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M 61 (i. Blatt) Dienstag, d« 21. Mai 1929

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Amtliche Bekanntmachungen

Landratsamt»

I.-Ur. 4317. Die Ortspolizeibehärden werden auf

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im Regierungs-Amtsblatt Nr. 18 von 1929, Seite veröffentlichten Erlaß des Herrn Minister für Handel Gewerbe vom 11. 3. 1929, betr. Aenderung der Vor­schriften für den Gewerbebetrieb derjenigen Personen, die fremde Rechtsangelegenheiten pp. besorgen, aufmerksam ge­macht und ersucht, etwaigen Interessenten hiervon Kenntnis

zu geben.

Schlüchtern, den 16. Mai 1929.

Der Landrat. 3. V.: Schultheis.

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Nr. 4418. Die durch meine Verfügung vom 16. v. Mts. Er. 5412 Schlüchterner Zeitung Nr. 47 für den Land­weg von Salmünfter nach Bad-Soden angeordnete Verkehrs­sperre wird hiermit wieder aufgehoben.

Schlüchtern, den 18. Mai 1929.

Der Landrat. 3. v.: Schultheis.

festgestellte Beschädigung der Haut anzuerkennen, so ist der Vertreter der Ortspolizeibehörde zur Anerkennung der Beschä­digung zuzuziehen.

Für beschädigte Häute ist der Abdeckereiunternehmer be­rechtigt, einen dem Minderwert der Haut entsprechenden Ab­zug an den oben festgelegten Vergütungssätzen vorzunehmen. Im Streitfälle entscheidet der Kreistierarzt.

Die Auszahlung der Vergütungen für Kadaver mit be­schädigter Haut hat innerhalb 14 Tagen nach erfolgter Ab­holung zu geschehen.

In allen Fällen, wo der Tierbesitzer Entschädigung für sein Tier vom Staat bezw. vom Berirkeverband auf Grund des Viehseuchengesetzes erhält, braucht der Abdeckereiunter­nehmer für die Haut eine Entschädigung nicht zu zahlen.

Die Abholung der Kadaver hat unentgeltlich zu erfolgen.

Von den Tierbesitzern ist für die Abholung und Bear­beitung der ohne haut abgelieferten Kadaver, welche bei der Fleischbeschau beanstandet waren, oder in den Fällen, in denen die Vernichtung der Haut aus seuchenpolizeilichen Gründen

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J.-Nr. 4450. Der Herr Kreisarzt beabsichtigt, am Mitt­woch, dem 22. d. Mts. von 10 Uhr ab einen außerordentli­chen Sprechtag im hiesigen Kreishaus abzuhalten.

. Schlüchtern, den 18. Mai 1929.

Der Landrat. 3. D.: Schultheis.

vorgeschrieben ist, an den Abdeckereiunternehmer für Kadaver ein Pausckbetrag zu zahlen und zwar: a) für Rindvieh, Pferde und Tiere des Einhufer-

geschlechts:

b) für Schafe und Ziegen:

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Für Abholung und Verarbeiten von Kadavern

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Kreisausschu ß.

Abdeckerei Wöchtersback betreffend.

J.-Nr. 1319 K. A. Die schon seit längerer Zeit zwischen dem Kreisausschuß Gelnbausen und der Abdeckerei Wächters- rbach schwebenden Verhandlungen haben zu dem Abschluß eines neuen Vertrages hinsichtlich der Ablieferung von gefallenem Mich geführt, der mit Wirkung vom 1. Januar 1926 in

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Abdeckerei in Wächtersbach bestehenden Abkommen 'bao n

die für den Kreis Gelnbausen festgesetzten Tarifsätze auch für reifn den Kreis Schlüchtern Gültigkeit. Die hiernach ab 1. Januar

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1926 für die Gemeinden des hiesigen Kreises mit Ausnahme der Ortschaften Oberkalbäch. Heubach, Uttrichsbausen, Hütten, Gundhelm und Oberzell mit Ziegelhütte, die ihre Kadaver an die Abdeckerei Pilgerzell abliefern, gültigen Gebührensätze sind olgende:

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RM. RM. oder

Fleischteilen steht dem Abdeckereiunternehmer eine Vergütung nicht zu.

Die Gebühren sind sofort bei der Abholung zu zahlen.

Die bisherigen Gebührensätze treten mit dem 1. Januar 1926 außer Kraft.

Die Ortspolizeibehörden ersuche ich um ortsübliche Be­kanntgabe und Hinweis darauf, daß gemäß der erlassenen Polizeiverordnung betreffend die Vernichtung von Tierkada­vern und Tierkadaverteilen vom 16. Juni 1925 (Kreisbl.

deckereibesitzer spätestens innerhalb 12 Stunden nach dem V enden anzuzeigen und abzuliefern sind.

Schlüchtern, den 16. März 1926.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses. I. V.: Preiß.

Frankreich und die deutschen Vorbehalte. Sie sollen das Zustandekommen eines Abkommens gefährde».

