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Erscheint täglich mit BAMsHme der GMK- Md Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Die ifoaltige atatonbäHte ab, beten R-L«

10 Sgfg.

Die 2 Hielt, geile 2» Psg.

MeSIpaltigeZ-i!, 30 Pfg.

Nr. 96

Dienstag den 26. April

Amtliches.

Bekanntmachung.

Post- und Eisenbahnkarte des Deutschen Reichs.

Von der im Kursbüreau des Reichs-Postamts bearbeiteten neuen Post- und Eisenbahnkarte des Deutschen Reichs sind jetzt im Weiteren die Blätter V und X erschienen.

Dieselben umfassen die ganze Provinz Ostpreußen und die an­schließenden Theile von Rußland.

Die Blätter können im Wege des Buchhandels zu den in der Be­kanntmachung vom 10. Dezember 1886 angegebenen Preisen 2 M. für das unausgemalte Blatt und 2 M. 25 Pf. für jedes Blatt mit far­biger Angabe der Grenzen von dem Verleger der Karte, dem Berliner Lithographischen Institut von Julius Moser (Berlin W., Potsdamerstraße 110) bezogen werden.

Berlin W 21. April 1887.

Der Staatssekretair des Reichs-Postamts.

In Vertretung:

Sachse.

t)e^mihü3.^ Königl. Landrmhsamts.

Für die allgemeine Revision der Schafheerden im Stadt- und Land­kreise Hanau sind im Einverständniß mit dem Königlichen Kreisthierarzt die nachfolgende Termine bestimmt worden:

Am

4.

Mai, Vormittags

7

Uhr

in Langenselbold,

ff

4.

11

ff

zu Bruderdiebacherhof,

ff

4.

Nachmittags

2

ff

in Hüttengesäß,

ff

7.

Vormittags

7

ff

in Roßdorf,

,/

7.

ff ff

10

ff

in Marköbel,

//

7.

Nachmittags

2

ff

in Windecken-Ostheim,

ff

11.

Vormittags

7

ff

in Mittelbuchen,

ff

11.

ff ff

10

ff

in Oberdorfelden.

ff

11.

Nachmittags

1

ff

zu Dottenfelderhof,

,/

14.

Vormittags

7

ff

zu Kinzigheimerhof,

ff

14.

ff ff

10

ff

in Wachenbuchen,

ff

14.

Nachmittags

1

ff

zu Wilhelmsbaderhof,

ff

18.

Vormittags

7

ff

in Hanau,

ff

18.

ff ff

11

ff

in Kesselstadt,

ff

18.

Nachmittags

3

ff

in Großauheim.

Die Herren Bürgermeister resp. Gutsvorsteher wollen dafür Sorge tragen, bag die Schafe zu den vorbezeichneten Terminen in der Nähe des Ortes, womöglich an einem schattigen Platze im Pferch gehalten, bei etwa eintretenden Regenwetter aber so frühzeitig unter Dach gebracht werden, daß sie bis zur Untersuchung vollkommen trocken sind.

Außer dem Schäfer haben die Schafbesitzer für jede Heerde noch 2 bis 3 Mann zum Einfängen und Halten der Schafe zu stellen.

Hanau am 25. April 1887.

Der Königliche Landrath.

V. 1973. I. V.: Baabe.

An die Heren Bürgermeister der Gemeinden im Bücherthal.

Sie wollen nach vorherigem Benehmen mit den Herrn Pfarrern diejenigen bedürftigen und würdigen Personen hier namhaft machen, wel­chen eine Unterstützung aus der Schlingl off'schen Stiftung in Bruch- köbel zugewendet werden kann.

, Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß zur Unterstützung nur wirklich Hülfsbedürftige im Sinne der Armengesetzgebung und nach der Stiftungsurkunde aus jedem Haushalt nur ein Armer in Vorschlag kom­men dürfen.

Hanau am 25. April 1887.

Der Königliche Landrath.

1980 ____________I. V.: Baabe.______________________

Tkgesschau.

Berlin, 25. April. Se. Majestät der Kaiser und König haben Allergnädigst geruht: den Königlich preußischen Ober-Regierungsrath Otto Johann Vertraugott Gaebel sowie den Königlich preußischen Regierungs-

1887.

M»«g!jiggiaiHTOm

ralh Reinhold Hoffmann unter Verleihung des Charakters als Kaiser­licher Geheimer Regierungsrath zu ständigen Mitgliedern des Reichs Ver­sicherungsamts zu ernennen.

