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(1. Blatt)

Samstag, den 23. März 1929

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Amtliche Bekanntmachungen

Laudratsamt.

I Hemäß der Bezirkspolizeiverordnung vom 8. November 11873 (Amtsbl. 1874 S. 62) verfällt derjenige, dessen Hund einem fremden Jagdrevier jagend, suchend ober aufsichts- !öS umherlausend betreten wird, einer Geldstrafe.

I Allen Polizeibehörden des Regierungsbezirks wird eine karfe Handhabung der erwähnten Polizeiverordnung zur ! besonderen Pflicht gemacht. Auch haben die Grtspolizeiver- [ walter alsbald durch ortsübliche Bekanntmachung auf obige Vorschrift hinzuweisen.

s Die strenge Handhabung der Polizeiverordnung ist im Unterere des durch den strengen Winter herab geminderten ^ildbestandes geboten. (A II. 1288/29.)

, Kassel am 11. 3. 1929. Der Reg.-Präsident.

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I I-Nr. 2189. Die Drtspolizeibehörden werden auf die |unter Ziffer 124 des Regierungsamtsblattes Nr. 10 ver- |öffentliche viehseuchenpolizeilich» Anordnung, betr. Wan- Perschafherden, und die den gleichen Gegenstand, betr. Ausführungsanweisung des Herrn Regierungspräsidenten zu Kassel vom 5. März 1929, aufmerksam gemacht und um deren genauen Beachtung ersucht.

Schlächtern, den 19. März 1929.

Der Landrat. I. V.: Ichultheis.

3.=Rr. 2486. Die Anmeldungen zu der anfangs April 6. 3s. stattfindenden Gesellenprüfung für Schlosser und S^miebe sind alsbald an den Herrn Obermeister Joh. Stang in Sterbfritz und an Herrn Schlossermeister Joh. fimenb in Steinau einzusenden.

Schlüchtern, den 19. März 1929.

Der Landrat. 3. v.: Ichultheis.

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Mangelnde Bor^ffaNgsknnde.

Sitte Anweisung an die Schulräte.

,.J^aif) ben Feststellungen der Sachbearbeiter des Preu- oWn Kultusministeriums bei Schulbesichtigungen ent= Zucht die Einführung der Kinder in das Verständnis der Mästungen des Reichs und des Freistaates Preußen oft mcht den Ansprüchen, die an die staatsbürgerliche Unter- Zusung in der Schule gestellt werden müssen. Minister Dr.

hat die ihm Nachgeordneten Regierungen daher er- ucht die Schulräte anzuweisen, diesem Unterrichtsgegen- !tande ihre besondere Fürsorge zuzuwenden und dabei fol- Moes zu beachten:

Die Richtlinien vom 15. Oktober 1922 fordern die Be­rücksichtigung der Verfassungen des Reiches und des Frei- aates Preußen bei der ausführlich und möglichst anschau-

^ gestaltenden Darstellung der gegenwärtigen ftaat- Verhältnisse. Die Voraussetzung für eine befriedi- Mde Lösung dieser Aufgabe ist zunächst, daß lehrpkan- MNg die ausreichende Zeit für eine solche Behandlung der Erfassungen gesichert wird, sodann aber und vor allem, M sie planmäßig in dem vorangehenden staatsbürger- chen Unterricht vorbereitet wird. Nach den Richtlinien

Staatsbürgerkunde, d. h. eine dem Verständnis der angepatzte Einführung in unsere staatlichen, mrtschaftlichen und gesellschaftlichen Zustände, von Anfang ^.^Geschichtsunterricht und auch in anderen Fächern zu

Dabei soll stets auf die Gegenwart Bezug genommen ®ies wird offenbar nicht immer sorgsam beachtet. M abschließende Einführung der Kinder in die Ver- Mng, die zweckmäßigerweise nicht paragraphenweise, ! nvern nach den großen Gesichtspunkten, die dem ganzen ^^icht in der Staatsbürgerkunde zugrunde gelegen n zu erfolgen hat, soll zum größten Teil eine klärende vertiefende Zusammenfassung der bereits erarbeiteten "si^nisse sein, so daß die Verfassung als das Ergebnis visherigen geschichtlichen Entwicklung erkannt und ge- ^net wird

Kriegsausbruch in China.