Die Sachverständigen der Gläubigerstaaten haben am Sonnabend zwei Sitzungen abgehalten, die, ohne ba§ offiziell über sie berichtet wurde, in der fran­zösischen Presse lebhaft erörtert werden.

Nach der Darstellung desTemps" beschäftigte man sich in der Hauptsache mit der Prüfung der deut­schen Vorbehalte, vor allem aber mit der Berteilung der deutschen Jahresleistung unter die Gläubigerstaa­ten. Das Studium der deutschen Vorbehalte scheine zu Ende zu sein. Wen» gewisse deutsche Vorbehalte, beispielsweise die Forderung eines Zahlungsaufschub

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Von dem Abdeckereiunternehmer sind für Kadaver, die mit verwertbarer Haut geliefert werden, an die Tierbesitzer zu zahlen:

1 . Für Rindvieh:

ch für Rindviel über 2 Jahre alt, je Stück 8 RM.

für Rindvieh v. 6 Mon. bis 2 Jahre alt, je Stck. 2 RM.

c) für Kälber und Rinder bis 6 Monate alt 1 RM.

Für totgeborene Kälber wird keine Vergütung gezahlt.

Für Pferde u. Tiere des Einhufergeschlechts, für Pferde pp. über 2 Jahre alt bei einer Hautlänge von über 2,20 Mtr., je Stück 6 RM.

) für Pferde und Fohlen pv. von 6 Monaten bis zu

2 Jahren, bei einer Hautlänge unter 2,25 Mtr.

je Stück 2 RM.

Für Fohlen bis zu 6 Monaten alt wird keine Vergütung gezahlt.

3. F ü r S ch w e i n e:

A bei einem Kadavergewicht bis zu 200 Pfd. nichts.

bei einem Kadavergewicht v. über 200 Pfd. je Stck. 1 RM.

4. Für Ziegen:

Für Ziegen wird keine Vergütung gezahlt.

5. Für Schafe:

Für Schafe wird keine Vergütung gezahlt.

Die Bezahlung der Vergütungen für einwandfreie Ka- d. h. solche, deren Haut nicht beschädigt ist, hat iei- ms des Abdeckereiunternebmers innerhalb 8 Tagen nach Ab- Aluna des Kadavers zu erfolgen.

Fch Kadaver mit beschädigter Haut ist die Art ihrer ^^bädigung bei der Abholung festzussellen und auf dem Ab- zu bescheinigen. Weigert sich der Tierbesitzer, die

Zur gefl. Beachtung!

6uf Bestellung eines Herrn Bürgermeisters unseres Krei- ^en wir Einladungsschreiben für Gemeindevertreter-

1 ungen mit Tagesordnung zum Durchschreiben angefer- ^ Es Können gleichzeitig 56 Durchschriften gemacht lueröen, wodurch den Herren Bürgermeistern viel Schreibar- ersvart wird. Zu beziehen, in Blocks mit hundert Blatt

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neben dem Transferaufschub ohne Abänderungen von Deutschland aufrechterhalten werden sollten, so könnten sie dem Zustandekommen eines Abkommens ernstlich im Wege stHen.

Man habe jedoch das Gefühl, daß die vom Reichs­bankpräsidenten Dr. Schacht gestellten Bedingungen keinen ultimativen Charakter tragen und daß man dar­über verhandeln könne. Diesem Optimismus huldigt derTemps" trotz der eindeutigen Feststellungen, daß die deutsche Zustimmung zu dem Aoung-Vorschlag zu­sammen mit den deutschen Vorbehalten das äußerste an Entgegenkommen darstelle und daß die Vorbehalte ein unteilbares Ganze seien.

Amerika gewährt Rachlafi auf die DefatzungSkosten.

Washington, 20. 5. Präsident Hoover hielt am pfingstsonntag eine Besprechung mit den Parteiführern bei­der Parlamente über die Reparationsfrage ab. wie die presse erfahren haben will, wurde in der Konferenz eine Herabsetzung des amerikanischen Anteils der Besatzungs- Kosten in Aussicht genommen. Es handele sich um einen verzicht auf zehn Prozent oder rund 30 Millionen Dollar, che jedoch vorläufig keine Absicht, den Anteil von zwei Prozent an den Reparationszahlungen herabzusetzen. Eine entsprechende Note soll dem amerikanischen Geschäfts­träger in Paris bereits zugegangen sein. Eine offizielle Bestätigung liegt noch nicht vor.

Das amerikanische Handelsdepartement über Deutschlands Wirtschaftslage.

Nach einer Meldung aus New A 0 r k beschäftigt sich der neue Mrtschaftsbericht des amerikanischen Handelsdeparte­ments auch mit der wirtschaftlichen Lage Derctsch- lands und weist auf die ungünstigen Verhältnisse hin, die im ersten Vierteljahr das Uebergewicht hatten und im April und Anfang Mai unverändert anhielten.

