Schlüchterner Zeitung
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Nr 95
GegMudst 1848-1
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Samstag, 4. August 1923
75. Jahrgang
, Französische Lockungen
Die Pariser Presse ist über den Ausgang der ge- planten Pariser Sonntagsdemoustrationeu sehr enttäuscht. Sie hatte ihre Hofffrung auf schwere innere Unruhen gesetzt, da sie ja die Kommunisten als die stillen Verbündeten Frankreichs betrachtet. Das ist bezeichnend. Frankreich hofft in seinem Aerger über die Zähigkeit-des passiven Widerstandes an der Ruhr aus Deutschlands innere Zerrüttung. Fetzt nun hat in Paris ein großes Rätselraten über eine Kabinettskrise in Deutschland eingesetzt. Vielleicht, daß diese die stillen Wünsche der Franzosen auf innerpolitische Kämpfe im deutschen Reiche verwirklichen könnte. Den Gefallen aber werden wir den Franzosen nicht tun. Auf keinen Fall aber würde in Deutschland ein Kabinett zustande kommen, das den passiven Widerstand im Ruhrgebiet aufgeben würde. Sind auch verschiedene politische Kreise in Deutschland nicht mit der innervolitischen Tätigkeit Cunos einverstanden, so fühlen sie sich doch eins mit dem Reichskanzler in dessen außenpolitischen Zielen, zu denen in allererster Linie die Fortsetzung des passiven Widerstandes gehört. Davon können uns alle Pariser Lockungen nicht abbringen. Und wenn der „Temps" den Deutschen zu erkennen gibt, daß ein Schritt der Entente- regierungen bevorstehe „zu Gunsten der Ersetzung dee Regierung Cuno durch ein entschieden republikanisches Ministerium" und daß dann diesem neuen Kabinett als Aeguivaleut „annehmbare Bedingungen zur Beendigung der Ruhraktion" präsentiert werden würden, so wird keine Partei auf diesen französischen Leim kriechen, denn solche Verlockungen sind mehr als ungeschickt und höchst unverschämt, da sich Frankreich in die innervolitischen Verhältnisse Deutschlands zu mischen wagt.
Gerade setzt würde ein Kabinettswechsel überaus große Störungen und Verwirrungen verursachen. Es ist allerdings richtig, daß die Taktik der Cunoichen Regierung sich gründlich ändern muß. Sie muß mehr Aktivität annehmen. Nach der Sonntagsknndnebung der Reichsregierung ist zu erwarten, daß diese jetzt mit aller Energie zur Aktivität übergehn wird, und schon in den nächsten Wochen werden wir hoffentlich den Beweis dafür haben. Die Hauptsache ist gerade fetzt, feste Nerven -und ruhige Besonnenheit zu wahren und sich nicht zu Schritten biNMißen zu lassen, die am den WderNgnds- kampf an der Ruhr nur schwächend wirken und den Franzosen willkommen sein würden. Vor allem mit es, eine parteipolitische und wirtschaftliche Aussöhnnna M^ erzielen, die die Erregung der Gemüter allwabl-ch dämpft und ganz beseitigt. Es gilt, die eigenen Ziffer- essen vor dem' Gesamtwohl des Volkes zurückzusteben. parteipolitisch ebenso wie wirtschaftlich. Nur w kann man das mühsame Bestreben der Rerchsreaiernna. uch den Weg aus schwerster Not heranszubahnen, mit unterstützen helfen. Kühles Blut und allgemeiner *erW nungswille find die beiden wichtiastew Faktoren. dienU bie Politik aller Schichten des Volkes beherrschen müüen. Erlahmen wir nicht noch in der letzten.Viertelstunde, dw setzt noch durchzukämpfen ist. Auf die deut ahe spältigkeit hofft Frankreich mit einem zähen ^anatis- mns. Zerstören wird diese letzte Hoffnung der .^'- i- Men die innere Einmütigkeit und Fettigkeit. C. M.
Aufregung in Paris.
Die Ankündigung der Veröffentlichung eines englischen Weißbuches- Französische Angst vor der Wahrheit.
