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(1. Blatt)

Donnerstag, den 19. Dezember 1929

81. Jahrs

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«itliche Bekanntmachungen

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-n-ratsaMt.

Dolksentschelb am 22. Dezember 1929.

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Wr. H395- In Abänderung meiner Verfügung vom s>, t. Me- I -Nr. 11090 Schlüchterner Zeitung Nr. of- wird für den Abstimmungsbezirk Ulmbach anstatt

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I Schwesternhauses, das Dienstzimmer des Bürgermeisters AbstimmungSraum bestimmt.

Schlüchtern, den 16. Dezember 1929.

Der Landrat- I. D.: Schultheis.

Z.-Nr. 11318. Ich mache die Herren Bürgermeister nach

nae ^ feauf aufmerksam, daß die na^ meiner Verfügung vom t WK U Mts. Nr. 11281 ^ Schlüchterner Zeitung Nr. : eiitjta 1 am Sonntag Nachmittag zu erstattenden Meldun-

Schlüchterner Zeitung Nr-

in, @i 1 auch dann in ausführlicher Form erforderlich sind, is H M in der Gemeinde Stimmen überhaupt nicht abgege- Ksein sollten. Auch sind die Abstimmungsniederschriften ^ Wen Fällen in allen Teilen gena u auszufüllen und

^ «tlich hierher einzusenden. Einfache Fehlanzeigen ge=

N auch dann in ausführlicher Form erforderlich sind,

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Wächtern, den 17. Dezember 1929.

Der Landrat. I. D.: Schultheis.

siehßtodt Schlüchtern.

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omntet Zaukck außer) clanch" »tz ,1 veißei treu r übtet m-

und : Pri nir di t, wie?

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Bekanntmachung.

Demäß § 47 der Neichsstimmordnung vom 14. März 924 (R. G. BL I S. 174) wird hiermit bekannt gegeben, |zur Vornahme der Volksabstimmung über dasFrei- gesetz" die Stadt Schlüchtern einen einzigen Stimmbe- bildet.

Wimmungsraum: Stadtver 0 rdnetensitzungs - ai im Rathau s.

ie Abstimmung findet am Sonntag, den 22. De- ^r d. Is. in deL Zch.WL q^äU^os O^ ^nachmittags 6 Uhr statt.

ie Stimmzettel sind amtlich hergestellt und werden am gimmungstag im Abstimmungsraum den Stimwberechtig-

ausgehändigt.

ie Stimmabgabe hat in der We'se zu erfolgen, daß der mberechtigte, der die zur Abstimmung gestellte Frage Wen will, das mitIa", der Stimmberechtigte, der sie meinen will, das mitNein" bezeichnete Viereck auf Stimmzettel durchkreuzt, möglichst in der Weise, daß n Kreuz in den vorgezeichneten Kreis setzt.

Mchtern, den 12. Dezember 1929.

Der Magistrat: Gaenßlen.

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sind aber se : batei iten für

tins kommunalen Ausgaben ohne Deckung.

k Boss. Ztg. meldet aus Kassel: Bei einer Stadtver- etendebatte über die Bewilligung einer Weihnachts- . , lfe für die Wohlfahrtsunterstützungsempfänger machte 5^Mermeister Lahmeyer zur Begründung seines ableh- Standpunktes Mitteilung von einer den deutschen M zugegangenen Nundverfügung des preußischen In- Ministers. Nach dieser Nundverfügung ist es den Magi- W der Städte auf das schärfste untersagt, Ausgaben zu

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' W INen, die nicht vorher von den Aufsichtsbehörden

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Regierungspräsident und Bezirksausschuß genehmigt r-o, wenn für sie Deckung nicht nachgewiesen wer- U kann. Der Oberbürgermeister bezw. der Magistrat ' Städte setze sich, nach' dem Wortlaut der Verfügung 1 einer Zuwiderhandlung der sofortigen Eröffnung eines Men Disziplinarverfahrens aus.

, Kommunistenkkawalle in Lüdsnschrid.

