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202. Sabv-iM-

Na«a« Stadt mrd Land

1928

Kißt-woch de«

23. Sedmsav

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung ober auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Für plahvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956,3957,3958

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M. 45

General AmeLger für

Das KeAsste.

Die Besatzung eines vor Schanghai liegenden inesischen Kriegsschiffes Sun Tschuanfangs meu« rte und eröffnete die Beschießung von Schanghai. I] Die Massenhinrichtungen in Schanghai dau- M an.

Im Reichstag kam es gestern zu einem un­hörten Zwischenfall durch die Schmähungen eines ommunisten gegen den Reichspräsidenten.

Justizminister Dr. Hergt sprach gestern bei der ustizdebatte im Reichstag über die Vertrauens­ise in der Justiz.

In der Pfalz kam es erneut zu einem Ueber- ciff der Franzosen.

Bov obrem Swbomh dev msMK - euss. Beziehungen?

Die Beziehungen zwischen England und Sowjet-Rußland befinden sich in einem Zu­lande ernster und gefährlicher Spannung. Sie md bereits durch den englischen Kohlenstreik mb seine Begleiterscheinungen sehr stark ver- chlechtert worden, denn die Abrechnung über ien Deriarenen Streik ergab, daß die englischen Bergarbeiter in der Hauptsache durch russische lnterstützungsgelder in den Stand gesetzt wur- :en, den Streik so lange durchzuhalten. Die ! Schwierigkeiten, denen England in China be= segnet, haben die Beziehungen weiter ver- chärft. England glaubt Beweise dafür zu )aben, daß hinter den Kulissen der chinesischen Freiheitsbewegung die bolschewistische Agi- ation im Spiele ist und dem ganzen Auftreten )er Kantonrecsierung die scharfe und feindselige Spitze gegen England gibt. Das Kabinett Bald­win hat in den letzten Tagen zu diesem Thema wiederholt Stellung genommen und die Frage erörtert, ob England nicht am besten tue, alle diplomatischen und Handelsbeziehungen mit der Sowjetregierung abzubrechen.

Das englische Kabinett ist auch in dieser Frage nicht einig. Diejenigen Minister, die für möglichst großes Entgegenkommen im fer­nen Osten eintreten, widersetzen sich unter der Führung des Außenministers Chamberlain auch einem Bruch mit Rußland. Sie behaup­ten, daß England viel besser in der Lage sei, die russischen Manöver zu parieren, wenn das diplomatische Verhältnis nicht gestört sei. Sie befürchten nicht mit Unrecht von einem Bruch mit Rußland den Uebergang der russischen Weltpropaganda zu offenen Feindseligkeiten gegen England. Trotz dieser berechtigten Be­denken tritt ein Teil des englischen Kabinetts für den Abbruch der Beziehungen zu Rußland ein. Darunter namentlich der Finanzminister Winston Churchill, der Staatssekretär für In­dien, Lord Birkenhead, und der Innenminister Sir William Joyson-Hicks, ein scharfer Gegner . der sozialistischen und kommunistischen Propa­ganda, der durch einen Bruch mit Rußland freiere Hand gegen die bolschewistischen Agita­toren im eigenen Lande zu bekommen hofft.

In den letzten Tagen ist die Sowjetregie­rung zum Gegenangriff übergegangen. Sie hat in derPrawda" und in derInvestija", den Moskauer Sowjetorganen, eine Anzahl Briefe veröffentlicht, die zwischen dem englischen In­nenminister und einem gewissen Sadlin, dem Leiter eines zaristischen Propaganda-Büros in London, gewechselt worden sind. Die Veröffent­lichung soll beweisen, daß der englische Innen­minister sich mit der zaristischen Propaganda in enger Fühlung befindet und alles tut, um sie gegen die Sawjetregierung zu unterstützen. Daraus wird gefolgert, daß das englische Kabi­nett eigentlich keine Veranlassung habe, sich über die Sowjet-Propaganda zu beschweren. DerDaily Herold", das Organ der englischen Linkssozialisten und Kommunisten, hat die Kampagne der Sowjetpresse sofort aufgegriffen und durch heftige Angriffe gegen den Innen­minister und das ganze Kabinett Baldwin fort­gesetzt.

