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Amtliche Bekanntmachungen

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s mit Rücksicht auf den 3. Zt. in mehreren Gemeinden herrschenden Wassermangel ersuche ich die Herren Bürger« Elfter, unter allen Umständen dafür zu sorgen, dass die zur Bekämpfung eines Brandes erforderliche Wassermenge Pdsr- yii zur Verfügung steht. damit bei einem Brande Keine Verlegenheiten durch Wassermangel entstehen Können. Wo ätzendes Wasser (Bad) pp) vorhanden und die zur Be= Impfung eines Brandes nötige Wassermenge nicht ander- i Eilig gesichert ist, ist durch die Anbringung Kleiner, nöti- genfalis leicht wieder zu entfernender $tauoorrid)tungen . im Wasserlauf, die nicht genehmigungspflichtig sind, für i Ansammlung eines Wasservorrats zu sorgen.

i Schlüchtern, den 24. Juli 1929.

. I ' Der Landrat: Dr. Müller.

2. In Sterbfritz, am Mittwoch, den 7. August 1929, von nachmittags 3 bis 7 Uhr, in der Böhm'schen Gastwirt­schaft daselbst,

und zwar wie seither auch für alle den genannten Orten naheliegenden Gemeinden.

An den Hebetermintagen am 24/7. und 31/7. bleibt die Kasse in Schlüchtern für E in - und Auszahlungen geschlossen.

Rückstände, die nach diesen Tagen noch verbleiben, müssen alsdann unverzüglich zur zwangsweisen und kosten­pflichtigen Einziehung gelangen.

Die Herrn Bürgermeister bitten wir, dieses im Interesse ihrer Gemeindeangehörigen, wie seither, auch ortsüblich be­kanntmachen zu lassen.

Schlüchtern, den 18. Juli 1929.

Der Vorstand der Allg. Ortskrankenkasse.

c. Kreisausschuß.

I.-Nr. 7854 $.

em lnentgeltliche Sprechtage für Sprachgestörte in sei der Landestanbstummenanstalt in Homberg

ich den Facharzt für Sprachstörungen, Herrn Dr. med. ^ oepfner in Kassel, finden in nächster Zeit wie folgt statt:

Sonnabend,

den

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n

24. August 1929 7. September ,

19. Oktober

2. November ,,

7. Dezember ,,

Sprachgestörte, die die Beratung des Facharztes in »spruch nehmen wollen, werden ersucht, dieses spätestens Wochen vor dem Sprechtag dem Ureiswohlfahrtsamt ikuteilen unter Angabe von Namen, Wohnort und Ge-

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üstag, ferner zu welchem Sprechtag sie sich in Homberg »finden werden.

Schlüchtern, den 19. Juli 1929.

Ureiswohlfahrtsamt: Dr. Müller.

M| tadt Schlüchtern.

»t Ausschreibung.

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Die elektrischen Arbeiten für den Neubau einer olksschule und eines Sechsfamilien Hauses für t Stadt Schlüchtern sollen vergeben werden.

kingebotsformulare, Bedingungen, Zeichnungen pp. lis- " im Stadtbauamt, Schlokgasse Nr. 15, während der inststunden zur Einsicht offen.

Die kingebotsformulare sind bis spätestens Freitag, 2. R u g u st 1 9 2 9, vormittags' 10 Uhr dem

Mtbauamt verschlossen einzureichen.

Die ©effnung der Angebote geschieht daselbst zu der gehend festgesetzten Zeit in Gegenwart etwa erschienener Werber.

^schlagrerteilung bleibt vorbehalten. W^tern, den 26. Juli 1929.

Der Magistrat: Renner.

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Ausschreibung.

^. 150,00 qm SchindelverkleidungSarbeiten zum Neu- 111 kines Sechsfamilienhauses sollen vergeben werden.

Anzebotsformulare, Bedingungen, Zeicbnen pp. liegen dem Stadtbauamt während der Vormittagsstunden zur ch-bt offen.

