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Schlüchterner Zeitung

HMerm >rewblatt

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G-grSodet 1848.

Erscheint dreimal wöchentlich Druck und «erlag Firma E Hohmetster, Schriftleitung H-E. Hohmeister, Schlüchtern Im Falle höherer Bemalt, Bet' iebSÜörvng oder Stromsperre erlischt jede Berpflichtung aus Schadensersatz,

Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die.Stadt Schlüchtern

Str 31

Donnerstag 15 März 1923

75. Jadryling

ALLerler vsw Tage.

Betreffs Umlage-Getreide sind die preußischen Stel­len zu einer eingehenden Nachprüfung der Einzelfälle veranlaßt worden. Bei Härten soll evtl. Herabsetzung des Umlage-Solls herbeiae führt werden.

Der Neichsmiuister des Innern hat dem Reichsrat einen Gesetzentwurf zugehen lassen, der die Berlänge- ruilg der Demobilmachungsvorfchrifteu, deren Geltungs­dauer am 31. März abläuft, bis zum 31. Oktober 192?] vorsieht.

Die Spitzeuorganisatiurcn der Aerzte und Krankeu- kaffen haben erneut in Berlin verhandelt. Eine Eini­gung über die Februar März-Honorare der Aerzte wurde nicht erzielt.

Im Kaiser-Wilhelm-Kanal stieß der DampferOlga" mit dem MotorschiffAdele Kroger" zusammen wobei das Motorschiff sank. Der Eigentümer Kröger und der Kanallotse Luehmann ertranken.

Der polnische Außenminister ist nach Paris abgereist und wirb sich von dort aus nach London begehen. Die französische Presse bringt die Reise mit dem Plane, Deutschland die Zufuhr ostoberichlesischer Kohle zu sper­ren, in Verbindung.

Kapitän z. S. von Müller. der weltberühmte Konr- manöant derEmben" ist gestorben.

Der englische Kriegsminister Lord Derby ist zu un­bekannten Zwecken in Paris eingetroffen.

^ Nachdem das bulgarische Parlament den Gesetzent­wurf, der die Anklage der früheren Kabinette genehmigt, angenommen hatte, wurde es nunmehr aufgelöst. Für hie Auflösung stimmten die Agrarier und Kommunisten. Der Termin für die Neuwahl ist noch nicht bestimmt. üröwmnblle veuWeemoräe in 8«

Die Ermordung der beiden französischen Offiziere in Buer hat die französische Presse und der französische Ministerpräsident zu einer ungeheuerlichen Hetze gegen Deutschland benutzt. Noch ehe der Mord an den beiden französischen Offizieren aufgeklärt worden war, hielt Poincaree auf einem Bankett ehemaliger Jäger in Paris eine wüste Racherede, in der er wörtlich sagte:Sie kön- nen sicher sein, daß dieses verdammenswerte Attentat be­straft werden wird und daß die Opfer gerächt werden. Morgen weroe ich mich mit Genera» Degomle nach Brüs° fei begeben und mich vergewissern, daß alle nötigen Maß­nahmen zur Unterdrückung getroffen finD.* Auge stachelt durch diese unverantwortliche Hetze ihres nach wilder Rache schnaubenden Herrn und Meisters haben die sran- zösischen Räuberbanden in Buer ein bestialisches Straf­gericht an der deutschen Bevölkerung vollzogen. Es war ein sich selten bietender Anlaß, in grausamster Weise unter den verhaßtenBoches" zu wüten. Vier deutsche Zivilisten sind erschossen und erschlagen, andere von den Franzosen angeschossen oder aus das grausamste aeguählt worden. Nun hat sich inzwischen aber einwandfrei sest- steLen lassen, daß die Mörder der beiden französischen Offiziere zwei französische Alpenjäger gewesen sind. Wird nun Poincaree den Mut finden, offen zuzugesiehen, daß er der Urheber der deutschen Morde und Greuel in Buer ist? Mit einer größeren Gewissenlosigkeit konnte ein so furchtbares Blutbad, wie es in Buer angerichtet worden ist, nicht angezettelt werden.

Die Mörder der Offiziere zwei Franzose«.

