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Frankfurt a./M. 11402. Fernsprecher Nr. 65.

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Ge«r«Kdet 1848.

Erscheint dreimal wöchentlich. Druck und «erlag Firma L. Hohmeister, «chriftleitung H..«. Hohmetster, Schlächtern Im Falle höherer «ewalt, Betriebsstörung oder Stromsperre erlischt jede «erpfltchtuug auf Schadensersatz,

Amtlicher Anzeiger. :: Dorfzettmrg für MS«, Spessart, Kogelsverg.

Nr 89 Samstag, 21. Juli 1923 75. Jahrgang

Allerlei vom Tage.

Eine «ene englische Großfunkenstation soll nach Mitteilung des Postministers im Unterhaus bei Rugby errichtet werden.

Der Ortsausschuß der 63. Haupiversammlung -er Katholiken Deutschlands- die am 26. 27. und 28. August in Köln abgehalten werden sollte, hat vom Auswärtigen Amt in Berlin die Mitteilung erhalten, daß die Rhein- landkommission die Abhaltung des Katholikentages ver­bieten werde. m

Die Arbeiterschaft der Metallindustrie in Rattbor ist wegen Lohnstreitigkeiten in den Streif getreten.

Im Oldenbnrgischeu Landtage wurde das Beamten- ministel um von Finkh mit den Ministern Weber und Stein wieder gewählt. _

In Aachen ist es zur gewaltsamen Wegnahme von Waren in den Lebensmittelgeschäften durch Arbeitslose gekommen.__

Wochenschau.

Der Orientfriede ist nun endlich in Lausanne zu- slan^ gekommen, aber trotz alledem bleibt Europa un- mer noch friedlos, und sein Mensch kann garantieren, vb nicht doch wieder hier und da auf dem Balkan die Kriegsflamme eurporlodern wird. Aber jedenfalls ist jetzt die Türkei als Siegerin aus der Konferenz hervor- gegaugen und heimst die Früchte ihres mannhaften Wi­derstandes gegen einen verbrecherischen sogenannten Jriederrsvertrag ein.

Solange das deutfche Problem nicht restlos auf dem Wege der Vernunft gelöst worden ist, kann überhaupt von europäischem Frieden nicht die Rede sein. Aber diese Lösung scheiet trotz England wieder weit hinaus- geschoben zu fein, denn die Poincareesche Politik hat wie­der einmal gesiegt, und England fängt bereits an, wie­

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der den üblichen Rückzug anzutreten. Das beweisen die , letzten offiziellen Regierungsäutzerungen in London und , auch die der englischen Presse, deren ^-anforentoue jetzt plötzlich in Chamaden umgeschlagen sind. Und wenn auch die englische Regierung durch Lord Curzon Herrn EgitU Aulaire ihr Erstaunen Wer die Rede Poincarees in Senlis ausgesprochen hat, so wird es ebe nur beim Erstaunen bleiben. Eines steht jetzt in eHwou fest, nämlich daß es vorläufig zu keiner SeparaAktion grei-, sen und daß es vielmehr das Einvernehmen mit Frank­reich aufrecht zu erhalten bestrebt sein wird. Deutschland steht also noch genau so verlassen da wie vorher. Die Franzosen können und werden ihre Zwangsherrschaft im Ruhrgebiet schrankenlos weiter ausüben, und sie tun "es auch. Sie haben die Grenzsperre um 10 Tage ver­längert und sie so hermetisch durchgeführt, daß kein ein­ziger Deutscher ohne ihre Erlaubnis über die Grenze weder hinein noch hinaus passieren kann. Die Folgen sind daher katastrophal. Viele Deutsche, die im Rhein- mw Ruhrgebiet ansässig sind, können nicht zu ihren . Heimstätten und sitzen mittellos im Reichsgebiet, und | ebenso ist es umgekehrt der Fall. Da der Güterverkehr . vollständig abgeschlossen ist, zeigt sich jetzt bereits Nah- rungsmittelelend, verbunden mit einer geradezu phanta­stischen Preissteigerung, fodab man schon jetzt von einer drohenden Hungersnot im Ruhrgebiet sprechen rann. Gründe dieser Grenzsperrung sind von den Franzosen nicht augegeben worden. Die Herren sönnen sie emsach, wie sie Lust haben, dekretieren. Hub wenn man nach den Gründen fragt? Man hat es hier durchaus nicht mU Lirafmaßnahmen zu tun, wie die Franzosen heuchlerisch vorgeben, denn nachweisbare Sabotageverbrechen und während der ersten Grenzsperreverhäuguug nicht gesche­hen. Der Grund zu dieser diatonischen, volkenech-s- widrigen Maßnahme liegt ganz wo anders. Herr Dor­ten kann jetzt ungestört im Rhem- und Muhrgebret nme hochverräterischen Manöver ausführen, und wenn man von einer Vorbereitung der ProklaWatro« einer R8ei* Nischen Republik spricht, so sind das keine übertriebenen phantastischen Gerüchte mehr. .....

