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Nr. 42 (1. Glatt)

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-Sprechstunden beim Landratsamt: Dienstags: :un6 Freitags, vormittags von 9 bis 12 Uhr.; amtliche Betanntmachnnge«

Landratsamt.

D J.-Nr. 3112. Zum Schutze der Saatfelder wird für den Kreis Schlächtern angeordnet, daß alle Tauben vom ir. April bis einschl. 5. Mai ds. Js. einzusperren sind.

I Jch ersuche die Ortspolizeibehörden darauf zu achten, daß diese Anordnung befolgt wird.

Schlüchtern, den 7. April 1926.

* Der Landrat. J. V.: Schultheis.

i J.-Nr. 3193. Die Abhaltung des für den is. April i 66. Js. angesetzten Rindviehmarktes in Fulda ist wegen der im Kreise Fulda herrschenden Maul-' und Klauenseuche ver- ' boten worden.

Schlüchtern, den 8. April 1926.

r i Der Landrat. J. B.: Schultheis.

KNeisaNsschM.

! Abschließung der Rechnungsbücher für 1925.

w; J.-Nr. 1985 K.-A. Die Herren Bürgernieistcr und Ge- meinderechner der Landgemeinden mache ich darauf aufmcrk- ä sam, daß die Rechnungsbücher und die Hebeliste für das Rechnungsjahr 1925/26 am 3 o. April 19 2 6 abzu- schließen und alle nach diesem Tage eingehenden Beträge , : aus 1925 in die Rechnungsbücher und die Hebelrste für 1926/27 einzutragen sind.

Zum 10. Mai d. Js. wollen mir die Herren Bürger­meister über folgende Punkte berichten:

1. Sind die Rechnungsbücher und das Aufsichtsbuch ab­geschlossen und mit der Jahreszusammenstellung ver­sehen ?

, 2. Ist die Hebeliste sowohl bei S 0 l l wie bei, _^st bei jedem Steuerpflichtigen ausgerechnet und ist eine Jahreszusammenstellung am Schlüsse der Liste gefertigt?

3. Stimmt die Schlußsumme des Aufsichtsbuches mit der­jenigen der Rechnungsbücher und bei Einnahme auch | mit der Hebeliste überein

I 4. Welchen Bestand oder welche Ueberzahlung ergibt der

K Jahresabschluß?

S Schlüchtern, den 7. April 1926.

m Der Vorsitzende des KreiSausschusses. I. V.: Preiß.

J.-Nr. 121 W.-A. In Abänderung meiner Anordnung vom 28. Dezember J.-Nr. 383 W.-A. Schlüchterner | Zeitung vom 31. Dezember 1925, Nr. 155, wird folgendes I bestimmt: die gesetzliche Miete beträgt vom 1. April 1926 ab bis auf weiteres 94 v. H. der reinen Friedensmiete. Schlüchtern, den 6. April 1926.

I Der Vorsitzende des Kreiöausschusscö. I. V.: Preiß.

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Berpfiichlungsurkunden der Gemeinden und Gemeindeverbände.

Rd. Erl. d. M. d. J. v. 12. 3. 1926 IV a I 151.

Auf genaue Beachtung der in den Gemeindeverfassungs- gesetzen gegebenen Formvorschriften bei der Ausstellung von I Urkunden, durch welche Gemeinden und Gemeindeverbände B Verpflichtungen übernehmen, wird hingewiesen.

F J.-Nr. 1863 K. A.

- Vorstehender Ministerialerlaß wird hiermit veröffentlicht. Schlüchtern, den 3. April 1926.

Der Vorsitzende des KreiSauSschusseS. ü:--

J.-Nr. 2015 K.-A. Im Kopfe der für das Kalenderjahr *926 staatsseitig gelieferten Auszüge aus dem Geburto- ^gister, Formular Äa i, AuSzüge aus dem Sterberegister, Formular Cc 1 sind infolge eines Versehens beim Druck j D°n der Jahreszahl die drei Zahlen 192 . ., anstatt der - beiden Zahlen 19 . . angegeben. Die Herren Standesbe- I "inten der Landgemeinden des Kreises ersuche ich darauf zu nebten, daß bei Ausstellung von Auszügen, nach den gc- »annten Formularen für Fälle aus den Jahren 1900 bis *9*9 die nötige Streichung bei der Jahreszahl unter Be­ttung der für Aenderungen des Vordrucks gegebenen Vor- ^riftcn vorgenonimcn wird.