Scharfe Kritik an Baldwin.
»»Aus Paris wird gemeldet: Bisher ist im L^uai LDrsav noch keinerlei Mitteilung dartwer cmgclamen, .was England nach Empfang der französtichen Antwort zu tun gedenke. Man hat im Quai b Drmo von . ff r eutermeldung Kenntnis genommen, nach der. man m l.ndon die Absendung einer gemeinsamen Antwort an - eutschland für unmöglich hält. Man erwartet, daß t ' es eine Sondernote an Deutiwlnno ufc auch auf die belgische und.^anMiMe Note ant- , “ten werde, vermag aber noch nichts dar ubi r nit lagen, vb diese z'lntwort der englischen Regierung eine Rnck- o ßeruna" Frankreichs und Belgiens bedingen wurd^. i le Sondernote Englands an Deutschland wurde nach * ffassung gut unterrichteter Pariser Kreise urcr t umn ü or hi-it Rrulü der Entente bedeuten. Ntgn halt c» im Gegeneil für durchaus möglich, daß eine deraN'ge • aderaktion die Fortsetzung des Me«iungsan^'tanichcs urner den Alliierten gestatten werde. .
Ueber die Absicht der englischen Ltegrerungi ein Wen., buch über die jüngsten Besprechungen »nt den-»«Mas. Lern iu London herauszugeben, lwat amö ^J» ebenfalls noch keine authentriche Nachricht vor. ^an Nimmt nicht an, daß die enalffchc^'iS Älen Schritt ohne vorherige VeEandiNUna^ reich unternehmen werde.
auf die Veröffentlichung emes eng^
mit einem französischen Gelbbuch antworwn. , Der Londoner »mrcfDonDent dcs »Temps meto scruem Blatte, es w ' nicht Er daran zu »wei.«..«, daß ZiinfAMh **!& R iernng Baldmins emer n ^ baren Revaratieuspeli'il entgegengebe Die Frage ^ nur noch die. ob die Rea 'rnnq bereits selbst von. »er zWM «W« »MNrKKÄ» K«.M » >! Me UMcwIMrlt #6« dir äSlet''««1"*6 k'l^ V nung laste, »nr wenige Tage hinausgezügm t ■1 ^"unter der Neberschrist »Ohne Furcht «uTadel ME der „Tenips" in einem Leitartikel, dan an HssentlMnna der svaff'wen^Dnk'Mwm morden Handlungen^ die über d'" Ruhrfram ^ .^ ^eien, Frankreich zwo' keine Furwt em , , Wohl aber nnanaebraun erscheine. ^ i ,,T r ^ . 'Wf die Möalichfeff weii^er Besprechungemein : m . !A«mkrLich und Belaien bätten den Grundsatz aufgestellt.
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Keine Verhau-lungen übe^ das deutsche ^»n-'-ebot vor Einffolluna -es passiven Widerstandes und Räumung , des Rnbraebiess mir nach Maßgabe der dmisten Lab- I Zungen. Doch hätte Poinearee immer wieder be^vore^- I hoben daß er sich zwar weigere, vor Aufgabe des vossi- 1 Neu Widerstandes zu »erbandern, daß er aber trotzd-w heeeff wäre, sich mit den GläUbigEaaten über alle Wmeyenden Iragen auszmmechen.
Die französische Schweriphnstrie gegen Poinearee.
