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81. Jahrs.
(1. Blatt) Donnerstag, den 24. Oktober 1929
Bliche Bekanntmachungen
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ndratsamt.
A Setr. Volksbegehren „Freiheitsgefetz"
ngft fgMr. 9175. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, * am 29. ds. Mts. abends abzüschließende Eintragungs- ' ifür das Volksbegehren gemäß § 912 der Neichsstimm-
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33 b der Neichsgewerbeordnung bieten hierzu eine ausreichende handhabe.
Lchlüchtern, den 19. Oktober 1929.
Der Landrat. Dr. Müller.
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inung - R. G. BL 1924 S. 173 — sowie die Meldun
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Eber die Zahl der in der Gemeinde abgegebenen Un- lchristen spätestens am 30. d. Mts., mittags 12 Uhr, ^ besonderen Boten — nicht durch die Post — hierher
er hU^nden und dabei etwaige Bedenken gegen die Gültig- ^^ Ader Unterschriften mitzuteilen. Wenn keine Unterschrif- Mbgegeben worden sind, sind die Eintragungslisten mit
fen bLr Zehlanzeige ebenfalls am 30. d. Mts., 12 Uhr, an ^M zurückzugeben. Gemeindevorsteher, denen keine
1, dasWngslisten zugegangen sind, haben zum gleichen ich, big eine dahinlautende Bescheinigung einzureichen.
EMven Termin ersuche ich genau einzuhaltem
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ben KL Zchlüchtern, den 22. Oktober 1929.
Der Landrat. Dr. Müller.
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te$d)ulrat.
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ar in |3m Ruftrage der Regierung Abt. II in Kassel weise
Sd}Iüd)tcrn, den 22. 10. 1929.
doch, :Kie Lehrerschaft bes Kreises darauf hin, daß die Erklä- E«f des Herrn preuß. Ministerpräsidenten in der Voll-
eses 6 1 fest i erb m; ein tu ) abu ie fin en so, meriili leben der eftim , beul betten ams Di käme? Bejab e not
wattigen erschaft gilt.
g des preuß. Landtages am 16. d. Mts. — betr.
Verhalten der Beamten zu dem ge
Volksbegehren —^ auch für die
Groß.
J°Nr. 9472.
Der Umstand, daß die Vorschriften der sorbnung vom 15. Oktober 1926 ständig in zahl- n Zöllen übertreten werden, hat mit veranlaßt, re- ähig polizeiliche Kraftwagen-Kontrollfahrten, sog. Der= ssftreifen, zu veranstalten. Ich habe dabei zu meinem
uern feststellen müssen, daß sich die Verkehrsdisziplin der während dieser Kontrollfahrten ausgesprochenen arnungen in keiner Weise gebessert hat. Da bei der n Gefahr, die jede Ueb’ertretung der Verkehrsvor- ten bei dem ständig zunehmenden Verkehr für das flibum mit sich bringt, der gegenwärtige-Z ustand nicht sg2Rer geduldet werden kann und gütliche Mittel im alt= h voiMsssEN versagt haben, ist den Ortspolizeibehörden und ser t^robjägereibcamten nunmehr bestimmte Weisung erteilt irde" en, künftig alle festgestellten Uebertretungen zur Rn= e zu bringen, damit die verantwortlichen bestraft wer- B können. Die Verkehrsstreifen werden in verstärktem fortgesetzt.
Schlüchtern, den 19. Oktober 1929.
eitang-- 1,3.30! : gid
Der Landrat. Dr. Müller.
„ 9280. Nachdem durch meine Verfügung vom 8.
