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ßkeis-KmtMM * Myememer mrMicherKnzetzer für Nn Kreis Schlüchte
Nr. 134
(1. Blatt)
Donnerstag, den 7. November 1929
81. Jahrs.
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Amtliche Bekanntmachungen
Bekanntmachung.
Wegen vorzunehmender Abschlußarbeiten bei der Auf
Wertung bleibt die
KreiSsparkasse
vom 7. bis zum 30. d. Mtö.
nachmittags geschlossen.
H.e, ich ; Schlüchtern, den 5. Novcinber 1929.
Iß N ; Der Vorsitzende des Vorstandes der Kreissparkaffe: | gez. Dr. Müller, Landrat.
Schlächtern, den 5. November 1929.
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Landratsamt.
i - Id 1215.1). Ls ist mir bekannt geworden, daß die Zuweisung vom 4. 4. 1928 für die Gemeindevorsteher zur Afnahme von Nottestamenten trotz der kurzen Zeit bei
vielen Empfängern bereits durch Unachtsamkeit in Verlust inert li geraten ist.
bet |( | Ich mache daher den Gemeindevorstehern die sorgfältigste
Aufbewahrung jener Anweisung zur besonderen Pflicht, da ne, an auf lange Zeit ein Neudruck bestimmt nicht erfolgen wird. ause,°> | Berlin, vom 19. 10. 1929.
Der Minister des Innern.
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I I.-Nr. 9885. Zm Monat Oktober sind folgenden per- fonen Jagdscheine ausgestellt worden:
a. Zahresjagd scheine: Klaß, Direktor, Lad Lrückenau,
I Kempel, Heinrich, Wald schütz, Hinterstrinau, f Ender, Polizeikommissar a. D., Lad Soden,
vehler, Leo, Prokurist, Schlüchtern,
Maier, Heinrich, Landwirt, Neuengronau,
Ulrich, Thristian, Gastwirt, Schwarzensels, nilieJÄ Viegelmann, Karl, Metzger, Uttrichshausen, »ich nii ' Diegelmann, Emil, Gastwirt, Uttrichshausen, , I Dr. Strube, prakt. Arzt, Uttrichshausen, Du will | Dehler, Wilhelm, Kaufmann, Schlüchtern,
. lohn, Mexander, Kaufmann, Schlüchtern, Schreiber, Nikolaus, Landwirt, Marjoß, Untern, Ludwig, Zagdaufseher, Salmünster, Rappe, Wilhelm, Apotheker, Steinau, Bauer, Alfred, Lad Lrückenau,
( Kreß Adam, Schreinermeister, Schlüchtern.
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I b. Tagesjagdscheine:
I Braunmüller, Fritz, Bad Brückenau.
I Sfylüdjtern, den 2. November 1929.
Der Landrat. gez. Dr, Müller.
Kreisausschust.
Wahlvorschläge für die Kreistagswahl- j 2-Nr. 5137 K. R. Die Reihenfolge der in Nr. 332 der Schlüchterner Zeitung veröffentlichten Mahlvor- Mäge für die Kreistagswahl ist wie folgt bestimmt worden: l. Kennwort: hessisch e Arbeitsgemeinschaft f Stadt und Land.
2- Kennwort: 50zialde m0kr a ti s ch e Partei Deutschlands (SPD).
3. Kennwort: Zentrumspartei.
Kennwort: Deutsche Demokratische Partei. 5. Kennwort: Kommunistische Partei Deutschlands.
Kennwort: Natsi 0 uals0 zialistische Deutsche Arbeiter-Partei (Yitlerbe- wegung.)
>0. Kennwort: vereinigte Lauern-, Arbeiter und Gewerbetreibende-Liste-
11- Kennwort: Einheitsliste der Bauern, Arbeiter und Gewerbetreiben-
den vom östlichen Teile „ Kreises Schlüchtern.
schlüchtern, den 5. November 1929.
Namens des Kreisausschusses.
