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Morgenzeltuns

Ful-arr Kreishlatt, Anzersre für Rhön un- Boselsberv, Fulda- und Haunetal

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Für die Volksgemeinschaft Für den Ständefrieden

Stummer 93.

Mag, den 23. Weil 1925.

2. goforgting.

W

Srel Zodesurtelle im ZsOekaGroreß 14 Angeklagte Zuchthaus bis ZU 15 Sohren.

Wtb. Leipzig, 22. Aprll. telef. 2m LfcheKa-Prozrß ver­kündete der Vorsitzende des Staatsgerichtshofes nach der Der- lefnag der ümfaugrejchs» Begründung heute das Urteil. Me Hauptangeklaglen Aenman», Popge und SkoMeroski wurden zum Lode verurteilt. Me übrigen 14 Angeklagte erhielten Zucht Hausstrafen bis ?u 15 Sahren oder Gefängni^trafe bis zu 6 2ah- ren. Außerdem erhielten sämtliche AngeklaUten Geldstrafen.

Bevorstehende Rede des Reichskanzler Dr. Mher.

Berlin, 22. April. (Eigener Snformatronsdisnfi. Lelegr. Wie wir erfahren, beabsichtigt Reichskanzler Dr. Lucher in der kommenden Woche eine politische Rede zu halten, in der er zu dem Ergebnis der AeichLpräsideuteuwahl Stellung nehmen wird. Bei dieser Gelegenheit wird der Kanzler auch zu den außenpo­litischen Fragen Stellung nehmen. Wie wir weiterhin erfahren, wird nach dem Wiederzusammentritt des Reichstages eine gro­ße Feierlichkeit für den neugewähtten Reichspräsidenten veran- sialtet werde«, an der nicht nur die gesamte Reichsrogieruug, sondern auch die Vertreter der LänderrieWsruugeu teiln ehmen werden. (Sorge feder Wähler dafür, daß Hindenburg der neu- gewählte Reichspräsident ist. Me Red.)

Kein Witt Sr. Stresemanns mit der Jentschnattonalen Hattet.

Berlin, 22. April. (Gig. Snformationsdienst. Lelegr.) Wie wir erfahren, ist es gelungen, die Meinnugsverschiedeuhei- teu zwischen dem Außenminister Dr. Stresemann und den maß­gebenden dentschuatioualeu Kreisen über die grundsätzlichen Fra­gen der Außenpolitik zum größten Leite auszugleicheu. Aeuer- dings hat die dentschnatiouate Parteileitung energische Schritte unternommen, um zu verhindern, daß die nachbarlichen Bezieh­ungen mit der iDeutschen Volkspartei durch den Meinungsstreit um Dr. Stresemann getrübt werden könnten. Entgegen (den vielfach in den Kreisen der Weimarer Parteien verbreiteten Gerüchte von einem Zerwürfnis zwischen den Deutschnationalen und Dr. Stresemann müsse versichert werden, daß es sich um au­ßerordentlich übertriebene und unkontrollierbare Gerüchte handelt.

Jie dentsch-sraazWchea Kaa-elsvertragsvettmnMngen.

wtb. Berlin, 22. April. telef. Me deutsch-französischen Haudelsvertragsverhaudlungeu wurden, wie von den Zeitungen mitgetellt wird, nach der Osterpause nicht in vollem Umfange auf- genonrmen. Die ersten Besprechungen der beiderseitigen Dele- gatiousführer beginne« voraussichtlich erst am 27. April in Pa­ris. Daran werden sich wieder Vollsitzungen der Delegation«»

aufchließe». Suzwischeu fanden in Paris nur in einer Unterkom- mysion Besprechungen über die Formulierung des Bertragslex- tes statt, die aber in keinem Aufamwenhang standen mit de« wichtigsten erst in einer Vollsitznug zu behandelnden Punkte, nämlich der Frage der Zolltarif-Zugeständnisse. (Drei Warenll- steu a b und c sind Deutschland überreicht worden.

Zu den dentschrnssischen Beziehungen.