-üden scheid, 18. 12. (W8.) Während der ersten

Ää ber neuen Stadtverordneten zogen gestern etwa

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| junge Burschen schreiend und johlend auf den Rat= Matz, um durch eine Demonstration die von den Kom= Wten im Stadtparlament vorgebrachten Forderungen »die Erwerbslosen zu unterstützen. AIs man sich unter Mwürfen gewaltsam Eingang in das Rathaus zu ver- M°n suchte, säuberte die Polizei mit dem Gummilmüp- Platz. Dabei wurden mehrere Demonstranten ver- I Einer von ihnen mußte dein Krankenhaus zuge- k werden.

f Der deutsche Botschafter Hoesch hatte Dienstag mit Dfranzösisäen Außenminister Briand eine Unterredung, auf die Vorbereitung der zweiten haager Konfe-

I bezog.

f Die Brüder Willi und Leo Sklarek haben rm Unter- Wgrgefängnis auf die Nachricht von dem plötzlichen D des ©bermagiftratsrats Schalldach, der ihr Hauptent- ^gszeuqe gewesen war, schwere Nervenzusammenbrüchei

Willi Sklarek mußte sofort in das Lazarett uber= Wt werden und auch Leo Sklarek ist bettlägerig M sklarek wird bekanntlich gegenwärtig von Mini- Mliiat Dr. Bürger auf seinen Geisteszustand untersucht.

Cruittbslosknililrllhtn in ftnnkfntt. 40 Verhaftungen von meist schwer vorbestraften Personen.

Die Erwerbslosenunruhen, die bereits am Montag vor­mittag eingesetzt hatten, fanden am Dienstag in verstärk­tem Maße ihre Fortsetzung. Gleichzeitig mit dem Beginn der Stadtverordnetenversammlung, in der endgültig über die Weihnachtsbeihilfe für die Unterstützungsempfänger Be­schluß gefaßt werden sollte, versammelten sich mehrere tausend Erwerbslose auf dem Börsenplatz und auf dem Börneplatz zu einer Kundgebung. Im Anschluß an diese Kundgebungen zogen die Demonstranten, die heute aus der Umgebung Frankfurts, namentlich aus Höchst und Offenbach, Zuzug erhalten hatten, nach verschiedenen Rid)= tungen mit dem Ziel: Rathaus. Die zu dem Rathaus führenden Altstadtstraßen waren jedoch von der Polizei abgeriegelt, sodaß die Demonstranten nach dem Schau­spielhaus hin abgedrängt wurden. Hier versuchten sie die polizeiliche Absperrungskette zu durchbrechen. AIs dabei die Demonstranten mit Steinen und sonstigen Gegenständen gegen die Polizeibeamten warfen, löste die Polizei, die in außerordentlicher Stärke zu Fuß und zu Pferde aufge­boten worden war, den ganzen oug auf und zerstreute die Teilnehmer unter Zuhilfenahme des Gummiknüppels. Bei der wilden Flucht wurden viele Personen verletzt. Nun bil­deten sich in den verschiedensten Straßen der Altstadt sowie auf der Zeit bis zur Hauptwache Trupps, die immer wieder versuchten, in die Gegend des Rathauses zu gelan­gen. Die Polizisten mußten von Straße zu Straße eilen, da die Angriffe gleichzeitig von verschiedenen Stellen aus erfolgten. Bei den Säuberungsaktionen gab es auf beiden Seiten verletzte. So wurde in der Bethmannstraße aus einem Hause auf die Polizei mit Backsteinen geworfen. Die den Beamten zugedachten Steinwürfe verfehlten aber ibr Ziel und traten -rwei völlia unbLteiliate paNantem. die mit klaffenden Kopfwunden von den Sanitätern wegge­schafft werden mußten. An der Hauptpost geriet eine Po­lizeistreife in Bedrängnis, so daß sie von der Schußwaffe Gebrauch machen mußte. Gb es hierbei verletzte gegeben hat, konnte noch nicht festgestellt werden. Auch am Nömer- berg wurde mit Steinen gegen die Polizei geworfen. An der Liebfrauenstraße wurden die fünf großen Schaufenster­scheiben der Konfektionsfirma Tarsch durch Steinmürfe zer­trümmert. Noch in den späten Abendstunden kam es fort­gesetzt zu Zusammenrottungen, bei deren Zerstreuung die Polizei der öfteren Schreckschüsse abgab. Bis jetzt sind etwa 27 Personen wegen Widerstandes und Beleidigung der Polizeibeamten vorläufig festgenommen worden.