In England macht aber der Gegenstoß der Sowjetbehörde wenig Eindruck. Es wächst viel­mehr die Stimmung für die Ziehung eines Trennungsstriches zwischen England und Ruß­land. Churchill verlangt jedenfalls nach wie vor vollständigen Abbruch. Auch die Handels­beziehungen würden dann eingestellt werden und Sir Robert Hodgson, der englische Han­delsvertreter in Moskau, würde mit seinem gesamten Stabe zurückkehren. Auf der anderen Seite würden alle russischen Handelsagenten, die in England ihren Sitz haben, des Landes verwiesen werden und der gesamte, immerhin nicht unbeträchtlche Geschäftsverkehr zwischen England und Rußland würde damit zu Ende

Beschießung von Schanghai.

£ o n b o n, 22. Febr. Wie die Blätter melden, hat die Besatzung eines chinesischen Kriegsschiffes ge­meutert und die Außenbezirke von Schanghai be­schossen. Ein Dutzend Granaten ist im französischen Konzessionsgebiet eingeschlagen. Die Freiwilligen in den Fremdenkonzessionen sind mobilisiert worden.

Schanghai, 22. Febr. (Reuter.) Bei der Be­schießung Schanghais durch ein meuterndes chine- sisches Kriegsschiff wurden zunächst Häuser von Amerikanern und Engländern sowie der französische Klub getroffen. Zwei Chinesen wurden gelötet. Die Besatzungen der SchiffeSchangweih" undKian- kang" wurden von den Kantonesen bestochen; sie beabsichtigen, sich diesen anzuschließen. Rach der Be­schießung richteten die französischen Kreuzer Marne" undAlerte" ihre Geschütze auf das chi­nesische Kanonenboot, feuerten aber nicht.

Schanghai, 22. Febr. (Reuter.) Ein Kanonen­boot Suntschuanfangs, das auf dem Flusse ankerte, soll zu den Südtruopen übergegangen sein und ver­sucht haben, das Arsenal von Kiangnan (?) zu be­schießen. Vier Häuser von Ausländern wurden ge­troffen, aber fein Ausländer verletzt.

Die Zahl der'Streikenden beläuft sich noch auf 100 000. Der Dienst bei der Post ist teilweise wieder ausgenommen worden. Die Schiffahrt ist lahm­gelegt. Es finden noch weitere Hinrichtungen statt.

London, 22. Febr. Die Beschießung Schanghais durch ein chinesisches Kriegsschiff erregt in der Abendpresse größtes Aufsehen. Die Blätter melden, daß sich die Ausländer in der Hauvtstraße kon­zentrieren. Die Engländer hallen sich bereit, die Riederlassung zu verteidigen.

Star" sagt, die Meldung über die Beschießung habe in London wie eine Bombe eingeschlagen. Das Blatt bemerkt, angesichts der großen internationalen Flotte vor Schanghai werde jede Aktion der unbe­deutenden chinesischen Flotte sofort ausgehalten wer­den. Die Gefahr liege darin, daß der Angriff des chinesischen Kriegsschiffes einen Konflikt in Schanghai selbst auslösen könne. Weiter wird gemeldet, daß Anruhen in den Chinesen viertel ausge- brochen sind. das an die französische Konzession grenzt. Die chinesischen Polizisten, die bisher Suntschuanfang ergeben waren, lehnen sich auf. Er­regte Menschenmengen ziehen durch die Straßen und versetzen die Behörden, die für die vielen Hin­richtungen verantvortlich find, in Schrecken. Streik­posten in Jtschang griffen die Befehlshaber zweier brilischer Flußschiffe an und verletzten sie leicht. Ver­schiedene Matrosen wurden über Bord gestoßen.

L o n do n, 23. Febr. Dem Sonderkorrespondenten decChicagoer Tribune" in Schanghai zufolge hat angeblich gleichzeitig mit dem Angriff des chine­sischen Kanonenbootes ein mit Pistolen bewaffneter hausen von 600 Chinesen die Polizeistalion in der Eingeborenenstadt angegriffen. Vier Polizisten wurden getötet, mehrere schwer verwundet, bevor der Angriff abgeschlagen war.

Das Tevvovve^imsnt Guns.

