Einzelbild herunterladen
 

1855.

***%%* VVM** VM

Wochenblatt

für die

Provinz Han

a u.

. ---B.a»-MEM^r»--------1». . .

Hanau, Donnerstag den 17* Mai 1855»

Ernennungen und Beförderungen.

Seine Königliche HoheU.der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den bisherigen Hausmeister Georg Stautz in Frankfurt a- M- nunmehr provisorisch zum Bett- meister bei der Hoskämmerei zu ernennen.

Allgemeine Verfügungen der Oberbehörden.

1. Soolbad Nauheim in der Wetterau.

Das in der Nähe der Stadt Friedberg am nord­westlichen Abhänge des Taunus in der Wetterau an der von Eaffel nach Frankfurt a. M- führen­den Main-Weser-Eisenbahn gelegene, Soolbad Nauheim, welches mit Sool-, Touche- und Gaöbadern reichlich ausgestarret ist, wird mit dem 1. Juni d. J. wieder eröffnet werden.

Die Bader werden aus dem 26° R. warmen, gasreichen großen Soolfprudel bereitet und haben sich durch ihre ausgezeichnete Heilkraft bereits eines vorzüglichen, weil verbreiteten Rufes zu er­freuen.

Zur Bereitung von Gas- und Gasdouchebädern dient das kohlensaure Gas deS kleinen Soolspru- delö.

Auch steht eine in den letzteren Jahren neu entdeckte Natronquelle zur Benutzung.

Der kurmaßige Gebrauch der Nauheimer Quel­len hat sich bei den, durch Störungen deS orga­nischen Stoffwechsels bedingte» Krankheiten, na­

mentlich bei Skrofeln, Gicht, Rheumatismus, Flechten, chronischen Unterleibsbeschwerden und vielen Arten von Nervenleiden Hülfreich bewährt.

Durch die von den Spiel- und Wirthschaftö- pachtern am dortigen Bade (Herrn Vialy et Comp.) bewirkte Errichtung eines eleganten provi­sorischen Kurhauses, welches Konversalions-, Ball- und Spielsäle, Lelekabinets :c. enthält, sowie durch die Erablirung einer ausgezeichneten Re­stauration und die Engagirung einer vorzüglichen Musikkapelle ist für die Annehmlichkeit deS Aufent­halts am Badeorte allenthalbige Fürsorge getrof­fen worden.

Die ärztliche Praxis bei dem Bade wird von dem PhystkuS Dr. Bvde und dem praktischen Ärzte Dr. Erhardt ausgeübt, wundärtzlicher Hülfeleistung unterzieht sich, außer dem erstge­nannten Ärzte, auch der Wundarzt Bechtold.

Zur Aufnahme der Kurgäste eingerichtete Pri- vatwvhnungen sind in genügender Anzahl vor­handen.

Bestellungen von Zimmern in den Badehäusern sind zeitig an die Soolbadeverwaltung zu richten, welche auch jede andere, etwa gewünscht werdende Auskunft bereitwillig ertheilen wird.

Caffel am 21. April 1855.

Kurfürstliche Brunnendirektion.

v. Wille, k. «.

2. Bei der durch das Ableben des PhystkuS Dr. BiSkamp zu Neukirchen eingetretenen Erledigung des dasizen Physikats werden geeignete Kompe­tenten hierdurch aufgefordert, um solches bei der