Der Vorsitzende: Dr. Müller, Landrat.
des
^tndt Schlüchtern.
I Geeignete Arbeiter aus her Stadt Schlüchtern, welche sich L " Holzhauerei im Stadtwald Schlüchtern beteiligen werden ersucht, sich am M o n t a g, d e n l 1. II0 =
। mber 192 9, vormittags 10 Uhr im Rathaus — Kanz- I J^s Abschluß des Arbeitsvertrages einzufinden. I Ä'üchtern, den 6. November 1929.
Der Magistrat: Gaenßlen.
. a & t Steinau.
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L Bekannt»» a ch u n g.
er Sqafpferc^ von der städtischen Schafherde soll D on = j^^tag, den 7. November 1 929 abends 81/2 Uhr I q. a ^ st u s verpachtet werden.
I teina’u- den 4. November 1929.
Der Magistrat: Dr. Kraft.
Mim Max von Baden gestorben.
Konstanz, 6. 11. Prinz Max von Laden, der letzte Kaiserliche Reichskanzler, ist heute früh 5,45 Uhr im RIter von 63 Zahren gestorben.
Ueber die Krankheit des Prinzen Max von Laden erklären die behandelnden Aerzte: Seit einem vor dreieinhalb Zahren erlittenen Schlaganfall entwickelte sich bei dem Prinzen ein klinisches inneres Leiden. Seit dem 1. November trat ein urämischer Sustand infolge völligen Versagens der Nieren hinzu. Zu diesem Zustande zunächst völliger, später halber Bewußtlosigkeit traten Schwankungen ein, da die Herztätigkeit sich im ganzen gut hielt. 3m Laufe der Tage war eine zunehmende Abnahme der Kräfte eingetreten.
Der Verstorbene übernahm am 4. Oktober 1918 das Amt des Reichskanzlers. Obwohl damals feine Berufung ein großes Zugeständnis an die freiheitlich gesinnten Kreise bedeutete, konnte er den Zusammenbruch nicht aushalten und trat am 9. November, nachdem er die Abdankung des Kaisers bekanntgegeben hatte, zurück.
, Der Gtcafantrag gegen Hugenberg.
Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, hat. der Generalstaatsanwalt aufgrund des Strafantrages des Reichsinnenministers Seoering bei dem Landgericht I Berlin beantragt, die Genehmigung des Reichstages zur Strafverfolgung des Abgeordneten Dr. Hugenberg herbe'zuführen.
Regierungsgebäude von Koblenz zurückgegeben.
Am Dienstag wurde — nach einer Meldung des „vorwärts" — auf dem am Rhein gelegenen Regierung-gebäude die französische Trikolore eingezogen, vorher über- gab das Kommando des 30. französischen Armeekorps dem Reichsversorgungsamt sämtliche Geschäftsräume. Ueber 10 Zahre hat das Gebäude den verschiedensten Zwecken der LLtasimm gedrLM.
fenstillstand hatten die Amerikaner dort ihr Hauptquartier, 1922 wurde es von den Franzosen übernommen.
Nach 25 Jahren Zuchthaus begnadigt.
Hamburg. Die Zustizkommission des Hamburger Senats hat in das Schicksal des Strafgefangenen Theodor Weiglin eingegriffen, der im Zahre 1903 wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war und nach Umwandlung in lebenslängliche Zuchthausstrafe vor zwei Zahren zu 40 Zahren Zuchthaus begnadigt wurde. IDeiglin, der im Zuchthaus Fuhlsbüttel 25 Zahre von seiner 40jährigen Zuchthausstrafe verbüßt hat und jetzt 46 Zahre alt ist, wurde nach einer Meldung der „Voss. otg." jetzt auf ein Zahr beurlaubt. Er wird seine Strafe nicht weiter^ zu ver- büßen brauchen, wenn er sich während dieser seit gut führt, vorläufig ist er in einem Ueberganasheim, untergebracht, bis für ihn geeignete Arbeit gefunden wird.