Dr k- K d.,Is. -Nr. 8983 - Schlücht. 3tg. Nr- 123
Reis »Unterrichtszeit für die ländlichen Fortbildungsschulen MB Gesetzt worden ist, ersuche ich die Herren Bürgermeister, [tinfpet Mren Gemeinden die Fortbildungsschülerzahl sich mtn= ^- auf 10 belauft, gemäß Ziffer II Rbfaü 1 der im |Bw 1924 der Zeitschrift für das ländliche Fortbil-
in Ari
in Aasn JtutW von K
ulwesen veröffentlichten Grundsätze für Unterstütz- dlicher Fortbildungsschulen aus Staatsmitteln mir «. — m t b i $ 3 u m 15. n. M t s. die Rnträge auf Er- itan^ ruI*9 oiuer Ltaatsbeihilfe einzureichen.
1^ | ^ den Rnträgen müssen die Namen der Lchulleiter ärko^l S der übrigen Lehrer, die Lchülerzahl, die Zahl der ^!?'chtsstunden und die voraussichtlichen Auswendungen tD"*l .*■ Oeroor^n. '
^erichtsfrist ist genau einzuhalten.
^'Ugehende Rnträge können nicht be- Wdltigt werben.
I bchlüchtern, den 18. Oktober 1929.
ts.
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Rich'k «t: « clkoB"
Der Landrat. Dr. Müller.
W yRr. 9473. Es ist mir aufgefallen, daß noch immer M ^cunertransporte unbegleitet durch den Kreis zie- t ^ch ersuche deshalb die Ortspolizeibehörden, den zu- Jcn Landjägereibeamten sofort zu verständigen, wenn M Transporte auftauchen.
Rücksicht darauf, daß das Auftreten von Zigeu- oberen Personen mit Tanzbären eine erhebliche ■ |^un9 und u. U. eine ernste Gefahr für das Publikum WfJ .9^ ersuche ich die Vorführung von Tanzbären e 9 W mehr zu gestatten. Die Vorschriften des §
Kreisausschutz«
I.-Nr. 4880 K. R. Die öffentliche Sitzung des Wahlausschusses für die Kreistagswahl zur Festsetzung der für die Kreistagswahl zuzulassenden Wahlvorschläge findet am Donnerstag, den 3 1. Gkt. 1929, vorm. 1 0Uhr im Sitzungssaal des hiesigen Kreishauses statt.
Schlüchtern, den 20. Oktober 1929.
Der Vorsitzende des Wahlausschusses für die Kreistagswahl. Dr. Müller.
Stadt Schlüchtern.
Die Weißbinder- und tlnstreicherarbei- t.en für den Neubau eines Zechsfamilienhauses für die Stadt Schlüchtern sollen vergeben werden.
Rngebotsformulare, Bedingungen, Zeichnungen pp.
! liegen im Stadtbauamt, Schloßgasse Nr. 15, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Rngebotsformulare können daselbst in Empfang genommen werden.
Die Angebote sind bis spätestens Mittwoch, den 3 0. Gkt. vorm. 1 0 Uhr dem Stabtbauamt verschlossen einzureichen.
Die Geffnung der Angebote geschieht daselbst zu der vorstehend festgesetzten Zeit in Gegenwart etwa erschienener Bewerber.
Zuschlagserteilung bleibt vorbehalten.
Schlüchtern, den 23. Oktober 1929.
Der Magistrat. Gaenßlen.
’ Stadt Stein au.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die im Bau befindliche Umgehungsstraße bis zur Freigabe von Fahrzeugen, auch landwlrtschafltichen, no-^GMkiuc. nicht befahren werden darf.
Steinau, ben 21. Oktober 1929.
Die Polizeiverwaltung. Dr. Kraft.
Sie AWMWn — ein WersleOWssiWl!
* Berlin, 23. Oktober.