Im weiteren Verlauf her Erwerbslosen-Unruhen kam es gegen 22^ Uhr in der Altstadt zu nochmaligen Zusam­menstößen der Unruhestifter durch die .Polizei, die mit schweren Steinen, die aus dem Straßenpflaster der Brau­bachstraße herausgerissen worden waren, bombardiert wur­de. Die Polizei drang hier mit dem Gummiknüppel ener­gisch durch und gab kurze Zeit darauf am Domplatz, wo ein Personenwagen aus dem Hinterhalt beschossen wurde, einige scharfe Schüsse ab. Als hierauf auch noch zwei Schaufensterscheiben der Konfektionsfirma Nobel u. Grüns- selber durch Steinwürfe zertrümmert wurden, leitete die Polizeileitung erneut eine Säuberungsaktion ein, deren energischen Durchführung es schließlich gelang, wieder Ruhe und Ordnung zu schaffen. Nach lNitternacht trat dann endlich Ruhe ein, und die Straßen boten bald wieder das Bild geregelter und sicherer Verhältnisse.

Im Anschluß an obigen Bericht über die Erwerbslosen­unruhen teilt die Polizei noch folgendes mit: Gegen lckfNhr begannen größere Zusammenrottungen an den Straßen­kreuzungen SchnurgasseTriersche Gasse und Domstraße Braubachstraße, wobei sich der Altstadtpöbel beteiligte und tätlich gegen die Polizei vorging. Line berittene Patrouille wurde mit Steinen und Flaschen beworfen. Ein Schutzpoli­zeibeamter stürzte vom Pferde und konnte von den andern Beamten nur mit Mühe gerettet werden. Die Angreifer versorgten sich aus den auf den Straßen stehenden Müll­eimern mit Wurfgeschossen. Nach Eintreffen größerer Po­lizeikräfte konnte einigermaßen wieder Ordnung geschaf­fen werden. Mehrere Geschäfte ließen die Nolläden henm- ter und hielten ihre Türen zeitweise geschlossen. Da in den Straßen ein lebhafter Weihnachtsverkehr herrschte, war es leider unvermeidlich, daß bei den Zusammenstö­ßen auch unbeteiligte Passanten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das hinterhältige Verhalten der Ruhestörer be­dingte ein energisches Durchgreifen, da auf vorbeifahrende Wagen der Polizei immer wieder mit Steinen geworfen und einzelne Beamten tätlich angegriffen wurden. Um 17 Uhr wurden die Polizeikräfte aus den Straßen zurückge­zogen in der Annahme, daß sich die Ansammlungen zerstreu­en würden. Ls bildete sich jedoch ein neuer Vemonstra-

tionszug, der über SeilNoßmarktGroßer Hirschgraben wieder in die Altstadt vorstieß und auch zum Paulsplatz gelangte, sodaß diese Ansammlung wieder zerstreut werden mußte. Gegen 18V2 Uhr wurden die Beamten wieder zu­rückgezogen,' die Ansammlungen an den verschiedenen Stra­ßenecken dauerten jedoch weiter an. AIs um 20^2 Uhr die verstärkten Straßenpatrouillen ihre Runbgänge wieder antraten, wurden die Beamten erneut von Nowdys, da­runter fast ausschließlich halbwüchsige Burschen, belästigt und beleidigt. Stärkere Kräfte mußten erneut eingesetzt werden. In der Trierschen und der Fahrgasse setzten sich um 21 Uhr die Zusammenstöße fort und dauerten bis etwa 23 Uhr. Die Beamten mußten fortgesetzt eingreifen und nahmen im Saufe des Tages insgesamt 40 Personen fest, unter denen sich 12 befanden, die mehrfach vorbestraft sind, darunter einer 16 mal wegen Betteins, Landstreicherei, Be­amtenbeleidigung und Körperverletzung, einer siebenmal wegen Unterschlagung, Betrugs und Diebstahls, einer Zwölf- mal wegen Betteins und schweren Diebstahls, einer einmal wegen Hehlerei, einer dreimal wegen Diebstahls, zuletzt mit Zuchthaus bestraft, einer 40 mal wegen Bettelns, Widerstandes und Körperverletzung, zwei wegen verbotenen Waffenbesitzes, einer zehnmal wegen Widerstandes, einer sechsmal wegen Betteins, Hausfriedensbruchs und unbefug­ten Waffenbesitzes, außerdem ein entwichener Fürsorgezög­ling, der mit einem drahtdurchflochtenen Gummischlauch auf die Polizeibeamten einschlug.

