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Nr. 247

Montag den 21. Oktober 1929

Seite 7

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Verstärkter Getreideexpork

( X Im September betrug die Einfuhr im ' reinen Warenverkehr 1038 Millionen Mark, die 1 f Ausfuhr einschließlich der Reparationssachliefe- ' jungen 1204 Millionen Mark. Die Handelsbilanz : ergibt somit im September einen Ausfuhr- i Überschuß von 166 Millionen Mark, der den Ausfuhrüberschuß im August (118 Millionen Mark) um 48 Millionen Mark übersteigt. Die Repa­rationssachlieferungen belaufen sich wie im Vor­monat auf 67 Millionen Mark.

[ Die Einfuhr ist gegen den August um 34 $ Millionen Mark zurückgge gangen. Abge­nommen hat die Einfuhr von Lebensmitteln um 10 Millionen Mark, die Einfuhr von Rohstoffen um 28 Millionen Mark. Die Einfuhr von Fertigwaren ist gegen den Vormonat unwesentlich gestiegen. Eine Abnahme der Einfuhr von Lebensmitteln ist insbesondere bei der Einfuhr von Kaffee, Weizen, Küchengewächsen und Reis, (insgesamt um 32 Mill.. Mark) zu verzeichnen. Diesem Rückgang steht eine

^erhebliche Zunahme der Einfuhr von Gerste (um . -24,5 Millionen Mark) gegenüber. Der Rückgang f Ler Einfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren fbcruht im wesentlichen auf eine Abnahme der Ein- Mhr von Wolle, Bau- und Nutzholz sowie Eiseu- eßèlchj furzen. Die Ausfuhr ist gegen den Vormonat mzech K m 14 Millionen Mark gestiegen. Zugenom- onzert M^ hat infolge einer stärkenen Getreideausfuhr

14,8 Millionen Mark) die Ausfuhr der Gruppe Scham Mbensmittel (um 18,3 Millionen Mark). Die Aus- llistma Whr von Rohstoffen und halbfertigen Waren sowie Olt in Diejenige von Fertigwaren ist gegen den August toben, sdicht zurückgegangen. Unter den Fertigwaren ha- ttgarf: |Ln zwar einzelne Textilerzeugnisse, Kinderspiel- mzert Mage, Pelzwaren und eine größere Anzahl anderer

in

racher best.

Fertigwaren eine Ausfuhrsteigerung zu ver- Kichnen.. Diese Steigerung kommt jedoch im Ge­samtergebnis der Fertigwarenausfuhr nicht zum Ausdruck, da ihr eine größere Abnahme der Aus- pbr anderer Waren, insbesondere von Wasserfahr­zeugen (um 14,2 Millionen Mark) und Maschinen Kim 9,5 Millionen Mark) gegenübersteht

abend G)or< tu »

l@db!ttß mit bet Sovdatlevrms Sing. bett «Schecks

halle, Aenderung der gesetzlichen Vorschriften: Vor- liches Datierung wirkungslos.

