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Nr. 31

gez. Kaeprzik, Vorsitzender.

chlWemer Rettung

Kreis-Kmtsb(att * Allgemeiner amtlich er Anzeiger für ken Kreis -Schlüchtem

(J. 53latt)

Amtliche Bekanntmachungen.

Landratsamt.

Betrifft Uattennertilgnng.

J.-Rr. 2100. Die Nachbearbeitung im Kreise auf den­jenigen Grundstücken, die bei der letzten Nachfrage noch Ratten gemeldet haben, findet am 8. April 1931 statt.

Die Herren Bürgermeister werden über den Beginn der Arbeiten in ihrer Gemeinde rechtzeitig durch mich unter- richtet.

Schlächtern, den 6. März 1931.

Der Landrat. Dr. Müller.

I.°Nr. 2150. Anfangs April ds. 3s. findet die Gesel­lenprüfung für Schlosser und Schmiede statt.

Lehrlinge, die bis zum 1. Iuli d. 3s. ihre Lehrzeit be­endet haben und die Gesellenprüfung ablegen wel en, müs­sen sich bis zum 20. März d. 3s. bei dem Schmiedeober- meifter Stang in Sterbsritz, oder bei dem Schlossermeiter Amenb in Steinau anmelden. Lehrverlrag, Fortbildungs- schulzeugnis, Lehrzeugnis und Lebenslaus sind der Anmel- bung beizufügen.

Schlächtern, den 7. März 1931.

Der Landrat. 3. D.: Schultheiß

Kretsausschuß.

Freiwillige Sauitäts Kolonne Dad Soden

J.-Rr. 431 R. K- Auf Sonntag, den 1 5. März, nachm. 1 Uhr werden die lio'onnen-Mitgiieder zu einer Uebung in die neue Schule zu Lad Soden freundlichst ein«

gelaben. Interessenten sind willkommen.

Lad Soden, 27. 2. 1931. Schlächtern, 27. 2. 1931

Dr. Mullcr, Pwsijzcuter

des Mävnrrvrrcins vom Relen Kreuz

I°Nr. 1211 K. A. Der neugewählte Beigeordnete F a">z Hahn in Züntersbach ist zum Standesbeamtenstellvertreter des Standesamtes Füntersbach anstelle des au^geschi d n n biche igen Standesbeamt.nftellre.trr.ers Karl Hahn ernannt worden.

Schlächtern, den 9. März 1931.

Der Landrat. Dr. ITtü'Ier.

Stadt Steinau.

Bekanntmachung

Die am 2. März d. 3s. vorgenommene Schweinezwi'chen- fählung hatte folgendes (Ergebnis: Zahl der Haushaltungen Mit Schweine 99, Gesamtzahl der Schweine 366.

Steinau, den 10. März 19ZI.

1 Der Magistrat. Dr. Kraft

wegen Jahresabschlusses bitten wir, soweit Nechnun- M für gelieferte Arbeiten pp. bei der Stadtverwaltung »oi) nicht eingereicht wurden, die Forderung bis spä e'tens Ito 18. d. Mts. bei der S adtverwatung geltend zu machen.

Steinau, den 10..z 1931.

Der Magistrat. Dr. Kraft.

Urne Sparmatzuahinc» in Preußen ?

IUB Berlin, 11.3. (Eigene M ldung) Nach einer Mel- Mg des Bert Lokalanzeigers beschä tigte sich gestern nach. Mittag eine Sitzung des preußischen Kabinetts mit dem im ^ußischen Haushalt entstandenen 5 V et ag, d r sich auf lÜillionen RITT, belaufen soll. lv e das Blatt beha ip et, v geplant, den klusgleich durch Sparmaßnahmen zu schaf- und zwar sollen die Neisegelder und d'e Unt rhaltungs- ichässe gekürzt sowie die Notstandsbeihilfen für die Le­en beseitigt werden. Nuch andere Sparmaßnahmen sind ogen worden. Beschlüsse wurden noch nicht geatzt, da ^ kommissarische Verhandlungen stattfinden sollen.

