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3 Nr. 73 Dienstag, den 19. Juni 1988 80 u
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a Amtliche Bekanntmachungen.
hkiLandratsamt.
I.-Nr 5208. während meiner Beurlaubung vom 20. eil d. HTts. bis zum 20. n. Mts. ist meine Vertretung dem ^1Kreisdeputierten, Herrn Forstmeister Rang zu Zalmünster, übertragen worden.
Um Verzögerungen in der Bearbeitung zu vermeiden, wk empfiehlt es sich^ amtliche Zuschriften nicht unter meiner persönlichen Anschrift einzusenden.
H Schlüchtern, den 16. Iuni 1928.
M Der kom. Landrat: Dr. Müller.
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Polizeiverordnung.
Auf Grund der §§ 137/139 des Gesetzes über die
M allgemeine Landesverwaltung vom 30. Iuli 1883 (GS. 5. 195 ffO und der W 6, 12 und 13 der Verordnung über , j die Polizeiverwaltung in den neu erworbenen Landes- 3.1 teilen- vom 20. September 1867 (GS. $. 1529 ff.) wird t unter Zustimmung des Provinzialrats für den Umfang der Ä Provinz Hessen-Nassau folgendes verordnet:
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Artikel I.
Die Polizeiverordnung, betreffend unbefugte Standar- H tenführung, vom 28. Februar 1895 wird aufgehoben. 3 . Artikel II.
Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkün- M digung in Kraft. (Ro. 4808.) “ dung in Kraft. (Nr. 4808.)
Der Gberpräsident.
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j Polizeiverordnung.
g I Auf Grund der §§ 137/139 des Landesverwaltungs-
M gesetzes vom 30. Iuli 1883 (GS. S. 195 ff.) ™ .und der §§ 6, 12 und 13 der Verordnung über 1 ; die Polizeiverwaltung in ;ben neu erworbenen Landes- 8 Teilen vom 20. September 1867 (GS. S. 1529 ff.) wird ' unter Zustimmung des provinzialrats für den Umfang der Provinz Hessen-Nassau folgendes verordnet:
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; I , Artikel I.
s Die Polizeiverordnung, betreffend Beschäftigung ausländisches Arbeiter und niederer Hausangestellter, vom 21. H - April 1922 wird aufgehoben.
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Artikel II.
Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer verkün- dung in Kraft. (No. 4810.)
Kassel, am 9. 5. 1928.
Der Oberpräsident.
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I.-Nr. 5133. Die Herren Bürgermeister der Gemeinden mit ländlichen Fortbildungsschulen werden unter Bezug- " W nähme auf die Verfügung vom 1. d. Mts. — Nr. 4712 — (Kreisblatt Nr. 67) an die Linreichung der Anträge aüf Erlangung einer Starrtsbeihilfe für 1928 erinnert.
M' Schlüchtern, den 15. Iuni 1928.
Der kom. Landrat. 3. D.: Schultheis.
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I.-Nr. 5116. In der Gemeinde Hintersteinau ist die 5chafräude wieder erloschen.
Schlüchtern, den 15. Iuni 1928.
Der kom. Landrat: Dr. Müller.
Kreisausschuß.
I.-Nr. 2572 K. A. Am Sonnabend, ben 23. 3uni d. 3s. vormittags von 1 0 Uhr ab findet in Schlüchtern an der Dreschhalle eine Körung für Altziegenböcke statt.
Zu dieser sind sämtliche bereits gekörten (alten) Zie- genböcke, deren erneute Ankärung erwünscht wird, vorzu- führen. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, dafür zu sorgen, daß die alten (gekörten) Böcke der Gemeinden vollzählig zur Vorführung gelangen.
, Die Körung für Iungziegenböcke findet wie alljährlich auch in diesem Iahre erst Ende des Monats August ojber Anfang September statt. Die frühere Abhaltung der Körung für Alt-Böcke soll den Zweck haben, eine unnötige Haltung der Böcke bis zum Herbst im Falle der Abkörung zu vermeiden. Bei der später stattfindenden ^ung-Ziegenbockkörung können Alt-Böcke nicht zur Vorführung gelangen. (Es ist deshalb unbedingt notwendig, daß bei der Körung am 231. Iuni d. 3s. auch sämtliche Alt-Böcke, deren erneute Ankörung erwünscht wird, vorgeführt werden.
Die Herren Bürgermeister ersuche ich, auf die uor= stehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise in ihren Gemeinden aufmerksam zu machen.
Schlüchtern, den 13. Iuni 1928.
Der kom. Landrat: Dr. Müller.
Abschrift.
