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Nr. 7l st. Blatt) Gamstag, Sen 13. Juni 193) 83. Iahra.

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AmlltcheBetanntmachungen.

8andrats»»k«

Das Bezirksamt Brückenau erläßt auf Grund der Art. 2 Ziffer 6 Pol. Str. G. B. in Verbindung mit § 7 der Min.öek. Dom 4- 1. 1872, die Sicherheit und Bequemlichkeit auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen betreffend, fernes emäß § 366 3iff. 10 R.Str.UB. und Art I der |h G.' v. 6. 2. 1924 (RSBt I. S. 44) folgende

Kerirkspslirettiche Uorfchrift:

§ 1.

Die Bezirksstraße Brückenau Wildflecken Amts= grenze wird Dom Beginn des Ortes Unterriedenberg bis Dberbach wegen Umbau- und Walzarbeiten von Dienstag, den 1 6. 3 un i 1931 auf d ie Dauer von 6 8 W ochen für den Durchgangsver­kehr mit Fahrzeugen aller Art gesperrt.

§ 2.

Die Umleitung hat über Motten Schmalnau Gers- Mb Gberweisenbrunn oder über Bad Klingen öischofsheim Gberweisenbrunn zu erfolgen.

§ 3

Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150. Rill. oder mit Haft bestraft.

Brückenau, den 3. Juni 1931.

Bezirksamt. 3. v.: gez. Pelikan.

Wird veröffentlicht.

Schlüchtern, den 9. Juni 1931.

Der Sandrat. 3. V.: Duwc.

^ 3.=Ur. 4495. Die Brücke im Fuge des Sandweges litt nchshausen Motten in der Grtslage Uttrichshausen wird wegen Vornahme von Wiederherslellungsarbeiten vom 13. %wMi Qütifr als 50 Zentnern gesperrt.

Der hierdurch betroffene Verkehr kann über Döllbach geleitet werden.

Uebertretüngen werden nach den geltenden Bestimmungen mit Geldstrafe bis zu 150. UM. oder entsprechender Haft bestraft.

Schlächtern, den 12. 3uni 1931.

Der Sandrat. 3. V.: Du ine.

Diejenigen Herren Bürgermeister, welche mit der Einsen- bung des Verzeichnisses über die von Privathengslen ab- liammenbcn Fohlen noch im Rückstände sind, werden hier­mit an alsbaldige Erledigung erinnert. Wühlern, den 10. Juni 1931.

Der Sandrat. 3. v.: Duwe.

KreiSaitssch!ȧ.

Aufruf!

Rottreurlag 193L

Wie in den Vorjahren soll auch im Jahr 1931 ein Rot- ^^i>ag im ganzen Deutschen Reich abgehalten werden, des- Ergebnis der Wohlfahrt»- und Samarilerarbeit der Rot- ^uzvercinigungen zugute kommen soll.

Als Termin ist

Sonntag. der 14. Juni

°Mn»mt worden.

Die Vorstände des hiesigen Frauen- und Männervereins j der Sanitätskolonnen haben beschloffen, am Rotkreuztag « allen Orten des Kreises durch junge Mädchen und Mit- «"der der Sanitätskolonnen eine Straßensamnstung und Blumen- und Kartenverkauf zu veranstalten.

An die Kreisbevölkerung, an alle Vereine, Behörden, Bc- " en und Schulen ergeht hiermit die herzliche Bitte, das " "»ehnien auch in diesem Jahr nach Kräften zu untere j ?en und ihm zu einem Erfolg zu verhelfen, der es den "i Rotkreuzvereinen neben ihren satzungsmäßigen Pflich­

ten ermöglicht, die nunmehr ins Leben gerufenen 6 Sanitäts­kolonnen zum Zweck ihrer weiteren Ausgestaltung finanziell zu unterstützen.

Schlüchtern, den 6. Juni 1931.

Namens des Vaterländischen grauen vereine:

E. Faust, Vorsitzende.

Namens des Männervereins vom Roten Kreuz:

Dr. Müller, Landrat.