Wenn die Deutsche Bank, wie man sich entsinnt, ihre amtliche Mitteilung über ihren Zusammenschluß mit der Diskontogesellschast in dem beschwichtigenden Saß ausklingen läßt, „bei der durchzusührenden Rationalisierung werden die sozialen Gesichtspunkte im Auge behalten", so läßt sich doch die Befürchtung nicht unterdrücken, daß hier die Mechanik der Umstände stärker als der vielleicht vorhandene gute Wille sein wird Die Gründung der Riesenbank mag durch innerdeutsche Rationalisierungsabsichten beeinflußt worden sein: in weit stärkerem Maße aber find hier Rücksichten auf ausländische Geldgeber maßgebend gewesen, Rücksichten auf die amerikanischen Banken, mit denen die Deutsche Bank vor wenigen Monaten erst einen großen Investment Trust gebildet hat. Der Einzug ausländischer Aufsichtsräte und Direktoren in das neue große deutsche Unternehmen ist nur noch eine Frage der Zeit, da es offenbar als Kreditvermittler zwischen Amerika und der deutschen Wirtschaft und insbesondere den Großverkauf deutscher Aktien an das Ausland vermitteln soll. Es handelt sich hier nur um Fortsetzung eines Vorganges, der vor aller Augen liegt, um das immer weitere Eindringen des Auslandes in die deutsche Wirtschaft, das bezeichnenderweise Direktor Kehl von der Deutschen Bank auf der Iubiläums- tagung des Reichsverbandes als einen erfreulichen Vorgang bezeichnet hat. An wichtigsten Posten eingedrungen sind die Vereinigten Staaten bisher in die Automobilindustrie (Aufsaugung des größten deutschen Werkes!), in die Chemie-, Papier- und Zellstoff-, Schallplatten-, Glühlampenindustrie und die Banken. Zahlreiche andere Staaten haben ebenfalls schon kräftig zugepackt. Maßgebend beteiligen sich Holland Kunsls«Se (ursprünglich eine monopolartig,
DaS Kabinett Brianb gestürzt.
Paris, 23. 10. In der gestrigen Kammersitzung ist gegen abend das Kabinett Brianb gestürzt worden. Der Antrag Montigny, die Diskussion über die Interpellationen über die auswärtige Politik auf den 15. November festzusetzen, gegen den aber Brianb die Vertrauensfrage stellte, wurde mit 288 gegen 277 Stimmen angenommen. Das Kabinett ist mit 11 Stimmen in der Minderheit geblieben, hat den Sitzungssaal verlassen und ist damit beschäftigt, sein Demissionsgesuch abzufassen, das Brianb ohne Zweifel sofort dem Präsidenten der Republik über bringen wird.
Der Präsident der französischen Republik hat die Demission des Gesamtministeriums Brianb angenommen und Brianb und seine Mitarbeiter mit der vorläufigen Wei- tersührung der Negierungsgeschäfte betraut.
Die Berliner Morgenpresse nimmt bereits in langen Ausführungen zu dem Sturz des Kabinetts Brianb Stellung. In allen Blätterstimmen kommt das überraschende Moment des Sturzes zum Ausdruck, daß namentlich in den Saarverhandlungen eine Verzögerung eintreten werde. Auch bezüglich der Fortführung der Nheinlandräumung werden Befürchtungen Raum gegeben.
Neuer Rekord der „Bremen."
New Park, 22. 10. (WB) Der Lloyddampfer „Bremen" hat 'heute das Ambrosefeuerschiff um 13,24 Uhr passiert. Die Reifebauer des Schiffes betrug 4 Tage, 17 Stunden und 24 Minuten und seine Durchschnittsgeschwin- digkeit 27,2 Knoten. Diese Leistung stellt einen neuen Re= Kord des Schiffes auf der kürzeren Winterroute dar. Rn Bord der „Bremen" befand sich der deutsche Botschafter von Prittwitz und Gaffron mit seiner Familie, der sofort die Weiterreise nach Washington antrat.
Das Verbot des Königin-Luise-Bundes aufgehoben.