>,^Eking, 22. März. Marschall Feng hat mit seinen plötzlich die Eisenbahnlinie SchansiPukau besetzt.

^ben seine Truppen die Eisenbahnlinie Lunhai J r D,e Vorpostentruppen Fengs haben die Stadt Hsinjang .» ^"^ zwischen der Provinz Hupeh und Honan besetzt.

Kommen ^^ ^rie9 Mischen Nanking und Feng zum Ausbruch Mit Spiritus übergossen und sich selbst angezündet.

her r^r^er' März. Ein Insasse der Strafanstalt Wittlich, d^usmüde war, hat auf überaus gräßliche Art Selbstmord kick ^ übergoß seine Kleider mit Spiritus und zündete ten aiK ®*e Wärter fanden den Unglücklichen mit schwe-

/^'tbtuuiiben, an benen er kurz darauf verstarb.

Iur Die Pariser Sachverständigen-Konferenz 3 ^^parationsfrage hat beschlossen, daß sie vsm 28. März bis «in w die Osterferien gehen wird. Die nächste Sitzung wird

^entag um 15/, Uhr stattfinden.

, " Die Sowjetregierung hat beschlossen daß am 1. April d I. ,' Städte und Straßen, die den Namen Trotzki tragen, um- tniiiit werden sollen.

Kinobrand in Rußland. 114 Todesopfer.

In Nußland ereignete sich im Gouvernement Wla­dimir eine furchtbares Kinounglück. In dem Dorfe 3gol= Kino wurde in einem Holzgebäude, das nur einen Ausgang hatte, eine Kinovorstellung gegeben. Infolge Entzündung eines Filmstreifens kam ein Brand auf, der bald das ganze Gebäude erfaßte. Nicht weniger als 114 Personen kamen bei der Katastrophe ums Leben, während 17 Personen mit Brandwunden davonkamen.

Schweres Bergwertsunglück.

Durch eine Explosion in Valleycamp im Bergwerk einer Kohlengesellschaft wurden ca. 300 Bergarbeiter in Mitlei­denschaft gezogen. Aus den benachbarten Stäbten wurden Rettungsmannschaften herbeigerufen. 1V2 Stunbzn nach der Explosion wurden 5 Leichen geborgen. Valleycamp liegt bei Parnassus in Pennsylvanien. Die Explosion ereignete sich morgens gegen 7 Uhr. Bis um 1 Uhr waren 170 Mann durch einen Notausgang herausgeschafft worden. Der Haupteingang zur Grube wird von Frauen und Kindern umlagert, und es spielen sich ergreifende Szenen ab. Weitere Einzelheiten fehlen noch.

Zum Mord im Schloß Fannowitz.

Die Landeskriminalpolizei aus Liegnitz hat gestern mittag ganz überraschend die Ermittlungen im Ichloß Jannowitz abgebrochen. Der Kriminalkommissär ist mit seinen Beamten nach Liegnitz abgefahren.

Ein sensationeller Diebstahl.

Aschaffenburg, 21. März. Nachts wurden im Humanisti­schen Gymnasium in Aschaffenbura sämtliche Schlußzeugnisse der Schüler von der 1. bis zur 8. Klasse gestohlen. Die Reife­zeugnisse blieben unversehrt. Es handelt sich um mehrere hundert Zeugnisse. Nachforschungen durch die Kriminalpolizei sind im Gange.

Der Dieb, der die Zeugnisse im Aschaffrnburger Gymna­sium entwendet hatte, ist in der Person eines 16jährigen Gbersekundaners festgestellt worden. Der Junge gab bei der polizeilichen Vernehmung zu, das Zimmer erbrochen und sämtliche Zeugnisse verbrannt zu haben.

