Mf- sol- iian np- alb gen ia, ^ohl bei rät, mt.
all. zu- •en. iuf. tud ’er: lge >ch ind 1er nb,
Kreis-Amtsblatt * Myememer amtlicherKazeLger für ösn. Kreis Schtüchtem
ß^tbaab Verlag: si.SteüMd Söhne* Selchäst-^VahnhofstrL * fernß>v.rw.N9* fo>ffflfed>&:frani4uEtii^
Nr. 100
(1. Blatt)
len ritt alb bet bet 'chc mb en, ett. im ■tä ge.
bie chs ab 'eil bic bs ter nb Die ilb ch in
Ze a ! i
Amtliche Bekanntmachungen
gandratsaMt.
Z.-Nr. 6899. Die Ortspolizeibehörden des Kreises werden auf den im Ministerialblatt für die innere Verwaltung Nr. 29, geile 587/1929 veröffentlichten Erlaß des Herrn Preußischen Ministers des Innern vom 4. Juli 1929 1 d 734 —, beißend Urkunden zum Gebrauch in Polen und in der Freien Nadt Danzig besonders hingewiesen.
Schlüchrern, den 15. August 1929.
Der Landrat. 3. D.: Schultheis.
r Z.-Nr. 7320. Unter Bezugnahme auf meine Verfügung sm 30. d. Je. — Nr. 4800 — Schl. Zeitung Nr. 67 — erinnere ich die Herren Bürgermeister nochmals an die pünktliche Einsendung der Landwirtschaftskammerbeiträge sowie der Hebelisten an die Landwirtschaftökammer zu Kassel.
‘ Schlüchtern, den 15. August 1929.
Der Landrat. 3. v.: Schultheis.
tot H ich in
1?
I
in in nj Ilb iit 6= er II- n- h'
iit in ei in K in c- IV m
it es
Kreisausschuß.
| Z.-Nr. 3703 K- A. Dem Hühnerwärter Nikolaus Bau h vollmerz wurde anläßlich seiner langjährigen treuen liienstzeit bei der Freifrau von Stumm in Namholz eine- Prämie von 30.— 3UC aus Kreismitteln bewilligt.
Schlächtern, den 15. August 1929.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses.
Bekanntmachung
Uebung der Pflichtfeuerwehr.
Am Donnerstag, den 22. August 1929, nachmittags I Uhr (Hof Fuldaerstraße 47) findet eine Uebung für ilgenöe Mannschaften der Pflichtfeuerwehr statt: Spritze 1 und 2 Hydrantenabteilung 1 und 2.
Schlächtern, den 19. August 1929.
r Die Polizeivexwaltung; Der (Drtsbrajibmeif^r; Gaenßlen. Denhard.
Bekanntmachung, kleissparkasse.
Die vom Kreistage des Kreises Schlächtern beschlossene ieue 5atzung für die Kreissparkasse wird, mföem sie die Genehmigung des Herrn Gberpräsidsnten kfunden hat, am Mittwoch, d. 2 1. 8- 29. durch Aus* wg im Kassenraum veröffentlicht werden.
Durch diesen Uushang tritt die neue Satzung in Kraft »nd die alte Satzung außer Kraft.
Schlächtern, den 17. August 1929.
^r Vorstand der Kreissparkasse: gez. Dr. Müller, Landrat-
‘it
in ii >r r: n 4 is
1, i= t, n
e 1 1
1
I ) i i i
Kreisfeuerwehrtag.
Äm Sonntag, den 25. August 1929 findet in Heuen* ironau der 7. Kreisfeuerwehrtag des Kreisverbandes ^lüdjtern statt.
Tagesordnung:
'■ Don 8 Uhr ab (Empfang der auswärtigen Kameraden und Gäste.
2' 9 Uhr Antreten zu gemeinschaftlichem Kirchgang.
Eröffnung der Tagung.
Sextetten der Anwesenheit und Entgegennahme der 5euerlöschberichte durch die Herren Bezirksbrandmeister.