Schanghai, 22. Febr. General Sun versucht sein Regiment durch Terror aufrecht zu erhalten. Die Zahl der Streikenden in Schanghai nahm etwas ab. In den ausländischen Konzessionen herrscht wei­terhin Ruhe. 3m Postamt wurde eine Proklamation des chinesischen Verteidigungskommissars angeschla­gen, in der erklärt wird, jeder Arbeiter oder Ange­stellte, der die Arbeit nicht wieder aufnehme, werde hingerichket. Diese energische Maßnahme bewirkte, daß die vor dem Gebäude stehenden Streikposten verschwanden und die Arbeit von einigen Postbe­amten wieder ausgenommen wurde, was einen wenn auch eingeschränkten Dienst ermöglichte. Dabei ist zu bemerken, daß das Postgebäude, obwohl in der inter­nationalen Konzession gelegen, in chinesischem Eigen­tum steht und daß der englische Kommissar als Be­amter der chinesischen Regierung keine Befugnis

fein. Man zögert aber noch, den entscheidenden Schritt zu tun. Denn wenn auch kein kriege­rischer Konflikt mit Rußland befürchtet wird, so würde doch die Sowjetpropaganda zweifel­los nicht einen Augenblick zögern, alle ihre Minen in China und Indien springen zu lassen. Man nimmt deshalb an, daß das eng­lische Kabinett zunächst einmal eine Warnungs­note an die russische Regierung richtet, ehe man sich dazu entschließt, auch die äußersten Konse­quenzen zu ziehen.

Siwe Rebe beb enaliftben ÄeieeSmiitlfieeS.

des

London, 22. Febr. Gelegentlich einer Rede Kriegsministers in Colchester über das Chinapro- blrm wurde die Frage an den Minister gerichtet, welche Schritte die Regierung hinsichtlich der russischen Propagandatätigkeit in England zu tun gedenke. Der Minister erklärte, daß die Regierung bestrebt sei, alles zu tun, um für verstärkte Sicherheit in dieser Beziehung zu sorgen und bat, der Regierung noch für eine kurze Frist in dieser Angelegenheit ihr Vertrauen zu gewähren. Ich kann versichern, so führte er aus, daß kein Mtt- alred des Kavinetts irgendwelche Schwäche oder den Wunsch bekundet hat, der Sache auszuweichen. Alle Mitglieder des Kabinetts lind entschlossen. dafür au

hatte, den Anschlag der Proklamation zu verhindern. Die Arbeitergewerkschaften .verbreiten Flugblätter, in denen Suntschuanfang als Masfenmörder bet. Arbeiier, Studenten und Angestellten bezeichnet wird.

Die Korespondenlen beschreiben die gestrigen Hinrichtungen in den Straßen, mit denen der ge­schlagene Sun die Streik- und Sympathiebewegung für die Kantonesen zu unterdrücken sucht. Die Er- Zählungen klingen geradezu unglaublich. Die Agen­ten Suns ziehen in den Straßen herum, und wenn sie irgend jemand finden, der einen zum Sreik zu überreden sucht, oder auch nur Flugschristen verteilt, dann wird die Hinrichtungsabteilung herbeigeholt, die sich sofort finden läßt. Der Mann muß auf der Straße niederknien und ihm wird ohne weitere Un­tersuchung der Kopf abgeschlagen. Der Kopf wird auf eine Stange gesteckt und in den Straßen herumge­tragen. Auch heute ist es wieder zu zahlreichen Hin­richtungen gekommen.

Ginvichtuns des DireveWdenLen dev chinesischen Sftdahn.

London, 23. Febr.Daily Mail" berichtet aus Chardin, der chinesische Vizepräsident der chinesischen Ostbahn, General Aang-Tscho wurde unter der An- schuldigung Gelder von Moskau empfangen und eine Revolution in China geplant zu haben, von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und er­schossen.

Schanghai im ASavmruftand.

Schanghai, 22. Febr. (United Preß.) Mit dem Einbruch der Nacht ist die Lage noch ernster gewor­den. Die Zugänge zu dem Fremdenviertel und der französischen Konzession sind durch riesige elektrische Bogenlampen erleuchtet. Die französischen Behörden haben zur Verstärkung der Verteidigung von den im Hafen liegenden französischen Kreuzern anamiti- sche Soldaten herangezogen, die die Straßen pa­trouillieren. In der Fremdenniederlassung haben sich viele Familien in den großen Geschäftshäusern auf dem Dollar Building verschanzt, im Falle es in der Nackt zu Unruhen kommen sollte. Die englischen Landungstruppen stehen Gewehr bei Fuß. Die Tor­wachen sind angewiesen worden, bei dem geringsten Versuch, die Niederlassung zu stürmen, rücksichtslos zu schießen. Noch größer ist die Erregung in der Chinesenstadt, wo sich ein Teil der städtischen Polize in einigen Gebäuden verschanzt hat und sich weigert, den Anordnungen des Belagsrungskommissars zu folgen. In der Chinesenstadt brennen große Pech­fackeln, da die Elektrizitätsarbeiter streiken. Einige Meilen von der Stadt brennen einige Dörfer, die von den Soldaten Sun Tschuan-fangs geplündert werden.