Berlin, 22. April. (Eig. Suformatiousdieust. L

Wie wir ans Kreisen der sowjetrussischen Botschaft in Berlin erfahren, ist man in Moskau über die gegenwärtige Hattang der Reichsregierung gegenüber Sowjetrußlalch nicht ganz zufrie­den, obwohl sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern nach wie vor sehr freundlich gestalteten. Der deutsche Botschaf­ter in Moskau, Graf Brockdorf-Rantzau, der sich gegemvärt. in Deutschland befinde, sei von dem russischen Außenkommissariat ersucht worden, nach seiner Rückkehr eine Reihe von Fragen zu beantworten, die die deutsche Regierung über chre Haltung ge­genüber einem etwa zustmrde kommenden Mächtebündnis gegen Rußland einnehmen würde.

Eine Stadt in Mexiko fast gänzlich abgebrannt.

wtb. Douglas (Arizona), 22. Aprll. telef. 2« der mexikani­schen Stadt Lanamea ist gestern eine Feuersbrunst ansgebrochea, die einen großen Lell der Stadt in Asche legte. Vier Personen kamen in den Flammen um, 2000 sind obdachlos geworden. Der Schaden wird auf 250 000 Dollar geschätzt.

2nfol.gr aus dem Loserkreise an uns ergangener Wünsche dringen wir, nachdem wir den Tenor der Rede in Nr. 91 und die Kommentierung im Leitartikel der Nr. 92 der H.-M.-Ztg. gekracht haben, heute wörtlich die Ansprache des Feldmarschalls nach. Generalfeldmabschall von Hindenburg führte aus:

Meine sehr verehrten Herrenl Diese Stunde geselligen

Zusammenseins >hat für das deutsche Volk, für Sie als politische Führer und auch für mich vielleicht eine tiefere Bedeutung. Sie haben sich heute abend hier versammelt, um mit mir die poti- tischen Ziele des Reichsblocks zu besprechen. Wir wollen uns hierbei nicht durch Angriffe unserer Gegner stören lassen. Mich lasten jedenfalls persönliche Angriffe, auch der gehästigsten Art, ganz kalt, denn

ich baue auf das Gerechtigkeitsgefühl meiner Landsleute.

Hier sind heute die Vertreter von Parteien und politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbänden sowie von deutschen und ausländischen Zeitungen versammelt. Die Tatsache, daß sich Parteien und Verbände, die nicht in allen Zielen der 'täg« lieben Kleinarbeit übereinstimmen, zu gemeinsamem Wirken zu- s men gefunden und die natürlichen Gegensätze zum Schweigen gebracht haben, ist mir ein Beweis dafür, daß es in Deutsch- land wieder vorwärts geht. Deutschland hat in schweren Stun- i x A es durch Einigkeit zu erreichen vermag. Mir in das Gluck beischieden gewesen, mit einem einigen Volke den Feind von unseren Grenzen fernzuhalten. Dieser großen Zeit deutscher Geschichte sind schwere Sahre gefolgt. Wir haben die ganze Last eines unglücklichen Kriegsausganges und eines un- "uf uns nehmen müssen. Es ist dabei leider

<r. von dem Ginigkeitswillen bei uns verloren gegangen Eues Lebens wäre es daher, wenn ich in friedfirk ID'r ""^ 'bieder mit der gleichen Giniigikeit uns einst ^ Wiederaufbau zusammenfinden, die Vertreter x " ^' Eutte die hier so zahlreich erschienenen ?ur Isländischen Presse, die Bedeutung des Willens dem gei l ^V^? lrt,t Porteipolitik zu tun hat, sondern 4t g^ »^ deutschen Vâes entricht, bedanken überv^ ^^ O^Weichsblock hat nun geglaubt, dem " uderparte,sicher Einigkeit bei der Wahl eines deut­

Zer Wortlaut der Hindenburg-Rede in Hannover.

schen Reichspräsidenten dadurch am besten dienen zu können, daß er mir für den zweiten Wahlgang die Kandidatur antrug. 2ch habe zunächst schwere persönliche Bedenken gehabt, und ich bedauere es nicht, daß darüber auch die Oeffentlichkeit unter­richtet worden ist. Der Appell an mein Pflichtgefühl hat diese Bedenken überwunden. Erleichtert wurde mir diese schwere Entscheidung nicht zuletzt dadurch, daß der von mir hochgeschätz­te Kandidat des ersten Wahlganges, Herr Dr. Sarres, mich auch um dieses Opfer 'bat. Seine lautere Persönlichkeit und seine hingebungsvolle Arbeit haben ebenso wie sein staatsmän­nisches Programm staüken Eindruck im deutschen Volke hervor gerufen.