51 Geschäftsbericht, Behandlung der neuen Feuerlöschord- uung und Unfallversicherung.
61 Dortrag des Vorsitzenden des Kurhessischen Feuerwehrverbandes.
■ ^ahl des Drtes für den nächstjährigen Verbandstag.
Gemeinschaftliches Mittagessen.
' 2V2 Uhr Schul- und Angriffsübung des Feuerwehrbe- . Zirks Altengronau nebst der neuen Kreismotorspritze. । Kritik zur Uebung.
kameradschaftliches Beisammensein.
5s hat jede Feuerwehr bis zu 50 Mitglieder einen Ab= Ordneten und für je weitere 50 Mitglieder einen weiteren Ordneten zu entsenden. Die Feuerwehrführer und Ab= Ordneten haben in Uniform, in Ermangelung einer sol- ^.'n Feuerwehrbinde zu erscheinen.
herren Bürgermeister werden ersucht, vorstehendes J Wehren und deren Führer unbedingt mitzuteilen l Mbft an der Tagung teilzunehmen. Die Besprechung „ ^uen Feuerlöschordnung und die neue Unfallversiche- x 9 erforbern eine recht zahlreiche Beteiligung. Beson- c Einladung erfolgt nicht.
Der Vorsitzende: Möller.
Dienstag, den 20. August 1929
Snowden über den Verteilungsstreit.
Der Inhalt der englischen Note. — „Eine grundsätzliche Frage für England." — Die Tür zu Verhandlungen noch offen.
Ueber den Inhalt der englischen Antwortnote auf die Viermächtedenkschrift werden jetzt nähere Angaben gemacht. Der englische Schatzkanzler S n 0 w - den stellt darin noch einmal fest,daß England nach dem Spa-Schlüfsel mit 6 Millionen Pfund jährlich an dem ungeschützten Teil der deutschen Tributzahlungen beteiligt sein müsse. Nach dem Uoung-Plan bekomme England jedoch lediglich 900 000 Pfund. Das Angebot der vier Mächte sehe eine Erhöhung dieser Quote auf 1,4 Millionen Pfund jährlich auf Kosten der kleinen Mächte vor. Somit seien die englischen Wünsche auf Beteiligung in der Höhe von 6 Millionen Pfund an dem ungeschützten Teil der Tributzahlungen nach wie vor
in keiner Weise erfüllt.
England sei nicht in der Lage, sich auf einen solchen Handel einzulassen. Die Bestimmungen über die Abänderung des Sachlieferungssystems seien in bet Denkschrift der vier Mächte äußerst unklar. Ebenso seien die Zahlen über das Ergebnis der Liquidation des deutschen Eigentums in England in der Denkschrift viermal größer, als dieses tatsächlich der Fall sei.
Es handle sich für England überhaupt nicht so sehr um eine finanzielle Frage, als um eine grundsätzliche Frage, und aus diesem Grunde könne England grundsätzlich von seinen Forderungen nicht abgehen. Die Note schließt mit der Feststellung, daß England nach wie vor zu Verhandlungen bereit sei und eine Einigung zwischen den Mächten dringend wünsche.
Nach Ueberreichung der englischen Antwort traten die Vertreter von Frankreich, Italien, Belgien und Japan zu einer Sitzung zusammen, in der
der belgische Ministerpräsident Jaspar beauftragt wurde, mit dem englischen Schatzkanzler mündlich zu verhandeln. Insbesondere sollte er auf den bereits .in der»MeruHchte^^AMiM emMterrM, aber von England nicht beantworteten Vorschlag Hinweisen, wonach englische Sachverständige ernannt werden sollten, um zusammen mit den Sachverständigen der übrigen Mächte die England gemachten Vorschläge ziffernmäßig zu prüfen. Ferner sollte Jaspar nochmals betonest, daß die vier Mächte die Verhandlungen nur unter der Voraussetzung führen könnten, daß keine Aenderung des Uoung-Planes erfolge, und den englischen Schatzkanzler um die Erklärung bitten, ob er mit dieser Verhandlungsbasis einverstanden sei.