»»Die Ermittelungen nach den Mördern der beiden französischen Offiziere in Buer sind zwar noch nicht ab­geschlossen. aber es steht bereits fest, daß die Mörder Franzosen sind. Die Untersuchung hat folgendes Bild ergeben: Die beiden französischen Offiziere trafen auf oer Hochstraße gegenüber einer Wirtschaft zwei franzp-

siiche Alpenjäger. In der Gastwirtschaft hielt sich u. a. auch ein Rechtsanwalt mit seiner Frau auf. Diese uno die Wirtin haben gehört, wie sich draußen zwischen une Franzosen in französischer Sprache eine rege Unterhal- iung entspann, die längere Zeit dauerte und einen immer erregteren Charakter annahm. Plötzlich fielen zwei Schüsse. Unmittelbar darauf gingen die drei Personen vor die Tür und sahen die beiden französischen Offiziere iot am Boden liegen. In einiger Entfernung konnten sie gerade noch die flüchtigen Alpenjäger sehen. Sie ga­ben zu Protokoll, daß die Schüsse von den beiden Aipcu- lögern abgegeben worden seien. Eine Ermordung durch Deutsche fei vollständig ausgeschlossen. Allen Anzeichen nach handelt es sich um Soldaten, die wegen Urlaubö- äberschreiftmg auf der Straße von französischen Offizie­ren ungehalten worden waren: sie waren offenbar beide stark angetrunken.

In der Nacht zum Montag sind ein deutscher Kri- Minalbeamter und zwei Bürger von den Franzosen ge­tötet worden. Außerdem ist ein Kranführer aus Gelsen- kirchen erschossen worden. Der Kriminalbeamte ist im Rathaus erschl

Rathaus erschlagen (!) worden. Die beiden Zivilisier; wurden erschossen, da sie sich nach 7 Uhr abends noch aus der Straße sehen ließen, nachdem der verschärfte Belag- - kungszustand erklärt wurde. .

Wie eine spätere Meldung besagt, hat sich die Er­mordung des Kriminalwachtmeisters und des einen der beiden Zivilisten auf grauenvolle Weise abgespielt. Dft Dat hat an Bestialität kaum ihresgleichen. Der Knml »albeamte Burchhoff und der Elekt

e

morbung des ; beiden Zivilist Sat hat an Ä<-,--------... . . ,

nalbeamte Burchhoff und der Eleitromorrteur Witters- Hagen wurden zunächst von den, Franzose»! unter deur Berdacht, an dem Offiziersmord beteiligt gewesen zu fein, verhaftet. Burchhoff wurde auf^Grmid^ einer De­

nunziation eines Gro^------....... . _ schworen hatte, von den Franzosen festgenommeu. Er nannte als Alibizeugen den Monteur Wrttershagen, wl dem er zur Zeit der Mordtat zusammen gewesen war. Beide wurden in der Nacht im französischenArrestlok, n schwer mißhandelt. Es scheint, daß Burchhoff sich Legen diese unmenschliche

k- gegen üefe unmenschliche Behandlung gewehrt hat. Gegen 8 Uhr abends schleppten zwei Offiziere und zwei Sol­daten Burchhoff unter fortwährenden Kolbenstoßen und VeitichenMeben auf den freien Platz hinter dem Rat-

saus. Die Bewohner Der .ycmfer hörten sie tauten Schreie des Bedauernswerten. Gleich darauf fielen zwei Schüsse, dann wurde es still, und die Franzosen entfernten sich hastig. Die Leiche weist grausige Ver­letzungen auf. Der Schädel ist durch Kolbenstoße voll­ständig zertrümmert. Eine Schußverletzung findet sich in der Brust, eine zweite vor der Stirn. Der Monteur Gittershagen wurde kurz nach diesem Vorfall auf den Lyzeumsüof geschleppt und dort erschossen. Die Kugel durchschlug Den Schädel, der vollständig zerrissen wurfie. Die Leichen der beiden Ermordeten wurden im Laufe der Nacht in das Rathaus in Buer gebracht mit dem Bemerken, die beiden Deutschen seien auf der Straße erschossen worden, weil sie gegen die Verordnung be- ireffenö den Nachtverkehr verstoßen hätten. Der zweite Zivilist, der Kranführer Paul Fahbeck aus Gelseukir- chen, wurde in der Hochstraße ohne Anruf von einem französischen Posten erschossen. Auf die Hilferufe einer Frau erschien eine französische Patrouille, die erklärte, daß der Schuß nur von einem Deutschen stammen könne.

