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AchlMemer Teilung

Krets-Kmtsbtatt * Myemeiner mnU<cherKnKeigee für den Erets Hchtüchtao

M. 136

(1. Blatt) Donnerstag, den 12. November 1931

83. Jahrs

Amtliche Bekanntmachungen

Lendratsamt.

1011 Die Herren Bürgermeister, in deren Gemeinden sich die ?; Zahl der Fortbildungsschüler mindestens auf 10 beläuft, ^suche ich gemäß Ziffer II Abf. 1 der im Märzheft 1924 ier Zeitschrift für das ländliche Fortbildungsschulwesen ver- jy jffentlichten Grundsätze für Unterstützung ländlicher Fart- Ndungsschulen aus Staatsmitteln mir bestimmt bis ium 15. d. Mts. die Anträge auf Erlangung einer Aaatsbeihilfe einzureichen.

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Aus den Anträgen müssen die Hamen der Schulleiter

unb der übrigen Lehrer, die Schülerzahl, die Zahl der : Unterrichtsstunden, die voraussichtlichen Aufwendungen für

Hhrmittel u. s. w. hervorgehen. Die Verichtsfrist ist genau kinzubalten. Später eingehende Anträge können nicht be=

iMchtigt werden.

Schlüchtern, den 9. November 1931.

Der Landrat: Dr. Müller.

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Per Herr Kreismebijinalrat wird am Dienstag, den

h 17. November d. 3s. von Ä Hause Sprechstunde halten. W cxT'Uu« x^ in n<

Vzy Uhr ab im hiesigen Kreis-

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Zchlüchlern, den 10. Hwember 1931.

Der Landrat. 3. D.: Duroe.

Bekanntmachnug.

3n der Zeit vom 13. November bis 30. November 1931 erfolgt die Reinigung der Schornsteine in der Ahlersbacher-, Elmerland-, Hospitalstraße, Llmweg, .Graben-, Kaiser- Kronprinzen-, Garten-, Dreibrüder-, Kurfürsten-, Breiten- bacher-, Bahnhof-, Lotichius-, 'Brückenauer-, Fuldaer- Weinberg-, Ludovika v. Stumm- und alte Straße, Amts» berg, Schmieds-, Linsen- und Neugasse.

Schlüchtern, den 11. November 1931.

Der Bürgermeister als Grtspolizeibehörde: Gaenßlen.

Stadt Steinau.

Abschrift.

3.=Hr. 6568. Mit Ermächtigung des Herrn Negierungs- präfibenten in Kassel werden die drei letzten Sonntage unter Ausschluß der Zeit des Hauptgottesdienstes vor Weih­nachten für den Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen freigegeben und zwar der $. Dezember bis zu 5 Stunden und der 13. und 20. Dezember bis zu 8 Stunden, jedoch nicht über 18 Uhr (6 Uhr nachm.) hinaus. Gleichzeitig wird für diese Tage und Stunden die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern zugelassen.

Schlächtern, den 29. Oktober 1931.

Der Landrat. gez. Dr. Müller.

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. Öegen Vornahme von Gleisumbauarbeiten an dem Eisen- bahnübergang südlich der Stadt Salmünster wird die Hanau- Vachaer Landstraße von Salmünster bis zur Kreisgrenze Eelnhausen für den gesamten Fuhrwerks- und Krastsahr- Mgdurchgangsverkehr am Freitag, den 13. d. Mts. von 7 bis 15 Uhr gesperrt.

Die Umleitung des Verkehrs erfolgt über Bab=©rb ferneshausenSalmünster.

Uebertretungen werden nach den geltenden Bestimmungen mit Geldstrafe bis zu 150. RM. bezw. mit fjaft bestraft.

5ch)üchtern, den 10. November 1931.

Der Landrat. Dr- Müller.

Wird veröffentlicht.

Steinau, den 6. November 1931.

Der Bürgermeister als Grtspolizeibehörde. 3. D.: Weitzel.

Eine Stimme -er Vernunft.

