckendsten Weise. Wenn es in der ersten Zeit nach dem Eittmarsch zunächst noch den Anschein haben konnte, als ob es sich bet den Gewalt. tätigkeiten um Ausschreitungen von einzelnen Angehö­rigen der Besatzungsaruree handele, so zeigt sich in den letzten Wochen immer deutlicher, daß Sie mrlitärischen Befehlshaber selbst systematisch darauf ausgehen, die Bevölkerung zu terrorisieren.

Die neuerdins vorgekommenen Fälle der Weg- uahnre von Privateigentum, der Ausweisung und Ber- hüftnug von Beamten, der Strastnaßnahmen gegen ganze Städte sowie der Mißhandlung uns -er Tötung von Privatpersonen sind so zahlreich, daß es öer deutschen ^Regierung schlechterdings nicht mehr möglich ist, jeöen Einzelfall seiner Bedeutung erlttprechenö gesondert dar­auf zu beschränken, einzelne Fälle Herauszugreifen. Eine Liste solcher Fälle, die das Borgehen -er Besat- zungstruppen hinreichend kennzeichnet, ist beigefügt. Nach der Behandlung, die den deutschen Proteste» bis­her zuteil geworden ist, kann die deutsche Negierimg uklü darauf rechnen, daß ihre Mitteilungen Sie fran­zösische Regierung jetzt zu einem Einschreiten gegen die Gewalttätigkeiten ihrer Truppe»! veranlassen werden. Sie hält es gleichrvohl für ihre Pflicht, der französischen Regierung durch Darstellung einzelner Beispiele das unerhörte Vorgehen der Truppen immer wieder vor Augen zu führen und so die Verantwortlichkeit für die­ses Vorgehen festzustellen. Dabei ist sie keineswegs ge­willt, mit der Auswahl solcher Beispiele die übrigen Fälle der Vergessenheit preiszugeben. Vielmehr behält sie sich vor, auf Grund des von ihr fortlaufend gesam­melten Materials für jedes begangene Unrecht volle Ge­nugtuung zu fordern. In den umfangreichen Anlagen, die die deutsche Regierung dieser Note beiaesügt hat, werden die Bluttaten der französischen Einbruchstrup­pen in Oberhäuser! und Bochmn ferner die Gewalttaten gegen die Bevölkerung von Recklinghausen, die Vorfälle aus dem Bahnhot Wanne und weitere Fälle von Miß­handlungen, Verhaftungen und Ausweisungen zur Kenntnis der französischen Regierung gebracht.

Die Rnhraktio» eine Kriestsmatzuahme."

Der französische Landesausschuß der . Bereinigung der Reserve-Offiziere hat, nachdem Ministerpräsident Poincaree aus Mangel an Zeit de« Vorsitz der Verei­nigung niedergelegt hatte, den ehemaligen Kriegsnnm- fier, den Abg. Andrü Lefevre, an seine Stelle gewählt. Lefevre hielt eine Ansprache, in der er erklärte: Ick kann leider nicht an die ewige Dauer des sogenannten Friedens- oder Waffenstillstands glauben. Der Krwg hat lischt 1914 begonnen und ist nicht 1918 zu Ende ge- gaugem In Wahrheit hat er 1912 auf dem Balkan mc-

sich immer noch. Auch die Besetzung oeo »tuyrgevwts eine Krregsmaßnahme, obwohl wenig Blut dabei ge­flossen ist

Vermittelungsschrktt Amerikas?

Der Londoner amerikanische Botschafter Haroey, der zurzeit in Neuyork weilt, uat dort einer Meldung der ,/B. Z." zufolge int Klub der englischen Zeitungsver­leger den Journalisten eine Erklärung über einen an­geblicher! Vsrmttüungsplau Hardiugs abgegeben. Da­nach werde die I »tervemion zurzeit zwischen der ame- rikanische« und englischen Regierung besprochen. Har- dmg schlage die Bildung einer internationalen Finanz- kontrollkümMisfio« vor, deren Kontrolle Deutschland vorbehaltlos annehmen müsse. Frankreich solle auf der anderen Seite das Rnhrgebiet ohne Verzug rannten. Amerika würde nötigenfalls einen Druck sowohl aus Deutschland als auch auf Frankreich ansüben.

Es läßt sich von hier im Augenblick nicht nachprü- sen, ob der Botschafter Harvey diese Aeußerungen tat­sächlich in dieser Form getan hat. Allzu große Wahr­scheinlichkeit hat dies nicht für sich, denn man muß an­nehmen, daß die amerikanische Regierung, wenn sie tat sächlich beabsichtigt, ein zu schreiten, so vorzeitig und rest­los ihre Taten, wie das hier der Fall wäre, niemals avföecken würde. Sie würde kaum so genaue Einzel­heiten eines Planes vor der Zeit in der Presse bekannt- gebe.

Die beschlagnahmte« Milliarden.

