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Nr. 105
Freitag den 6. Mai
1887.
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Amtliches.
DekMMMKchunasn auf Grund deS Reichsgesehes vom 21. Oktober 1878.
Auf Grund des §. 12 des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie vom 21. Oktober 1878 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Nr. 1 (April 1887) der im Verlage von John Müller, 167 William St., New-Pork, erscheinenden periodischen Druckschrift: „Internationale Bibliothek" nach §. 11 des gedachten Gesetzes durch den Unterzeichneten von Landespolizeiwegen verboten worden ist.
Berlin den 26. April 1887.
Der Königliche Polizei Präsident.
Freiherr von Richthofen.
Auf Grund der §§. 11 und 12 des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie vom 21. Oktober 1878 werden
1) die Nummer 14 des 10. Jahrgangs der zu New-Pork erscheinenden periodischen Druckschrift: „Wochenblatt der N.-D. Volkszeitung" vom 2. April 1887,
2) die Nummer 14 des 3. Jahrgangs der zu Nerv-Park erscheinenden periodischen Druckschrift: „Der Sozialist" vom 2.
April 1887, von der unterzeichneten Landes-Polizeibehörde verboten.
Bremen den 26. April 1887.
Die Polizeikommission des Senats.
Tetens, Dr. Schultz.
Auf Grund des §. 12 des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie vom 21. Oktober 1878 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das in der Genossen- schastsdruckerei Hottingen-Zürich gedruckte Flugblatt mit der Ueber- schrift: „Arbeiter, Parteigenossen!" und den Schlußworten: „Hoch die Sozialdemokratie!" nach §. 11 des gedachten Gesetzes durch den Unterzeichneten von Landespolizeiwegen verboten worden ist.
Berlin den 30. April 1887.
Der Königliche Polizei-Präsident.
Freiherr von Richthofen.
Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.
Für die allgemeine Revision der Schafheerden im Stadt- und Landkreise Hanau sind im Einverständniß mit dem Königlichen Kreisthierarzt die nachfolgende Termine bestimmt worden:
Am 7. Mai, Vormittags 7 Uhr in Roßdorf,
„ 7. „ „ 10 „ in Marköbel,
„ 7. „ Nachmittags 2 „ in Windecken-Ostheim,
„ 11. „ Vormittags 7 „ in Mittelbuchen,
„11. „ „ 10 „ in Oberdorfelden.
„ 11. „ Nachmittags 1 „ zu Dottenfelderhof,
„ 14. „ Vormittags 7 „ zu Kinzigheimerhof,
„ 14. „ „ 10 „ in Wachenbuchen,
„ 14. „ Nachmittags 1 „ zu Wilhelmsbaderhof,
„ 18. „ Vormittags 7 „ in Hanau,
„ 18. „ „ 11 „ in Kesselstadt,
„ 18. „ Nachmittags 3 „ in Großauheim.
Die Herren Bürgermeister resp. Gutsvorsteher wollen dafür Sorge tragen, daß die Schafe zu den vorbezeichneten Terminen in der Nähe des Ortes, womöglich an einem schattigen Platze im Pferch gehalten, bei etwa eintretenden Regenwetter aber so frühzeitig unter Dach gebracht werden, daß sie bis zur Untersuchung vollkommen trocken sind.
Außer dem Schäfer haben die Schafbesitzer für jede Heerde noch 2 bis 3 Mann zum Einfängen und Halten der Schafe zu stellen.
Hanau am 25. April 1887.
Der Königliche Landrath.
V. 1973. I. V.: Baabe.
Die nachstehende Bekanntmachung des städtischen Polizei- und Ver- kehrs-Amtes in Frankfurt a/M. wird hiermit veröffentlicht.
Hanau am 25. April 1887.
Der Königliche Landrath.
V. 1970 I. V.: Baabe.
Einführung von Fleisch nach Frankfurt a. M. betreffend.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß vom 1. Mai l. I. an bezüglich der Einbringung von frischem Fleisch in den hiesigen Gemeindebezirk die Bestimmungen des Regulatives betr. die Einführung rc. von frischem Fleisch vom 13. Juli 1886 und der Bekanntmachung hierzu vom 11. Februar 1887 in Kraft treten. Abdrücke des Regulatives und der Bekanntmachung sowie das vorgeschriebene Bestellschein-Formular können, soweit der Vorrath reicht, bei dem Pförtner des städtischen Schlachthofes und auf dem Büreau in der Markthalle zum Preise von zusammen 10 Pfg. entnommen werden.
Frankfurt a/M., den 20. April 1887.
Städtisches Polizei- und Verkehrs-Amt.
Der am 12. Juli 1879 in Großauheim geborenen Johanna Theresia Schabel ist gestattet worden, fortan den Familiennamen „Dembach" zu führen.
Hanau am 6. Mai 1887.
Der Königliche Landrath
V. 2077 Gf. Bismarck.
Tagesschau.
Berlin, 5. Mai. Im Reichstage wurde, nach dem.„RH. K.", heute ein Schreiben des Reichskanzlers verlesen, welches die Zustimmung des Reichstages zu der strafrechtlichen Verfolgung des reichsländischen Abgeordneten Grad auf den Antrag der Staatsanwaltschaft in Colmar nach- sucht.
Der Reichstag genehmigte sodann die Errichtung eines Orientalischen Seminars und den Gesetzentwurf über den Servistarif, sowie die Klaffen- eintheilung der Orte nach unerheblicher Debatte in dritter Lesung. — Bei der Berathung des Nachtragsetats wird der Antrag Richter, die Manque- ments bei der Kavallerie aufrecht zu erhalten und bei der Geldverpfle- gung der Truppen statt 4 182 000 nur 4 073 000 Mk. zu bewilligen, abgelehnt; dann werden alle Positionen des Nachtragsetats, soweit sie die fortdauernden Ausgaben für die Heeresverwaltung betreffen, unverändert genehmigt. — Die Wahl des Abg. Hoffmann (Sachsen) wird für giltig erklärt. Nächste Sitzung morgen; Tagesordnung: Rest des Nachtragsetats.
Berlin, 5. Mai. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen heute militärische Meldungen entgegen und hörten die Vorträge des Kriegsministers, General-Lieutenants Bronsart v. Schellendorff und des Chefs des Militärkabinets, Generals v. Albedyll.
Berlin, 5. Mai. Die Mitglieder des Herrenhauses sind durch Cirkular eingeladen worden, zu den am 12. Mai wieder beginnenden Plenarsitzungen und demnächstigen Schlüsse der beiden Häuser des Landtages sich hier einzufinden.
Berlin, 5. Mai. Der Ertrag der Branntweinsteuer ist auf insgesammt 143 400 000 Mk. veranschlagt, was nach Abzug des bisherigen Nettobetrages der Branntweinsteuer. eine künftige Mehreinnahme von 96 400 000 Mk. ergeben würde. (Fr. N.)
Berlin, 5, Mai Der Kaiserliche Botschafter, Graf zu Münster, ist vom Urlaube nach Paris zurückgekehrt und hat die Geschäfte der dortigen Botschaft wieder übernommen.
Berlin, 4. Mai. Eine Preisbewerbung für das neue Modell eines Armeesattels veröffentlicht das Kriegs Ministerium in der soeben erschienenen Nr. 12 des „Armee-Verorrm.-Bl." An Preisen werden ausgeworfen ein erster Preis von 6000 M. und ein zweiter Preis von 3000 M. Die einzusendenden Modelle müssen bis zum 30. November 1887 bei dem Kriegsministerium eingehen.
S. M. Fahrzeug „Loreley", Kommandant Kapitän-Lieutenant