San» Unsitte, aüf Schecks einen späteren Zah-

- , ...^stermin als den Tag der Ausstellung anzu^

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sahen sich deshalb vor längerer Zeit genötigt, das Reichs- juftizmimfterium um Abhilfe zu ersuchen. Diesem Verlangen soll nunmehr Rechnung getragen wer­den. Nachdem die Zustimmung des Roichsrates erfolgt ist, geht soeben dem Reichstag der Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Scheckgesetzes zu. Auch in der bisherigen Fassung sah das Scheckgesetz einen Damm vor gegen das Unwesen der Vordatie­rung Bordatierte Schecks sind nämlich nach § 29 des Gesetzes von der Stempelfreiheit ausgenom­men. Diese Bestimmung hat aber, wie die Ent­wicklung gezeigt hat, völlig versagt. Die Vor­dotierung hat namentlich in den Jahren seit dem Kriege sichtbar zugenommen und den Scheck aus einem Zahlungsmittel beinahe zu einem Kredit- papier gemacht. Außerdem wurde damit Ne Ver­suchung zur Ausgabe ungedeckter Schecks in gefähr­lichem Grade erhöht, weil die Aussteller vom Schecks häufig davon ausgehen, daß bis zum Hevankom- men des vordatierten Ausstellungstages die Deckung noch zu beschaffen sein wird. Durch die jetzt vor- geschlagene Gesetzesänderung würde ein für allemal die allmählich stark in Aufnahme gekommene Un­sitte unterbunden werden. In einem Absatz 2, der dem Paragraph 7 des Scheckgesetzes von 1908 cm» gefügt werden soll, wird nämlich bestimmt, daß ein Scheck, der dem Bezogenen (also z. B. -der Bank) vorgelegt wird, als am Tage der Vorlegung aus­gestellt gilt, also ohne Rücksicht darauf, ob der Scheck einen späteren Termin als Tag der Ausstel­lung bezeichnet. Damit würde bei Vordatierung die angestrebte befristende Wirkung genommen sein, da sie dem Empfänger des Schecks gestattet, ihn vor dem angegebenen Ausstellungstage einzulösen und andererseits dem Bezogenen (die Bank) berech­tigt, den vorgelegten Scheck ohne weiteres zu hono­rieren. Mit dieser Neuregelung würde die Be­stimmung, daß vordatisrte Schecks von der Stem­pelfreiheit ausgenommen sind, hinfällig werden. Sie hat sich, wie gesagt, nicht bewährt. Aus diesem Grunde sollen die darauf bezüglichen Bestimmun­gen des Wechselsteusrgesetzes und der Paragraph 29 des Scheckgesetzes gestrichen werden. In Konse­quenz dieser Reform werden einige weitere Aende­rungen des Scheckgesetzes erforderlich.

âlKÄnev übev bett ceiien- und ^ohwnmsrM

X In der H.-D. der Klöckner-Werke hielt der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Geheimrat Peter Klöckner, den üblichen Vortrag über die Wirt­schaftslage. Er begründete die Erhöhung der Divi­dende von 6 auf 7 Proz. mit dem Hinweis darauf, daß nach eingehender Prüfung innerhalb der Ver­waltung diese den Vorschlag glaubt verantworten zu können.

Was den C i s c n m a r k t anbetreffe, so habe die Produktion der in der Rohstahlgemeinschaft zu-

108,8 Prozent der Beteiligung betragen, sei aber im September auf 89 Prozent zurückgegangen. Die Ausfuhr habe sich erschwert, namentlich infolge Nachlassens des überseeischen Geschäftes. Darauf sei auch der Rückgang der Stabeisenpreise von 6,5 auf 5,4 Pfund zurückzuführen. Man könne annehmen, daß mit den jetzigen Preisen der tiefste Stand er­reicht worden sei und daß mit der Erneuerung der Verbände eine günstige Wirkung auf die Preise er­zielt werden würde. Die Ursachen für die schlechte Lage der Eisenindustrie seien die Geldknappheit von Staat, Gemeinden und Wirtschaft, ebenso die Zurückhaltung der Bestellungen der Reichsbahn, die zu einer Verringerung der Rohstahlerzeugung von etwa 10 Prozent führen würde.

An der günstigen Entwicklung des Kohlen­marktes seien alle kohlenproduzierenden Länder beteiligt. Die Gesamterzeugung ergebe, für ein hal­bes Jahr gerechnet, eine Steigerung der Förderung um 13,32 Millionen Tonnen. Bei einer Gegenüber­stellung der Preise in den zum Vergleich geeigneten Sorten könne man ausrechnen, daß im Durchschnitt eine Preissteigerung von 23 Mark für die Tonne zu verzeichnen wäre. Ein Urteil über die Zukunft abzugeben, sei schwer. Die im Ruhrrevier vorhan­denen Vorräte füllten nur den Bedarf für drei Tage aus, seien also ohne sonderliche Bedeutung, zumal für die nächste Zeit mit einer Steigerung der Nachfrage gerechnet werden könne. Klöckner glaubt nicht an einen baldigen internationalen Zu­sammenschluß auf dem Kohlenmarkt.