Angebotsformulare können daselbst in Empfang genom- Werben.

Die Angebote sind bis spätestens Montag, den 29. " *929, vormittags 10 Uhr, dem Stadtbauamt Masse Nr. 15, rschlossen einzureichen.

Die Oeffnung der Angebote geschieht daselbst zu der vor« W festgesetzten Zeit in Gegenwart etwa erschienener Be- bMaggerteilung bleibt vorbehalten.

Schlüchtern, den 22. Juli 1929.

_____ _______ Der Magistrat: Gaenßlen.

^. Ortskrankenkasse Schlüchtern.

. Die alsbaldige Einzahlung der noch rückständigen Bei- M aus den Zahltagen für die Monate April, Mai mini1929 wird hiermit in Erinnerung gebracht.

Hebetermine finden statt:

3 In Stein au, am Mittwoch, den 24. Juli 1929, ?ormittaqs 10 bis 4 Uhr nachmittags, in der Eckartschen Wüst bafclbft.

3 In Salmünster, am Mittwoch, den 31. Juli 2 bon vormittags 9 bis 12 Uhr, im GasthauseZum daselbst. '

3 In Soden, ebenfalls am Mittwoch, den 31. Juli > von nachmittags 1H, bis 478 Uhr im GasthauseZur W Wirtschaft Wolf, daselbst

Die Lage in der Mandschurei

Moskau, 25. 7. (WB) Telegraphenagentur der Sow­jetunion. Meldungen aus Thabarowsk zufolge dauern in der Mandschurei die von Gewalttaten begleiteten Massen- verhaltungen von Sowjetbürgern an. Die Polizei über­nimmt längs der Linie der Ostchina-Bahn Streifzüge, um der Arbeit ferngebliebene Eisenbahner zu verhaften. Die sowjetrussischen Angestellten der Ostchina-Bahn verlassen ungeachtet der Drohungen der chinesischen Behörden die Arbeitspläne und fliehen auf Sowjetgebiet. Am Donners­tag wurden 40 verhaftete Arbeiter und Eisenbabnangestellte, darunter viele schwer gefesselt und ohne Nahrung, unter verstärkter Bewachung aus Pogranitschnaja nach Tharbin abtransvortiert. Ein in Pogranitschnaja steckengebliebener Eisenbahnertrupp der ussurischen Bahn wurde von den chinesischen Behörden verhaftet und in unbekannter Rich- tung abtransportiert. Die Gesamtzahl der während -der setzten Tage verhafteten beträgt einige Hundert. Längs der Ostchina-Bahn sind meissgardistische Banden zum Ueber« fall auf Sowjetgebiet bereitgestellt. Es verlautet, dass ein­zelne Banden gegen die Sowjetgrenze vorrücken.

Auterrebung des französischen Gesandten mit dem chinesischen Außenminister.

Paris, 25. 7. (WB) Havas meldet aus Schanghai: Der französische Gesandte hatte heute vormittag eine Un­terredung mit dem Außenminister Wang über die Frage der öftchinesischen Eisenbahn. Außenminister Wang gab seiner Dankbarkeit über das mäßigende Eingreifen Briands in die letzten Ereignisse Ausdruck und wies darauf hin, dass die Nanking-Regierung direkt mit Moskau verhandeln zu können glaube, weil sie davon überzeugt sei. dass der Kon« flikt auf friedlichem Wege gelöst werden könne. Dir poli« tischen Kreise in Nanking. so berichtet Havas weiter, sind hinsichtlich der in der Mandschurei zu treffenden Maß­nahmen geteilter Ansicht. Die rechte Gruppe mit Sun=fo befürwortet die Beibehaltung der Besetzung der Eisenbahn, während die sowjetfreundlichen Kreise unter dem Einfluß des Außenministers, der den Vertrag von 1924 abgesagt hat, die Rückkehr zum status quo für notwendig erklären. Dschiang Nai-schek schwankt. Jedenfalls ist niemand für die Anwendung der Waffengewalt.