Sieg der englischen Regierung im Unterhaus.
London, 5. 11. (WL) Das Unterhaus hat den gemeldeten Abänderungsantrag Baldwins in der Frage der Wiederaufnahme der Leziehungen mit Rußland abgelehnt und den Regierungsantrag mit 324 gegen 199 Stimmen angenommen.
— Nach den Peröffentlichungen des Reichswahlleiters haben sich für das Volksbegehren 4 147 725 Personen, d. h. 10,05 Prozent der wahlberechtigten, eingetragen.
— von etwa * 60 russischen Strafgefangenen, die aus dem russischen Konzentrationslager Zolovetsk nach Finnland flüchten wollten, haben nur 13 die finnische Grenze überschritten. Die anderen 47 dürften durch Hunger und Kälte umgekommen sein.
— Zn der Sklarek-Angelegenheit sind gegen die Stadträte Gaebel und Degener Haftbefehle wegen Fluchtverdachtes und Verdunkelungsgefahr erlassen worden. Diese Maßnahme ist u. a. auch daraus zurückzuführen, daß sich bei der Entdeckung der Geheimkonten herausstellte, daß Gaebel und Degener Zuwendungen von den Sklareks erhalten haben, die sich bei Gaebel'auf etwa 30 000 Mark im Zahre belaufen.
— Oberbürgermeister Löß, der Dienstag nachmittag disziplinarisch vernommen worden ist, veröffentlicht eine längere Erklärung, in der er die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurückweist und als unwahr bezeichnet.
— In Laurahütte ist der Kaufmann Krecsna nach umfangreichen Frachtbriefschwindeleien flüchtig gegangen.
— Bei Wioschnik im Kreise Lublinitz erschossen Zollbeamte an der Grenze einen Spiritusschmuggler und verletzten einen anderen schwer. Die Schmuggler hatten beim Anruf der Zollbeamten versucht, zu entfliehen.
— Der deutsche Zndianerforscher Dr. Leaßler, der kürzlich als verschollen gemeldet wurde, ist nach einem Karten* gruß an einen Freund in Hannover wohlbehalten in Argentinien eingetroffen.
Ein mnerpollüscher Konflikt.
Um die Reform der Ehescheidung. — Das Zentrum verläßt die Sitzung des Rechtsausfchnsses im Reichstag.
Aus Berli*n wird gemeldet: Im Rechtsausschuß des Reichstags stand am Dienstag erneut die Frage der Ehescheidungsreform zur Beratung. Gleich zu Be- ginu der Sitzung kam es zu einem Zwischenfall. Die Deutschnationalen gaben zunächst eine Erklärung ab, wonach ihre Partei jede Teillösung in dieser Frageckrblehne. Der Abg. Pfleger (Bayer. Vp.) brächte in einer Erklärung zum Ausdruck, daß f^r seine Person die Erleichterung der Ehescheidung eine so schwerwiegende politische Frage sei, »as noch in einem Lande ein Mitglied seiner Pc tion angeboren könne, deren Mehrheit sich für der Ehescheidung ausspreche. Er beteilige sich ratungen nur, um Verbesserungen der Anträge zur Annahme
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irtei einer Koali- die Erleichterung an weiteren Be-
zu verhelfen.
Der Zentrumsabgeordnete Dr. Bell teilte mit, daß seine Partei bei der Reichsregierung wegen der Behandlung dieser Frage im Ausschuß vorstellig geworden sei, aber noch keine Antwort erhalten habe. Solange seine Partei darüber nicht unterrichtet sei, könne sie nicht an den Sitzungen des Rechtsausschusses teilnehmen. Hierauf verließen die Vertreter des Zentrums geschlossen den Saal. Reichsfustizministcr Dr. Gue- rard, der der Zentrumspartei angehört, war in der Sitzung nicht anwesend.