Von England also kann uns vorlauna nicht das Heil kommen. Eine schwache Hoffnung ist nur noch am. .me- rika zu setzen, das aber mit eigenen Fragen gerade letz« so viel zu tun hat und außerdem von der verwirrten eu­ropäischen Politik so angeekelt ist, daß es letzt wohl kaum den richtigen Zeitpunkt Mr gekonnmen hält, aktiv mit e nzugreifen. Es hat sich allerötugsMamerikan^ Volke eine nicht zu verkennende rolitnche Linneswand- lung vollzogen, und immer mehr werden in ihm Stim­men laust die die amerikanische Politik am das Gl-is vom Dezember 1921 wieder sieben mochien, also auf ielw Tage von Aber von dem Wunsche bis zur Erfüllung ist unter den vestehenden Verhaltmnen im­mer noch ein recht weiter Weg.

Auch auf Italiens entscheidendes Eiiigrolfen ist vor­läufig nicht zu rechnen. Wie Munotnn über we Ruin - frage denkst das ist ja allgemein bekannt, Er hast mit > der inneren Politik jetzt mehr als senng zu tum Sein letzter Sieg in der römischen Kammer. du ut der un- Uohnre der faszistischen Wahlvorlage besteht, wird ihn tu der5 Außenpolitik nur noch voimdMhier^ denn es atlt für ihn jetzt vor allem, im Innern des Lam des Herr^ zu bleiben. Außerdem !-egt thut letzt die T«- «isfrage vi?l näher als die Reparatwnöfrage. Die bei- deu lateinischen Schwestern haben von jeher temen gu­ten Anden aefvonnen, und zwar fett dii> üagen von Hunts her <c>gs hatten die Franzosen den I tatieileru weaaesckn^ alle Hebel in Bewegung, Tunis, das eine üR'r,viegeiid ltaliemsck>e Be­völkerung hat, noch vollständig zu fraumneren. -^l DUirnher inenn letzt Dianen sich mehr mit der tunesisaien Frage beschäftigt, die seine eigene Angelegenheit ist, als ^ ^^er englische Entwurf wird also durchaus nicht den EMstuß E die Ru^volitik der Allierten haben den vieLeich« manche Onttmttten erwarten. Deutichland gvoi

wird in der Ruhrfrage mit aller Zähigkeit wetterrluaen müssen. Müssen! Denn jedes nachträgliche Schwanken oder gar Nachlassen, jede Kapitulation würde für uns ein Elend ohne gleichen und ohne .eitliche Grenzen ve- deute^^ C. M.

L oyd George gegen Poincaree.