Schlüchtern, den 8. April 1926.

Der Vorsitzende des KreiSausschusses.

®taM Ächlüchterir.

Bekanntmachung.

Die gesetzliche Miete für den Monat April 1926 be- '^gt 94 Prozent. Sofern die SchönheitSreparaturen vom Mieter ausgeführt werden, ermäßigt sich dieser Prozentsatz nf 90 v. H.

Schlüchtern, den 8. April 1926.

Der Magistrat: Gaenßlen.

Samstag, den 10. April 19X6

Stadt Steinau.

Bekanntmachung

Der Pachtvertrag über die Jagdnutzung im Jagdbezirk Steinau liegt auf Grund des § 23 der Jagdordnung in der Zeit vom 8. bis sinfchl. 21. V Mts im Rathaus Dienstzimmer des StadtsekretärS zur Einsicht der Jagdgenoffen öffentlich aus.

Einsprüche gegen Pachtvertrag können während dieser Zeit bei dem Kreis-Ausschuß zu Schlüchtern erhoben werden.

Steinau, den 7. April 1926.

Der Jagdvorsteher: Dr. Hausmann.

Bekanntmachung

Die gesetzliche Miete für den Monat April 1926 be­trägt 87 Prozent der reinen Friedensmiete. Im übrigen be­hält unsere Bekanntmachung vom 31. Mai 1924 in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Juni 1924 auch für den Monat April Gültigkeit.

Steinau (Kreis Schlüchtern), den 1. April 1926.

Der Magistrat: Dr. Hausmann.

Glückwünsche für Wettte».

Aus allen Teilen der Welt.

Dem Reichspräsidenten v. Hindenburg sind anläßlich seines KOjährigen Militärjubiläums Tausende von schriftlichen und telegraphischen Glückwünschen aus dem In- und Auslande zu- gegaugen. So haben Glückwünsche übermittelt:

Deutsche Fürstlichkeiten, die Führer des deutschen Heeres im Weltkriege und zahlreiche andere Kameraden der alten Armee, ferner die Regierungen von Preußen, Bayern, Würt­temberg, Baden, Mecklenburg-Schwerin, Oldenburg, Ham­burg und Lübeck, die Oberbürgermeister von allen deutschen Städten, der Bayerische Städtebnnd und der Oberpräsident der Provinz Brandenourg. Die von Berlin abwesenden Reichsminister Dr. Marx und Dr. Stresemann sandten aus ihrem Urlaubsaufenthalt telegraphisch Glückwünsche.

Weiter sandten Telegramme: Reichsgerichtspräsident Dr. Simons namens des Reichsgerichtes, Generaldirektor Oeser namens der Reichsbahn, der Vizepräsident des Reichs­tags, Rießer, sowie zahlreiche führende Persönlichkeiten des deutschen Wirtschaftslebens, der Presse und der Politik, sowie die Landtags- und Reichstagsfraktionen. Ferner.übermittelten Glückwünsche verschiedene Universitäten und Hochschulen, Studentenschaften, zahlreiche Körperschaften des öffentlichen Rechts, das Rote Kreuz und viele Verbände und Vereine, ins­besondere solche militärischer Art. Namens des österreichischen Bundesheeres hat der Bundesminister Dr. Baugnin, namens der ungarischen Regierung der Reichsverweser Horthy tele­graphisch Glückwünsche übermittelt. Der Präsident der Freien Stadt Danzig gedenkt in seinem Glückwunschschreiben der Tat­sache, daß heute vor sechzig Jahren in Danzig der Reichs­präsident seine militärische Laufbahn begann. Vom Diploma- tischen Korps haben der apostolische Nuntius, Monsignore Pacelli, und der türkische Botschafter Kimalcddin Sami Pascha Gratulationen übermittelt. Durch persönlichen Besuch haben von Auslandsvertretern weiter der italienische Botschafter, sowie die Gesandten von Schweden, Lettland, Finnland, Griechenland, Polen, ferner der österreichische, der mexikanische, der portugiesische und der litauische Geschäftsträger ihre Teil­nahme zum Ausdruck gebracht.