Dii englische Arbeiterpartei gegen Versailles und Reparationen.

London, 11 Noveniber.

In der von der Opposition im Unterhaus vorgebrachten

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Zür die bevorstehende Unterrichtsperiade der ländlichen Fortbildungsschulen bestimme ich den 16. b. Mts. als Anfangstermin.

Die Zahl der gesamten Unterrichtsstunden siehe Stunde 45 Minuten) wird für jede Klaffe auf 64 (16 Unterrichts- vochen) festgesetzt. Diese Stundenzahl ist bestimmt einzu- halten.

Die Herren Bürgermeister mache ich erneut darauf auf- nterlifam, daß die Gemeindebehörden nicht befugt sind, ohne Genehmigung der Aufsichtsbehörde den Unterricht in der Zortbildungsschule auszusetzen oder ihn zeitweise aus- fallen zu lassen.

Der Herr Schulrat bittet um sofortige Einsendung der Stundenpläne.

5chlüchtern, den 10. November 1931.

Der Canbrat: Dr. lNüller.

Königs machte der Führer der Arbeiterpartei L a n sb u r y geltend, daß im Jahre 1918 das Parlament einen Frieden gemacht hätte, der kein Frieden gewesen sei.

Es war ein Frieden, so sagte er, der dem deutschen Volke die Schuld an dem großen Kriege ausbürdete. Wie aber jedermann wußte, ist das deutsche Volk nicht mehr verantwortlich als jeder andere. Wäre es für die Regierung jetzt nicht an der Zeit, jedes Andenken an den krieg dadurch auszulöschen, daß alle Wiedergutmachungen und Reparatio­nen in der ganzen Welt ausgestrichen würden.

Lansbury meinte, daß ein solcher Schritt heute getan, rasch zur Gesundung der Welt beitragen müßte.

MacOonald spricht im Unterhaus.

In der Unterhausdebatte nahm auch Premierminister Macdonald das Wort und erklärte in Zusammenhang mit dem Schulden- und Reparationsproblem,

es gäbe seiner Ansicht um

ich so lange keine Prosperität lle von Menschen sie in eine

in der Welt, als der Wille von Menschen sie in eine unnatürliche ökonomische Organisation gezwungen hätte.

K r e i s a u s s ch u tz.

Betrifft: KSrgerfteuer 1931.

, Z-Mr. 5411 K. A. 3m Paul Albrechts Verlag w Stolp i Pommern, Marienstrahe 5/6 ist ein Kleiner Ratge- )er über die Bürgerfteuer 1931 erschienen, in '^ alle wichtigen Bestimmungen verarbeitet sind und die gierigsten durch Beispiele erläutert werden. Der preis w diese Kleine Broschüre beträgt 25 Pfg 3m Hinblick auf jetzt vorzunehmende Veranlagung der Bürgerfteuer kann $ den Herren Bürgermeistern der Landaemeinden des Leises die Anschaffung der genannten "Broschüre nur ^fehlen.

Schlüchtern, den 11. November 1931.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. Müller.

$UM Schlüchtern.

Anmelduna ;um Koshalchessug.

Diejenigen, einen selbständigen Haushalt führenden Ein- ^Aner, die für das Jahr' 1932 Losholz - zu beziehen wünschen, werden hierdurch aufgefordert, dies in der Zeit

12 November bis 19. November 1931 mittags 12 auf dem Rathaus Zimmer Nr. 4 - anzumelden.

3'ölere Knmeldunaen müssen unberücksichtigt bleiben.

bemerkt wird, daß sich jeder Besteller selbst in die ailf4e[egte Liste eintragen muß. Kann ein Besteller aus ^iunenden Gründen nicht selbst erscheinen, dann ist ge« ''Aet, die Bestellung schriftlich an den Magistrat einzu- Wn

Dieser Bekanntmachung nicht entsprechende Anmclbun- werden zurückgewiesen.

Schlächtern, den 11. November 1931.

Der Magistrat. Gaenfilen.