3.4lr. 2961 K. A. Der Herr Regierungspräsident Dr. Friedensburg wird am Sonntag, den 14. d. Mts. in Schlüchtern verweilen, um die bei der Rreistierschau prä­miierten Tiere zu besichtigen. Die betreffenden Viehbe­sitzer ersuche ich daher, die in Betracht kommenden Tiere (insbesondere Pferde und Rindvieh) am kommenden Sonn­tag vormittags gegen 11 Uhr nochmals auf dem Aus= stellungsplatz vorzuführen. Das für die Tiere erforder­liche Futter wird durch die Ausftellungsleitung gestellt werden.

Schlüchtern, den 12. 3uni 1931.

Der Landrat. Dr. Müller.

Stadt Schlüchter n.

Fahnen heraus!

Die verehrte Einwohnerschaft wird gebeten, aus Anlaß der am 13., 14. und 15. ds. Mts. in Schlüchtern stattfin- denden

Kreistierschau die Häuser zu beflaggen. Der Willkomm, den wir den zahlreichen auswärtigen Gästen zurufen wollen, wird um­so eindrucksvoller, wenn das Bild unserer Stadt an den genannten Tagen in reichem Flagge »schmuck erscheint.

Also nochmals die Bitte:

Schlüchtern, den 10. 3uni 1931.

Der Magistrat: Gaenßlen.

Braun über die Notverordnung.

Lärm im Preußischen Landtag.

Berlin, 12. Juni.

Im Preußischen Landtag nahm bei der Aussprache über den kommunistischen Mißtrauensantrag gegen das Staatsministerium, der mit der Mitwirkung der preußischen Regierung an der Notverordnung begründet ist, auch

Ministerpräsident Braun

das Wort. Er erklärte, daß die preußische Regierung an dem Zustandekommen der Notverordnung nicht mitgewirkt , habe. Die Kommunisten machten in ihrem Antrag also die preußische Staatsregierung für Maßnahmen der Reichsre­gierung verantwortlich. Die preußische Regierung werde zu gegebener Zeit im Reichsrat Aenderungen der Notverord­nung beantragen.

3m übrigen hätten die Antragsteller offenbar die Ab- ficht, wegen der Vertagung des Reichstags im Landtag eine Art Ersatz-Reichstag zu etablieren. Die Staatsregierung müsse es ablehnen, dabei mitznwirken.

Die Ausführungen des Ministerpräsidenten wurden fortgesetzt vom Lärm der Kommunisten unterbrochen. Eine kommunistische Abgeordnete, die dem Ministerpräsidenten Lügen vorwarf, wurde von der weiteren Teilnahme an der Sitzung ausgeschlossen. Im weiteren Verlauf der Debatte beantragte der deutschnationale Abgeordnete Steinhoff, den Ministerpräsidenten, der sich entfernt hatte, wieder Herbei­zurufen. Der Antrag wurde abgelehnt: auch die Deutsche Volkspartei stimmte gegen den Antrag.

Die Reidpstagsfraktion der Deutschen volkspartei hat nach 7 ständiger Beratung kurz vor Mitternacht be­schlossen, in der Sitzung des Ältestenrates für die Einbe­rufung des Reichstages zu stimmen.

Anhaltende Regenfälle haben in der türkischen Hauptstadt Angora und in der Umgebung Ueberschwemmun- gen verursacht. 30 Personen sind ertrunken.

Eine neue Gchiele-Rede.

Kampf um die Rentabilität der bäuerlichen Wirtschaft.

Paderborn, 12. Juni.