Nachdem ich einmal die Kandidatur übernommen habe, ist es mein Wille, mich während des Wahlkampfes an der poli­tischen Arbeit des Reichsblocks in der mir angemessen er­scheinenden Weise zu beteiligen und für den Fall meiner Wahl meine ganze Kraft für das Wohl Deutschlands einzusetzen. 2ch würde auch als Reichspräsident nur die Micht kennen, auf den einmal gegebenen Grundlagen der Verfassung und her hentigeo Stellung Deutschlands in der Wett

das Beste für mein Vaterland

zu erstrebe». Rücksicht auf irgendwelcheParteien oder un­berechtigte Souderiuteressen wüHe ich dabei nicht kennen. Anders darf auch der Staat nicht denken. Seine vornehmste Aufgabe muß es immer bleiben, das Wohl derjenigen Volks­kreise besonders immer im Auge zu behalten, die am schwersten unter der Rot der Zeit leiden. 2eder Arbeit muß chr gerechter Lohn werden. Wenn Sorgen urp Lasten gerecht auf alle Schul­lern verteilt sind, wird sich hierauf (gegenseitiges Vertrauen aufbauen. Nur so können wir zum sozialen Frieden gelangen.

Bei einem Geil unserer politischen Parteien spielt die Auf­fassung eine verhängnisvolle Rolle, daß nur der unbedingte An­hänger des eigenen Parteiprogramms oder wenigstens der in den Revolutionsstürmen geschaffenen Parteikoaiition das Recht habe, im Staate mitzuarbeiten. Als ruhiger Beobachter der politischen Entwicklung der letzten Saffore habe ich geglaubt, im­mer wieder eine falsche Auffassung vom Wesen und von der Bedeutung der politischen Parteien im parlamentarisch regier­

ten Staat feWellen zu müssen. Diese führte dazu, das an sich schon zum Zwiespalt neigende deutsche Volk noch weiter zu ver wirren. Weite Kreise streben aber nach großem, gemeinsame Ziel. Darum scheint mir der Reichsblock, der diesem Gedanke dienen will, die Forderungen des Sages richtig erkannt zu hr den. Erwarten Sie also, meine sehr verehrten Herren,

nicht von mir das Programm einesparteimannes, der sich mit politischen Fragen auseinandersetzt. Weit wichtiger ist die Aufgabe, dem deutschen Volk wieder die Grundlagen wirtschaftlicher und politischer Lebensfähigkeit zu schaffen. Ohne die Wiederherstellung des deutschen Ansehens in der Welt ist dieses Ziel nicht zu erreichen. Ansehen in der Welt wird je­doch nur gewinnen, der sich selbst und sein Volk achtet. Ver­trauen wird nur gewinnen, der sich selbst vertraut. Es wird noch langer und schwerer Arbeit bedürfen, ehe ucher ganzes Vock wieder zum Bewußtsein der höchsten Werte einer Nation so er­wacht ist, daß diess BewuWein sich auch im täglichen wie im öffentlichen Leben durchsetzen kann. Das aber erscheint mir der sicherste Weg, um uns vor so beklagenswerten Erscheinungen zu schützen, wie sie die letzten Monate brachten. Sie waren in ho­hem Maße geeignet, den Glauben an deutsche ^Ehrlichkeit und Treue zu erschüttern.

Wir haben heute die Pflicht, unser gesamtes öffentliches Leben und unsere praktischen politischen Ziele so einznstellen, daß unser aufrichtiges Streben nach friedlicher Orientierung unseres Vaterlandes und friedlicher Mitarbeit am Fortschritt der Welt sich durchsetzen kann. Hierin liegt eine wichtige Grundlage deut scher Außenpolitik. Nichts kann diesem friedlichen Ziel meh^ schaden, als das verlogene Geschrei von einer drohenden mil' taristischen Reaktion in Deutschland, die sich in meiner Kan didatur angeblich ausprägen soll. 2ch glaube gern, daß He Marx diesem höchst verwerflichen, demagogischen Treiben sein Anhänger persönlich fernsteht. Sefo muß aber mit allem Erp. auf die große Gefahr Hinweisen, die eine solche verantwortungs­lose Wahlpropaganda für das ganze deutsche Volk bedeutet.

Sri) betone mit aller DestöchkeN, daß ich »ichts anberes er* strebe, als was die Gegner mehter «aabübafttr für sich allein in Anspruch nehmen, nämlich dem deichen » in voller Sou­veränität mrd in voller Freiheit sehen Platz antet ben anderen