Es sei aber auch unmöglich, durch den Willen eines Ein­zelnen dekretieren zu lassen, daß ein Teil der Goldvorräte von einer Nation an die andere übertragen werde. Was getan hätte werden können, und man sei schon dabei, es zu tun, sei zunächst einmal mit den unmittelbar betroffenen Nationen in Kontakt zu treten, um Vereinbarungen zu treffen, durch die man selbst aus dieser absurden wirtschaft­lichen Geistesverwirrung gelöst werden könne.

Macdonald kam dann auch auf den Besuch des fran­zösischen Premierministers in Amerika zu sprechen, und er­klärte, er messe diesem Besuch größte Bedeutung bei und hoffe, er werde ein Einvernehmen zwischen Frankreich und Deutschland im Gefolge haben. Dazu gehöre es aber, daß jede Ration an dieser Verständigung teilhabe. um sie zu einer wirklichen, endgültigen zu machen.

Japans Kedingunsen für die Zurückriehnng seiner Truppen.

WTB. Washington, 10. 11. Die japanische Regie­rung hat gegenüber der Regierung der vereinigten Staa­ten von neuem zum Ausbrudi gebracht, daß das Leben und Eigentum der Sapaber in der Mandschurei gesickert fein und daß die normalen Beziehungen zwischen 3apan und Thina wiederhergestellt werden müßten, benot Japan seine Truppen aus der Mandschurei zurückziehen Könne.

Die Zahl der Arbeitslosen in England betrug am 2. November 2 710 944, was eine Abnahme um 113 828 seit Ende September bedeutet.

3 m Golf von Biscapa scheint sich eine Schiffskata­strophe ereignet zu haben. Der griechische DampferGeor- gios war in Seenot geraten und hatte um Hilfe gebeten. Ein französischer Dampfer übernahm fünf Mann des Grie­chen, geriet dann aber selbst in Seenot. Ueber den Verbleib desGeorgios", auf dem sich noch 18 Mann befinden, ist nichts bekannt.

Die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich beträgt 500 000, die der Kurzarbeiter 1 500 000.

Das Programm der Kleinsiedlung.

Die Richtlinien für die Auswahl der Siedler und die Ver­gebung der Reichsdarlehen.

Nach den jetzt oeröffentlichien Richtlinien für die Er- werbslofenfiedlung ist Voraussetzung für die Gewährung von Reichsdarlehen vor allem eine entsprechende Größe der Siedlerstellen, damit die Beschaffung des Lebensunterhaltes durch den Ertrag der Grundstücke wesentlich erleichtert wird und die öffentlichen Fürsorgelasten gesenkt werden können.

Als Siedler kommen nur Erwerbslose oder Kurzar­beiter in Frage, die sich freiwillig melden und für die Be­wirtschaftung der Stelle geeignet sind. Besonders bevorzugt sollen langfristig Erwerbslose und kinderreiche Familien werden.

Die für die Kleinsiedlung benötigten Grundstücke sollen in erster Linie aus dem Eigenbesitz öffentlicher Körperschaf­ten ohne Aufwand von Barkapital zur Verfügung gestellt werden. Sie müssen günstig gelegen sein Die Richtlinier beschäftigen sich dann mit dem Aufbau und der Einrichtun der Aufbringung der Kosten und den vom Reich dazu ge­währten Darlehen.

Diese dürfen den Höchstbetrag von 2500 RW je Stelle . in keinem Falle überschreiten. Sie sind dinglich sicherzustellen und mit vier Prozent zu verzinsen und ein Prozent zu i tilgen. Für die ersten drei Jahre wird der Zinssatz allge­mein aus drei Prozent ermäßigt. Die Verzinsung des Reichsdarlehens beginnt mit dem Anfang des der ersten Ernte folgenden Kalenderjahres, jedoch nicht vor Fertig­stellung des Gebäudes, die Tilgung nach Ablauf der ersten drei Jahre.