^ Ein Erlaß des Reichspräsidentesi über das Tragen der Reichswehruntform. Der Reichspräsident hat folgende Verfügung getroffen:Der Zweck der Uniform und die Rück­sicht auf die überparteiliche Stellung und das Ansehen der Reichswehr erfordern, daß für die ausgeschiedenen Reichswehr- angehörigen die Ausübung des ihnen auf Widerrrlf gewährten Rechtes (§ 30 des Wehrgesetzes) zum Tragen einer Reichs­wehruniform an bestimmte Bedingungen geknüpft wird, um Mißdeutungen in der Oeffentlichkeit und Angriffe gegen die Wehrmacht zu vermeiden. Ich erlasse daher zum § 30 des Wehrgesetzes folgende Ausführungsbestimmungen: 1. Die beim Ausscheiden verliehene Uniform darf nicht getragen wer­den a) in der Ausübung eines neuen Berufs ausschließlich des Vorbereitungsdienstes dazu (gleichviel, ob Staatsdienst oder sonstiger Beruf); b) bei allen Veranstaltungen, an denen die Reichswehr auf Grund der ^um § 36 des Wehrgesetzes erlasse­nen Bestimmungen nicht teilnehmen darf. Auskünfte darüber können auf Anfrage die Kommandanturen und Standort- kommandos erteilen. Die grundsätzliche Befreiung der aus­geschiedenen Wehrmachtangehörigen von politischen Beschrän­kungen wird dadurch nicht berührt. 2. Im übrigen unterliegt die Ausü^mg des Rechtes zum Tragen einer Uniform keinen Beschränkungen, sofern nicht das Ansehen des Soldatenstandes das Tragen von selbst verbietet."

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*« Rückgang der deutschen Außenhandelspassivitat. Im Februar betrug die Einfuhr im reinen Warenhandel 1017 Millionen Reichsmark gegen 1319 Mill. Reichsmark im Januar, die Ausfuhr einschließlich der Kriegsentschädigungs- sachlieferungen 973 Millionen Reichsmark gegen 1105 Mill. Reichsmark. Auf Kriegsentschädigungssachlieferungen ent­fallen hiervon 52,3 Mill. Rm. gegen 98,9 Mill. Rm. im Vor­monat. Demnach beträgt die Ausfuhr ausschließlich Tribut­sachlieferungen 921 Mill. Reichsmark gegen 1036 Mill. Rm. Die Ausfuhr ist demnach nicht im gleichen Maße zurück- gegangen wie die Einfuhr, so daß die Passivität von 283 Mill. Reichsmark auf 96 Mill. Rm. z u r ü ck g e g a n g e n ist. Der Rückgang der Einfuhr ist in erster Linie auf einen Rückgang der Einfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren," in zweiter Linie von Lebensrnitteln und Getränken zurückzu- führen.

Bei der Remington-Jchreibmaschinen G. m. b. Ij. in Berlin entdeckte man jetzt Veruntreuungen, die sich über anderthalb Jahre hinziehen. Bei einer Generalrevision kam ans Licht, daß weit über hundert Maschinen veruntreut worden waren.

Die Zahl der Todesopfer bei dem Eisenbahnunglück auf der 5trecke Toronto-Winnipeg ist auf 19 gestiegen. Bisher konnten nur sechs von ihnen identifiziert werden.

Die drei Berliner Mädels, die am Montag ihren Eltern davongelaufen waren, um nach Amerika auszuwan- bern, wurden Dienstag in Nikolassee bei Wannsee aufge- grifsen.

Die Deutschnationale Fraktion hat im preußischen Landtag einen Antrag eingebracht, das Staatsminifterium zu ersuchen, sich gegen die Einreise Trotzkis auszusprechen.

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Die Pariser Zahlen

Die Sachverständigen-Verhandlungen in Par,is haben sich bisher hauptsächlich mit den technischen Fragen des Transferschuhes, ves Organismus zur Cmp- fangnahme, Kontrolle und Reberweisung der deutschen Zah­lungen, der Mobilisierung von Kapitalbeträgen und schließ­lich der Schaffung einer besonderen bankmäßigen Finanz­organisation befaßt, für die der nicht ganz eindeutige und sinngemäße Ausdruck einerSuper-Zentralbau k" aufgetaucht ist. Darüber hinaus wollen jedoch ausländische und deutsche Blätter, offenbar auf Gruno von Versuchs­ballons in der großen Pariser Presse von Zahlen wissen, die für die künftigen Iahreszahlunge-n von beiden Seiten genannt worden seien und wobei man das Prinzip einer Zweiteilung der deutschen Leistungen verfolge.

