Einzelbild herunterladen
 

WletKtm?afe« $MiS:

Ithrlich 9 R«rk. G*l»j.ES0Pf§.

Bieri-Ijihrlich

1 M-rl <5 W git auswärtig« Bbonnenten mit dem betreffen- Jen P-ft-uflchlag. *le einzelne ilium-

mer 10 Wg.

Jugteich ArnittcHes Hrgan für Staöt- und Landkreis Kanarr.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- Md Feiertage, mit belletristischer Beilage.

StiferHettfr Pn«»:

Tft IfpatHge Watmonbjeile »b. beten Raum 10 $18-

Sie »ipalt. Seile iO $ffl.

»teSWHaeSeile W $18-

Nr. 8.

Dienstag den 11. Januar

1887.

Amtliches.

Mit Bezug auf die Allerhöchste Verordnung vom 3. d. Mts., durch welche die beiden Häuser des Landtages der Monarchie, das Herrenhaus und das Haus der Abgeordneten, auf den 15. d. Mts. in die Haupt- und Residenzstadt Berlin zusammenberufen worden sind, mache ich hier­durch bekannt, daß die besondere Benachrichtigung über den Ort und die Zeit der Eröffnungssitzung in dem Bureau des Herrenhauses und in dem - Büreau des Hauses der Abgeordneten am 14. d. Mts. in den Stunden von 8 Uhr früh bis 8 Uhr Abends und am 15. d. Mts. in den Morgen­stunden von 8 Uhr ab offen liegen wird.

In diesen Büreaus werden auch die Legitimationskarten zu der Eröffnungssitzung ausgegeben und alle sonst erforderlichen Mittheilungen n Bezug auf dieselbe gemacht werden.

Berlin, den 3. Januar 1887.

Der Minister des Innern.

_____________________gez.: von Puttkamer.____________________

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.

Berlin den 9. Dezember 1886.

Seine Majestät der Kaiser und König haben aus Anlaß eines Specialfalles, unter Hinweisung auf die Vorschriften der Allerhöchsten Ordre vom 31. Juli 1874 zu bestimmen geruht, daß Krieger- und ähnliche Vereine in ihren Fahnen lediglich den Preußischen Adler und daneben Embleme und Inschriften, welche auf andere Reiche als Preußen Bezug nehmen, nur insoweit führen dürfen, als Allerhöchsten Orts vor­gelegte Zeichnungen genehmigt sind.

Indem wir Euer Hochwohlgeboren hiervon Kenntniß geben, machen wir zugleich darauf aufmerksam, daß wenn in den für Kriegervereine bestimmten Fahnen neben dem Preußischen Adler auch Embleme, Farben oder Inschriften angebracht werden, welche auf das Deutsche Reich oder auf eine Provinz der Monarchie Bezug haben, dergleichen weitere Verzierungen nicht zu beanstanden sind, daß aber Fahnen der Kriegervereine nicht mit Emblemen versehen werden dürfen, welche auf militärische Einrichtungen Hinweisen, insbesondere nicht mit dem Aller­höchsten Namenszuge Seiner Majestät oder mit Abbildungen von Ordens­dekorationen und militärischen Ehrenzeichen.

Wir beauftragen Ew. Hochwohlgeboren ergebenst die vorstehenden Bestimmungen in geeigneter Weise bekannt zu machen und auf ihre genaue Beachtung zu halten.

Der Minister des Innern. Der Kriegsminister.

gez. von Puttkamer. gez. Bronsart von Schellendorf.

An den Königlichen Regierungs­

Präsidenten

Herrn Magdeburg,

Hochwohlgeboren C a s s e l.

Cassel den 16. Dezember 1886.

Abschrift vorstehenden Erlasses erhalten Ew. Hochwohlgeboren zur gefälligen Kenntnißnahme und Beachtung.

Der Regierungs-Prösident.

J. A.: gez. Althaus.

Hanau am 5. Januar 1887.

Vorstehender Erlaß wird zur Nachachtung hierdurch bekannt gemacht. Der Königliche Landrath.

V. 8037 I. V.: L. v. Deines.

Die Herren Bürgermeister wollen nachfolgende Bekanntmachung des Vorstandes des landwirthschaftlichen Kreisvereins in ihren Gemeinden veröffentlichen lassen und zu dem Termin selbst erscheinen und das Jn- lereffe der Gemeinden wahrnehmen.