Die Rationalisierungsarbeiten auf den Klöckner-Werken seien eigentlich nur den Arbeitern und Angestellten zugute gekommen, denn trotz durchgreifender Rationalisierung werden an Löhnen und Gehältern monatlich etwa 230 000 RM mehr aufgebracht. Auf den Kohlenzechen ergebe sich als Effekt der Rationalisierung eine Erhöhung der Förderung um 8,8 Prozent. Das Beteiligungskonto habe sich sicherlich günstiger gestaltet. Bei Hum­boldt-Deutz, wo von dem 25 Mill. RM betragenden Gesamtkapital der beiden Gesellschaften die Klöck- nerwerke 18,5 Mill. RM besäßen, sei eine wirksame Bereinigung vorgenommen worden. Man erwarte aus diesen Beteiligungen noch befriedigende Er­gebnisse.

GthSasStvrebmavkt

Vorbericht

Frankfurt a. M., 21. Okt. Auftrieb: 1520 Rin­der, darunter 360 Ochsen, 75 Bullen, 604 Kühe, 441 Färsen; ferner 435 Kälber, 81 Schafe, 4469 Schweine. Preise Ochsen al) 5861, a2) 5457, 6) 4852; Bullen a) 5658, b) 5055; Kühe a) 4750, b) 4346, c) 3742, d) 3036; Färsen a) 5861, b) 5457, c) 4852; Kälber b) 8284, c) 7681, d) 7075; Schweine b), c) und d) 9092, e) 8690, Marktverlauf-. Rinder mäßig rege; nahem geräumt: Kälber und.«chaje: rege, ausver-

Von den Diamantmärkken

(Wochenbericht unseres Sond«rberichiersilatters)

X Amsterdam, 19. Okt. Die Woche hatte einen ruhigen Verlauf. Die Kauflust konzentrierte sich auf weiße Steine 2 Gr. und größer. Auch billige Melees wurden ständig zu wenig veränderten Preisen gehandelt. Senate lagen flau. Rosen zogen wenig die Aufmerksamkeit. Der Rohmarkt tendierte sehr fest. Für alle Qualitäten lag hier befriedigende Nachfrage vor; der hohen Preise wegen hielten Käufer sich aber zurück.

X Antwerpen, 19. Okt. Die Woche stand leider wieder im Zeichen der Zahlungsschwierigkeiten. Ein Händler, der sich auf geschliffenes Material spezialisierte, stellte feine Zahlungen ein; das De­fizit wird auf 300 000 hfl. geschätzt. Andere Zah­lungseinstellungen folgten, so daß die Tendenz allmählich unbehaglich wurde. Amerika nahm an­normal wenig Material aus dem Markt. Vie Kauftust seitens des Kontinents war dagegen be­friedigend. Mehrere Preise neigten zum Abbröckeln Am Rohmarkt war die Stimmung dagegen erneut ausgesprochen fest. Im Verlaufe der Woche wurÄen anläßlich der Hiobsmeldungen weniger Kredite ge» währt, was dem Umsatz nicht zugutekam.

X Amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 16. Oktober berechnete Groß- Handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche (137,8) um 0,4 Proz. auf 137,3 zurückgegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,5 Proz. auf 132,2 (132,8) -und diejenige für industrielle Roh­stoffe und Halbwaren um 0,3 Proz. auf 130,6 (131,0) gesunken. Gleichzeitig hat die Indexziffer für in­dustrielle Fertigwaren auf 156,5 (156,7) nachge­geben.

X Iinkblechpreisermähigung. Die Süddeutsche Zinkblechhändlervereinigung, Frankfurt a. M., hat ihre Preise mit Wirkung vom 19. 10. um weitere 2 Prozent ermäßigt, nachdem diese am 11. 10 um l^ Proz. ermäßigt worden waren.

X Dividendenvorschläge. Münchener Rückver­sicherungs-Gesellschaft, München 12 (12) Prozent auf 12,0 Mill. RM AK. Eichenberg A.-E., Berlin 15 Prozent (10 plus 5 Bonus) auf 0,98 Mill. RM AK. Westdeutsche Textil A.-G., Voh- winkel-Hamerstein 0 (8) Prozent auf 3,65 Mill. RM. AK. Südd. Leichtindustrie A.-G., Mann­heim-Waldhof 0 (0) Prozent. Bayerische Löwen­brauerei Franz Stockbauer A.-G., Passau 8 (8)

Prozent, auf 0,8 Mill. RM AK.