E r zb i s ch 0 f Schulte-Köln bat au den Reichs­präsidenten zn seinem Militärjubiläum folgeudcs Glückwunsch­telegramm gesandt:Vom hohen Tom zu Köln am Rhein wünscht dem Vater des Vaterlandes Glück und Segen n nu Allerhöchsten. Kardinal Schulte."

*

Der Abschluß der Feierlichkeiten.

Berlin, 8. April.

Heute mittag Punkt 12 Uhr wurden die gestern im Arbeits­zimmer des Reichspräsidenten ausgestellten Fahnen von der Fahnenkompagnie wieder abgeholt. Während die Feld eichen hinausgetragen wurden, grüßte der Reichspräsident vom Balkon herab und eine zahlreiche Menge brächte ihm begeisterte Hoch­rufe dar. Als laugst die Fahnen mit Musik abmarschiert waren, verharrte die Menge noch vor dem Präsidentschaftsgebäude und forderte unter Absingung des Deutschlandsliedes und unter Hoch- und Hcilrnfen stürmisch, den Präsidenten zu sehen, der sich auch verschiedentlich auf dem Balkon zeigte.

Der Dank des Reichspräsidenten.

Das Büro deS Reichspräsidenten gibt folgendes bekannt: Anläßlich seines (,0jährigen Militärjubiläums sind dem Herrn Reichspräsidenten aus allen Gebieten des Teutschen Reiches und auch von zahlreichen Deutschen aus dem Auslande Glück wünsche in überaus großer Fülle zugegangen. Zu seinem Be­dauern erlauben die Amtkacschäfte dem Herrn Reichspräsidenten nicht, die Zuschriften und Telegramme einzeln zn beantworten. Er bittet deshalb alle, die an diesen, Tage freundlichst seiner gedacht haben, seinen herzlichen Dank auf diesem Wege eu!- gegenzunehmen.

78. Jahrg.

Neues vom Tage.

Nach Mitteilungen des Statistischen Reichsamtes wurden im Monat März durch den Neichsanzeiger 1871 neue Konkurse ohne die wegen Massemangel abgelehnten Anträge aus Konkurs­eröffnung und 1481 ungeordnete Geschäftsauffichten bekannt- gegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Februar stellen sich auf 1998 bezw. 1573.

Auf eine völkische Anfrage im Preußischen Landtag, ob der Kultusminister bereit sei, die geplante Erhöhung des Schulgeldes sofort rückgängig zu machen, hat dieser ablehnend geantwortet.

Wie an zuständiger englischer Stelle verlautet, ist der Be­richt derTimes" aus Berlin, wonach der deutsche Botschafter in London den Auftrag erhalten haben soll, wegen der Ratskandidatur Spaniens und Brasiliens im englischen Auswärtigen Amt einen Besuch abzustatten, falsch.

Wie aus Genf gemeldet wird, begibt sich der Sekretär des Völkerbundes, Sir Eric Drummond, in den nächsten Tagen nach Athen. Diese Reise war bereits seit längerer Zeit geplant und dient dazu, eine enge Verbindung zwischen dem Völkerbunds- sekretariat und der griechischen Regierung herzustellen. Sir Eric Drummond wird zu diesem Zweck in nächster Zeit auch andere Länder aufsuchen.

Das neue Wirtschaftsjahr.

Die schleichende Krise, in der wir uns befinden, dürfte Grund genug sein, auch in kürzeren Abschnitten, als denen eines Jahres, einen Blick nach rückwärts zu werfen, um fest- zustellen, ob wir Anhaltspunkte haben, daß sich unsere wirt­schaftliche Lage besser gestalten wird, oder ob diese Besserung schon tatsächlich eingetreten ist. Die ersten Monate eines Jahres ist die Zeit der Abschlüsse, und diese Abschlüsse haben zur Klärung der Lage des vergangenen Jahres beigetragen. Sie haben die Ansicht, die vielfach zum Ende des Jahres zum Ausdruck gekommen ist, daß das Jahr 1925, so schlecht es auch war, doch die Grundlage für eine Besserung bereits in sich barg, bestätigt. Bei der Beurteilung unserer wirtschaftlichen Lage muß man, im Gegensatz zur Vorkriegszeit, unterscheiden zwischen zwei Kurven: der großen Kurve, die seit Beginn der Deflation in Auswirkung der uns durch den Versailler Ver­trag aufgelegten Lasten und der hierdurch erzeugten Nöte scharf nach unten geneigt ist und das ganze Niveau unserer Lebens­haltung heruntergedrückt, und zwischen einer kleineren Kurve innerhalb der großen, die die Konjunktur in kleinerem Zeit- raum zum Ausdruck bringt.

