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Hanauer Kreisblatt.
Erscheint ZRLttwoeds und Samstiags.
3ttferare für dieses Blatt w^ve" außer bei Der Expedition dieses Blattes auch bei der ISger'sckeu Kuck- Papier- # Sandkarten-Handlv»^ zu Frankfurt s. M. sowie bei @, Schlotte, Expedition für Zeitungs-Annocen in Bremen und dem Annoneen-Bureau von Th. Dietrich K> Eo.
Cassel entgegengenommen.
M W. Mittwoch, den 1. März. 1^11.
WuSzAg 4»mS Dem AMtsbZcrtt.
Die am 22. d. M. ausgegebene Nr. 12 des Amtsblattes enthält außer bereits Mitgetheiktem: 1) Bekanntmachung Königlicher Regierung zu Cassel vom 15. d. M., wonach daS Haus der Abgeordneten bei Prüfung der Verhandlungen über die Wahlen im 8. Hessischen Wahlbezirke (Kreis Homberg und Ziegenhain) und über die Abgeordnetenwahl im 11. Wahlbezirke des Regierungsbezirks Cassel die Wahl mehrerer Wahlmänner für ungültig erklärt hat und demgemäß von dem Herrn Minister des Innern die Vornahme von ErgänzungSwahlen auf den 17. bezw. 28. März d. I. angeordnet worden sind; 2) desgl. Königlicher Residenz-Holz- Magazins-Commission zu Cassel vom 17. d. M., Erhöhung der Holztaxe betreffend; 3) desgleichen des Herrn Directors deS Königl. pomologischen Instituts zu Proskau von d. M., den Beginn des Sommersemesters an gedachtem Institute am 1. April d. I. betreffend; 4) desgleichen der Direction der Landeskreditkasse zu Cassel vom 16. d. M., die Wiedereinlösung von Schuldverschreibungen der Serie I betreffend; 5) desgleichen des Herrn Directors der Königlichen Staats- und landwirthschaftlichen Akademie zu Eldena (Königliche Universität Greifswald) von d. M., den Vorlesungsplan für das Sommersemester 1871 betreffend; 6) Personal- Chronik.
Personal-Chronik.
Der bisherige Pfarrer zu Remsfeld, Wilh. Hermann Sichler, ist zum Pfarrer in Wettesingen, in der KlasseZierenberg, und der bisherige Psarreiverwcscr zu Jba, Joh. Ludwig Moritz Gundlach, zum zweiten Pfarrer in Lichtenau, in der Klaffe gleichen Namens, bestellt worden.
Amtlicher Theil.
Am 28. November 1870 ist unterhalb Höchst an das linke Mainufer die Leiche eines unbekannten Kindes durch das Wasser angetrieben. Die Leiche ist die eines Knaben von 1| bis 2 Jahren, von 75 Zentimeters Länge mit 3 bis 4 Zoll langem Haupthaar, anliegenden Ohrmuscheln, grünlichen Augen, mit 4 oberen und 2 unteren Zähnen; besondere Kennzeichen sind nicht wahrnehmbar. Die Leiche hat 14 Tage bis 3 Wochen im Wasser gelegen. Sie war bekleidet:
1) mit einem roth und schwarz karrirten wollenen Kleid mit weißen Porzellanknöpfen;
2) mit einem wollenen Unterkleid, braun und schwarz karrirt, hieran
3) ein Leibchen von baumwollenem Zeuge, blau und weiß klein karrirt;
4) mit einem Hemd, an welchem oben ein Bündchen zum Zubinden;
5) mit wollenen Strümpfen, gerippt, gestrickt, neuroth mit schwarzen Punkten;
6) mit ledernen Schnürschuhen, an denen rothwollene Schnüre.
sämmtliche Kleidungsstücke sind ohne Zeichen. Dieselben werden auf der Bürgermeisterei zu Höchst aufbewahrt.
Ich ersuche ergebenst über die Persönlichkeit des Kindes und die Art, wie es um das Leben gekommen ist, gefällige Nachforschungen anstelle» und, falls sich dort ein Ergebniß zeigen sollte, mich davon benachrichtigen zu wollen. Die vernommenen Aerzte haben nach der Section sich dahin ausgesprochen, baß Spuren von Gewalt fehlen, der Tod durch Erstickung wahrscheinlich im Waffer erfolgt ist. Die Leiche ist in Höchst beerdigt.
Wiesbaden, den 19. Februar 1871.
Der Königliche Staatsanwalt.
Wird veröffentlicht.
Hanau, den 23. Februar 1871.
Der Landrath.- Schrötter.
Verpflichtet ist als Taxator für die hiesige Stadt Dachdeckermeister Thomas Eller von hier. Hanau, den 22. Februar 1871.
Der Landrath: Schrötter.
Brod-Preise
der Backwaarenhändler zu Hanau, welche Niederlagen aus dasiger Brodsabrik haben, vom 27. Februar 1871 an.
1 Laib (4 Pfund) erste Sorte 21 kr.
1 Laib (4 Pfund) gemischtes Brod 20 „
1 Laib (4 Pfund) Roggenbrod 19 „
Vorgewogen per Laib (4 Pfund) | „ höher.
Hanau, den 25. Februar 1871.
Der Landrath: Schrötter.