Wer seine Heimat liebt, muß sie auch versteben; wer ste aber versteben will, muß überall in ihre Geschichte zu dringen suchen. Jakob Grimm.
Laßt mir nur der Heimat Glück.
Geibel.
7. Jahrgang Schlächtern / flpril 1^5
Hummer 4
-TSon allen guten Schwingen
zu brechen durch die Zeit, TTTTnlTTIfT
Die mächtigste im Ringen, 2 x x
Das ist ein rechtes Leid. Cichendorss. (LLlchNUNg DOU präseni.)
l^nb der Herr hat nichts vergessen;
was geschehen, wird er messen] Mit dem Maß der Ewigkeit,
<D, wie klein ist diese Leit. Eichendorss.
Nach 20 Jahren.
Palmsonntag ist's und Frühlingsluft streicht über Wald u. Feld, Nach Winternacht und Todesbann kam Lenz, der Lebensheld. Im Kirchlein kniet, so frisch wie er, die Konsirmandenschar, Zwei gllldne Kelche, Brot und Wein und Blumen am Altar. Ein Christ, dem Lebensgrenzstein nah, führt sie zu seinem Herrn: „Seid treu dem Treuen! Hilfe, Schutz schenkt er in aller Not. Für's Höchste setzt das Leben ein ! Bleibt treu bis in den Tod!“ Hoch flammt die Liebe zu dem Mann in Not auf Golgatha. Treue für Guttat? Herr, wie gern! Sie sagen fröhlich: „Ja!"
Palmsonntag ist’s und Winter noch auf Polens Trümmerfeld. Todwund und sterbensmüde liegt im Kot ein deutscher Held, Vergessen . . Kameraden fort . . Die Heimat, ach, so weit— In Fieberschauern steigt empor die sonnig-frohe Zeit, Da er im deutschen Kirchlein Treu versprochen seinem Herrn. Er schreckt empor! Sein Grenzstein da! Ward Treue nie verletzt? Hab' ich denn auch für's Höchste nun mein Leben eingesetzt? Im Sonnenstrahl grüßt ihn ein Haupt im Dornkranz ohne Blut. „Ach, Herr, wie war der Weg so schwer!" — „Komm',
nun ist alles gut!" Flg.