Sapanksche Tvuvven füv Schanghai.

Paris. 22. Febr. Wie die Agentur Judo Pacific aus Tokio meldet, sind am Samstag 490 Mann Marinetruppen an Bord eines Kreuzers von vier Zerstörern von Sasebo nach Schanghai abgegangen. 250 Mann weiterer Truppen seien an Bord zweier anderer Kreuzer gebracht worden, die ebenfalls be­reit seien, in See zu gehen. Die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden japanischen Truppen betrage 1200 Mann.

Sun legt den ObevdesehS niedev ?

London 23. Febr. Der Sonderberichterstatter derTimes in Nanking meldet: Es verlautet, daß Sun sein Amt niedergelegt und den Befehl über den Rest seiner Streitkräfte in die Hände des Generals Linksiangtiang gelegt habe.

KM

n

sorgen, daß in unserem Lande die Freunde des Vaterlandes nichts zu fürchten haben werden.

Litwrnow übsv die sowietfeind- Siche Nvonaganda.

Moskau, 22. Febr. Auf der Tagung des Zentral­exekutivkomitees der Sowjetunion führte der Stell­vertreter des Volkskommissars des Aeußeren Lit­winow, über die Beziehungen zwischen England und Rußland aus: Aus authentischen Dokumenten, die von der Sowjetpresse veröffentlicht wurden .geht hervor, daß hinter der sowjetfeindlichen Strömung in England ehemalige zaristische Beamte stehen, die in London leben und dort ihre alten Beziehungen aufrechterhalten, sowie eine Gruppe sogenannter Gläubiger Rußlands, die nicht zahlreich ist, jedoch über beträchtliche Geldmittel verfügt. Dieser Kam­pagne schließen sich offen einige Mitglieder der eng­lischen Regierung an, in dem sie unbegründete, all­gemein gehaltene Erklärungen über die Verletzung des Vertrages vom Jahre 1921 seitens der Sowjet­regierung abgeben. Sämtliche Anträge der Sow­jetregierung, die Beschuldigungen durch wirklich kon­krete Vorfälle zu begründen, werden jetzt wie auch zuvor stets' abgelehnt. Die Sowjetregierung ver­hehlte weder jetzt noch jemals zuvor die aufrichtige Sympathie für die Freiheitsbewegung des chinesi­schen Volkes. Sie ist stets zur Erörterung einer friedlichen Beilegung der Konflikte und Differenzen

bereit. Man muß hoffen, daß England den Bestre­bungen der Sowjetregierung um die Herstellung wirklicher normaler Beziehungen zu England ent­gegenkommen wird, was nur dann möglich fein wird, wenn die nervöse Stimmung verschwindet, durch die die Tätigkeit agressiver sowjetfeindlicher Elemente in England erzeugt wird.

Dev AbbvrrO dev deutsch-voltt« Sevbandlunsen.

Ausführungen des Grafen Westarp.

Berlin, 22. Febr. Bei dem heutigen staatspoli- tischen Abend in Wilmersdorf sprach Graf Westarv zu den Wählern des Landesverbandes Potsdam U. Er erklärte, die Aussichten der Außenpolitik feien keine günstigen. Umso mehr Forderung Deutschlands auf Räu-

im W e st e n

müsse man bie _ mung von Saar und Rhein in den Vorder­grund rücken. Im Mittelpunkt des Interests» stän­den augenblicklich die Beziehungen Deutsch­lands zu seinen östlichen Nachbarn. So gefährlich auch die polnischen Wünsche auf Ost­preußen seien, und so sehr auch allseits die Erkennt­nis wachse, daß die deutsche Ostgrenze über kurz oder lang verändert werden müsse, so seien doch diese Zustände nicht an dem gegenwärtigen Abbruch der Handelsvertragsverhandlungen schuld. Die Er­klärung der deutschen Regierung, die Verhandlungen zu unterbrechen, aber neue diplomatische Verhand­lungen über die Ausweisungspraxis einleiten zu wollen, sei von Polen abgelehnt worden.