Berlin, 23. Oktober. Auf den Einspruch des Königin- Luise-Bundes, der bekanntlich als Hilfsorganisation des Stabl- Helms unter Bezugnahme auf die Enltvasfnungsbestimmungen des Versailler Bertrages durch den preutzischen Innenminister in Westfalen aufgelöp war, hat Minister Grzesinski nunmehr initgeteilt, er habe Anweisung gegeben, den Königin-Luist- Bund nicht in das Verbot einzubeziehen.
Die Betrügereien des Rechtsanwalts Aron.
Berlin, 23. Oktober. Unter den durch die Betrügereien geschädigten acht Geineinden befindet sich auch die Stadt Dresden, die durch Beleihung von Obligationen durch Dr. Aron in Mitleidenschaft gezogen wurde.
nationale Industrie!), Radio, Glühlampen, Telegraphen, Tabak, Glas, Metall, Hotels und Warenhäusern; England in: Schissohrt. Textilien, Eisenwaren, Elektrizität, Warenhäusern, Früchten; Belgien in: Kohle, Glas. Elektrizität; Luxemburg in: Kohle und Kabel: die Schweiz in: Elektrizität, Schokolade, Hotels: Frankreich in: Elektrizität, Eisen, Kohle und Mühlen: die Tschechoslowakei in: Kohlen, Braunkohle, Schokolade, Kosmetik; Schweden (nahezu monopolartig) in: Zündhölzern, Kugellagern; Polen tritt beherrschend in bedeutenden Eisen- und Kohlenbergwerken und Italien einflußreich in Automobilen auf. Gerade in den letzten Wochen hat diese Entwicklung ein Tempo angenommen, das allgemeine Aufmerksamkeit erregen muß So übernahm beispielsweise die Easter and Overseas Product Ltd., London, die letzten 50 Prozent der A G. für Obsthandel in Berlin, veräußerte Krupp die Herstellung von „Izett"-Stahl an die Central Allop Steel Corp. (Ohio), vergab Hirsch- Kupfer wichtige Patentrechte an die Electric Furnace Camp (London) für elektrische Widerstandsöfen, verkaufte eine Fabrik elektrischer Apparate in Berlin-Buchholz 71 Patente an die Aeonic Radio Ltd. (London), verhandelte I. G. Farben die Ausnutzung des synthetischen Benzins an die Standard DU, wurde Osram infolge der Ueberfremdung durch die General Electric gezwungen, auf den gesamten italienischen Mark zu Gunsten der Edison-Electric-Werke zu verzichten, übernahm die Telefonfabrik Berliner A G Franzosen von der S. A Telephone Grammont in den Aufsichtsrat Ob mit dieser ausländischen Beherrschung der deutschen Wirtschaft den Interessen der deutschen Arbeiterschaft gedient ist, das muß erst die Zeit lehren. Vorläufig sieht es, wie z. B. die Erfahrungen bei den Opelwerken lehren, nicht danach aus, daß sich der amerikanische Unternehmer durch die Grundsätze der deutschen Sozialpolitik daran hindern lassen wird, seinen Vorteil zu suchen, wo er kann. Wer amerikanische Verhältnisse kennt, kann sogar aus den Gedanken kommen, daß die Amerikaner die ihnen unbequeme deutsche Sozialpolitik in den ihnen gehörigen Betrieben kurzer Hand abschaffen möchten.
— Wie aus Lemberg gemeldet wird, find im Dorfe fsirlejcw sieben Personen durch die Explosion einer Handgranate, die von einem unbekannten Täter während eines Festes in ein Bauern- Haus geworfen wurde, schwer verletzt worden.
— 400 Neger in Chicago, unter denen ein Streit über die Pastorenwahl in ihrer Kirche entstanden war, bearbeiteten sich mit Rafiermesiern derart, dah mehr als zwanzig verletzt wurden, darunter einige schwer. Sechzig Neger wurden verhaftet.
— Der Führer der australischen Arbeiterpartei, Scullin, ist von dem Generalgouverneur Lord Stonehaven mit der Bildung eines neuen Kabinetts beauftragt worden.
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