Der allgemeine Ton in Handel und Industrie sei zwar jetzt etwas fester als im März, aber die Ungewißheit über die Zukunft der Kriegsentschädigungsfrage stelle alle anderen Er- Wägungen zurück und dämme die Besserung in der Geschäfts­lage der Jndustriezlveige ein, die sonst durch die Jahreszeit beeinflußt würden. Die beunruhigende Wirkung der Kriegs- entschädigungsfragc fei am meisten in den ungünstigen Finanz­verhältnissen zu beobachten. Der Bericht fuhrt dann dafür Einzelheiten an. D« Reichsbankdiskont sei hauptsächlich erhöht worden, um die vorübergehende Schwäche der Mark zu be­heben.

J.-Nr. 2130 K. A. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit erneut veröffentlicht.

Schlüchtern, den 16. Mai 1929.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses J. V.: Preiß.

Stadt Schlüchtern.

Am Donnerstag, den 23. Mai 1 929, m 0 r,g e n s 1/2 9 Uhr wird auf dem Rathaus Kanzlei der Zchafpferch öffentlich verpachtet.

Schlüchtern, den 21. Mai 1929.

Der Magistrat.

Zwei Automobile an Eisenbahnübergängen überfahren. 4 Tote.

Alten kirren (Westerwald), 20. 5. Am ersten Feier­tag mittags wurde auf einem Bahnübergang beim Bahn­hof Ingelbach auf der Strecke Westerburg-Altenkirchen ein Personenauto von einem Personenzug überfahren. Der Be­sitzer des Wagens, ein Herr Künstler aus Köln, war sofort tot; seine Frau starb auf dem Transport nach dem Krankenhaus in Altenkirchen. Die Tochter, die das Auto lenkte, erhielt nur leichtere Verletzungen. Nach An= gäbe eines Augenzeugen hat die Lokomotive vor dem Ueber- gang Signal gegeben, die Führerin hat dies aber anscheinend überhört. AIs sie auf den Gleisen war und den herankom­menden Zug bemerkte, verlor sie die Herrschaft über die Nerven und blieb, anstatt schneller zu fahren, mit dem wagen auf den Gleisen stehen.

P a d e r b 0 r n, 20. 5. Am pfingstsonntag ereignete sich auf einem schrankenlosen Bahnübergang der Strecke Pader- born-Bielefeld bei Station Sennelager ein schweres Auto­unglück. Ein Auto wurde vom Zuge erfaßt und etwa 40 Meter weit mitgeschleift. von den Insassen des Kraft­wagens wurden zwei Damen auf der Stelle getötet, wäh­rend die drei übrigen Personen schwer verletzt wurden.

Eröffnung der internationalen Ausstellung in Barcelona.

Barcelona, 20. 5. (WB) Die internationale Ausstel­lung ist gestern unter allgemeiner lebhafter Anteilnahme bei prachtvollem Wetter feierlich eröffnet worden. 3m Ra= tionalpalast der Ausstellung wurden der König und die Königin von General primo de Rivera mit sämtlichen Ministern, den Spitzen der Behörden, dem diplomatischen Korps und zahlreichen Vertretern des Auslandes begrüßt. Der Leiter der Ausstellung Marquis Feronda und der Bürgermeister von Barcelona Baron Viver hielten Anspra­chen, in denen die Bedeutung der Ausstellung hervorge­hoben wurde.

Herriot wieder Bürgermeister von Lyon.

Lyon, 20. 5. (IDB) Edouard herriot wurden gestern wieder zum Bürgermeister gewählt, nachdem die Sozialisten ihren Kandidaten in der Stichwahl Zurückgezogen hatten. Die Sozialisten, deren Kandidat im ersten Wahlgang 27 Stimmen gegen 23 für herriot erhielt, gaben die Erklärung ab, daß ihre Aufforderung an die Radikalen, den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters zu übernehmen, abge­lehnt worden sei, und daß sie unter diesen Umständen die Verantwortung für die Stadtverwaltung nicht mehr über­nehmen könnten.

Deutsche Bilger beim Bapst.

R 0 m, 20. 5. (IDB) Der Papst empfing gestern einen Pilgerzug aus München und Würzburg. Bei dem Empfang hielt der heilige Vater eine deutsche Ansprache.

Ein rumänischer Betroleumzug verunglückt.

Bukarest, 20. 5. (WB) Auf der Station Timischul- de-Sus ist ein Petroleumzug entgleist. Der Inhalt der um= gestürzten Kesselwagen geriet in Brand, vier Personen wurden getötet, drei verletzt.

Wartburgfest der deutschen Republik.

Eisenach, 20. 5. (WB) 3n den Pfingsttagen hatten hier nahezu 3 000 Ungehörige republikanischer Vereinigun­gen auf der Wartburg sich zusammengesunden, um ein Wartburgfest der Deutschen Republik zu feiern und über die parteipolitischen Ziele hinweg die Gemeinsamkeit der republikanischen Idee zu betonen.