900000 Mark Weihnachtsbeihilfe für Erwerbs­lose.

Die Gesamthöhe der von der Frankfurter Stadtverord­netenversammlung beschlossenen Mittel beträgt ca. 900 000 Mark, die mit 400 000 Mark aus dem Sozialetat und mit 50^000 Mark aus dem Voranschlag für den Bau eines Hallenschwimmbades gedeckt werden sollen.

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Me r^fie Sitzung der Kaldaer «tadtoerorS«eten- versammlnng.

Erwerbslosendemonfiration auch in Fulda.

Fulda. Montag nachmittag fand die erste Sitzung des neugewählten Stadtparlaments statt. Zunächst wurden der Vorstand, der Magistrat und die verschiedenen Kommissionen gewählt. Donjb en Magistratsmitgliedern fallen sieben auf das Zentrum und je l_auf die hessische Arbeitsgemeinschaft und die sogenannte Gruppe Mihm (Thristsoziale, Natio­nalsozialisten und Mieter). Einen längeren Raum nahm die Debatte über die Gewährung einer generellen Weih­nachtsbeihilfe an die Erwerbslosen ein. Eine allgemeine Weihnachtsbeihilfe wurde abgelehnt' stattdessen wird eine Summe von 10 000 Mark, -die aus freiwilligen Spenden ausgebracht wurde, an bedürftige Erwerbslose zur Auf­teilung gelangen. Die städtischen Betriebe haben zu dieser Summe einen namhaften Betrag beigesteuert.

Anläßlich der Stadtverordnetenversammlung hatten die Erwerbslosen eine große Demonstration angekündigt. Die Polizeiverwaltung hatte daraufhin umfangreiche Sicherheits­maßnahmen getroffen, wozu auch eine Abteilung Schupo aus Kassel sowie die verfügbaren Landjäger des Kreises Fulda hinzugezogen worden waren. Am Abend kam es als das Ergebnis der Sitzung bekannt wurde, zu einem großen Demonstrationszug der Erwerbslosen durch die Stadt. Die Polizei löste den Zug schließlich auf, teilweise mit der blanken Waffe, teilweise mit dem Gummiknüppel. Kurze Zeit später wurde ein zweiter Sug Erwerbsloser mit dem Gummiknüppel aufgelöst, weitere Ansammlungen wurden Diestag früh von der Polizei im Keime erstickt. Die Kasseler Schupo bleibt bis auf weiteres noch hier.

Kein Weihnachten in Rutzland.

In den russischen Städten Moskau und Lenigrad nimmt die fortschreitende antireligiöse Propaganda Formen an, die auf eine Ausrottung des Thristentums hinzielen. Dem Wunsch der Arbeiterschaft entsprechend hat der Zentralrat der Sowjetgewerkschaft den Beschluß gefaßt, daß am 25. Dezember gearbeitet werden soll. Auch ist das Fällen und die Zufuhr von Tannenbäumen verboten und die ver­schiedenen Läden sind, aufgefordert, von dem Verkauf von Baumschmuck abzusehen. Der Atheisten-Verband entwickelt eine rege Tätigkeit. Auf seine Bitte verunstalten Theater, Klubs und Kinos in den Weihnachtstagen antireligiöse Aufführungen.

Das von der Deutschen Volkspartei im Frank­furter Stadtparlament eingebrachte Mißtrauensvotum ge­gen den Oberbürgermeister Dr. Landmann wurde abge­lehnt.

Der Reichspräsident hat dem Universitätsprofessor a. D. Geheimrat Dr. Lujo Brentano in München zu sei­nem heutigen 85. Geburtstage den Adlerschild des Reiches verliehen.