Der eine Teil dieser Leistungen, der unter einer ebe»- falls in solcher Form hypothetisch diskutiertes Art von Transferschuh bleiben soll, soll den Gegenwert der Wieder­aufbaukosten darstellen, der zweite dagegen zur Deckung der interalliierten Schulden der ehemaligen Gegner unterein­ander und an Amerika bestimmt sein. Dieser Gedanken­gang entspricht in keiner Weise den von jeher deutscher- seits vertretenen, wonach die Festsetzung der deutschen Verpflichtungen von der deutschen Leistungsfähigkeit und nicht etwa von den Bedürfnissen der Gegenseite auf Grund ihrer eigenen auswärtigen Schulden abhängig gemacht werden muß. Lediglich dieser Gesichtspunkt kann für die angestrebte Lösung die Grundlage abgeben. Der Gedanken­gang einer solchen Zweiteilung entspricht also nicht etwa, wie das aus den verschiedenen Meldungen hervorgehen könnte, von denen oben die Rede ist, dem Standpunkt der deutschen Delegation in Paris. Cs würde sich deshalb empfehlen, und zwar nicht nur im deutschen Interesse, son­dern in demjenigen aller Beteiligten, von einer Diskussion abzusehen, die eher geeignet scheint, vom richtigen Wege wegzuführen, als auf ihm vorwärts zu helfen.

Die Forderungen der Landwirte.

RIs Vertreter der Landwirtschaft sprachen Donnerstag bei dem Herrn Reichsminister für Ernährung und Landwirt­schaft, Dietrich, die Herren Branbes, Schiele, Hermes und Fehr vor. Die in der Presse veröffentlichte Denkschrift wurde eingehend erörtert. Der Reichsminister stellte fest, daß er bereits einen bestimmten Vorschlag zur Regelung der Getreidepreise gemacht habe und daß im übrigen auch die jetzt von landwirtschaftlicher Seite vorgeschlagene Lösung schon im herbst vorigen Jahres erwogen und nach allen Richtungen hin durchgeprüft worden sei. Um die Vieh- und Fleischpreise zu bessern, habe die Reichsregierung eine Reihe von Maßnahmen in die Wege geleitet, so die Rnglei- chung der Viehzölle an die Fleischzölle, die Aussperrung des. bisher noch zugelassenen Rüchsenfleisches, die Erhöhung des Ichmalzzolles; endlich fei auch ein Gesetz unterwegs, welches für eine einheitliche Handhabung der Zeuchenpolizei in den Jeegrenzschlachthöfen Sorge trage. Die Organisation der Milch- und Molkereiwirtschaft sei in vollem Gange und das verlangte Milchgesetz bekanntlich vor einigen (lagen den Landesregierungen und Interessenten zur Stellung- nähme zugeleitet. Im Anschluß an die Besprechung beim Reichsminister Dietrich, empfing der Reichskanzler die vor­genannten Herren und nahm ebenfalls ihre Vorschläge ent­gegen.

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IDie aus Mexiko gemeldet wird, ist der Rebellen» General Jesus Rguirre heute in £a Magras im Vera Cruz standrechtlich erschossen worden. Rguirre

war gestern mit seinen Begleitern nach einem Gefecht ge­fangen genommen worden.

HapagdampferThuringia" wurde auf der Ausreise in der Elbmündung von einem russischen Dampfer ange­rannt. DieThuringia" kehrte mit eigener Kraft in den Hamburger Hafen zurück, um den Ichaden zu reparieren. Die Passagiere sollen mit dem DampferAlbert Ballin" befördert werden.

In Budapest wurde der Baumeister Paul Ferenczy, der einer anderen Frau zuliebe seine eigene Frau und seine drei Rinder ermordet hatte, hingerichtet. Die Exeku­tion dauerte 16 Minuten. Ferenczy war ein begabter Dichter und sehr intelligenter Mensch, der neun Sprachen beherrschte.

Für die 16 großen Abonnementskonzerte im Teatro Colon in Buenos Aires ist in diesem Jahre zum dritten Male General­musikdirektor Erich Kleiber aus Berlin als Dirigent verpflichtet worden.

Anläßlich der Vermählung des Kronprinzen r^n Norwegen mit der Prinzessin Maria von Schweden hat der Reichspräsident dem König von Norwegen, dem König von Schweden sowie den Brautleuten telegraphisch seine Glückwünsche übermittelt.

Nach einer Meldung aus Marrakesch stießen bei Flug- übungen des 37. Fliegerregiments zwei Flugzeuge in etwa 50 Meter Höhe zusammen und stürzten ab. Ein Unteroffizier war auf der Stelle tot. Drei Flieger zogen sich schwere Verletzungen zu.