Allgemeine

Werkzeugmaschinen-Ges. A.-G., Berlin (Rich. Hahn-Konzern) 6 (6) Prozent auf 0,8 Mill. RM AK.

Seranttoorfll® rur Deaag uv» Drucferek Paul Xa6; tut b«n «edaNioniNev ®e(amtinf>alf: Richard L»Iisch für S(njel®ffl «nd ReNamtv: Zlr. Siedenftübner aNr in Savau. Sofationebru« Wt ®aHen6au<t> uSbrurftrei Savau. FemipreckantchluS Ar. NiS. 3951, 3955. pofijdjed Stans|urt -. M. Rr 31659.

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Wer Männerchorgesang unmittelbar hören und in den musikalischen Leistungen auch deutsche Dichter zu sich sprechen lassen will, der besuche am

Donnerstag den 24. Oktober 1929, abends 8 Uhr, das

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A Forsthaus bei Echzell, Friedberg/Hessen. Land 26 (12 km von Bad-Nauheim. Gegründet 1809). Internat mit 40 Schülern. SextaOber* Sekunda, Oberrealschule und Real- gymnasium. Gründl. Unterricht in kleinen Klassen. Individuelle Erziehung. In christlichem (evang.) Sinn geleitet. Schöne Lage am Walde. Gesunde Lebensweise. Beste Empfehlungen. Eintritt jederzeit. Illustr. Prospekt kostenlos d. Dr. Lucius. 9816x

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Die Namen der Komponisten und der Solistin des Abends, Frl. Magda Spiegel, sind an anderer Stelle bereits erwähnt Aber auch der Ver­fasser der Lieder sei gedacht, weil sie uns köstliches deutsches Sprachgut lebendig werden lassen. Wir erwähnen nur dasAbendlied von Emil Weber undSchöne Junitage* von Detlev von Liliencron. Von anderen Liederdichtern nennen wir noch Friedrich Rückert, Matthias Claudius und Heinrich Heine, die uns Perlen deutscher Lyrik geschenkt haben. Näheres ist im Programm gesagt. Wir laden zu unserem Abend freundlichst ein

Weinsscher Gesangverein Hanau

gegründet 1856

Am 19. Oktober verschied nach langem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwiegervater und Großvater

Georg Ziegler

im Alter von 47 Jahren.

Hanau, Würzburg, Kaufbeuren, Mainz, Kl .-Ostheim den 21. Oktober 1929.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Frieda Ziegler geb. Glaab

Familie Karl Krafft und Frau Rosa geb, Ziegler

Tilli Ziegler

Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags *L4 Uhr, von der Friedhofs­kapelle aus statt, 4083o

Köstritzer Schwarzbier jedem mundet; Wie jeder, der eg kennt, bekundet.

Die Beerdigung unseres lieben Entschlafenen

Keven Robert Schaak

findet Dienstag nachmittag 2Vä Uhr von der Friedhofs-

Pferöe- Schermaschine« Haarschneid­maschine« Rastermeffer und

Schere« aller Art werben garantiert gut und billig geschliffen. Karl Seipel Kirschslratze 7

Ecke Salzstraße.

Sammer

Söealergemeiaie

B. V. B. 11452

lapelle aus statt.

11454s

Lenk Schaaf

Montag, 28. DEL 8 Uhr:

Marina finit

Es wird gebeten, die Platzlarten ab Mitt­woch in den bekannten Stellen, im früheren Beamtenkonsum, nur Freitag und Samstag in Empfang zu nehmen

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Für die wohl tuen den Beweise der Teil­nahme an dem schweren Verlust, welcher mich durch das Hinscheiden meiner geliebten Mutter betroffen, spreche ich meinen tief-

gefühlten Dank aus,

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Clotilde Hosse-Piderit

Dienstag, 22. Dit, 8 Uhr

Kinlerhaus­legende

Mittwoch, 23. Oltbr.

8 Uhr

Neuheit:

Freitag, 25. Oktober, 7*/, Uhr

JerliedeAmIiIi