Ruhe in Charbin.

Paris, 25. 7. (WB) Havas meldet aus Mukden: Entgegen anders lautenden Gerüchten ist die Lage in Thar­bin sehr rubiq. Urteilsfähige Beobachter glauben, daß eine beträchtliche Entspannung eingetreten sei. Das Zu­sammentreffen des Gouverneurs von Kirin und des Ober­kommandierenden der an der mandschurischen Grenze mobi­lisierten Armeen mit dem Sowjetkonsul in Tharbin scheint die Hoffnung auf Wiederaufnahme der Verhandlungen zu rechtfertigen.

Amerikas Bemühungen um Erhaltung des Friedens.

Washington, 25. 7. (WB) Zum russisch-chinesischen Konflikt wurde im Staatsdepartement erklärt, man arbeite nach wie vor intensiv an den Bemühungen um die Erledi­gung dieser Differenz, könne jedoch Einzelheiten noch nicht bekanntgeben. Die Botschafter Englands. Frankreichs und Italiens sowie der deutsche Geschäftsträger wurden zum Staatssekretär Stimson gebeten und hatten eine längere Unterredung mit ihm.

Hagelschlag in der Tschechoslowakei

Ueber dem Bezirk Tabor (Tschechoslowakei) ist Don« nerstag ein überaus heftiges von Hagelschlag begleitets Gewitter niedergegangen, das ungeheure Ernteschäden an« richtete. In acht Gemeinden ist die Ernte bis ju 100 Prozent, in anderen bis zu 80 Prozent vernichtet. Geflü­gel, Feldhühner und Rotwild wurden durch die riesigen Schlossen erschlagen. Durch den Sturm wurden sechs Scheu­nen weggerissen.

Das ReLchsfinanzprogramm.

Der Nachtragsetat und der neue Jahresetat.

Die Vorbereitungen des Haushaltsplanes für das nächste Jahr im Schoße der Ministerien haben bereits begonnen. In den Reichstagsfraktionen werden ebenfalls sie Richtlinien für das kommende Finanzprogramm vor- bereitet. Die demokratische Reichstagsfraktion hat diese Richtlinien vor den Sommerferien in einer grundsätzlichen Entschließung bereits festgelegt. Im Zusammenhang mit Den Vorbereitungen des Haushaltsplanes des nächsten Jahres stehen aber die Arbeiten, die sich mit dem Nach­tragsetat für den Herbst 19 2 9 beschäftigen. Ein solcher Nachtragsetat ist schon aus formalen Gründen not­wendig, da u. a. an neuen Ausgaben die 16 Millionen, Die dieses Jahr auf Grund des deutsch-belgischen Mark­abkommens gezahlt werden sollen, vom Parlament noch zenehmigt werden müssen. Die für dieses Jahr ersparten 100 Millionen Daweszahlungen werden voraussichtlich in erster Linie dazu Verwendung' finden müssen, um die Kassenlage des Reiches zu bessern. Weiterhin wird mit dieser Summe das voraussichtliche Defizit des laufenden Haushaltsplanes beseitigt werden müssen, das von Finanzkennern aus 250 Millionen geschätzt wird. Es bleibt alsdann zu überlegen, in welcher Weise das Defizit des vorjährigen Haushaltsplanes, das sich auf 154 Millionen beläuft, beseitigt wird. Das kann jetzt geschehen, muß aber spätestens im Jahre 1930 nach dem Haushaltsgesetz erfolgen. Mehreinnahmen sind nur d u r ch "d i e erhöhten Zölle zu erwar­ten. Diese Summe ist aber sehr gering. Sie wird in diesem Jahre auf etwa 25 Millionen Mark geschätzt. Dagegen werden u. a. Mehrausgaben noch nötig werden durch neue Anforderungen von Krediten und Anleihen. Daß mit erheblichen Mindereinnahmen zu rech­nen ist, zeigt die letzte veröffentlichte Uebersicht über die Reichseinnahmen im Juni 1929. Insgesamt zeigen diese Zahlen, daß selbst bei sparsamster Finanzwirtschaft mit den 400 Millionen Ersparnissen in diesem Jahre die ge­plante Steuersenkung wohl kaum durchzuführen sein wird . WiAr O.£ ster Termin einer solchen Steuer- senrungsaktion wird der 1. April 1 930 genannt