In der Generalversammlung des Westfälischen Bauern- vereins sprach Reichsminister Schiele überDer Kampf um die Rentabilitätsgrundlage der bäuerlichen Wirtschaft". Der Redner führte 11. a. aus:

Mit der Notverordnung vom 6. Juni fordert die Reichs- regierung von dem deutschen Volke eine letzte und äußerste Anstrengung, um durch Opfer von bisher nicht gekanntem Ausmaß Leben und Freiheit unseres Volkes zu sichern. Diese Opfer und Lasten geben uns vor der Welt den Rechts­anspruch, daß unsere Anstrengungen gebührend bewertet werden und zu einer völligen Umgestaltung insbesondere in der Reparationsfrage führen. Der Kampf um die zielklare Fortführung einer gesunden und organischen Agrarpolitik ist von Woche zu Woche schwieriger geworden. Das deutsche Bauerntum tritt jetzt zum Endkampf an um sein Recht und um sein Leben.

Bei den Forderungen der Landwirtschaft nach einem angemessenen Schutz ihrer Erzeugnisse vor ausländischer Konkurrenz handelt es sich nicht um die Herbeiführung einer Preissteigerung, sondern um die Verhinderung eines die deutsche Landwirtschaft ruinierenden Preisdruck durch ausländische Ueberproduktion.

Es wird mit allen Mitteln dahin gewirkt werden, daß dem deutschen Volke in allen Teilen des Reiches Roggen

und Roggenbrot zu angemessenen preisen zur Verfü­gung steht.

Stehen wir für die Getreidewirtschaft auf, wenn auch schwer erkämpftem, so doch gesichertem Boden, so gilt der End­kampf des deutschen Bauern jetzt dem hartumstrittenen Schutze der Veredlungswirtschaft, vor allem der Milch- und Molkereiprodukte. Wer wirklich sehen will, der muß erken- nen, daß die Weltwirtschaftskrise eine ihrer tiefsten Ur- f>^. ^^ ungeheuren Schwund der landwirtfihaftllchen Kauft oft hat.

Voraussetzung für die Belebung des deutschen Binnen­marktes ist die Herbeiführung des gerechten Ausgleich« zwischen den preisen für landwirtschaftliche Produkte und den Kosten für die ländwirtschaftlichen Produktionsmittel.

Von dem Ausgang des Kampfes um den Schutz der Veredlungswirtschaft hängt die Zukunft der deutschen Land­wirtschaft, des deutschen Bauerntums im Westen so gut wie im Osten des Reiches ab.

Mellon über seine Europareise. Keine Schuldenverhandtungen.

Reuyork, 12. Juni.

Staatssekretär Mellon, der auf derMauretania" seine Europareise angetreten hat, erklärte vor dem Betreten des Dampfers mit stärkster Betonung, daß er keineswegs daran denke, während seiner Urlaubsreise über die Schuldenfrage zu verhandeln. Diese Aeußerung wird jedoch allgemein als diplomatische Abwehr zudringlicher Fragesteller gewertet.

Lord Rothermere. der ebenfalls auf derMauretania" reist, meinte, daß die Zusammenkunft in Chequers kaum zu einer Revision der Reparationsverpflichtungen führen werde .da Frankreich dieses vereiteln dürfte.

Kein Besuch des Reichskanzlers in Paris.

Von amtlicher deutscher Seite werden die Gerücht« dementiert, denen zufolge die Reichsregierung schon in der nächsten Woche der französischen Regierung konkrete Vor­schläge für eine engere Zusammenarbeit zwischen Berlin und Paris zu unterbreiten gedenke.

Ebenso werden die Gerüchte von einer angeblichen Ab» ficht des Reichskanzlers und des Reichsanhenministers, der französischen Regierung in Paris einen Besuch zu machen, entschieden dementiert. Man erwartet mit Spannung die Rede des Reichskanzlers in Hildesheim, die als eine Ant­wort auf die Erklärungen Briands betrachtet wird.

Räch einer langen Unterredung mit dem Präsiden­ten Hover erklärte Staatssekretär Stimfon, daß die ameri­kanische Regierung die Lage in Deutschland für ernst ansehe, aber man sei in Amerika nicht der Rnsicht, daß sie im gegenwärtigen Augenblick ausgesprochen kritisch sei.

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Besucht

am Gamstag, den 13. Juni und Gonntag, den 14. Juni

die Landwirlschaftl. Ausstellung in Schlüchtern!