Urne polnische Garnison im Ltorridor.

tRB Berlin, 11. 3. ((Eigene Meldung) Nachdem Dir- W pjs der Schlüssel des polnischen Korridors vor Kur- 111 mit verstärkter polnischer Garnison b.l gt wurde, soll t, wie die Blätter melden, auch noch Neustadt (Wpr.) Wisches Militär erhalten, und zwar hand.lt es si h um Bataillon polnischer Marine-Infanterie. Die polnische ^litärbehörde ist bereits mit der Stadtverwaltung in Der« Ölungen getreten. AIs Kaserne für das Militär sollen bäude der früheren Provinzialheilanstalt benutzt wer- > in denen sich gegenwärtig eine Emigrantenstation be» t, die demnächst nach Gdingen verlegt wird.

Für 48 rheinische Städte und Gemeinden wurde in u ein Schiedsspruch gefällt, wonach ab 1. April 1931 jetzigen Grundlöhne um 6 Prozent gesenkt werden.

Donnerstag, den 12. Mär; 1931

Deutsche Dieben in Paris.

Ausführungen von 3oo» und Frau Webet.

Paris, 11. März.

Der deutsche Reichstagsabgeordnete Joos (Zentrum) hielt auf Einladung des französischen Nationalkoiniiees für soziale und pvlitisä-e Studien einen Vortrag über das ThemaDie Beziehungen zwischen den Katholiken und den Zentrumsparteien Deulschlands und Frankreichs".

Er führte u. a aus: Die deutschen und die französischen Katholiken hätten in ihren Beziehungen untereinander be­reits einen großen Fortschritt zu verzeichnen, der darin liege, daß man sich kennen und achten gelernt habe. Noch fehle jedoch die Gemeinsamkeit der Anschauungen in bezug auf gewisse grundlegende Fragen.

vor allem fehle den Deutschen die Gleichberechtigung. Nur volle Gleichberechtigung könne zum Ausgleich führen und in Deutschland die radikale Bewegung nach rechts und links abdämmen. Angesichts der die christliche Kultur unter­grabenden Gefahr aus dem Osten müsse Europa sich einigen. Außer den WunschbegriffenFriede" undeuropäische Verständigung" gebe es noch einen dritten grundlegenden Begriffdie Gerechtigkeit".

Sodann sprach die deutsche Reichstagsabgeordnete He­lene Weber im Namen der katholischen Frauen Deutsch­lands. Sie betonte den Einfluß der Frau auf die christliche Geistesentwicklung im Sinne der Verständigung und des Friedens.

Der ehemalige Abgeordnete Boiffard legte in längeren Ausführungen den Geist und die Ziele der katholischen Be­wegung dar. Der Redner entwickelte das Programm für die Zukunft, wobei er eine weitgehende Ausschaltung der Politik zugunsten des Kampfes gegen den rechten und linken Radikalismus in Aussicht stellte

Der Reichstagsabgeordnete Zoos erklärte, daß das von dem französischen Abgeordneten Boissard verkündete Pro­gramm in dieser Form nicht den Auffassungen der deutschen Katholik«? entspreche. Der Kamps der katholischen Bewe-

gung richte

sich lediglich gegen die Zersetzung der christlichen Samilie ^d des christlichen Geistes, wobei man an die bol­schewistische religionsseindliche Propaganda gedacht habe.

Regierungsbereii wenn ...

Antwort der D. 71. V. P.

Berlin, 11. März.

Die Parteileitung der Deutschnationalen Volkspartei teilt mit:

Dr. Hugenberg, Dr. Oberfohren und Dr. von Winter- feld veröffentlichen eine Erklärung, deren Zweck nicht rück- schauende Auseinandersetzungen über vergangenes ist, son­dern vielmehr die wirkliche Durchführung der auch vom Reichskanzler betonten Notwendigkeit größerer Wahrhaftig­keit in unserem öffentlichen Leben.