Während der ganzen Nacht zurr» Montag wurden zahlreiche Stratzenpassanten, die ahnungslos ihre Be­hausungen aufsuchten, ohne Anruf von den Franzosen beschossen. Mehrere von ihnen mußten wegen gefähr­licher Schutzverletzungen in die Krankenhäuser gebracht werden. Am Montag vormittag riefen die Franz vs u das Lehrerkollegium zusammen. Sie machten dem Kol­legium den Vorwurf, datz die Schüler von ihren Lehrern zum Abreitzen der französischen Plakate aufgefordert worden feien. Der Leiter der Anstalt, Oberstudiendiret- tor Dr. Weher, und Studienrat Freibüter, Beigeord­neter der Stadt Buer, wurden verhaftet. Zahlreiche weitere Verhaftungen, die im Laufe des Sonntags und Montags vorgenommen wurden, steigerten die Erre­gung der Bevölkerung aufs höchste.

Der kommandierende General des 32. Armeekorps, General Caorn, gab dem Magistrat in Buer bekannt, im Falle, datz dort ein Mord an einem Franzosen verübt werden sollte, würde der als Geisel festgehaltene Ober­bürgermeister ohne Urteil erschaffen werden. Der Ge­neral übernehme die volle Verantwortung für dieses Urteil ung sei bereit, sich unter gewissen Umständen vor den französisch-deutschen oder internationalen Gerichts­hof zu stellen. Wer Vertreter d^x Bnerschen_KWNM toast Arnhold wurde freigelassen, um den Beschluß des kömmidierenden Generals dem Magistrat sowie der Be­völkerung zur Kenntnis zu bringen.

Kohlenabfuhrversnch d«rch die Franzosen.

»» Die Phönixmerke i« Hürde sind von drei Maschim!«- gewehrabteilunge« besetzt worden. Die Arbeiter sind darauf sofort in den Proteststreik eingetreten. Auf der staatlichen Grube Bergmanusglück haben die Frau olen Vorbereitunge« getroffen, um selbst Kohlen und Koks abz«fahre«. Die Bergleute dieser Grube hal»e« Des schloffen, die Arbeit eiuzustellen.

Die Brüsseler Konferenz.

Revision" bis zur vollstäudige« Beruichmng.

Montag vormittag hat die Brüsseler Konferenz zwi- tocii Poincaree und Theunis ihren Anfang genommeu und als erstes Blatt ist dieDaily Mail" in der Lage, einen ausführlichen Bericht über die französisch-belgi­schen Verhandlungs-Beöinguugen zu bringen. Aus die- sem Bericht geht deutlich hervor, daß die Franzosen eine fast vollkommeue Revision des BersaMer Vertrages, selbstverständlich zu Uuguusten Deutschlauds, erzwingen wollen. DieDaily Mail," deren Mitteilungen umso bemerkenswerter sind, als es ja bekannt ist, daß ihr diplomatischer Mitarbeiter in enger Fühlung zum Quai d Orsny steht, geht davon aus, daß in absehbarer Zeit Verhandlungen mit Deutschland beginnen müßten. Frankreich und Belgien würden dann Wert darauf le- geu, zu betonen, daß ihnen mit Unrecht die Absicht zu- geschrieben worden sei, Großbritannien von den Ver­handlungen über die Festsetzung neuer Bedingungeu mit Deutschland auszuschlietzen. In den wesentlichsten Plitik- ten werden Frankreich und Belgien nach derDaily Mail" ihre Forderungen nicht verkürzen, sondern höch­stens in Eilizelheiten abändern lassen, aber auf keinen FM zugeben, daß ihre Vorteile durch englische Vorschläge verkleitlert werden. Der Zeitpunkt für die Räumung des Ruhrgebietes und des Rheinlandes werde von der Bereitwilligkeit Deutschlands, die ihm auserlesen Be­dingungen zu erfüllen, abhängig gemacht werden und nicht automatisch nach den Bedingungen in Kraft treten, die vor dem 11. Januar galten. Die allererste Bedin­gung sei, daß Deutschland die Ruhrbesetzung als einen gesetzlichen Schritt in Uebereinstimmung mit Artikel 17 unD 18 des 2. Anhanges des 8. Teiles des Versailler Vertrages anerkenne. Deutschland könne infolge seiner Verfehlungen nicht verlangen, daß die Frist von 15 Jah­ren für die Besetzung oes Rheinlandes schon zu laufen begonnen habe. Schließlich wird verlangt, daß Deutle land die Maßnahmen, Die als effektive Sicherung für die Artikel 42, 43 und 44 des Versailles Vertrages ergriffen werden sollten, nicht als feindliche Schritte betrachten darf. Falls diese Bediilguugen erfüllt werden, seien Frankreich und Belgien dazu bereit, über das sofortige Inkrafttreten eines Moratoriums für Dentichland zu verhandeln und einer Festsetzung der deutschen Zah­lungsverpflichtungen im Rahmen seiner Zabli'nasfcibio- keit zuzustimmen. Im ganzen glaubt man. daß Deutsch­land eine Zahlung von ffibrlich 2^ Milliarden Goldmark für die Dauer von 30 bis 50 Jahren auferlegt bekom­men würde.