Aus Paris wird gemeldet: In gewissen politischen Lagern, vor allem in Handel und Industrie, hat die nn- annftige Ausnahme, die die französische Note in England gefunden hat, eine scharfe Erhitternng hervorge- rufen die sich in heftigen Kritiken gegen die unfruchtbare Methode der Pomeareeschen Diplomatig eraeht. So schreibt „Iournee industrielle", das Blatt der französischen Schwerindustrie, -te Antwort Poincarees habe eine neue ernste Spannung zwischen Paris und London erzeugt, das nur noch die eine Alternative offen lasse, entweder einen Wechsel der bisherigen Methode einire-- ten zu lassen oder den Druck. Darüber hinaus aber e^ :. gch.se aus der beschränkten Art der Poineareeschen Deduktionen eine schwere Gefahr für Frankreich. Selbst wenn die französische Diplomatie in der Frage des passiven Widerstandes einen Erfolg erzielen sollte, so sei es doch mehr als fraglich, ob dieser Erfolg mehr als formeller Natur sein werde. Das aber werde zur Folge haben, daß die öffentliche Meinnug der Welt gegen Frankreich Stellnng nehmen würde. In der Frage der interalliierten Schulden aber, die außerordentlich wichtig sei, ermögliche Poiticarees Antwort der englischen Regierung eine rmgewöhnlich gefährliche Taktik. Wenn nämlich England erklären würde, daß es in dieser Frage zu weitestgehenden Konzessiorten zugunsten aller Al- ■ liierten bereit sei, unter der Voraussetzung jedoch, daß Frankreich Rhein und Ruhr räume, so sei unzweifelhaft, daß die Gesamtheit der Verbündeten nicht von heute auf morgen geschlossen im gegnerischen Lager stehe. Es sei nicht richtig, wenn man in Frankreich behaupte, daß die Londoner Regierung mit ihrer gegenwärtigen Politik nur einige Bankiers der City hinter sich habe. Diese Politik würde vielmehr getragen von den Be- stintmungen der englischen Handels- und Industrie- kreise. Das sei eine Tatsache, die durch keine Dialektik hiriwegdiskutiert werden konnte.
Vor dem offeNen Bruch.
Irr informierten Londoner Kreisen wird die Lage, wie Reuter sagt, pessimistisch beurteilt. Genaueres über die Haltung des englischen Kabinetts wird man wohl aus den Erklärrrngen entnehmen, die Lord Curzon im Oberhause und Baldwin im Unterhanse abgeberl werden. Die Lorrdoner Aberröblätter geben der Ueberzeugung Altsdruck, daß ein Einvernehmen mit den übrigen Alliierten nicht zustandekommen wird.
Das englische Kabinett wird, wie man wohl an- stehmen kann, wenn nicht in der letzten Stunde irgendein Umschwung eintreten sollte, in der Sitzung des Par- laments bekanntgeben, daß die französische und die belgische Note keinerlei Aussicht eröffnen, um mit Paris und Brüssel zu irgend einem Einvernehmen zu gelangen. Das Kabinett wird gleichzeitig mitteilen, daß es den ganzen Verlauf der bisher schriftlich geführten Verhandlungen in Form eines Weißbuches der Oeffentlicb- keit bekanntgeben werde. Aus technischen Gründen dürfte allerdings dies Weißbuch den Abgeordneten noch nicht zugehen können, es soll aber längstens Ende dieser Woche veröffentlicht werden. Das englische Kabinett hofft, daß die Welt seinen Starröpunkt in der Reparationsfrage begreifen und diesen moralisch unterstützen werde.
Zwei Wege eröffnen sich nunmehr dem englischen Kabinett: Entweder mündliche Verhandlungen mit den Alliierten im Wege einer interalliierten Konferenz her- beizuführert oder Deutschland eine Separatantwort zu erteilen. Es steht noch nicht fest, für welchen Weg sich Baldwin und Lord Curzon entscheiden werden. Sie haben aber, mit Ausnahme des Unterstaatssekretärs Mac Neill und einiger anderer Unterstaatssekretüre, das ganze Kabinett auf ihrer Seite, wenn sie erklären, daß die bisherigen Formen der Verhanölnngen aufgegeben werden müssen. Wenn Frankreich tatsächlich den Wunsch hatte, daß die Verhandlungen, fortgesetzt würden, so müsse es zustimmen, daß eine interalliierte Mon= serenz stattsinde. Besonders erfreut ist man in englischen Regierungstreuen darüber, daß Mussolini Lord Curzon zu verstehen gab, daß er die englische Politik vollkommen billige und sich ihr anschlietze.