In Der Regierungspresse wird neuerdings in verstärk­tem Umfange die falsche Darstellung verbreitet, daß die Re- gieruna durch die Politik der nationalen Opposition an die Seite Der Sozialdemokratie gedrängt werde und daß die Rechtsparteien, insbesondere die Deutschnationale Volks­partei. sich vor oder nach den Wahlen aus Scheu vor Ver­antwortung einer positiven Mitarbeit an der Regierung versagt habe.

3n Der Erklärung heißt es u. a., daß den Deulschnatio- nalen seitens bet Regierung Brüning weder vor noch nach den Septemberwahlen irgendwelche Angebote betreffend Regierungsbeteiligung gemacht oder irgendwelche Möglich­keiten hierzu geboten worden feien. Die deutschnationalen Parteiführer hätten feit dem herbst 1929 öffentlich und nichtöffentlich immer wieder betont, daß sie zur Uebernahme der Verantwortung, allerdings unter bestimmten, dem Kanzler bekanntgegebenen Bedingungen, bereit seien.

lütten feit dem herbst 1929 öffentlich und

Die Behauptung, das Kabinett habein Auswertung der Wahlen den nachdrücklichsten Versuch gemacht, die Grundlage der Regierung nach rechts zu erweitern", wird, soweit die Deutschnationalen in Betracht kamen, in der Er­klärung als unrichtig bezeichnet.

Der Streit um die Rechte der Reichsbahn.

Wie verlautet, ist auf den 14. März Termin zur Verhandlung vor dem Reichsbahn-Gericht in der Klage Sachsens gegen die Deutsche Reichsbahngesellschaft au- beraumt worden. Es handelt sich um die Streitfrage, ob die Deutsche Reichsbahngesellschaft befugt ist, ohne Zustimmung des Landes Sachsen ein n Teil der nord­westlichen sächsischen Strecken des Leipziger Bezirks in den Eisenbayndirektionsbezirk Halle a. d. Saale eiuzuvcrieiben.

Die deulschestländischen Enlschädigungsverhandlungen.

Der Neealer deutsche Gefondte besuchte den esiländischen Außenminister Toenulsson, der dem (Belaubten die Antwort Ell- lands aus eine deutsche Denkschrift in der Frage der Entschädigung der enteigneten reichsdeutschen Gutsbesitzer in Estland übergah. Don deutscher Seite wurde die Ueberweisung der ganzen Ange­legenheit an ein internationales Schiedsgericht verlangt. Estnischer- selts mürbe dagegen setzt angeführt. daß die Verhandlungen der esllöndhchen Regierung mit den enteigneten reichsdeutschen Guts, besitzern noch in der Schwebe seien und daß daher die Angelegen­heit für eine schiedsgerichtliche Lösung noch nicht reif wäre.

Nach dem B. T. wird das ä'teste Berliner Bh t der Nechten, die lireuzzeitung, am 1. Juli ihr Erscheinen ein« stellen.

83. Iahrg.

Konferenz der Außenminister.

Vor der Tagung des Europaausschusses,

Genf, 11. März.

Der von Briand zum 24. März nach Paris einberufenen Tagung des Europaausschusses wird in hiesigen unterrichte­ten Kreisen größere Bedeutung beigemessen.

Man nimmt an, daß diese Tagung, die offiziell als Ta­gung des Organisationsausschusses des Europaausschusse« einberufen worden ist, den Charakter einer Konferenz der europäischen Außenminister annehmen wird, nachdem die Teilnahme der Außenminister von England, Frankreich, Ita­lien, Spanien, Südslawien, Griechenland, der Schweiz und Finnland bereits gesichert ist An den Verhandlungen bei Organisationsausschusses nehmen ferner Vertreter von Po­len, Dänemark und Portugal teil. Eine offizielle Mitteilung über die Teilnahme des deutschen Außenministers an dieser Tagung liegt in Gens zwar noch nicht vor; im Hinblick auf die große Bedeutung der zur Verhandlung stehenden Fragen wird jedoch mit der Teilnahme von Dr. Curtius gerechnet.