Dadurch sei die Unterbrechung zum Abbruch ge­staltet worden. Die Deutschnationalen gäben zu, daß sie die Unterbrechung der Verhandlungen für notwendig gehalten hätten. Aber schon vor Eintritt der Deutschnationalen in das Kabinett habe das beauftragte Kabinett den jetzt zur Ausführung gekommenen Entschluß für nötig gehalten. Diese Feststellung sei notwendig, da die Linkspresse be­haupte, erst infolge des Eintrittes der Deutschnatio­nalen in die Regierung sei es zum Abbruch der Ver­handlungen gekommen. Dadurch wurde im Ausland der Eindruck erweckt, als läge die Schuld an der Krise auf deutscher Seite. Die Verhandlungen seien immer wieder deshalb ins Stocken geraten, weil Polen keine genügenden Sicherheiten a hinsichtlich des Ausweisungen habe

der Gleichb erechtigun Niederlassungsrechtes und der

geben wollen. Die wirtschaftspolitische Seite der Sache werde erst dann wieder erörtert werden, wenn ihre politische Seite geklärt sein werde. Die Deutsch­nationalen seien nicht nur um der Außenpolitik willen in die Regierung eingetreten, sondern auch um innerpolitische und kulturelle Aufgaben zu er­füllen. Sie wollten auf dem für richtig erkannten Wege in unmittelbarer praktischer Mitarbeit dem Vaterlande dienen.

ZusammentvM des ÄluSwüvtise« Ausschusses.

Berlin, 23. Febr. Der Auswärtige Ausschuß de« Reichstages tritt, wie das V. D. Z.-Büro ersthrt, heute vormittag zu einer Sitzung zusammen und beschäftigt sich zunächst mit dem deutsch-polnischen Handelsvertrag. Im weiteren Verlauf der Sitzung wird eine allgemeine Aussprache über die deutsch­russischen Beziehungen stattfinden. Die Verhand­lungen, an denen auch Reichswehrminister Dr. Geß­ler teilnimmt, werden einen streng vertraulichen Charakter tragen.

Lovd d Abevuou bei «Stvesemaun

Paris, 23. Febr. Wie Havas aus San Remo berichtet, soll sich der ehemalige englische Botschafter in Berlin, Lord d'Abernon, 24 Stunden in dem Hotel aufgehalten haben, in dem Reichsaußen­minister Dr. Stresemann abgestiegen ist.

Gegen den neuen Nettrerbeamten seseGentwnvk.

Berlin. 22. Febr. Die Funktionäre des Verban­des der Preußischen Polzeibeamten nahmen zu dem Entwurf zum neuen Polizeibeamtengesetz eine Cnt- schießung an, in der es heißt:

Der Verband Preußischer Polizeibeamten», er blickt in dem Entwurf zum neuen Polizeibeamten­gesetz eine erhebliche Gefahr in staatspolitischer und staatsrechtlicher Hinsicht. Die dem Entwurf anhaf­tenden Mängel lassen ein Berufsbeamtentum bei der Polizei nicht aufkommen und verhndern die Bin­dung der Beamten an den Staat. In der Tatsache, daß der Entwurf eine Verschlechterung des bestehen­den Schutzpolizeibeamtengesetz bedeutet, liegt nicht nur die Gefahr, daß der Beamte das Vertrauen zum Etat verliert, sondern auch die Quelle der Gefahr, einer poltisch nachteiligen Beeinflussungsmöglichkeit der Polizeiorgane.

Das neue Polizeibeamtengesetz muß die Grund­lage zu einer einheitlichen Organisation der Polzei schaffen. Es muh einheitliche Rechtsbestimmungen für alle Polizeibeamten bringen, um die bisherige Zerrissenheit in der Polizei zu beenden und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Polizeibeamten zu stärken.

Maßnahmen zu Gunsieu dev âvregsdeschSdksten.

Berlin, 22. Febr. Im Kriegsbeschädigtenausschuß les Reichstages wurde die Frage der Versorgung )er Geisteskranken und anderer schwer leidender Kriegsteilnehmer durch die Annahme folgender Ent* schließung zum Abschluß gebracht: