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Morsenzertuns

Ful-aèv Kreisblatt, Anzetver für Rhön unö Bovelsbrrs, Fulda- und Haunetal

^ "^^^^ Für die Volksgemeinschaft - Für den Ständefrieden

läw^ durch «nSe n.°n°mch 1.75 ««t O Rabatt. ^^ franst a. K, 28012. Fu.da. 44.

^^ SS. ~ Zrettag, den 17. Am« 1S2Z. LFahrgang.

Als Kandidatur ßindendurgs, getragen von einer überparteilichen nat. Mehrheit.

wtb. Berlin, 16. April, telef. jAusruf des Rerchsblocks). Die Gegner, die auf jeher Weise bestrebt sind, die Kandidatur Hindenburg herabzuziehen, bchaupteu der Reichsblock sei eine Organisation der Schwerindustrie und des Großkapitals. Sie setzen geflissentlich Gerüchte in Umlauf, dem Reichsblock seien von einzelnen Groß-Kapitalistischen Stelleit enorme Beträge für den Wahlkampf ?ur Verfügung gestellt worden. Sie wollen damit Verwirrung in die Kreise unserer Anhänger tragen. Die gegnerischen Behauptungen sind frei erfunden. Die Kandidatur Hindenburg wird getragen von einer überparteilichen nationalen Mehrheit des deutschen Vockes. Wir wenden uns au jeden einzelnen in der Erwartung, dass jeder seine glicht tut und nach Kräften die Wahl finanziell unterstützt. Wir bitten alle dieje­nigen, die dazu in der Lage sind, einen angemessenen Beitrag auf das Postscheckkonto Berlin NW. 7 Ar. 16734 (Couto: Ar­beitsausschuß der Reichspräsidentenwahl) zu überweisen. Scher Pfennig, der für die Wahl unseres Hindenburg gegeben wird, hilft die Auferstehuug unseres Vaterlandes durch ruhige und friâche Arbeit sichern.

Der Reichsblock, Berlin W 35, Potsdamerstraße 118.

Sie EparglSubiger und die RetchspriWsntenwahl.

wtb. Berlin, 16. April, telef. Die Arbeitsgemeinschaft zur Anfhebungsfrage, die sich aus etwa 30 Suteressen-Verbänden zusammenstellt, beschäftigte sich gestern in einer Sitzung mit der Stellungnahme der Sparglänbiger zur Reichspräsidentenwahl. Nach längeren Erörterungen wurde der Beschluss gefasst jedem, der an der Arbeitsgemeinschaft beteiligten Verbänden die Ab­stimmung frei zu geben.

Die KreditWe für Handwerk und Kleinhandel durchgeMrt.

wtb. Berün, 16. April. telef. Die vor einiger Seit einge- leitete Aktion zur Milderung der Kreditnot der Handwerker, des Liuzelgewerbes und des Einzelhandels, gelangte, lautBerl. Tageblatt", jetzt zur Durchführung. Die Kredithilfe wird sich in der Weise vollziehen daß 2030 Millionen Postgelder durch die Seehandlung über die Zentral-Sustitwte, also über Preußen- Kasse Geuosseuschaftsabtellnug der Dresdner Bank von der Gi­ro-Zentrale an die Kreditnehmer weitergeleitet werden. Die Kredite dürften auf 6 Monate befristet und zu einem Zinssatz von 10 Prozent gegeben werden.

Ein rein sozialistisches Ministerium in Belgien?

wtb. Paris, 16. April. telef. Aach einer Meldung aus Brüstet berichtet derStolle Belge", daß im Laufe der gestri­gen Verhandlungen, die van der Velde mit dem jetzigen liberalen Sustizminister Massiv geführt hat, dieser ihm den Rat gegeben hat ein rein sozialistisches Ministerium zu bilben, um das Bud­get und gewisse Gesetzentwürfe zu verabschieden, für die es leicht sei, eine parlamentarische Mehrheit zu gewinnen.

Der neue amerikanische Botschafter in London.

wtb. Paris, 16. April. Havas berichtet aus Aewgork: Der neue Botschafter der Vereinigten Staaten in London, Hous­ton, hat sich dorthin eingeschifft.

Der Dank des Vaterlandes.

Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen. Es ist noch garnicht lange her, daß Herr Marx als Vorsitzender des Zentrumsparteitages eine leise, aber doch sehr deutliche Warnung vor demReichsbanner Schwarz-rot-gold" ausge­sprochen hat. Alle politischen Vereinigungen dieser Art hätten manche Bedenken gegen sich. Tatsächlich ist denn auch die gro­ße Zentrumspartei immer nur sehr schwach in dem Reichsban­ner -vertreten gewesen, das ja von den Sozialdemokraten ge­gründet der feuchtfröhliche Herr Hörsing ist sein Spiritus rector und von den Demokraten des linken Flügels unter­stützt wurde. Nun aber ist Herr Marx mit feinem entschlossenen Anksabmarsch in die Arme der Braun und Genossen plötzlich auch ein warmer Verteidiger desReichsbanners" geworden. scheint so, als ob er fürchte, ohne dessen Unterstützung nicht r m Reichspräsidenten .gewählt zu werden. Er hat seine große

!tI Ostpreußen begonnen und auf dem Königs- r ^ohnhof, wo ihn die Reichsbannerleute mit einem drei- n Heil begrüßten, folgende schöne Ansprache gehalten: niasbem^ in der alten Krönungsstadt- »**» » können, au» an* »arn- * m Reichsbanner 5chivarrol^gold in meineri*

Fürst Günther Viktor zu Echwarzburg t.

wtb. Sondershausen, 16. April, telef. Der ehemals regie­rende Fürst zu Schwarzburg Günther Vcktor ist heute kurz nach Mitternacht im 73ten Lebensjahre gestorben.

Der Bruder des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Selb in Rom plötzlich gestorben.

wtb. Rom, 16. April. telef. Sestern nachmittag wurde in der ALhe der Sesuitenkirche ein Ausländer von einem Schlagan­fall betroffen, dem er bei der Ueberführung in ein Krankenhaus erlag. Der Tote wurde als der deutsche Universitätsprofestor Dr. Haus Held, ein Bruder des bagerifchen Ministerpräsidenten feftgefteltt.

öoefle lebensgefährlich erkrankt.

wtb. Berlin, 16. April, telef. Aach einer Mittellung des B. T." hat sich der Gesundheitszustand des früheren Reichs- postministers Hoefle, der schwer herzleidend ist, während der Untersuchungshaft derart verschlechtert, daß ernste Besorgnis für sein Leben besteht. Er ist am Mittwoch mit den Sterbesa­kramenten versehen worden.

R. ZI vom Sturm ins offene Meer verschlagen.

wtb. Norwich, 16. April. telef. Das lenkbare Luftschiff R 33 hat sich heute morgen während eines Sturmes von sei­nem Ankermast in Pulham losgerissen, An Bord befinden sich 6 Mann; das Luftschiff nimmt hie Richtung auf London.

wtb. London, 16. April, telef. Aach den letzten Berichten wurde das Luftschiff R 33, nachdem es sich von seinem Anker­mast losgeristen hatte, in Richtung auf das offene Meer hiuaus- treibend gesichtet.

Delahaye t.

wtb. Paris, 16. April. Einer der bekanntesten reaktionären Senatoren, der Rogaist 3 nies Deslage, ist im Alter von 75 wah­ren gestorben. Er zeichnete sich durch heftige Reden, insbeson­dere gegen Deutschland aus.

Ein eifersüchtiger Greis.

wb. Worms, 16. April. Aus Eifersucht erschoß der in den siebziger 3obren stehende Peter Damm in Hohensülzev seine Frau. Nach der Tat begab er sich zum Bürgermeister und mach te Mitteilung von der Tat.

Marx Nrogrammrede und die Deutschnattonalen.

D.B. Berlin, 15. April. (Sig. Meldg.) Die Blätter der Rechten beschäftigen sich auch heute abend mit der gestrigen Programmrede des Kandidaten des Volksblocks in Königsberg. DieDeutsche Tageszeitung" hebt hervor, der Grundton der Rede Marx war immerhin noch ein kritikloser Optimismus. Bon jenem anderen Marx, der auf Druck der Rechten im ver­gangenen Sahr sich wenigstens die Erklärung zur Kriegsschuld- frage abringen ließ, sei keine Spur mehr zu finden, "ön dem

genschaft als früherer Reichskanzler den Dank des ganzen Volkes aussprechen darf für die mühevolle Arbeit, die es zum Schutze der Verfassung und des deutschen Volkes in schwerer Seit geleistet hat.". Hier sind denn doch einige kräftige Vor­behalte zu machen. Warum die Republikaner gerade auf die Krönungsstadt" Wert legen, ist ja eine Frage für sich. Aber wie kommt Herr Marx dazu, in seiner Eigenschaft als früherer Reichskanzler im Namen des ganzen Volkes zu sprechen? Das kann schon ein aktiver Reichskanzler nicht, da er ja immer einen Teil des Volkes gegen sich hat .aber noch viel weniger ein Ex­kanzler. Was würde es für einen Eindruck machen, wenn die sämil. Reichskanzler, die wir nach der Revolution verbraucht haben, Reden im Namen des ganzen Volkes halten wollten! Herr Euno oder Herr Stresemann würden da gewiß andere Din ge zu sagen haben als Herr Scheidemann oder Herr Bauer. Und was das Reichsbanner betrifft, so ist sicher etwa die Hälfte des deutschen Volkes der festen Ueberzeugung, daß dieser poli­tische Radauver-ein nicht den Dank des Vaterlandes sondern vielmehr die Zurückweisung verdient, die ihm Herr Marx zuteil werden ließ, als er noch nicht vor dem König Demos auf den Knieen lag.

außenpolitischen Programm des Herrn Marx müßten die Poin- care, Millerand, Maginot und noch mehr die etwas vorsichtige­ren Nationalisten wie Laucheur, Briand und andere geradezu einen Freibrief für die Fortsetzung einer Politik der Unehrlich­keit und des Vertragsbruches sehen.

DieKreuzzeitung" erörtert eingehend die innenpolitischen Ausführungen Dr. Marx.Wenn die Weimarer Koalition", schreibt das Blatt,als der Repräsendant einzig und allein gilt, die Verteidigung der Republik zur Hauptsache ihres politischen Wirkens macht, so nur deshalb, weil sie an den Revolutions- errungenschaften für ihre Parteien festhalten und unter allen Umständen eine Gesundung des*staatlichen Lebens die über ihre Interessen hinwegführt, weil sie die Befreiung von der Partei­herrschaft zur Voraussetzung hat, verhindern will. Herr Marx weiß sehr genau, daß heute niemand mehr die Verfassung auf dem Wege der Gewalt beseitigen will und daß sie als Grunb­lage staatlicher Ordnung anerkannt wird. Eine Grundlage so lückenhaften Charakters genügt aber auf die Dauer nicht. Es gehört heute zu den dringenden Aufgaben vorausschauender Staatspolitik auf legalem >Wege dem Willen des Volkes nach Neugestaltung der Formen seines öffentlichen Lebens zum Durch bruch zu verhelfen. Wenn sich Herr Marx mit seiner Weima­rer Koalition dagegen stammt, und sich auf die Weimarer Ver­fassung als ein unantastbares Dogma versteift, so zeigt er da­mit nur, wie reaktionär die Gesinnung ist, aus ber heraus die Linke heute Politik machen will".

Rettet Deutschlands Ehre und die Zukunft der Grenzmarken.

Die N a t i o n al e .Einheitsfront e. V. Kampfbund gegen Schuldlüge und Schandoertrag, für deutsche Ehre und deutsche Weltgeltung, erläßt an seine Mitglieder einen eindring­lichen Aufruf, worin als wichtigste Wirkung der Präsidenten­wahl die Mehrung des d a r n i e d e r l i e g e n d e n An­sehens D e u t s ch la n d s hervorgshoben wird. Dem deut­schen Volke ist Heil widerfahren: in letzter Stunde fast hat sich der Kandidat gefunden, in dessen ehrfurchtgebietender Gestalt sich der Rest nationalen Wollens und Stolzes verkörpert, der uns noch geblieben ist: Hindenburg!

Er gehört keiner Partei, er gehört dem ganzen deutschen Vocke. Seinen Hindeüburg läßt sich auch der einfache Arbeiter nicht nehmen, sofern er sich noch eine Spur vaterländischen Fühlens bewahrt hat, vor dem Namen Hindenburg macht selbst das Ausland halt, wenn es auch sonst jede Aeußerung nationaler Wiedergeburt bei uns begeifert.

Furchtbare Gefahren drohen der deutschen Zukunft, wenn jetzt das deutsche Volk nicht den richtigen Mann an seine Spitze stellt. Mit Völkerbund und Sicherheitspakt sucht der Feind- bund den Versailler Schandverlrag zu verewigen, sich seinen Raub für alle Zeiten zu sichern. Es gehört ein großes Maß von innerer Widerstandskraft dazu, um der Gefahr der dau­ernden Selbstentmannung Deutschlands zu entgehen. Frage sich jeder ehrlich, ehe er feinen Stimmzettel abgibt, wer von den Kandidaten diese Widerstandskraft gegen ausländische Beein­flussung gewährleistet.

Wählen wir jetzt falsch, so sind die uns widerrechtlich ent­rissenen Grenzmarken verloren und Millionen Deutscher um ihr Deutschtum betrogen, betrogen vom deutschen Volk, das end­gültig in Schmach versinkt. Eine furchtbare Verantwortung ruht auf jedem Einzelnen von uns!

Darum rettet Deutschlands Ehre und die Zukunft von Mil­lionen vergewaltigter deutscher Brüder! Wählt Hmdeuburg, den Kandidaten des deutschen Vockes!

Von einer Programmrede Hindenburgs.

Vom Reichsblock wird mitgeteilt: Am Sonntag, 19. April abends findet in Hannover ein Empfang statt, zu dem der Reichs Work Vertreter der ausländischen und inländischen Presse und Vertreter der Wahlkreisausschüsse in größerem Umfange ein- laben wird. Auf diesem Empfangsabend wird Generalfeldmar­schall von Hindenburg eine politische Rede halten.

Was der Lasseler Soldatenrat über Hindenburg sagte.

Der Arbeiter- und Soldatenrat in Lasiel erließ im Novem­ber 1918 folgende Bekanntmachung:Mitbürger und Solda- ten! Heute trifft der Generalfeldmarschall von Hindenburg mit Offizieren und Mannschaften des Großen Hauptguartieros in Gaffel ein, um von Wilhelmshöhe aus die Demobilisation unse­rer Truppen zu leiten. Hindenburg gehört dem deutschen Volke und dem deutschen Heere. Er hat sein Heer zu glänzenden Sie­gen geführt und sein Volk in schwerer Stunde nicht verlasten. Nie hat Hindenburg in der Größe seiner Pflichterfüllung uns näher gestanden als heute. Seine Person steht unter unserem Schutz. Wir wissen, daß die bürgerliche und soldatische Bevöl­kerung Lasseis ihm nur Gefühle der Verehrung und Hochach-