Wenn das englische Kabinett im Parlament mit- teilen sollte, daß es die Verhandlungen mit Frankreich und Belgien in der bisherigen Weise nicht fortseyen wolle, so wird der Eindruck in Brüssel, wie aus einer Depesche des „Oeuvre" hervorgebt, nachhaltig sein. Immer mehr ist die belgische öffentliche Meinurig der Ansicht, daß man keinen Anlaß mehr habe, die Politik der Verzögerungen Poincarees mitzmnachen, und immer heftiger wird die Anschaunng geäußert, daß der sozialistische Führer Vandervelde recht hatte, wenn er kürzlich erklärte: Die Franzosen wissen nicht, was sie wollen; aber das. was sie nicht wollen, wissen sie entschieden.
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Die sozialdemokratische» Fordernnge».
$-4 Der Vorstand der sozialüemokratischct! Nejchstags- fraktion ist in der Reichskanzlei vom Reichskanzler empfangen worden. Es wird darüber aus Berlin ae- , meldet: Außer dem Reichskauzler waren mehrere Ka- biuettsmitglieöer anwesend. Von den Sozialdemokralen waren Dittmann, Dr. Hertz, Dr. Hifferding und Mül- ler-Frankcn erschienen. Sie überreichten dem Kanzler das von der Fraktion ausgearbeitete soziatdemokratische Finauzprogramm. Hieran fehl oh sich eine Unterhaltung
Die von den Sozialdemokraten erbeteue Besprechung ist gewissermaßen als Jnforniatiou für die am Donnerstag stattffndende Tagung der fozialdemokratischen Reichstagsfraktion zu bewerteu. Wie verlautet, wird im Anschluß an diese Fraktionssitzumz eine offizielle Erklärung des sozialdemokratischen Parteivorstandes über die Stellung der Partei erfolgen. Nach der bisherigen Haltung der sozial-emokratischen Führer darf man annehmen, daß die Partei neben ihren wirtschaftlichen und politischen Forderungen auf gewissen personelle« Veründernngen innerhalb des Reichskabinetts bestehen werde. Der Vorstoß wird jedoch weniger gegen den Kanzler unternommen, als vielmehr gegen die Wirt- tzchaftspolitik der jüngsten Zeit überhaupt, wenu es auch praktisch eine Unmöglichkeit ist, gegen Exzellenz Haven- stein als den Präsidenten der autonomen p^.imsbank irgendetwas zu unternehmen.
Landwirte helft!
Der Reichsausschuß der deuffcheu Landwirtschaff er- kMt folgenden Aufruf:
An die deutschen Landwiiste! Wir haben mit der Reichsregierung über die Not der städtischen Bevölkerung und über die Schwierigkeiten beraten die ihrer Bersorguna mit Lebensmitteln erwachsen. Die Rot in dem Städten ist groß. Es fehlt insvesmiöere an Kartoffeln, aber auch an anderen Naürungsmittelm Die deutsche Landwirtschast trägt feint Schuld an dieser Not. Zufolge der Ruhrbesetzung ist die Einstrhr von Nahrungsmitteln aus Mangel an Devisen so gut wie unmöglich gemacht worden, sodaß die Erzeugung der deutschen Landwirtschaft mehr als ie die Grundlage unserer Volksernährung bildet. Aber die Ernte hat sich um vier Wochen verspätet, und wo schon Vorräte zur Verfügung sind, ist ihre Beförderung durch Streiks im Transvort- gctverbe verzögert worden. Mit der Reichsnmeruna sind wir einig m der Ueberzeugung, daß alles darauf ankommt, der deutschen Bevölkerung über &ie Schwierigkeiten der nächsten Woche Singen M HÄfe«. Obgleich Vorräte bei der Landwirffchast ist allgemeinem nur m dem Umfange vorhanden sind, -er den örtugendsten Eigenbedarf bis zur neuen VwEe deK, dürfen dre Städte »E von Nahrnngsmitt-cr» euitiSSt bleibe«. Auch unseren Brüdern an Ruhr «nö Rhein müssen wir helfe« Mb thuen mi Abweh».