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__Mitteilungen -esHeimattmn-es herein für Heimatschut; und Heimatpflesse imKreiseÄHlüchk

wer seine freimat liebt, muß sie auch verstehen; wer sie aber verstehen will, muß überall in ihre Geschichte zu bringen suchen. Jakob Grimm.

Laßt mir nur der Heimat Glück.

Geibel.

7- Jahrgang

Schlächtern / August 1^15

Hummer 8

Pon Flandern bis in Polen Ein deutsches Ernteseld!

Herr Gott, dir sei's befohlen, was deutscher fleiß bestellt Gewacht von deutschen Degen, Gedüngt mit deutschem Glut, Keif aus in Gottes Segen, Du teures deutsches Gut!

paß uns auch bald erscheinen Die hehrste Erntezeit?

wir streuten hie mit weinen viel edle Samen weit.

Doch nicht vergebens starken Sie uns in Ost und West, Schenkst du uns volle Garben Zum hohen friedenssest!

Gustav Schüler.

Der Deutschen Erntefeld

W - 1. August - W.

Gedenkt Ihr des Julis im vorigen Jahr?

O glückliche Tage und Stunden!

Die Fluren in Duft, und der Himmel so klar, Und die Herzen der Sorge entbunden! Nun das Kornfeld reift, nach der Sense greift

Der Bauer, zu bergen den Segen;

Von der Arbeit Last lockt der Ferien Rast

Den Städter aus wonnigen Wegen Hinaus, hinaus in die leuchtende Welt, Wo der güldene Friede das Feld behält.

Der Friede! .... da hat er geerntet zuletzt!

Ein anderer kam, um zu säen, Und hat schon zur Stunde die Sicheln gewetzt, Um purpurne Garben zu mähen! Seit dem Ernte-Mond sich die Arbeit lohnt Ein Jahr schon dem finstern Gesellen; Und von Land zu Land, rings in Schreck gebannt, Hin eilt er, die Diemen zu stellen.

Vorbei, vorbei eine leuchtende Welt, Wo der lüsterne Krieg je das Feld behält.

Der Krieg! Und so ritt er zum deutschen Land.

Ihm trabten als Schnitter zur Seite Verrat und die Tücke vom Vierverband, Ein lügnerisch, giftig Geleite;

Wie der Wolf zur Nacht es war fein bedacht! Schon lachte die Ernte entgegen! Aber deutsches Schwert hat dem Raub gewehrt, Der Michel war wach allerwegen!

Ihn weckt, ihn reckt als die Sonne der Welt Ja die Ehre, die einzig das Feld behält.

Die Ehre! O deutsches, du herrliches Blut, Ein Bronnen dem güldenen Frieden, Nun netze des Ehrenfelds Saaten mir gut Zu heiliger Ernte hienieden! Von dem Fels zum Meer eine schimmernd' Wehr Dem Teufel trotz Tode und Kriegen, Du mein Vaterland, uns von Gott gesandt, Umrauscht schon von herrlichen Siegen! Feind an! Hell ran! Und kein Friede der Welt, Eh' nicht Deutschland in Ehren das Feld behält!

Ferdinand Katsch.