Einzelbild herunterladen
 

Schlüchterner Leitung

Kreis-Amtsblatt * fUlgemeiner amtlich er Knzeiger für -en, Kreis Schlucht em

-yukunö Verlag: H. Strinfetd Söhnen Gepchäftsst: Vahnhofstr. ö * fetnspr.flr.W * poststhelkk:P!ankfiwra.M.r;z«>

Nr. 55 (1. Blatt )

Samstag, den 9. Mai 1925

77. Jahrg.

Amtliche Bekanntmachungen.

Landratsamt.

Uebersicht

der Jmpftermine im Kreise Schlüchtern (Jmpfbezirke Schlüchtern, Salmünster und Sterbfritz l u. II) für das Jahr 1925.

Tag und Staube

d e r Impfung || d e r Nachschau

Jmpfarzt Medizinalrat Dr. Cauer, Schlüchtern.

Herolz

Vollmerz

Gastw.' Nau Freund

Mai Vorm. 9 Uhr

22. Mai Vorm. 9 Uhr

15.

zz 40

22.

// // ^0 /z

Schlüchtern

Kleinkinderschule

18.

zz zz 9

25.

// // 9 //

Elm

Gastw. Stoppel

20.

zz zz 9 ,,

27.

// // 9

Hütten

Bethge

20.

zz zz 40 ,,

27.

// // ^^ //

Hohenzell

Kohlhepp

8.

Juni 9

i}.

Juni 9

Bellings

Kreß

8.

zz zz 4 0 ,,

15.

// // ^O //

Marjoß

Heinbuch

8.

zz zz 41 ,,

15.

// // //

Wallroth

Fehl

10.

zz zz 9 ,,

17.

// // d

Breitenbach

Möller

10.

zz zz 40 ,,

17.

// ^/ ^0 //

Kressenbach

Lotz

Jmpfarzt SanitätSrc

10.

rt Dr.

11

ZZ ZZ 11 zz

Kraushaar, Salm

17. ünster.

// // n //

Steinau

Renlerei

18.

Mai Vorm. 10 Uhr

25. Mai Vorm. 10 Uhr

.Sarrod

Schule

19.

ZZ ZZ 7 Vs ZZ

26.

Nachm. T

Ulmbach

Schwesternhaus

-9-

ZZ ZZ 8 V2 ZZ

26.

// // 2

Uerzell

Schule

!9.

ZZ ZZ ^0 zz

26.

Hintersteinau

Gastw. Wwe. Berthold

19.

ZZ ZZ 11 zz

26.

// 4

Marborn

Schule

20.

zz Nachm. I1/, zz

27.

zz zz ^ ^/s zz

Romsthal

Schule

20.

zz zz 2^/, zz

27.

zz ZZ 2 ,,

Salmünster

Rathaus

22.

zz Vorm. 8

29.

Vorm. 8

Soden

Rathaus

Jmpfarzt prak

22.

:. Arzt

ZZ ZZ I0'/2 ZZ

Both, Sterbfritz.

29.

ZZ ZZ I0V2 ZZ

Sterbfritz

Gastw. Böhm

18.

Mai Vorm. 10 Uhr

25.

Mai Vorm. 10 Uhr

Wesperz

Klug

Lotzenius

18.

// 11 , ,

2$.

.. ii ..

Sannerz

18.

Mitt. 12 ,

25.

, Mitt. 12 ,

Gundhelm

Löffert

18.

Nachm. 1

25.

, Nachm. 1

Breuningö

Löffert

19.

Vorm. 972

26.

Vorm. 972

Neuengronau

Schröder

19.

» » 10

26.

ZZ zz 10 ,

Jossa

W. Müller

19.

» ZZ I I zz

26.

n n I ^ n

Altengronau

Grösch

19.

Mitt. 12

26.

Mitt. 12

Mottgers

Günther

20.

Vorm. 972 ,

27.

, Vorm. 972 ,

. Schwarzenfels

Ullrich

20.

» ZZ IO1/2

27.

» » 101 /2 ,

Züntersbach

Hahn

20.

ZZ ZZ I I »

27.

, , 117S z,

Weichersbach

Schlott

22.

// n 10

29.

zz zz IO »

Oberzell

W. Kühltau Jmpfarzt prakt. Arz

22. 11

Dr. Strube, Uttrichsha

29. u f e n.

, ZZ II zz

Uttrichshausen

Gastw. Müller

18.

Mai Vorm. 9 Uhr

25.

Mai Vorm. 9 Uhr

Heubach

Schröder

19.

» » 9 zz

26.

» » 9 »

Oberkalbach

Lang

20.

zz » 9 zz

27.