Berlin, 25. April. Se. Majestät der Kaiser und König em­pfingen gestern Nachmittag den Botschafter Grasen Münster. Heute arbei­teten Se. Majestät mit dem Chef des Civilkabinets und empfingen den Präsidenten der italienischen Waldenser - Gemeinden, Chevalier Matteo Prochet

Berlin, 25. April. Der Kaiserliche Botschafter am Königlich großbritannischen Hofe, Graf von Hatzfeldt- Wildenburg, hat einen ihm Allerhöchst bewilligten Urlaub angetreten. Für die Dauer der Abwesen­heit desselben von London fungirt der Botschaftsrath Freiherr v. liessen als interimistischer Geschäftsträger.

Berlin, 24. April. Die Reise des General-Quartirmeisters Grafen Waldersee, des alter ego von Moltke, nach der dentsch- lothringischen Festung Dietenhofen steht offenbar nicht mit der Schnäbele- Affaire, wohl aber mit der in dem deutschen Nachtragskredit angeführten Nothwendigkeit des Umbaues der Festungs-Kassematten rc. im Zusammen­hang. Graf Waldersee gilt als Autorität in Fortifikations - Ange­legenheiten.

Berlin, 25. April. Die Verhandlungen der Bundesrathausschüsse über die Branntweinsteuervorlage schreiten derart fort, daß die Plenar- berathung darüber am Donnerstag wahrscheinlich ist.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Wie wir aus zuverlässiger Quelle hören, ist durch Zeugenverhör festgestellt, daß die Verhaftung des Polizeikommissars Schnäbele auf deutschem Gebiet erfolgt ist. Es wird dies von ihm selbst auch nicht in Abrede gestellt.

Halle a. d. S., 25. April. Fürst Schwarzburg-Sondershausen wurde soeben durch Geheimrath Gräfe einer Staaroperation des linken Auges unterworfen, die glücklich verlausen ist; der Fürst muß längere Zeit hier bleiben.

Leipzig, 24. April. An der heute hier abgehaltenen, sehr zahl­reich besuchten nationalliberalen Parteiversammlung nahmen unter andern viele Mitglieder der nationalliberalen Reichstagsfraktion theil. Der Ab­geordnete v. Bennigsen war im letzten Augenblick am Erscheinen ver­hindert worden. Es nahmen die Abg. Dr. Buhl, Marquardsen, Oechel- Häuser, Meyer-Jena, Dr. Böttcher und Dr. Sattler das Wort. Der erstere sprach die bestimmte Erwartung aus, daß die Vaterlandsliebe des deutschen Volkes nicht versagen werde, wenn es jetzt gelte, die für die Befestigung der deutschen Wehrhaftigkeit erforderlichen Opfer zu bringen. Redner gab ferner der Hoffnung Ausdruck, daß die Reform der Zucker­steuer noch in der gegenwärtigen Tagung erfolgen und daß auch die Frage der Branntweinsteuer in zweckmäßigster Weife werde geregelt werden. Dr. Böttcher betonte, man solle auch in der schwierigen kirchen- politischen Frage zu dem Fürsten Bismarck das Vertrauen hegen, daß die Interessen des deutschen Reiches gewahrt würden.

München, 23. April. Allen voran in den gegen das Oberhaupt der katholischen Kirche gerichteten Insulten und nur aus dem Grunde, weil der Papst die Politik des Friedens verfolgt, geht Herr Dr. jur. Sigl in seinemBayerischen Vaterland", welcher daran erinnert, daß das päpstliche Schreiben datirt ist vom 7. April,Gründonnerstag, an dem der Herr gefesselt seinen Feinden ausgeliesert und in der Nacht von Petrus verleugnet wurde." In derselben Nummer gibt Herr Dr. Sigl der Er­klärung Ausdruck, daß allem zum Trotz Dr. Windthorst auf seinem Platze bleiben, daß man sichdie Perle von Meppen nicht entreißen lassen werde." Wer in den Augen des Herrn Dr. Siglder Herr" und wer dessen Verräther ist, ist demnach klar genug. (RH. K.)

Wien, 25. April. DasArmee-Verordnungsblatt" veröffentlicht folgendes Handschreiben des Kaisers an den Erzherzog Albrecht: In voller Rüstigkeit und ungebrochen an Willen und Kraft begehen Ew. Liebden heute den 60. Gedenktag Ihres Eintritts in das Heer. Ich und mit mir die Armee, welche Sie so oft zu Ruhm und Sieg geführt haben, schreiten freudigen und bewegten Herzens zu einer so seltenen und erhe­benden Feier. In allen Lagen Ihres vielbewegten Lebens boten Ew. Liebden das leuchtendste Vorbild des b.ubustcu Patriotismus. Dankerfüllt gedenke Ich Ihrer glänzenden Thaten, Ihrer edlen selbstlosen Hingabe für Meine Person und die Armee." Ferner publizirt das Blatt die Er-