Träger des Siedlungsvorhabens sind die Länder, Gemeinden oder Gemeindeverbände Die Auswahl geeig­neter Erwerbsloser ist von diesen in Zusammenarbeit mit den Arbeitsämtern und den öffentlichen Fürsorgestellen vor- * zunehmen.

Der Giand der Arbeiislosigkeii.

! 4 622 000 Erwerbslose im ganzen Reichsgebiet.

ine vorläufigen Meldungen der Arbeiisäinier eigenen nach dem Bericht der Reichsanstalt für den 31 Oktober eine Arbeitslosenzahl von rund 4 622 000. Seit dem Liande vom 15. Oktober, der sich auf rund 4 484 000 Arbeitslose betief. ist somit eine Zunahme um rund 138 000 eingetreten, die im wesentlichen den Niederschlag der jahreszeitlichen Be­wegung am Arbeitsmarkt darstellr

In der Arbeitslosenversicherung hat sich die Zahl der Unterstützungsempfänger um rund 43 000 auf rund 1 185 000 erhöht, in der Krisenfürsorge um rund 58 000 auf rund 1 350 000 Für Ende September liegt jetzt auch die Zahl der von den ?lrbeitsämtern anerkannten Wohl- fahrtserwerbslosen mit rund 1 208 000 vor.

Zahlungsfrist in Aufwertungsfachen.

Eine neue Rotverordnung.

Der Reichspräsident Har am 10. d. M. auf Grund des Artikels 48 der Reichsoerfaffung eine Verordnung über die Zahlungsfrist in Aufwertungsfachen erlassen.

Am 1. Januar 1932 werden die von den Gläubigern vor Jahresfrist gekündigten Aufwertungshyporheken fällig. Nach dem Gesetz über die Fälligkeit und Verzinsung der Aufwertungshypotheken vom 18. Juli 1930 hat zwar der Grundstückseigentümer die Möglichkeit gehabt, innerhalb von drei Monaten nach Zugang der Kündigung bei der Aufwertungsstelle eine Zahlungsfrist zu beantragen.

Zahlreiche Schuldner haben aber damals den An­trag nicht gestellt, weil sie mit Recht annehmen konnten, den Auswertungsbetrag 1932 zahlen zu können.

Andere Schuldner haben den Antrag zwar gestellt, ihn aber zurückgenom in e n , nachdem sie sich vergewissert hat­ten, daß sie für den zurückzuzahlenden Betrag von einem anderen Gläubiger eine Ersatzhypothek betommen würden. Endlich haben in den Fällen, in denen das Zahlungsfrist- verfahren durchgeführt ist, häufig die Ausmertungsstellen den Antrag abgelehnt, weil nach der damaligen Wirlscbafls- lage die Aufwertungsstelle zu der Auffassung kam, daß dem Schuldner die Rückzahlung der .wothef zuzumuten sei. Diese Verhältnisse haben sich durch die Ereignisse 'eit Juni dieses Jahres grunblegenb geändert.

Die neue Verordnung sieht daher vor. daß in den an­gegebenen Fällen die Schuldner, die durch die Veränderung der allgemeinen Wirtschaftsverhältnisse überrascht worden sind, bis jum Ablauf des 30. November 1931 bei der Aus- wertungsstelle den Antrag auf Bewilligung einer Zah­lungsfrist nachholen oder ihn, sofern er bereits rechtskräftig abgewiesen war. erneuern können. Vorausgesetzt ist dabei, daß die durch die Veränderung der allgemeinen Wirtlchafts- verbältnissc so geschaffene Lage nicht schon in einem frühe­ren Zahlnngssristvcrsahren berücksichtigt werden konnte. Mit dieser Maßnahme sind die beteiligten Organisationen, mit denen die Frage erörtert ist. im wesentlichen einver- ffnnhen.

Bei Regensburg geriet nachts eine unbewachte Schaf» herbe auf einen Eisenbahndamm. Von einem vertonen- 3uge, der in die Tiere hineinfuhr, wurden 67 Schafe getötet.