Lloyd George, der schon lange einen persönlichen Kmnpf gegen Poincaree kämpft, hat die Rede des fran­zösischen Ministerpräsidenten in Senlis zum Anlaß scharfer Angriffe gegen die französische Regierungs- politik genommen. Aus seinen Ausführultgen im Unter­haus- sei folgendes wiedergegeben: Eine große Anzahl vom Leuten tu England glaubt, daß, sobald die Frage der Ruhrbefetzung geregelt ist alles gut gehen wird. Ist das richtig? Ich bin der Ruhrbefetzung eßenfn ent- gegengetreten wie Baldwin und habe gegen sie prote- Wert, als ich Premierminister war, und auch später, als ich die Macht aus den Händen ab. Man möge sich über Aas Ergebnis einer Regelung dieser Frage nicht täu­schen. Nehmen wir an, daß wir morgen das Repara­tionsproblem lösen und einen tatsächlichen Frieden tu Europa erlangen. Glauben Sie, daß uns das wieder zm- wirtfchafMchen Wohlfahrt verhilft? Fraukreich hat Hießt nur seine verwüsteten Geqenöetr wieder «nfgebaut. es hat anch moderne, mit den neuesten Werkzeugen aus­gerüstete Fabriken ton fintiert, neue Docks eingerichtet, Kanäle erweitert «nd nene Eisenbahnlinien ungelegt und seine Fabriken mit elektrischer Kraft versehen, es hat auch die irauzöfische Handelsflotte um mehr als eine Million Tonnen zugeuommeu.

Sthamer bei Curzon.

Lord Eurzon empfing im Foretgu Office den deut­schen Botschafter Sthaurer.

Neue Umtriebe Korfautys.

»-. Aus den Kreisen des oberschlesischen Sejms drang m der letzten Zeit eine bestimmte Nachricht in die O,'. .u lichkeit, die von einer Absicht Korfantus wissen woiite, die bisherige Woiwodschaft Oberschlesien zu Beseitigen. £ ;uc 9<a<brW hat nun durch eine überrascherlöe und mit ni o= tzem Aufwand durchgeführte Probemobilisierung der vberfchlestM«, ZWfurgMten eine Bestätigung gefunden.

In ein fTLKzZMches Gefirng-K» seworfe».

Vom französischen Nachrichtendieust snw Mewungeu verbreitet worden, nach denen die Esse« er Polizei den Franzosen 5 Deutsche ausgeliefert haben soll, die an­geblich Fernsprechleitungen zwischen Essen und Kray zerstört htlben. Wie aus Berlin gemeldet wird, handelt es sich bei dieser Darstellung um eine plumpe franzö­sische Fälschung der Tatsacheen Der wahre Sachverhalt ist folgender: Bor kurzem wurden 5 Personen wegen Diebstahls von Telephondraht verhaftet und in das Essener Gefängnis eingeliefert. Gegen die Festgenom- menen wurde Anklage wegerc Diebstahls erhoben. Die Franzosen, die von dem Gerichtsverfahren .Kenntnis er­langten, forderten die Herausgabe der Täter mit der Begründung daß es sich um Sabotageakte handele. Die Essener Polizei lehnte das Ansinnen der Franzosen ab. Die Franzosen verlangten sodann von dem Direktor des Untersuchungsgefängnisses die Herausgabe der Ge­fangenen, die felbstverstäudlich ebenfalls verweigert wurde. Daraufhin wurde der Direktor des Unter- fuchungsgefängniffes von den Franzofen verhaftet. Die 5 Deutschen wurden unter Anwendung von Gewalt aus dem deutschen Gefängnis geholt und in das französische Gefängnis gebracht.

Protest der Reichsregiernng.

w In der Angelegenheit der 5 Deutschen in Essen, die von der französischen Besatzungsbehöröe mit Gewalt aus dem Untersuchungsgefängnis weggestihrt worden sind. bat die deutsche Regierung den deutschen Geschäfts­träger in Paris angewiesen, der dortigen Regierung eine Note zu übergeben, in der die deutsche Regierung gegen deti grundlosen und willkürlichen Eingriff der Befatzungsbehörde m die deutsche Rechtspflege und die persönliche Freiheit der Beamten, die nur ihre Pflicht getan haben, schärfste Verwahrung einlegt. Die deut scheu Vertretungen in London, Rom, Washington und beim Vatikan sind beauftragt worden, entsprechende Vor stellungen zu erheben.

Weitere Proteste der Reichsregterung.

