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Samstag Den 15. Oktober

Nr. 241

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Tagesschau.

Berlin, 14. Oktbr. Se. Majestät der Kaiser und König em­pfingen, wie derR. u. St.-A." aus Baden-Baden meldet, gestern Vormittag die gewöhnlichen Vorträge und entsprachen um 1 Uhr einer Einladung des Grasen von Vitzthum zum Dejeuner. Zum Diner waren Ihre Hoheiten die Prinzen Hermann und Gustav von Sachsen - Weimar und der General von der Goltz geladen.

Berlin, 14. Oktbr. Kaiser Wilhelm gedenkt nach seiner Rückkehr von Baden-Baden am 24. Oktober einer Einladung des Oberstkämmerers Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode zu entsprechen und sich zur Theil­nahme an einer größern Jagd von hier am Nachmittag des 24. Oktober nach Wernigerode zu begeben. Am nächsten Tage, am 25. Oktober, nimmt der Kaiser dann an den gräflichen Jagden theil, nach deren Been­digung derselbe noch am Abend desselben Tages wieder in Berlin ein­treffen wird.

Berlin, 14. Oktbr. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin sind seit Beginn dieses Monats an der Fortsetzung r es Kurgebrauchs verhin- 1 dert gewesen und haben seitdem auch an der Geselligkeit nicht theilnehmen können. Seit zwei Tagen ist Ihrer Majestät jedoch ärztlicherseits der : weitere Kurgebrauch, für welchen eine Befferung des Wetters sehr wün- schenswerth ist, wieder gestattet worden.

Berlin, 14. Oktbr. Der Kaiserliche Gesandte am Königlich belgi- 1 schen Hofe, Graf von Brandenburg, ist von dem ihm Allerhöchst bewillig- * ten Urlaub nach Brüffel zurückgekehrt und hat die Geschäfts der dorti en ' Gesandtschaft wieder übernommen.

Berlin, 14. Okt. Der Königliche Gesandte am bayerischen Hofe, Graf v. Werthern - Beichlingen, ist von dem ihm Allerhöchst bewilligten ! Urlaubs nach München zurückgekehrt und hat die Geschäfte der dortigen Gesandtschaft wieder übernommen.

Berlin, 14. Okt. (K. Z.) Eine Reuter-Depesche aus Washington : vom 11. Oktober stellt richtig fest, daß der Krieg, den Deutschland gegen 1 den König Malietoa von Samoa geführt hat, nur gegen diesen persönlich ' und nicht gegen das Land gerichtet war; sie ist aber schlecht unterrichtet, wenn sie die Hoffnung ausspricht, daß es dem Drucke der öffentlichen Meinung bald gelingen werde, diesen gegen halbcivilisirte Menschen be- i gonnenen Krieg zu einem schnellen Ende geführt zu sehen. Jener Krieg ist vielmehr thatsächlich längst beendet worden, und zwar in demselben ( Augenblicke, als der König Malietoa sich dem deutschen Geschwader frei- ! willig stellte und auf einem deutschen Schiffe das Land verlassen mußte, i Sämmtliche Häuptlinge der Inselgruppe haben seitdem auf einer zu diesem : Zwecke anberaumten Versammlung den Häuptling Tamasese als König von Samoa anerkannt. Die Ruhe im Lande ist seitdem, also seit Mitte vorigen Monats, nicht mehr gestört worden.

Nachrichten über die Vornahme verstärkterer Befestigungen von Graudenz und Thorn werden in unterrichteten Kreisen mit Dem Hin- i zufügen bestätigt, daß es sich dabei um Ausführungen eines ganzen : Systems von Vorschlägen handle, welche vor längerer Zeit die Festungs- bau-Commission unter dem Vorsitz des Kronprinzen gemacht und der i Entscheidung des Kaisers unterbreitet hat. Im Zusammenhänge damit i stand eine Reise des Kriegsministers in die östlichen Provinzen, der die { dortigen Befestigungen in Augenschein genommen hatte. Es heißt, die j Ausführungen der geplanten Bauten würden im Frühjahr beginnen.

; München, 14. Okt. Die Kammer wählte definitiv das bisherige j Präsidium wieder. Auf Anfrage des Abg. von Schauß wegen des i Schiffszusammenstoßes bei Lindau erklärte Minister von Crailsheim, daß H eine gemischte Untersuchungskommission aus Vertretern der nicht betheilig- 8 ten Verwaltungen unter Vorsitz der württemberger Verwaltung nieder- gesetzt sei. Die nöthigen Taucherarbeilen seien noch nicht beendet. Die I! Kommission wird ihr endgültiges Urtheil später abgeben; soviel glaube 8 der Minister schon jetzt sagen zu dürfen, daß nach dem Eindruck der if Kommission das Personal des bayrischen Dampfers ohne Verschulden und [i daß dessen Verhalten nach der Katastrophe ein vollständig angemessenes Oi gewesen sei. (Fr. N.)

K . , Ptsskis, 13. Okt. Im heutigen Ministerrathe theilte der Kriegs- £ minister über die Caffarelsche Sache mit, es handle sich dabei um die 5 Frage des Untersuchungsralhes:Ist General Caffarel in dem Falle, entlassen zu werden wegen Vergehens gegen die Ehre?" Die Antwort des

1887.