Böllig undiskutabel."

Die von derDaily N'ail" veröffentlichien franzö­sisch-belgischen Verhandlungsbedinguttgen werben von maßgebender deutscher Seite als völlig »«diskutabel und absolut une^süllbar bezeichnet.________________

Abonniert die Schlüchterner Zeitung.

Biß IBaOnungsQauflfigate im Reichstag

803. Sitzung.

' Der Gesetzentwurf über die Anlegung gesetzlicher Reserven der Aktieugesellschaften in den Twllarschatza«- weisungen des Reiches wird ohne Aussprache in Dritter Beratung endgültig angenommen.

Es folgt die zweite Beratrmg der Novelle Gesetz­entwurf über die Erhebung der Woh«uugsba«abgabe. Die Regierirngsvorlage wollte die bisher 50 Prozent des Friedensnutzungswertes der Wohnungen betra­gende Abgabe auf 750 Prozent erhöhen. Der Ausschutz beantragt darüber hinaus für die Jahre 1923 «nd 1924 1500 Prozent für die Länder. Die Gemeinde« könne« die gleiche Abgabe erheben, so daß nach der 8l«uahme der Vorlage sich die Abgabe auf 3000 Prozent des Frie- dcnsnutznugswertes erhöht. Der Ausschuß will ferner fielt Unternehmungen, die gewerbliche Räume neu er­richten, die Verpflichtung zur Errichtung von Arbeiter- wohnungen auferlegen nnö sie dafür von der Abgabe be­freien. In mehreren Entschließungen verlangt der Ausschuß Berbilligung der Baustoffe, gesetzliches Vor­gehen gegen die Arcswüchse des Kartellwesens und Ver­günstigungen für gemeinnützige Baugenoffenschaften.

Die Zlbgg. SUberschmidt iSoz.), Bahr (Dem.) und Korttzaus (3tr.) beantragen, die erhöhte Abgabe nur für .>a§ Jahr 1923 festzulegen und die Befreiung der Unter- nehmungen vvn der Abgabe zu streichen, die Arbeiter- wohrrungen errichten.

Die Zlbgg. Leopold (Dn.) und Genoffen beantragen 1. die Abgabe nur von solchen Gebäuden zu erheben, die zu Wohnzwecken Dienen; 2. Die Abgabe von 1500 auf 750 Prozent zu ermäßigen und 3. Die aus landwirtschaft­lichen Gebäuden stammenden Abgabeeinkünfte vonvie- geud für lanöwirtfchaftliche Bauzwecke zu verwenden.

Abg. Esser (Ztr.) beantragt die Schaffung einer Pflichtsparkasse zur Kapitalbeschäffung für den Klein- Wohnungsbau.