Die Unterredung Jaspars mit Snowden hat noch am Sonnabendabend in Scheveningen stattgefunden. Wie verlautet, hat Snowden die Ernennung von englischen Sachverständigen zur zahlenmäßigen Prüfung des Viermächtevorschlages zugesagt. Auf die von Jaspar weiter vorgübrachten Fragen dürfte am Montag die englische Antwort erfolgen.
Snowden will weiter verhandeln. Eine neue englische Berhandlungsgrund- lag e.
Im Anschluß an den Besuch Jaspars hat Snowden bei einem Empfang der englischen Presse neue Mitteilungen über die Lage gemacht. Er stellte dabei fest, daß es zwecklos wäre, weiter zu verhandeln, wenn der letzte Vorschlag der vier ,QPftr"-Mächte ihr letztes Wort sei. Aus den Mitteilungen des belgischen Ministerpräsidenten Jaspar habe er indessen entnommen, daß dies nicht der Fall sei. Die englische Delegation habe deshalb ihrerseits in der letzte» Nacht ein kurzes Memorandum an die übrigen Mächte gesandt und sich bereiterklärt, auf dör Grundlage dieser englischen Note die Verhandlungen jetzt weiter fortzuführen.
Snowden trat sodann der Ansicht entgegen, daß die englischen Forderungen in dem Memorandum der vier Mächte bis zu 80 v. H. befriedigt würden, dies sei nur zu 20 v. H. der Fall. Die Tatsache, daß er einer Vertagung des Zusammentritts des Finanzausschusses zugestimmt habe, zeige deutlich, daß er bereit sei, mit den übrigen Delegatronen zu Beratungen zu- sammenzutreten. Es wäre geradezu verbrecherisch, diese Verhandlungen abzubrechen, solange noch ein Schimmer einer Hoffnung auf eine Einigung bestehe.
t Die „Gefahren" der Rheinlandräumung.
Das chauvinistische „Echo de Paris" warnt vor einer Rheinlandräumung, indem es auf die angeblichen „Gefahren" hinweist, die darin bestehen würden, daß Reichswehr und Schupo sich in die von den Besatzungstruppen freigemachten Kasernen setzten. Gefahr drohe ferner von dem deutschen Eisen-- bahnnetz im Rheinland. Niemand denke heute mehr daran, daß früher einmal ein Eisenbahrrzerstörungsprograiurn aus gearbeitet wurde, das heute in irgend einer verstaubten Schachtel vergessen ist.
Frmrkreich müsse sich auch das Recht Vorbehalten, die Rheinlande erneut wieder zu besehen, da dies vielleicht die einzige Drohung ist, um belspielsweise dem Anschlußgedanken Einhalt zu bieten.
81. Iahrg.
Deutschland hat mitznsprechen.
Am Sonnabendnachmittag hat eine längere Unterredung zwischen den Ministern Curtius und Hilfer- ding und dem französischen Arbeitsminister Loucheur stattgefunden. Auf deutscher Seite wird jetzt die Auffassung vertreten, daß Deutschland bei den gegenwärtigen finanziellen Verhandlungen an folgenden zwei Fragen beteiligt sei: 1. Eine Verteilung der Beträge, die aus dem Uebergang des Dawes-Planes in den Moung-Plan frei würden, könne nur mit deutscher Zustimmung vorgenommen werden; 2. eine Aenderung des Sachlieferungssystems sei gleichfalls nur mit deutscher Zustimmung möglich.
Staatssekretär Pünber wieder im Haag.
Staatssekretär Pünder, der nach Heidelberg gefahren war, um Reichskanzler Müller über den Gang der Konferenz im Haag zu berichten, ist wieder nach dem Haag zurückgekehrt.
Das Grubenunglück in Ostoberschlesien.
Bisher 14 Tote geborgen.
Kattowitz, 17. August. Die Bergungsarbeiten der Opfer auf dem Hildebrandschacht in Antonienhütte wurden unter Einsatz mehrerer Rettungsmannschaften ununterbrochen die ganze Nacht durchgeführt. Es gelang bisher von den 16 verschütteten Bergleuten 14 Leichen zu bergen. Die Erkennung der Toten gestaltete sich sehr schwierig, da die Leichen vollständig verkohlt.sind. Vor den Grubentoren spielten sich herzzerreißende Szenen ab. Die Angehörigen der Verunglückten versuchten ihre Ernährer wieder zu erkennen, was jedoch nicht möglich ist, da die Leichen sofort nach der Totenhalle geschafft wurden. Von den Toten sind 7 verheiratet und 9 ledig. Das Grubengebiet ist weiterhin abgesperrt.