. » 9 »

Impf 0 rt

I m p f l 0 k a l

Jmpfpflichtig sind alle Kinder, welche

1. im vorigen Jahre geboren sind;

2. im Laufe dieses Jahres das 12. Lebensjahr zurücklegen und

3. in dem Vorjahre nicht oder ohne Erfolg geimpft worden sind resp, wegen Krankheit von der Impfung ausgeschlos­sen werden mußten, sofern sie nicht bereits anderweit ge­impft worden sind, oder die natürlichen Blattern über- standen haben, oder wegen Krankheit iricht geimpft wer­den konnten. In diesen: Falle ist dein Jmpfarzte vor Schluß deS Jmpfgeschäfts der betreffende Impfschein resp, ein ärztliches Zeugnis des behandelnden Arztes, sofern der­selbe nicht zugleich Jmpfarzt des Bezirks ist, als Nachweis vorzulegen. Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, deren Kinder oder Pflegebefohlenen ohne gesetzlichen Grund und trotz obiger Aufforderung der Impfung oder der Revision entzogen geblieben sind, werden nach den gesetzlichen Vor­schriften bestraft.

Die Herren Bürgermeister und Gutövorsteher des Krei­ses haben die Beschlüsse deS Bundeöratü zur Ausführung des Jmpfgesetzeö vom 22. 3. 1917, sowie die nachstehenden Anordnungen genau zu beachten resp, dafür Sorge zu tra­gen, daß dieselben unbedingt befolgt resp, beachtet werden:

1. DaS als Jmpflokal bestimmte Zimmer muß zu die­sem Zwecke besonders geeignet, d. h. hell, genügend groß, gereinigt und gelüftet sein. Auch muß es mit zweckmäßigen Sitzgelegenheiten für den Arzt, die Mütter der Impflinge,

Verordnung

über die Jahrcoarbeitsverdicnstgrcnze in der Angestellten- Versicherung. Vom 23. April 1925.

Auf Grund des § 3 Abs. 1 des Angestelltenversicherung s- gesetzes wird hiermit verordnet:.

§ 1. Die JahreSarbeitSverdienstgrenze im Sinne des § 1 Abs.g des Angestelltenversichcrungsgesttzes wird auf6000 Reichs­mark festgesetzt.

§ 2 Diese Verordnung tritt mit dem 1. Mai in Kraft. Berlin, den 23. April 1925.

Der Reichsarbeitsminister: Dr. Brauns.

mit einem Tisch zum Aufstellen der Jmpfgeräte und mit der nötigen Waschgelsgenheit ausgestattct sein. Wo diese Einrich­tungsgegenstände fehlen, sind sie zu beschaffen und recht­zeitig bereit zu stellen. Bei kühler Witterung muß das Jmpf­lokal geheizt sein. Die Ortspolizeibehörde ist verpflichtet, da­für zu sorgen, daß im Jmpftermin ein Vertreter der Orts- polizeibehörde anwesend ist und daß eine Schreibhülfe zur Verfügung steht.

Der Wiederimpfung und der darauf folgenden Revision hat auch der Lehrer beizuwohnen.

2. Es ist darauf zu halten, daß die Impflinge mit rein- gewaschenem Körper und reinen Kleidern im Vermine er­scheinen.

3. Herrschen in einem Orte ansteckende Krankheiten wie Scharlach, Diphtherie, Masern, Fleckchphus usw. in grö­ßerer Verbreitung, so hat der betreffende Bürgermeister dem Jmpfarzte sofort Mitteilung zu machen und ihm eine kurze Darlegung über die Verbreitung der Krankheit zu geben, da- mit er in der Lage ist, seine Maßnahmen zu treffen.

Die Herren Bürgermeister und Gutövorsteher werden hiermit veranlaßt, die obigen Jmpftermine zur allgemeinen Kenntnis zu bringen, für die Vorladung der Impflinge un­ter Hinweis auf die Strafbestimmungen zu sorgen und die Herren Lehrer zu verständigen.

Schlüchtern, den 6. Mai 1925.

Der Landrat. J. V.: Schultheis.

Stadt Schlüchtern.

Die städtischen Körperschaften haben beschlossen, gemäß Artikel 1 §' 5 Absatz 2 des Gesetzes zur Aenderung des Ge­setzes, betreffend die Besteuerung der Wanderlagerbetriebe vom 14. April 1925 (G. S. S. 49), zu dem für die Stadt Schlüchtern in Betracht kommenden Steuersatz einen Zuschlag von 100% zu erheben.

Dies wird hiermit veröffentlicht.

Schlüchtern, den 6. Mai 1925.

Der Magistrat. Gaenßlen.

Sprechstunden

beim Landratsamt Dienstags u.