Der Vorsitzende Dr. Kahl stellte darauf fest, der Reichskanzler habe ihm die neuerdings von feiten zweier Parteien vorgetragenen schweren Bedenken gegen die Behandlung der Ehescheidungsreform mitgeteilt und ihm anheimgestelll, die weitere Entscheidung zu treffen. Er sei zu der Auffassung gelaugt, daß der Rechtsausschuß selbst die Entscheidung darüber treffen müsse, ob er die Ehescheidungsreform von dem Arbeitsplan des Ausschusses absetzen wolle. Der sozialdemokratische Abg. Dr. Rosenfeld hob hervor, daß es seiner Partei nur darauf ankomme, bei zerrütteten Ehen eine Scheidung
Nachdem noch ein Vertreter der Demokraten für die Durchführung von Erleichterungen für die Ehescheidung ein* getreten war, beschloß der Ausschuß, die Anträge zur - scheidungsreform einem Unterausschuß zu überweisen.
r die Ehescheidung ehr
die Anträge zur
Eine Drohung der Bayerischen Bolksparler.
In einer Versammlung zu B a m b e r g hielt der Führer der Reichslagsfraktion der Bayerischen Volkspartei, Prälat Leicht, eine Rede über den Kampf gegen die Auflösung der Familie. Er kam darin auf die Beschlüsse des Strafrechtsaus- schusses des Reichstags über eine Ehescheidungsreform zu sprechen und führte darüber u. a. aus:
Ich sage es mit Nachdruck: Hier muß ein Halt kommen, sonst wird man uns nicht mehr lange in einer solchen Koalition sehen! Ich kann es auch als Arbeiterpräses nicht verantworten, daß unsere katholischen Arbeiter draußen den Kampf gegen die Sozialdemokraten führen und hier mit diesen paktieren aus die Gefahr hin, daß die christlichen Belange mit Füßen getreten werden. Da gibt es ein Halt, und wir lver- den es zur rechten Zeit auszusprechen wissen.
Um die Einberufung des Reichstags.
Wie aus Berlin gemeldet wird, wird in der Reichs- regierung erwogen, den Reichstag früher als zu dem ursprünglich vorgesehenen Datum, dem 26. November, eiuzu- berufen. Die Reichsregierung wolle den Volksentscheid so bald wie möglich zum Abschluß bringen und gleich nach der Einberufung gemäß den Gesetzesbestimmungen das sogenannte „Freiheitsgesetz" dem Reichstag vorlegen und ihre ablehnende Stellungnahme dabei zum Ausdruck bringen.
Am heutigen Mittwoch findet in der Reichskanzlei eine Besprechung der Parteiführer statt, auch der Reichstagspräsident Lobe und Abgeordneter Scheidemann in seiner Eigen- schaft als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses nehmen teil. Diese Besprechung gilt der Festlegung eines Termins für die Einberufung des Reichstages und des Auswärtigen AusschuW.
Gefährlicher Warenhausbrand in Köln.
Zwei Tote.
- In der Filiale des Einheitspreiskaufhauses „Ehape" in Köln-Ehrenfeld brach in dem Reservekeller aus bisher ungeklärter Ursache ein Brand aus. Da bisber der Keller keine Krstungsanlage aufwies, war ein außerordentlich starker Rauch entstanden, außerdem konnten durch den engen Keller jelveils nur zwei Feuerwehrleute nach unten Vordringen.
Als die beiden ersten Feuerwehrleute, mit Gasmasken versehen, an den Brandherd Vordringen wollten und lange ausblieben, sandte man zwei weitere Feuerwehrleute in den Keller, die ihre beiden Kameraden besinnungslos am Boden liegend vorfanden. Man schaffte die Bewußtlosen sofort ins Krankenhaus, wo sie inzwischen gestorben sind. Die Feuerwehr sah sich schließlich gezwungen, «m den Brandherd bekämpfen zu können, im Verkaufsraum mehrere Löcher in den Fubboden zu schlagen, um zunächst einmal den starken Ranch abziehen zu lassen Erst dann gelang es, in mühevoller Arbei'