Wie die Blätter melden, ist gegen die nun den Fran­zosen und Belgiern aus Anlaß der EMlosiouskatastrophe an der Rheinbrücke in Duisburg erfolgte Festnahme von 20 deutschen Geiseln seitens der deutschen Regierung Vorstellung erhoben worden, um das Los der Festge- nonwuenen zu erleichtern. Weiter hat die Reichsregie- rung gegerr die Verlängerung der Verkehrssperre und die dadurch hervorgerufenen weiteren Drangsalierungen der Bevölkerung der besetzten Gebiete scharfen Protest erhoben.

UeBcrfiriffe auf das ««besetzte Gebiet.

Am 14. Juli erschienen auf dem Bahnhof Weiß­kirchen (Hessen-Nassau) im unbesetzteri Gebiet französische Zollbeamte aus Eschborn und hinderten die Ernpfänger von Frachtgutsendungen an der Entladung und an der Abholung von Stückgittern. Sodann beschlagnahmteri sie die vorhandenen Frachtbriefe und nahmen sie gegen Hinterlassung einer Quitwng mit. Am nächsten Tage erschienen die Zollbeamten wieder, verglichen die am Vortage beschlagnahmten Güter und unterzogen die Reisenden zweier Personenzüge einer Paßkontrolle. Deru Bahnhofsvorsteher wurde unter Androhung von Gelö- und GefäNMlisstrafcn die Ausgabe von Gütern verbotet,, bevor die Frachtbriefe von französischen Zollbehördeu genchnttgt feiern

Gegen die französische Willkür.

Laut einer Meldung desCorriere della Sera" aus Loudon hat Lord Curzon in seiner Unterredung mit dem tiCftttAäSiidieit Botiwakter auf die Dttrüberaebende tßeut»

Anno Barmens mit ernsten Worten btugewiesen. Po­litische Kreise in London haben den Eindruck, daß die Zeit beliebiger französisch-belgischer Besetzungen inner­halb Deutschlands sich dem Ende zuneigl. Der italie­nische Botschafter, der ant Montag Abend fast 2 Stunden bei Lord Curzon war, so meldet derCorriere della Sera" weiter, ist der englischen Auffassung beigetreten, daß französische Truppenzüge in Städte und Orte des noch nicht besetzten Deutschland zwecks Sanktionen nicht die Wirifchaftskrise beseitigen, sondern sie verschärfen und sie qegenilver einem Land, mit dem offiziell kein Kriegszustand besiehe, am besten zu unterbleiben hätte.

Abgesagter Kabiaettsrat.

ei* Aus London wird gemeldet: Die Sitzung des eng­lischen Kabinetts, die für Mittwoch anberaumt worden war, ist in letzter Stunde verschoben worden, um den Ministern Gelegenheit zu geben, die von Lord Curzon fertiggestellten Entwürfe der Note an Deutschland und der Begleitschreiben an die Alliierten und die Ver­einigten Staaten sorgfältig vor der Kabinettssitzung prüfen zu könnem Es verlautet, daß, wenn das Ka­binett sich über den Text der beiden Schriftstücke einigen sollte, diese sofort nach den Hauptstädten abgesandt wer­den konnten. Die Begleitfchreiben sollen vorläufig über- hcncpt nicht veröffentlicht werden und die Note erst in dem Augenblick, in dem sie nach Deutschlaud übersandt wird.

Wo ist Ehrhardt?

In Leipzig sind weitere drei Personen festgenommen worden, die in dem dringenden Verdacht stehen, die Flucht Ehrhardts begünstigt zu haben. Ueber den jetzi­gen Aufenthalt Ehrhardts ist noch nichts in Erfahrung gebracht worden. Die Annahme, daß sich Ehrhardt nach Pommern oder Mecklenburg gewandt hätte, ist reine Kombination. Es wird sogar als wahrscheinlich betrach­tet, daß sich Ehrhardt bereits im Ausland befindet. Denn das Auto, in dem Ehrhardt floh, wurde am Sonn­abend in Zwickau gesehen, wie es in der Richtung nach Reichenberg weiterfuhr. Demnach also würde Ehrhardt schon in der Tschechoslowakei Unterschlupf gefunden habe«.

Kroattsche Erkennwis.