Freitags, vormitt. von 912 Uhr.

Aufruf.

Dom 4. bis «. Juli 1985 findet in unserer Stadt das 24. Gauturnfest des Kinziggaues statt. Es ist mit einem Besuch von 600 bis 700 Turnern und Turnerinnen zu rechnen, die hier beherbergt und ver- vflegt werden müssen. Es muß Ehrensache für die gesamte Einwohnerschaft sein, unseren Gästen den Aufenthalt hier recht angenehm und, da die Teilnahme an dem Fest für die von außerhalb kommenden Turner und Turnerinnen ohnehin ein finanzielles Opfer bedeutet, auch möglichst billig zu gestalten. Die Einwohnerschaft wird deshalb herzlich um Bereitstellung von Bürger - Freiquartieren und Gewährung freier Verpflegung am Tische des Quartiergebers gebeten. Die Mitglieder des Festwohnungsausschusses des Turnvereins werden in den nächsten Tagen in den Häusern nach Quartieren usw. nach- fragen. Diejenigen, bei denen bis zum 15. d. MtS. nie­mand vorgesprochen hat, werden gebeten die Quartiere usw., die sie zur Verfügung stellen wollen, bis längstens 20. b. MtS. auf dem Rathause Büroassistent Walther anzumelden. Die Verteilung der Gäste auf die einzelnen Qua:^'"" »»folgt»>^Cv':'-"/"*'m am* -bei" Swl^e&HHxg#« ausschuß' des Turnvereins unter tunlichster Berücksichtigung etwaiger besonderer Wünsche der Beteiligten.

Schlüchtern, den 7. Mai 1925.

Der Magistrat: Gaenßlen.

Anfragen im Unterhaus.

Die angeblichen deutschen Verfehlungen.

Auf eine Anfrage im englischen Unterhaus, wann beab­sichtigt sei, die deutsche Regierung über die Verfehlungen gegen sie Abrüstungsklauseln des Versailler Vertrages zu benach­richtigen, erwiderte Chamberlain, er hoffe, daß die Alliierten sehr bald in der Lage sein werden, der deutschen Regierung eine Note über diese Angelegenheit zu überreichen. Er könne jedoch keine Andeutung über das genaue Datum geben.

Wedgwood Benn fragte, ob der Note eine Darlegung bei» gefügt würde, aus der die Einzelheiten über die Fälle der deutschen Verfehlungen hervorgingen. Hierauf antwortete Chamberlain, daß dies sicherlich der Fall sein werde und er hoffe, daß die Note schnellstens überreicht und alsbald nach der Ueberreichung veröffentlicht würde.

Auf eine weitere Frage des Arbeiterführers Ponsonby, ob Chamberlain irgendwelche Andeutungen über den Grund der langen Verzögerung machen könne, antwortete Chamberlain, verschiedene Umstände hätten dazu beigetragen und die Tat­sachen hätten die genaueste Berücksichtigung erfordert.

Chamberlain erklärte ferner, er müsse einen Teil der Ver- amworning an der Verzögerung auf sich nehmen. Die letzte Botschafterkonferenz habe die Angelegenheit nicht beraten können, weil der englische Botschafter in Paris von ihm, Chamberlain, keine Instruktionen erhalten hatte.

Wittschaffliche Verständigung.

Ein Vorschlag Loucheurs.

Der ehemalige französische Minister Loucheur hat einem Vertreter desEtoile Belge" erHärt. daß die wirrschatzUche Verständigung zwischen Frankreich, Belgien, Luxemburg Eng­land und Deutschland, für die er eintrete, die ^extu- und Mctallindrrstrie betrifft.

Er wolle, daß man eine Art Kartell bilde, d. h. eine Ver­ständigung der Stellen, die nach seiner Ansicht für den Export- Handel unumgänglich seien. Die belgischerseits geltend ge- machten Widerstände gegen diese Anregung schienen ihm |e» den letzten 48 Stunden, in denen er Gelegenheit gehabt habe, mit verschiedenen Persönlichkeiten zu sprechen, schwächer ge­worden zu sein. Auch die Engländer schienen die politische Trag- Weite seines Vorschlages zu begreifen. Man müsse ein ver­nünftiges tzUcichgcwicht zwischen dem Erzeuger und dem Ver- brauchcr hcrstcllcn.

Schließlich erklärte Loucheur, die von den französischen Sozialisteu vorgeschlagene Kapilalsteuer werde in Frankreich niemals angenommen werden. Die französischen Kommunal. Wahlen bedeuteten eine Niederlage für den Konunumsmus. Sie seien aber auch ein Beweis dafür, daß sich die Betoegui^ nach links in Fmukrcich zu erhalten scheine.