Auf der Tagesordnung des Organisationsausschusses stehen grundsätzliche, die Organisation der europäischen Union berührende Fragen, ferner ein Vorschlag der dänischen Re­gierung auf Einsetzung eines besonderen Ausschusses zur Er­örterung der dringendsten politischen Probleme Europas, ferner die Wahl des Präsidiums und des Büros des Euro­päischen Ausschusses. Da mit der Möglichkeit einer Wahl des französischen Außenministers Briand zum Präsidenten der Republik im Mai gerechnet wird, dürfte auch die Frage der künftigen Präsidentschaft im Europäischen Ausschuß zur Sprache gelangen.

Der Beschluß des Reichsland-un-es

Das Ergebnis der Berliner Tagung.

Der Bundesvorstand des Reichslandbundes beschäf­tigte sich auf einer Tagung in Berlin mit derSteb

lungnahme zu der Agrarvorlage und dem Gesetz über die Osthilfe." Ueber das Ergebnis der Sitzung wurde

i-.jenöit. Bericht veröffentli^r:

Ter Bundesvorstand des ReichslandbundeS hat den Bericht des Geschäftsführenden Präsidenten Grasen von Kalckreuth entgegengenommen und billigt die Hal­tung und Maßnahmen, die das Präsidium in Auswir­kung der Kampfbeschlüsse vom diesjährigen Reichsland­bundtag ergriffen hat. Ausdrücklich erklärt auch der Bundesvorstand die seitdem bekannt gewordene Agrar­vorlage einschließlich der Osthilfe für unzureichend, insbesondere wegen Richtberücksichtigung unserer For­derungen auf dem Gebiete der allgemeinen Lastensen- kung und der innerwirtschaftlichen Maßnahmen sowie des Fehlens jeder Garantie für sofortige und unge­schmälerte Durchführung der Zollmatznahmen. Den innerhalb und außerhalb der Reichsregierung verstärkt zutage getretenen landwirtschaftlich feindlichen Kräf­ten gilt nach wie vor unser schärfster Kampf.

Eine Einwirkung auf vie Parteien in den gegen­wärtig rein politischen Entscheivungen lehnt ver (Sun* desvorstan) ab. Die Verantwortung für die augen­blickliche Lage und die weitere Entwicklung der Ge­setzgebung auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet liegt ausschließlich beim Rcichskabinrtt und den Par­teien."

Aeue Erdstöße in Griechisch-Mazedonien

70 Häuser zerstört.

Belgrad, 11. März.

Aus Griechisch-Mazedonien wird gemeldet, daß dort neue Erdstöße große Verheerungen angerichtet haben. 3n Doiran stürzte die Kirche ein. 3n Kiltischa wurden 70 Häu­ser vollkommen zerstört.

Die Bahnhofsgebäude auf der Eisenbahnstrecke nach Saloniki wurden beschädigt. In Saloniki entstand unter der Bevölkerung wieder große Panik. Das Erdbeben hat aber dort keine schwereren Folgen gehabt.

Die Lage im südserbischen Crdbebengebiei.

Die Zahl der Todesopfer im Erdbebengebiet in Süd- ferbien hat keine Aenderung erfahren. Endgültige Mittei­lungen können erst in einigen Tagen erfolgen. Wie bereits berichtet, hat sich der Staat entschlossen, den gesamten Schaden zu ersetzen. Aus diesem Grunde werden im In- land keine Sammlungen stattfinden, und es werden auch keine Spenden aus dem Ausland entgegengenommen. Wie hoch die Summe fein wird, die die Regierung zur Ver­fügung stellen wird, läßt sich noch nicht abschützen. Neben ungefähr 1000 Privathäusern sind fast alle Schulen, Ka­sernen, Eisenbahn- und Poststationen sowie Brücken im Dardar-Tal zerstört oder unbrauchbar geworden.

Nach der Fühlung vom 28. Februar ist die Arbcits« losenziffer um 19030 geringer als am 15. Februar.

Der Nusschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerk- schaftsbundes hat in Berlin eine Intfd.Ii ßung angenommen, in der die Schaffung eines neuen Nrbei.szeitgesetz?k gefor­dert wird, das die regelmäßige Arbeitswoche auf fünf Tage oder 40 Stunden beschränkt.