Nach Der Ausschnßberichicrsiattüng durch den :ög. Kniest (Dem.) nimmt ReichsarbeitSminister Dr. W.r tue das Wort zur Begründung der Vorlage. Er L an neie ihre schleunige Verabschiedung als noth ..n denn wenn wir niast, jchueL gaup öeträchrtichL Mittel zur Verfügung stellten, stehe Die Bautätigkeit geradezu vor einer Katastrophe. Dariiber bestehe kein Zweifel, daß die Wohnnngsbauabgabe das Instrument zur Auf­bringung der notwendigen Mittel für die Bautätigkeit sein solle. Der Streit könne nur um die Höhe gehen. Wir stimmen gern dem' im Ausschuß beschlossenen Satz von 3000 Prozent zu und betrachten diese Erhöhung nur als Mindesinraß. Mit dem Ertrag dieser Abgase wird nur ein bescheidenes Bauprograurm öurchgefiihrt werden können. Der Satz von 3000 Prozent ist nur scheinbar hoch. Ein Staatsarbeiter hat im Durchschnitt heute ein Jahreseinkommen von 2 002 800 Mark. Die Woh­nungsbauabgabe würde für ihn bei erneut Friedenspreis von 400 Mark jetzt 12 000 Mark, die Gesamtmiete Zunders' schließlich Abgaben 60 000 Mark jährlich betrage«. Steuer* ist im Verhältnis zum Einkommen weniger als im Frbe . den. Die Regierung wird in Zukunft Wohnmrgserwei. * terung und -ausbau fördern. Sie wir- weiter ü«f die Berbilligung der Baustoffe nach besten Kräften htn- arbeiten.

Nachdem noch die Abgeordnete« EUSerschmidt Eoz.), Korthaus (Ztr.), Leopold (Dn.), Dr. Maretzkt (D. Vpt.) und Bahr (Dem.) zu der Borlage gesproche« und sich grundsätzlich mit dem Ausschußantrag einver­standen erklärt hatten, wurde die «v-

Rein wanken im unerjazultertiHen SMllerflanü.

Ein Ausruf, der u. a. die Unterschrift zahlreicher nanu hafter Arbeitgeber- und Arbectnehmerverbande dee Viuhrgebiets trägt, wendet sich an das gesamte deutsche Volk, um vor der Lügenpropaganda zu warnen. Die jetzt ^urdi Flugblätter aller Art die deutsche Kraft an der A^ wehrsront und in der unbefttzien Heimat zu uulorrvuh- Ich versucht uud den Glauoen des deutschen Volkes an sich selbst zerstören will. Den Einflüsterungen, Die von einem Nachlassen Der Widerstandskraft int Ruhrgebiei sprechen fei kein Glauben zu schenken.Wir fechten, so l^iy. es in dem Ausruf,den entscheidenden Kampf zwl- scheu dem entwaffneten Leutschcand und dem wt.v starrenden Frankreich. Die gemerniame »..at in, allen Schichten des vergewaltigten Gebiets den großen ueutou Willen zu einem uuersajütterlicheu Widerstand gegen me unserem Vaterlande zugedachte Todesmcffe angesacht. Das unbesetzte Deutschland muß in diesen schweren Ju- ien die Quelle sein, aus der den, Abwehrtampseru r»r Rubrgcbiet immer neue Kräfte zugrömen.

Ei« Kind vo« einem französische« Auto totgefahren.

Mehrere Automobile, ir denen sich ü. a. der franzö­sische Kriegsmiuister RiagluoLund General Degvuttr se- fanden, durchsahren die Stadt Bochum in raieimem Tempo. Die 13iä6riac Tochter eines Bergarbeiter; wurde von einem der i'i rast wagen totgefahren. Die In­sassen des Automobils stimm errett sich nicht im gerliig- fteti darum und fuhren ruhig weiter.

Bis aufs Blut gepeinigt.

Als beim (Simonien eines Arbe.terzuges m den Bahiihvf Friedrichsfeld ein Arbeiter. Der emgeichlafen war, von Den Franzosen durch Stöße ausgervectl wurde, gaben die mikfahrerroen Arbeiter wer Entrüstung Au^ druck, worauf die Franzosen 80 Arbeiter verhaftete« und nach dem Wachlokal brachst, wo sie geswimgen.wurde»!, mit dem Gesicht «ach oer Wand gewendet Aufilrünng Ir nehme»! und in dieser Stellung 6 Stundenlang^ harren. Der zuständige Betriebsrar erreichte schließlich Die Freilassung Der Arbeiter. Infolge Dieses Befalles üerrfdn unter Der r(rücttervevolCetung itarke Erregung.