Der Regierungspräsident. Kassel, den 25. Mai 1928.
A. VI. W. Nr. 1787.
Bei der Vorlage der Anträge auf Bewilligung von Hauszinssteuerhypotheken sind häufig die Bauzeichnungen unvollständig, insbesondere fehlt oft bei freistehenden Häusern eine oder mehrere der vier Ansichten,. Es ist fedochs notwendig, daß alle Ansichten dargestellt werden, um ein richtiges Bild von der äußeren Gestaltung der vorgesehenen Baues zu erhalten.
Ich ersuche daher dafür zu sorgen, daß bei keinem Anträge Ansichtszeichnungen fehlen. Strenge Durchführung darf ich wohl erwarten, dackit Verzögerungen durch die sonst erforderliche Rückgabe der Zeichnungen vermieden wird.
gez. Unterschrist.
An die Herren Vorsitzenden der Kreisausschüsse des Bezirks.
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Wirb veröffentlicht.
Schlüchtern, den 13. Iuni 1928.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. Müller.
Abschließung der Rechnungsbücher für 1 927.
I.-Nr. 2657 K. A. Mit Rücksicht darauf, daß für das Rechnungsjahr 1927 noch eine Verteilung der Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer chissteht, ordne ich hiermit an, daß der Abschluß der Rechnungsbücher für 1927 bis zur Auszahlung der in Aussicht stehenden letzten Steuerverteilung für 1927 unterbleibt.
Sofern Bücher bereits auf Grund meiner Verfügung vom 7. April 1928 — I.-Nr. 1513 K. A. — Kreisblatt Nr. 47 — abgeschlossen sein sollten, ist der Abschluß durch die noch eingehenden Steuerüberweisungsbeträge zu ergänzen. Wegen Aufstellung von Statistiken müssen sämtliche überwiesene Steuerbeträge in dem Rechnungsjahr verbucht werden, für welches sie bestimmt sind.
Schlüchtern, den 16. Iuni 1928.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. Müller.
Durchschnittspreise für Haute
nach dem Bericht des Wirtschaftsverbandes deutscher Ab- deckereiunternehmer in Hamburg für Februar 1928.
Roßhäute 220/— Ctm. . . .
R.-M. 26,50 pro Stck
, 200/219 , . . .
» 20, , ,
, — /i99 , • • •
, I3JO , ,
Fohlenfelle.......
Rindhäute.......
, —,?o pro Pfd.
Fresserfelle.......
* ,76 , ,
Kalbfelle .......
* —,96 , ,
Schaf- und Lammfelle . . .
# ,45 * //
Ziegenfelle, trocken ....
„ 3,— pro Stck.
Zickelfelle, trocken .... . 111. 663.)
Kassel, den 7. Juni 1928.
, —,50 * *
Der
Regierungs-Präsident.
I.-Nr. 2644 K. A.
Wird veröffentlicht.
Schlüchtern, den 15. Juni 1928.
Der Vorsitzende deö Kreis-Auöschusses.
Dr. Müller.
Stadt Schlüchtern.
Ausschreibung.
Die Anstreicher- und Weißbinderarbeiten zur Erneuerung des äußeren Anstrichs an 5 städtischen Wohnhäusern sollen vergeben werden.
Schriftliche Angebote sind in verschlossenen Briefumschlägen mit der Aufschrift „Submission" bis spätestens Sonnabend, den 23. 3uni 1928, vormittags 10 Uhr dem Stadtbauamt einzureichen.
Die Geffnung der Angebote geschieht daselbst in Gegenwart etwa erschienener Bewerber.
Angebotsformulare können vorher während der Vormittagsstunden auf der Kanzlei im Rathaus in Empfang genommen werden.
Zuschlagserteilung bleibt vorbehalten.
Schlüchtern, den 15. Iuni 1928.
Der Magistrat: Gaenßlen.
Bekanntmachung.
Es liegt Veranlassung vor, auf die nachstehenden Paragraphen der Friedhofsordnung erneut hinzuweisen.
§ 1
Der Friedhof steht unter der Verwaltung und Aufsicht des Kirchenvorstandes, welcher sie durch die dazu bestellten Organe ausüben läßt. Den Anweisungen des Aussichtsperso- nals ist unweigerlich Folge zu leisten.
Familienbegräbnisplätze wie Grabhügel sind mit ihren Einfriedigungen und Ausschmückungen von den hierzu verpflichteten dergestalt zu unterhalten, daß sie den Friedhof nicht verunzieren und den nächstgelegenen Grabstätten nicht zuni Nachteile gereichen. Bleibt diese Verpflichtung auf ergangenei Mahnung hin unerfüllt, so erfolgt die Abstellung durch die Friedhofsverwaltung -auf Kosten der verpflichteten in geeigneter Weise. Blumen- und Kranzschmuck muß. sobald derselbe unansehnlich geworden ist, von den Gräbers entfernt werden.