»?^ Aus Rom wird gemekdr' -Dez kroatische Bauern- lützrer Stetau RaüItL! rlaac m der »Dm-Uzer Gazette

Klig unhalß .Wie lange/

des Popolo" über die nach feiner At baren Zustände unter serbischem Re!

so schreibt er,kann das noch dauern? Höchstens noch zwei Jahre, nicht länger! Wir könnten schon heute loS- schlagen, denn das ganze kroattsche Volk- steht hinter uns, und an Soldaten würde es uns nicht fehlen. Wir sönnen mit Serbien niemals ein und dasselbe Volk bil­den. Inzwischen beginnen wir mit Mazedoniern Al- Smresen und Bulgaren über Bündnisse zu verhandeln, ohne uns um Serbien zu flimmern. Von der JMer- »eirtion einer Großmacht erwarte« nur nicht viel, ob- Wvhl sie möglich wäre." Raditsch legt sodan» bar, daß M Kroaten weder von England wegen seiner Weltpoli- tW«n Ziele noch von Frankreich wegen seiner bauern- 16b Furcht vor der den! ' en Gefahr Rettung erhoffen gissten und kommt zu dem Schluß: Die einzige Macht, Nt Relleicht für uns nuervenierr« würbe, ist Deutsch­

land- Aber es will in diesem AuamML Nicht, «td vor Wem es kann nstbt.

Die wertW^W Löhne.

Das Abkomme» im ReiLsfk«a«zmz»tsteri»M.

Die Besprechungon ün SicWfHiar^nifitrnra einem von den Spitzengeroerkschartsr aebildeten Achrer- ausschuß über die Frage, wie ine ^rstatürng deS Lohn- Wertes unter Vermeidung einer autoumtuchen Regelung erzielt werderr könne, sind abgeschlossen worderr. Tce festgesetzten Richtlinien baden folgenden Wortlaut:

L Der Ausschutz soll die Löhne der Arbeiter halbmo­natlich zur Erhaltung ihres.Wertes dem veränderten Geldwert anpassen. Bei geringerer Veränderung des Geldwertes seit der letzten Regelung taun von einer so- fortigett Anpassung abgesehen werden.

2. Ueber die Höhe des Reallohnes zu verhaudelrt, ist nicht Aufgabe des Ausschufses, sondern der Vertragspar­teien selbst. Für Zeiträume, für die eine Arrpasiung be­reits erfolgt ist, findet keine rückwirkende Aenderung des Reallohties statt. .... . ..

3. Die Anpassung erstreckt sich gleichmavig auf die Leistungslöhne wie auf die Soziallölme

4. Dieses Abkornnren sann unter Wahrung emer Frist von 14 Tagen zum 15. oder letzten jeden Monats gekündigt werden. Wird der Reallohn neu verembavt, so kann jede Seite das Abkornnren fristlos fündigen.

Nach einer Erklärung der Regierung ist beabsichtigt die Bezüge der Beamren und Angestellten halvnwuattrch nach denselben Grundsätzen zu regeln.

Von Arbeitnehmerseite wurde die Stellungnahme der Organisattonen aller Richttmgen zu den cirrzelnen Vorschlägen dargelegt und in verschiedene« Punkten Aenderungen verlangt, die auch vom Mrursier zugesagt wurden. Eine endgültige Präzisierung ihrer Haltung behielten sich die Vertreter der Gewerkschaften jedoch noch vor, bis auch in den weiteren Besprechungen dre Arbeitgeber ihre Stellungnahme zu gewerkschaftlicher Seite noch mitgeteilt wird, betrachtet man aus Arbei - nertmerfeite die Richtlinien als einen gewissen Fort­schritt auf dem Wege zur Wertbeständigkeit der Lohne und Gehälter. Die noch bestehenden MeimmgSVer­schiedenheiten beziehen sich im allgemeinen mehr auf die Jndexfrage. ,

Richtlinie» für die Schlichttmgsansschüsse.

In seiner Schlutzsitzmkg am 7. Juli hat sichrer Reichstag mit der Frage der WerEändigett der Löhne beschäftigt. Dabei bezeichnete Reichsarbeitsminister Braun die energische Förderung^dieser Antzekegenh^tt