Hanau am 10. Januar 1887.

Der Königliche Landrath.

V. 96/87. J. V.: Baabe.

Landwirthschaftlicher Kreis-Verein Hanau.

Nächste Versammlung Samstag den 1 5. Ianuar 1887, Nach­mittags 2 Uhr, im Gasthaus zumgoldenen Löwen" in Hanau.

Tagesordnung:

Konstituirung des Pferde-Versicherungs-Vereins für den Landkreis Hanau, Berathung der Statuten und Wahl des Vorstandes.

Alle Pferdebesitzer des Landkreises Hanau werden hierzu ein­geladen und um pünktliches Erscheinen gebeten.

Der Vorstand.

Im Besitz des wegen Diebstahls in Untersuchung sich befindlichen Goldarbeiters und Kellners Friedrich Wilhelm Klassert aus Großau- heim sind drei schwarz-seidene Damen-Regenschirme, einer mit Elfenbein­griff und zwei mit schwarzen Horngriffen, eine Sammetbürste, ein neu­silberner Kneifer, eine Morphiumspritze mit Etui und Zubehör und ein Bund mit 8 kleinen Schlüsseln vorgefunden worden, welche Sachen jeden­falls irgendwo gestohlen sind.

Derjenige, welcher im Stande ist, Auskunft geben zu können, wird ersucht, sich im Polizei-Bureau zu melden.

Hanau am 10. Januar 1887.

Der Königliche Landrath.

P. 133. I. V.: Baabe.

August Theodor Arnold Hoffmann von hier, geboren am 11. Februar 1862, hat behufs Auswanderung nach Amerika um Entlaffung aus dem Staatsverband nachgesucht.

Hanau am 10. Januar 1887.

Der Oberbürgemeister __________________Rauch.__________________

Tagesschau.

P. Aus dem Reichstage. Berlin, 10. Januar. Die heutige Sitzung des Reichstags war sehr kurz und doch wurde die Tagesordnung vollständig erledigt. Das Plenum stimmte zweien Anträgen seiner Geschäftsordnungscommission, die übrigens ohne besonderes Interesse, ohne eigentliche Debatte zu und genehmigte dann in zweiter Berathung den Etat des Reichs-Schatzamts, wie er von der Budget- commission beantragt war, unverändert und ohne jede Discussion. In der morgen 12 Uhr beginnenden Sitzung kommt die Militärvor­lage in zweiter Berathung zur Verhandlung, deren Ausgang selbstredend mit allgemeiner Spannung erwartet wird.

Berlin, 10. Januar. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen gestern den Botschafter, General v. Schweinitz vor dessen Rück­kehr nach St. Petersburg und nahmen Nachmittags den Vortrag des Staatssekretärs Grafen Herbert Bismarck entgegen. Heute hörten Se. Majestät den Vortrag des Wirklichen Geheimen Raths v. Wilmowski und empfingen Nachmittags den Reichskanzler Fürsten v. Bismarck.

Berlin, 10. Januar. Das preußische Staatsministerium hielt gestern Nachmittag von 3 bis gegen 5 Uhr unter dem Vorsitz des Fürsten Bismarck im Reichskanzlerpalast eine Sitzung ab. Auch heate Nachmittag um 3 Uhr hielt daffelbe eine Sitzung ab.

Berlin, 10. Januar. Die Commissionsmitglieder der deutsch­freisinnigen Partei stellten nach derK. Z." in mehrstündiger Sitzung die Anträge der Partei fest, die sich wie folgt gestalteten: Grundsätzliche Annahme der bekannten Commissionsbeschlüsse, unter Umständen Annahme der ganzen Vorlage auf drei Jahre (Antrag des Centrums) und eine Resolution auf Einführung einer Reichs-Einkommensteuer.

Berlin, 9. Januar. Der japanische Staatsminister General Comte Saigo, begleitet von den japanischen Officieren Capitän Shibayama und den Lieutenants Ioshee, Funaki, Harrada, M. Hidaka Fy, Takuna und Mastugata rc. ist heute aus England hier angekommeu.

Berlin, 10. Januar. Der heute Mittag hier fällige Wiener Schnellzug hat wegen Schneeverwehungen wieder große Verspätung und wird erst Abends hier erwartet, etwa sieben Stunden nach Fahrplanzeit. Die Hauptschwierigkeiten scheinen wieder zwischen Schandau und Berlin zu liegen.