Für das kommende Haushaltsjahr ist dann mit einer Ersparung von 700 Millionen Mark gemäß den Ziffern des Poungplanes zu rechnen. Nun strebt aber die deutsche Reichsbahn eine Ermäßigung ihrer finanziellen Lasten an, und außerdem muß damit gerechnet werden, daß auch die Last der Jndustrieobligationen iirgendwiie vermindert wird. Vielleicht ist mit höheren Ueber« Weisungen der Reichsbank an das Reich zu rech­nen. Näheres darüber wird sich aber auch erst nach oder auf der Reparationskonferenz ergeben. In diesem Zu­sammenhang verdient aber auch da Problem der Renten- bankzinsen Beachtung, und es bleibt zu erörtern, ob die Mehrüberweisungen der Reichbank nicht für die Tilgung der Rentenbankzinsen Verwendung finden können

Auch in den finanzpolitischen Kreisen des Reichstags ist man sich darüber klar, daß eine Steuersenkung nur dann erfolgen kann, wenn eine Summe zur Verfügnng steht, die mindestens 400 bis 500 Millionen beträgt. Die Er­sparnisse des Poungplanes bringen diese Summe aber nicht auf, da durch Reichsbahn, Jndustrieobligationen und durch das Defizit des Haushaltsplanes diese Summe so vermin­dert werden wird, daß neue Einnahmequellen gesucht werden müssen. Wieweit durch den Umbau bei Sozialversicherung Beträge erspart werden können, wird zu prüfen sein, und ebenso muß offen erörtert werden, ob nicht durch eine erhöhte Tabak- und Alkohol- besteuerung Summen freigemacht werden können, die dann für eine gerechte Steuerermäßigung Ver­wendung finden.

Bei einer Steuerermäßigung denkt man an,einen ver­nünftigen Einkommen st euertarif. Von sozial- demokratischer Seite sind LVünsche nach einer Halbie­rung der Zucker st euer geäußert worden, und end­lich ging das allgemeine Bestreben auf eine Senkung der Real steuern. Da das Reich hier nur die Grund- satzgesetzgebung innehat, so muß noch eingehend erörtert werden, wie eine vom Reich kontrollierte Steuer­senkung der Realsteuern bei Ländern und Ge­meinden durchgeführt werden kann. Es dürfte aber kein Zweifel darüber bestehen, daß für ein solches, Gesetz eine Zweidrittelmehrheit im Reichstag notwendig ist. Im Zusammenhang mit diesen Fragen wird der Reichstag im kommenden Winter sich dann auch wieder mit dem Steuer- vereinheitlichungsgesetz zu beschäftigen haben, und weiter wird der endgültige Finanzausgleich im wesentlichen vor­bereitet durch ein großes Gesetz, durch has alle Ansprüche, die jetzt von Länderseite gegen das Reich gerichtet worden sind, äbgefunden werden lohen. Angesichts der gespannten Finanzlage kann man natürlich nicht daran denken, den Ländern erhebliche Abfindungskapitalien zu überweisen, sondern es dürfte wohl eher die Wiederaufnahme eines Zinsendienstes in Frage kommen.

Das FlugzeugSt. Louis Robin", über dessen Dau« errekord wir bereits berichteten, befindet sich nunmehr seit 295 Stunden ununterbrochen in der Luft. (Es setzt seine Fahrt fort.