Untersuchungsrathes laute:Ja, mit Einstimmigkeit." Auf Ferrons An­frage betreffs der in den Zeitungen veröffentlichten Aeußerungen Boulangers ist von letzterm folgende chiffrirte Depesche eingetroffen:Heute Morgen zurückgekehrt, habe ich mir die Nummern der Blätter nicht verschaffen können; ich bitte, mir dieselben zu schicken. Clermond-Ferrand, lOVa Uhr Morgens." Die übrigen Minister haben sich in diese Angelegenheit nicht gemischt, weil sie rein militärisch ist, und ließen dem Kriegsminister freie Hand. Indeß wird versichert, Boulanger werde zur Disposition ge­stellt, wenn er bei seiner Ansicht bleibe. Das Decret gegen den General Caffarel wird dem Vernehmen nach morgen erscheinen: er wird aus der Armee ausgeschieden und von der Liste der Ehrenlegion gestrichen werden und feine Pension wird 4500, statt der üblichen 8000 Franken betragen. Da Ferron Boulangers Antwort nicht genügend findet, weil die Pariser Blätter seit einem Tage in Clermont eingetroffen sind, so richtete er an Boulanger eine neue Depesche, um ihn aufzufordern, mit Ja oder Nein auf die Frage zu antworten; falls keine genügende Ant­wort erfolge, würden Disciplinarmaßregeln gegen ihn verfügt werden.

Paris, 14. Okt. Mehrere Journale meinen, der morgen, statt» findende Ministerrath werde die dem General Boulanger zuerkannte Strafe für ungenügend erachten. In dem gestrigen Ministerrathe- solle man sich sehr erregt über die Haltung des Generals ausgesprochen haben. Wieder­holt sei von Jnaktivitätsversetzung die Rede gewesen. Nach dem Schluß der Berathung wurde auf dringendes Verlangen des Kriegsministers dem Letzteren überlassen, über Boulanger einen dreißigtägigen strengen Arrest zu verhängen.

Paris, 14. Oktbr. Auf Antrag Wilsons vernahm der Unter­suchungsrichter Frau Rattazzi, Frau Limousin und v. Kreittmayr. Die­selben erklärten in Gegenwart Wilsons, daß die Beschuldigungen gegen Wilson falsch seien; sie hätten dieselben lediglich in der Hoffnung vorge­bracht, daß die Sache unterdrückt werde.

Paris, 14. Okt. Nachvem der Capitän des Dampfers Uruguay, Bigault, in entschiedenster Weise alle dem Großfürsten Nikolaus Michailo- witsch zugeschobenen Revanchephrasen als vollständige Erfindung bezeichnet, erklärt jetzt Delville, der Berichterstatter des Figaro in Dünkirchen, der zuerst den Wortlaut der Revancherede veröffentlichte, daß ihm dieselben genau in der gegebenen Form von Bigault selbst mitgetheilt worden seien und daß er Bigaults Angaben wörtlich wiedergegeben habe. Wie ver­lautet, hat der Großfürst Befehl erhalten, unverzüglich nach Rußland zu« rückzukehren; derselbe soll wegen des ihm bevorstehenden Empfangs in erheblicher Angst sein. (K. Z.)

Clermont-Ferrand, 14. Okl. General Boulanger telegraphirte auf die erneute Aufforderung des Kriegsministers, er habe die ihm von den Zeitungen zugeschriebenen Aeußerungen gethan.

Petersburg, 14. Oktbr. DasJournal de St. Petersbourg" dementirt auf das formellste den dem Großfürsten Nikoklaus zugeschriebe­nen Toast.

London, 13. Oktober. Der Union - DampferTartar" ist auf der Ausreise gestern in Capetown angekommen.

New-Nork, 13. Oktober. Der DampferJtaly" von der National-Dampfschiffs-Compagnie (C. Meffing'sche Linie) ist hier ange­kommen.

Aus StKÄL, PrssmZ KKd NMßegeuö.,

Erledigte Stellen im Bezirk des 11. Armee-Corps. Arnsberg, Magistrat, Flurschütz, 660 Mk. Gehalt jährlich. Cassel und Mainz, Casseler Stadteisenbahn und Mainzer Straßenbahn, Fahrer, 60 bis 65 Mk. monatlich und freie Uniform; daselbst, Schaffner, 6570 Mk. monatlich und freie Uniform; daselbst, Stallmann, 5560 Mark monatlich. Marburg, Universität, Bibliotheksdiener, 780 Mk. Gehalt und freie Dienstwohnung. Saalfeld (Saale), Amtsgericht, Kopist, 800 Mark Gehalt. Spangenberg, städtische Behörde, Sladtschreiber, 500 Mk. Ge­halt. Station Frankfurt (Main) der Main-Neckarbahn, Direktion der Main-Neckbarbahn in Darmstadt, Schaffner, 900 Mk. Gekillt jährlich, gesetzlicher Wohnungsgeldzuschuß, Fahrgebühren und freie Dienstkleidung.

LttdWigsbohN. Ein Mainzer Korrespondent desG. A." schreibt letzterem folgendes:Mit Rücksicht darauf, daß die preußische Regierung unter Umständen von dem ihr vom 1. Januar zustehenden Recht der käuf-