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Hammer Kreisblatt.
Erscheint Mittwochs und Samstags.
Inserate für diese« ylrtt »erd«" außer bei der Expedition dieses Blattes auck bei der Jäger'kcken Buck- Papter- u. f ««Matte« «H«»dl»«x I« granksurt a. M. sowie bei ®. Schlotte, Expedition für Zeitungs-Ännocen in Bremen und dem Annoncen-Bureau von $6. Dietrich St E».
Cassel entgegengenommen.
M 39 Mittwoch, den 17. Mai. Itm.
BuSpsg aus dem Amtsblatt.
Die am 13. d. M. ausgegebene Nr. 28 des Amtsblattes enthält außer bereits Mitgetheiltem: 1) Bekanntmachung Königlicher Regierung, Abtheilung des Innern, zu Caffel, vom 5. d. M., die Zahlung der von Behörden und Beamten im dortigen Regierung«' Amtsblatte oder Ö ffentliches Anzeiger erlassenen Bekanntmachungen betreffend; 2) Inhalt des 10. Stücks »er Gesetz - Sammlung für die Königl. Preußischen Staaten; 3) Bekanntmachung des stellvertretenden commanvirenden Generals der Infanterie zu Caffel vom 21. v. M., die Cinreichung von Gesuchen um Urlaub, Nachurlaub oder Entlassungen von Soldaten betreffend; 4) desgl. Königl. Regierung, Abtheilung des Innern, daselbst, vom 3. d. M., den von Sr. Majestät dem Kaiser und König der Münchener Künstler-Genossenschaft gestatteten V-'rtrieb von Moosen zu der von derselben zum Besten der allgemeinen deutschen Jnvalidenstiftung beabsichtigten Ausspielung von Kunstwerken innerhalb der Preußischen Monarchie betreffend; 5) desgleichen derselben Behörde vom 9. d. M., den diesjährigen l4tägigen Bienenzucht-Lehr-Cursus zu Hünxe bei Gartrop betreffend; 6) dcSgl. Königl. ConsistoriumS daselbst, vom 3. d. M., die den Herren Geistlichen des dortseitigen Bezirks zur Anschaffung empfohlene Schrift „Gedenket der Gebundenen! Bilder aus dem Leben der Gefangenen" von Adalbert Notorp, Düsseldorf 1871, in Commission bei Hugo Klein in Barmen, betreffend; 7) desgleichen des Wahlcsmmiffarius der Handeskammer zu Frankfurt a. M., vom 9. d. M., die auf den 16. und 17. d. M. festgesetzte Wahl der Mitglieder betreffend; 8) Bekanntmachungen des Herrn Ober - Post - Directors zu Caffel vom 6., 8., 9. und 10. d. M., die Coursveränderungen diverser Personen- und Botenposten vom 1., 6. und 10. Mai und 1. Juni d. I. ab betreffend.
Amtlicher Theil.
Aufruf
, zur Gründung einer deutschen Stiftung
für die Töchter der auf dem Kette der KHre gebliebenen oder in Isolge des Krieges Verstorbenen Offiziere, Mititair-Weamten, Keistlichen und Aerzte sowie der ihnen gleichzusteLenden Träger des rothen Kreuzes.
Der Krieg ist beendet. Ein ehrenvoller Friede krönt tie ruhmreichen Thaten unserer tapferen Söhne. Deutschlands Grenzen sind gesickert, Deutsche Lande zurückgewonnen, welche unserer Schwäche vormals entrissen waren. Wieder aufgerichtet in alter Macht und Herrlichkeit breitet das Deutsche Kaiserthum seine schützende Hand über alle Stämme des geeinigten Vaterlandes. Im Bewußtsein ihrer großen Cultur Aufgaben begrüßt die Deutsche Nation den Beginn einer neuen Aera des Friedens, der Freiheit und gegenseitigen Achtung der Völker.
G-oß wie die Fülle der Segnungen, welche aus der blutigen Saat entsprossen, ist die Schuld unserer Dankbarkeit gegen diejenigen, welche heldenmüthig ihr Leben in dem Kampfe ersetzten.
In der freigebigsten Fürsorge für die Invaliden und Hinterbliebenen erkennt Deutschland eine heilige Pflicht, der nachzu- kommen zunächst das Reich berufen ist.
Aber die Hülfe, welche der Staat den Opfern des Krieges bringen kann, wird nicht überall ausreichen. Es bedarf der Fürsorge pflegender Herzen und Hände ffir zahlreiche Waisen, welche der Krieg in hülfloser Lage zurückgelassen.
Den Kindern der Soldaten und den Söhnen der Offiziere sind Pflege- und Erziehungs-Anstalten mannigfacher Art geöffnet, aber
den Hülssbedürstigen Töchtern der auf dem Felde der Ehre gebliebenen oder in Folge des Krieges nestorbeuen Deutschen Offiziere, Militair-Beamten, Geistlichen und Aerzte, sowie der ihneu gleichzustellenden Träger des rothen Kreuzes
fehlt es an jeglicher Fürsorge.
Zur Bildung eines Vereins, welcher sich der Lösung dieser Aufgabe für die Angehörigen aller Gauen des deutschen Reiches und aller Confessionen mit gleicher Liebe widmet, ist von Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin August a die erste Anregung gegeben.
Allerböchstdieselbe hat sich bereit erklärt, als Hohe Beschützerin an dessen Spitze zu treten.
Die Erziehung für den häuslichen Beruf findet in der Gemeinschaft des Hauses und der Familie den natürlichsten Boden. Aufgabe des Vereins wird es daher sein, wo ein Bedürfniß dazu vorhanden, den Müttern oder nahestehenden Verwandten die