Will man diese beiden Kurven mit den Vorkricgskonjnnk- turkurven vergleichen, so ist festzustellen, daß wahrscheinlich, was den Zeitraum des Auf und Nieder anbelangt, die Vor- kriegskonjunkturkurve zwischen den beiden Nachkriegskoniunk- turkurven liegt, daß also die große Nachkriegskrirve einen wesentlich größeren Zeitraum umfassen wird, einen Zeitraum, der bisher "noch nicht absehbar ist, und daß die zweite Kurve einen erheblich kürzeren Zeitraum umfaßt, als die Vorkriegs- kurve. Wir haben hier bereits seit Ende 1923 mehrfach ein Auf und Nieder erlebt. Man hat geglaubt, den Tiefpunkt dieser kleineren Kurve auf das Ende des Vorjahres legen zu dürfen. Wenn das vielleicht unter Berücksichtigung aller Momente richtig ist, so kaun man jetzt nur feststellen, daß von einer allgemeinen Aufwärrsbewegung noch faum etwas zu spüren ist, denn Bcsierungsmomcntcn auf der einen Seite stehen Verschlechterungsmomente auf der anderen Seite gegen­über. Letztere sind in erster Linie bei unserer Schwerindu­strie zu suchen. Die Kohlenvroduktion des Ruhrbergbaues hat ihren bisherigen Tiefstand Ende Februar erreicht, und auch der westoberschlesische Kohlenbergbau, der zufolge der be­sonders gearteten Verhältnisse im Vorjahre eine dauernde Fortentwicklung erlebt hat, ist in Stagnation getreten. Auch die Eisen- und Stahlindustrie zeigt in den beiden ersten Mo­naten Tiefpunkte. Hier hat zwar der März eine ganz gelinde Belebung gezeitigt, die aber noch nicht derartig ist, daß sie an der allgemeinen Lage etwas ändert. Was die Kohle anbeiangt, so spricht eine Erhöhung der Feierschichten dafür, daß erneut Stillegungen und entsprechende Arbeiterentlassungen zu be­fürchten sind.

Die Arbeitslosenziffer hat bekanntlich in den ersten Mo­naten eine bis dahin in Deutschland noch nickt bekannte Höhe erreicht, und im Gegensatz zu früheren Jahren ist auch die Besserung, die das Frühjahr zu bringen pflegte, bisher nur außerordentlich zögernd -eingetreten. Kennzeichnend für die allgemeine Lage ist" der außerordentliche Rückgang des Steuer- ertrages der Umsatzsteuer,

Auch die außerordentlich prekäre Lage der Reichsbahn, bie für den Januar ein Defizit von nicht weniger als 40 Mil­lionen aufweist, ist ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Ge- samtlage. Hier ist allerdings anscheinend eine leichte Besserung zu verzeichnen, wenigstens kommt diese in der zunehmenden Wagcngestcllung zum Ausdruck, die sich den entsprechenden Vorjahrsziffern erheblich annähert. Bemerkenswert ist auch, daß der Großhandelsindex des Statistischen Reichsamts von etiva 136 zu Anfang des Vorjahres auf 119 gegen Ende März zurückgegangen ist, und auch der Gesamtlebenshaltungsindex des Statistischen Reichsamts hat eine mcrflidjc Sv Tang er. fahren, und ztvar von 143,5 im Oktober auf 138,3 m ' - rch- schnitt März.

Wiederaufnahme der deutsch-schweizerischen Handelsvertrags. Verhandlungen.

Berlin, 8. April. Die nach Beendigung der ersten Lesung unterbrochenen deutsch-schweizerischen HandclSvcrtragsvcrhan»- lungen sind in Berlin wieder ausgenommen worden.