Zu der Beschlagnahme der 12,8 Dtilliarden im D-Zug st öl:: erlin durch die Irmtzoteu wird noch gemeldet, . Die Geldsendung aus 13 Säcken bestand, die in einem . DiCii dritter Klasse von zwei Beamten bewacht wurden Die Gelder waren für Die Versorgung der Kölner Zo«« mit Zahlungsmitteln bestimmt. Wird das Geld der R'rchsbank nicht zurückgegeven, so muß diese entspre­chende Sendungen, die ig ebenfalls der Gefahr der Be- schlaguahme ausgesetzt sind, entstellen. Die Folge wird ^in, daß die Entlob»««» der Arbetter in -er Sökuer Zone große Schwierigkeiten mache.

DieB. Z." erfährt an zuständiger Stelle: Gegen­über den französischen Rechtfertigungsversuchen, daß die in Hengstey von den Franzose» beschlagnahmten 12,8 WMiarösri wLSer für Hre Ccienbahuc- der britische« «oS für diejenigen der von den Franzosen gewaltsam besetz- ten Zone bestimmt waren. Es handelt M ausschließlich ant Zahlungsmittel, die zur Versorgung der englisch« Zone mit den unbedingt nötigen Geldbeträgen bestimm 'waren. Der britische Delegierte in Köln hat sofort gegen diese Beschlagnahme Einspruch erhoben. Wie die®. Z? von berufener Seite hört, stnd inzwischen Verhandln» gen eingeleitet nwrSe«» die auf die Frage der Rückgab« des Geldes hiRtiele«.

Verkauf deutscher ReparattosAohle.

Obnmbl die öeuttche Reichsregierung wiederhol- wegen des V-LkirNfs von ReparattonskoM durch Franko reich und Belgien bei den Regierungen der beiden Län­der vorstellig geworden ist, haben die Verkäufe nicht auf gehört. In den Jahren 1921 und 1922 sind, wie. gemel­det wird. a?is Frankreich und Belgien nicht weniger als 33 Angevote an neutrale unH deutsche kirnten aui Stefemi^ von deutscher Reparattonskohle ergangen. I« 16 FMen wurden insgesamt etwa 200 000 Tonnen «w 1062 Wagen Reparattonskohle angeboten, währen- Me übrigen 17 Angebote keine bestimmten ZahlemmgaSea über die angebotene« Mengen enthielten. Eine tatsäch­liche. Arrsfuhr von deutscher Rei'arationskohle aus Bel- gieu und Frankreich «ach dem Ausland ist in SS Fällen mit vnMemmi 1587 026 Tannen in d« Wen Wen Jahren festgestellt worden.

NÄUfaU »ei rrovreus.

Ciscr-n

Kurz vord<i c:

.. .. . . _ igirrt in den Hauptbahtchof KöSMrz ereignete sich abc n«w ein Eisenbahnunglück. Zwei von fremdem Personac « terte Güterzüge stießen mit aller Wucht zusammen, soSaß weitere Wagen übereinander geschoben wurden, wodurch erheblicher Ataterialschaöen entstand. Vor allem wurde ein französischer Automobil­transport außerordentlich in Mitleidenschaft gezogen. Die Stierte ist für länger« Zeit gesperrt.

Blntige Brn-erkämpfe.

In Eichstädt drangen Socialisten, die mit scharfen Eisenstangen und anderem schrver bewaffnet waren, tu das Exerzierhaus etu, in dem die Nationalsozialisten eine Versaunnlmlg abhielten, um diese zu sprengen. Einem Wachtmeister der Landespottzer wurde der Schädel ge- spatten. Außerdem gab es 40 Verwundete. Die Natio­nalsozialisten, die sich zur Gegenwehr mit herausgerisse- nerl eisernen Gartenzauuslavgeu bewaffneten, warfen schließlich die Sozialisten aus dem Saal und räumten glich eine Straße von ihnen. In Jngolstadt ist es zu ähn­lichen Zusammenstößen gekommen.

Konjnnktnrgewiu« und feine Kehrseite.

Die englischen Kohlenpreise steigen unter der Rück­wirkung des französischen Ruhreinfalls von Tag zu Tag. Kohlensorten, die vor drei Monaten 7 Schilling ü Pence kosteten, kosten heute bereits 18 Schilling 6 Penee. Koks ist im Verlauf einer Woche von 45 auf SO Schilling gestiegen. Wenn hierdurch auch der eng­lische Arbeitsmarkt eine Belebung erfährt, so klagt die englische Industrie doch schon über die Verteuerung der Produktionskosten, und in allen Wirtschaftskreisen herrscht deshalb die Ansicht vor, daß die Besserung der Arbeitstage nur vorübergehend sei und England bei einer Verarmung des Korttiueuts nichts verdiene.

Die Plintderungen in Bock««.

Landratoamt Bochum anLerichtet bab<L.