Wer seine Heimat liebt, muß sie auch verstehen s wer sie aber verstehen will, muß überall in ihre Geschichte zu bringen suchen. Jakob Grimm.
Läßt mir nur der Heimat ®lück.
Geißel.
7, Jahrgang
Schlächtern / Pum 1^15
Hummer 6
T\ao Kreuz, das geschmiedet die eiserne Zeit,
Das Kreuz der fronen heißt Herzeleid;
Sie nehmen es hin aus des Höchsten Hand
Und tragen es stolz für das Vaterland. p. freiin o. Peckenborff,
'Ftiemanb soll den Glauben daran aus- geben, daß Gott durch ihn eine große Tat tun will.
Martin Luther.
Die alte, schwere frage.
Die Sonne küßt den Sommermorgen, Und neu gestärkt erwacht die Au, Der Hirte lacht der Abendsorgen Und Hälmlein schlürft erquickt den Tau, Das Bienlein macht sich auf die Suche, Am Waldrand winkt die alte Buche Dem Musikantenvolk im Hag: „Frisch auf! Heut' gibt's 'nen schönen Tag!
Nun ist der Tag dahingegangen. . .
Den Hirten schlug das Wetter tot, Von dunklen Wolken dicht umhangen, Verglimmt ein müdes Abendrot,
Zerknicktes Hälmlein braucht kein Licht, Auch Bienlein fand den Heimweg nicht; Der Baum, vor Stunden hoffnungsfroh, Brennt, hart getroffen, lichterloh. . .
Wer tat das? Ist denn alles Leben, Das kurze Sein im Tagesschein, Sinnloser Willkür hingegeben, Der Wetter Strahl, der Lust an Pein? — Last, Menschenkind, dein Tasten, Fragen; Die vor dir haben's auch getragen, Gestärkt durch einer Hoffnung Keim: Wir finden Antwort einst daheim!
Georg Flemmig.