Die Bergrevierbeamten sind eifrig an der Arbeit, um die Ursache des Unglücks festzustellen. Von den sechs Verletzten mußte einer ins Krankenhaus eingeliefert werden, während die anderen nach Anlegung von Notverbänden entlassen werden konnten. Weitere Gesahrenmomente bestehen zurzeit nicht. Mau beabsichtigt sobald die Bergungsarbeiten beendet find, < ., tÄrn^-atzet rieb wieder aufzunehmen.
Ein Polizeiauto gestohlen.
Berlin, 19. August. Die Diebe werden immer unverschämter und dreister. Ein großer Ntercedes-Wagen wurde vor dem Hause Wittelsbacher-Straße 3 in Berlin gestohlen. Das Auto gehört der Polizeischule für Technik und Verkehr und ist erst seit einem halben Jahr in Betrieb. Es ist bisher noch nicht gelungen, den gestohlenen Wagen aufzufinden.
Eine Zellulosenfabrik brennt.
Mainz, 19. August. Aus bis jetzt noch unbekannter Ursache brach in der Zellulosenfabrik in Mainz-Kostheim ein Groß- fcuer aus, daß große Werte vernichtete. Etwa 800 qm Räumlichkeiten, darunter Lager, Büros, Maschinen- und Turbinen- Haus, sind fast völlig ausgebrannt. Personen sind nicht zu Schaden gekommen.
—- Reichskanzler Hermann Müller wird am Mittwoch die Klinik in Heidelberg verlassen und sich nach dem Kurhaus Bühlerhöhe bei Baden-Baden begeben.
— Nach Meldungen aus Malmö traten die Schweden Bertil Sjödal und Anderson aus Kristineham in einem 8 Meter langen Segelboot, das mit einem Segel von 20 Quadratmetern und einem Motor von 2% PS. ausgerüstet ist, eine Fahrt über den Atlantischen Ozean an.
— Wie aus Kalkutta gemeldet wird, ist der Streik in den dortige» Jutespinnereien nach langwierigen Verhandlungen nunmehr beendet worden. Nachdem die Arbeitgeber ausreichende Zu- fichnungen über die Höhe der Ueberstundendezahlung gegeben haben, werde» über 200 000 Arbeiter die Arbeit wieder aufnehmen.
— 3n Pillau, Memel und Swinemünde sind die angekündigten russischen Kriegsschiffe zu mehrtägigem Besuch eingetroffen.
— Der kommunistische Beichstagsabgeordnete Höllein ist im Alter von 50 Jahren in Berlin gestorben. .
— Bei einem Straßenrennen bei Brüssel rannte ein Auto in die dichte Menschenmenge auf dem Bütgersteig. Sechs Personen wurden schwer verletzt. Ihr Zustand ist ernst. <.
— 3n Königsberg ist am Sonntag die 17. Deutsche Gstmesse feierlich eröffnet worden.
— Der spanische Dampfer „Ggene" ist 30 Meilen vor der Humber-Mündung nach einem Zusammenstoß mit einem englischen Dampfer gesunken. Zehn Mann der Besatzung ertranken, die anderen zehn Mann wurden ge* rettet.
— Auf der Strecke St. Louis San Franzisko entgleiste ein Personenzug. Das Maschinenpersonal und zwölf Heger wurden getötet, sieben Personen verwundet.
— 3n einer Ortschaft in Gber-Steiermark kam es am Sonntag zu blutigen Zusammenstößen zwischen Heimwehrleuten und Socialdemokraten, die dort eine verfammlung einberufen hatten. Ein Mann fand bei einer Schießerei den Tod. 3m Verlauf der zahlreichen Schlägereien wurden zehn Personen beider Parteirichtungen schwer und etwa vierzig leicht verletzt.