§ 8
Zur Aufstellung von Denkmälern und Grabeinfassun- gen bedarf es der vorherigen Genehmigung des Kirchenvor- standes.
' Die bei der Aufstellung von Denkmälern, Einfassungen und anderen Arbeiten übrig bleibenden Materialien müssen von denjenigen, welche die Aufstellung des Denkmals usw. bewirkt Habens vom Friedhof gänzlich entfernt werden. Vei nassem Wetter sind Erdarbeiten jeder Art verboten.
Einfriedigungen dürfen so wenig wie die Denkmäler Länge und Breite des Grabes überschreiten, sodaß die Zwi- schenräume zwischen den Gräbern in ihrer vollen Breite von 30 Ttm. frei bleiben.
Einfriedigungen und Denkmäler, welche den Anforderungen dieser Friedhofsordnung nicht entsprechen, oder nicht in Ordnung gehalten werden, oder welche ohne Entrichtung von Gebühren (§ 9) und ohne Genehmigung errichtet sind, werden nach vergeblicher Aufforderung von der Friedhofsverwaltung entfernt.
§ 12
Es ist verboten: den Friedhof anders als durch das Haupttor zu betreten, Einfriedigungen, Grabdenkmäler. Gräber, Wege oder den Rasen zu beschädigen, Hunde mit- zubringen, -durch ungebührliches Verhalten Regernis zu ge- bem alten Gräberschmuck, Schutt und dergleichen auf dem Frieoyofe anders wohin zu schaffen als in die dafür angewiesene Sammelstelle, die Tore offen zu lassen.
Schlüchtern, den 8. Oktober 1925.
Der Kirchenvorstand.
Tassel, 21. Ianuar 1926.
Landeskirchenamt genehmigt.
gez. Derlach.
Tassel, 8. April 1926.
Landespolizeilich genehmigt.
Der Regierungspräsident. Unterschrift unleserlich.
Neues vom Tage.
— Der Reichstag hat sich auf unbestimmte Zeit bis zur Regierungsbildung vertagt.
— Am Sonntag ist von Nobile bei der „Titta di Milans" kein Funkspruch eingegangep. Nebel und Schneefälle haben auch heute Lrkundigungsflüge verhindert.
! — Der Pilot Sturtz und Miß. Earheart sind Sonntag nachmittag mit dem Flugzeug „Friendship" (Freundschaft) in Trepassey (Neufundland) zu ihrem Transozeanflug, dessen Ziel Irland ist, gestartet.
— Auf den Bürgersteig des Kurfürftenbamms in Berlin fuhr Sonntag abend ein Autobus und verletzte sechs Personen zum Teil schwer.
. — Die internationale katholische Woche in Köln begann am Sonntag mit einer machtvollen Kunbgebunq der katholischen Gesellenvereine aus ganz Deutschland, Holland, der Schweiz, Luxemburg und Frankreich.
— Die Stadt Mexiko wurde am Samstagabend von einem schweren Erdbeben heimgesucht, das um 9.22 Uhr begann und etwa sieben Minuten anhielt. Die Stadt war längere Zeit ohne Licht. Der Materialschaden scheint beträchtlich zu sein. Ob Menschen zu Schaden gekommen sind, steht im Augenblick noch nicht fest.
— Der südliche Teil der Provinz Oklahoma (U. $. A.) wurde am Samstag von einem schweren Tornado heimgesucht. Befoinbers ihr Mitleidenschaft gezogen wurden die beiden Städte Blair-Mountain-Park und Snyder. Die Verwüstungen sind ungeheuer.
— Zum Austritt General v. Schönaichs aus der Demo» kratischen Partei wjvd von der Reichsgeschäftsstelle der Deutschen Demokratischen Partei mitgeteilt, daß sich die Parteileitung der D. D. P. außer Stande sah, General v. Schönaich bei seiner Auseinandersetzung mit den württem- berger Demokraten zu decken, weil sich seine Agitation für Kriegsdienstverweigerung auch auf den Verteidigungskrieg bezog.
— Nach Schluß einer Kinovorstellung fuhr am Sonntag in Leipzig ein schwerer Personenkraftwagen in eine Gruppe . von Personen. Zwei Frauen wurden sofort getötet, eine dritte starb nuf dem Transport zum Krankenhaus. Mehrere Personen wurden verletzt.