^amM_chcMLM, Am dem Feldern harrt eine guie.nürnerernte der Btirauus. Was Wvu gedroschen ist und zum Verkauf komme« kau», mup unverzüglich der städttschen Bevölkerung zugeführt wer- den. Wo es der Reifegrad der Kartoffeln gestattet, müssen sie den Verbrauchern umgehend und möglichst reichlich geliefert werden. Was in den Kräften der deutMeu Landwirtschaft steht, muß jetzt geschehen. Wer sich i« dieser Zeit der Not dem Reiche versagt, schädigt die Gesamtheit des Volkes und damit am schwersten seinen eigenen Berufsstand. Sache der Regierung wird es sein, für Ruhe und Ordnung zu sorgen, damit die Ernte- arbeiten und der Versand ungestört von Satten gehen und Angstkäufe vermieden werden. An alle deutschen Landwirte ergeht die Mahnung: Helft, daß alles, was wir an Erträgnissen des Landes zum Verkauf stellen können, nnverzüglich geliefert wird und in die Hand der Verbraucher gelangt. Die in allernächster Zeit zu ew wartende Herausgabe einer wertbeständigen Anleihe soll Euch in die Lage versetzen, den EelW so anzuleaen, daß er Euch zur Fortführung Eurer Wirtschaft erhalten bleibt. Helft dem Vaterlande! Fhr helft damit am besten auch der deutschen Landwirtschaft.
Die neue Relchsmdexziffer.
Erhöhung von 39 3M auf 71476.
Die Reichsinderzisser für die Lebenshaltungskosten stellte sich nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamts für den 30. 7. auf 71476, im Gegensatz zu 13/14 mit 1 Mark. Die Steigerung gegenüber der Bor- wocfK 39 336 beträgt hiermit 81,7 vom Hundert.
Die Indexziffern der Industrie- und Handelszeitung.
Der Monat Juli weist ein bisher noö nicht festge-- stellt.es Fortschreiten der Teuerung auf. Der Lebenshal- tunaskosten-Fndex der „Industrie- und Haudelszestuug" beträgt für den Durchschnitt Juli das 32 588fache und liegt somit um 286,4 Prozent über dem Durchschnitt des Juni, der 8434 betragen hat. Demgegenüber machte die Entwertung der Mark am Dollardurchschuittskurs des Berichtsuronats gemessen nur 213,12 Prozent aus, sodaß sich der Biunenivert der Mark besonders stark verschlechtert hat. Während in der ersten Iuliwoche eine Lüproz. in der zweiten eine 29prozeutige Teuerung zu verzeichnen war, und in der dritten Woche eine Steigerung der Lebenshaltungskosten um 28,4 Prozent, in der vierten um 46,3 Prozent gegenüber der Vorwoche festgeitellt werden mußte, brachten die letzten drei Tage aks Durchschnitt berechnet nochmals die besonders hohe Steige nma von 75 Prozent, sodaß gerade durch die geivaltigen Preiszuschläge der letzten Tage der Monatsdurchschnitt auf 26 Notierungen nach oben hin beeinflußt wurde. Am stärksten sind im Laufe des Berichtsmonats wiederum die Ernährungskosten emporgeEiellt. deren Monatsindex vorn 12 404fadieu im Juni auf das 31869fache im Juli stieg. Dann folgen mit einem 312vrozentiacn Steigerungsgrad die Verkehrskosten, deren letzte Ziffern von 3455 auf 22 476 emvorstiegen. An dritter Stelle steht die Kostensteiaeruna der kulturellen Beöürfnffse unt 282 Prozent von 8197 auf 81 325. Den geringsten Grad der Verteuerung erfuhren die Wabnungskosten von einer 24Machen Friedensmiete im Juni auf eine 32Aacke im Juli, d. h. um 33% Prozent.
Sie Arskcheri öes legten Marksturzes.
I» Londoner Finanz- und Handelskreifen erörtert man immer noch, was für Ursachen in wenigen Tagen, der Sturz der Mark von 1500 000 für das Pfund Sterling auf 4^-5 Millionen Mark bewirkt haben. Eua- liicbe Saüwerstand iae find der Meiruma.^rß die Äui*